Dass Rickenbacker Shortscale kann, haben sie schon Mitte der 70er mit dem Modell 3000 bewiesen. Das Shorty-Treatment, das sie dem 4003 haben angedeihen lassen, ist allerdings völlig eigen – und wie immer völlig eigensinnig. Die Bespielbarkeit ist grundsätzlich fantastisch, und den Hals mag ich gar nicht wieder hergeben. Die gesamte Spielhaltung, vor allem im Stehen, ist dagegen gewöhnungsbedürftig, wenn man nicht eh gerade bei tiefhängendem Bass am Griffbrettende anschlägt.
Lackiertes Griffbrett (Bild: Dieter Stork)
Klanglich hat der 4030S (dessen Namensgebung ich wirklich clever finde) einiges zu bieten, auch wenn ich mir mehr Spielraum beim Einstellen der Pickup-Höhe wünschen würde, eine brummfreie Mittelstellung, und eine besser eingebundene E-Saite. Die neue Brücke und der neue Trussrod machen dagegen eine sehr gute Figur, und das Fireglo finde ich einfach umwerfend. Der Preis ist ganz schön üppig, dafür bekommt man aber auch ein spezielles Instrument mit einem speziellen Charme. Wenn dir einer in der freien Wildbahn begegnet – unbedingt anspielen!