Kurz-Klassiker

Rickenbacker 4030S Fireglo im Test

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RESÜMEE

Dass Rickenbacker Shortscale kann, haben sie schon Mitte der 70er mit dem Modell 3000 bewiesen. Das Shorty-Treatment, das sie dem 4003 haben angedeihen lassen, ist allerdings völlig eigen – und wie immer völlig eigensinnig. Die Bespielbarkeit ist grundsätzlich fantastisch, und den Hals mag ich gar nicht wieder hergeben. Die gesamte Spielhaltung, vor allem im Stehen, ist dagegen gewöhnungsbedürftig, wenn man nicht eh gerade bei tiefhängendem Bass am Griffbrettende anschlägt.

Lackiertes Griffbrett (Bild: Dieter Stork)

Klanglich hat der 4030S (dessen Namensgebung ich wirklich clever finde) einiges zu bieten, auch wenn ich mir mehr Spielraum beim Einstellen der Pickup-Höhe wünschen würde, eine brummfreie Mittelstellung, und eine besser eingebundene E-Saite. Die neue Brücke und der neue Trussrod machen dagegen eine sehr gute Figur, und das Fireglo finde ich einfach umwerfend. Der Preis ist ganz schön üppig, dafür bekommt man aber auch ein spezielles Instrument mit einem speziellen Charme. Wenn dir einer in der freien Wildbahn begegnet – unbedingt anspielen!

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Plus

  • Optik
  • Sounds
  • Charakter
  • Bespielbarkeit
  • Vintage-Tone-Schaltung
  • Case

Minus

  • Brummen in Mittelstellung
  • fehlende Security-Lock-Gegenstücke
  • E-Saite, vor allem über den Halspickup
  • maximale Pickup-Höhe

Übersicht

Fabrikat Rickenbacker
Modell 4030S Fireglo
Typ viersaitiger E-Bass
Herkunftsland USA
Hardware Rickenbacker-V2-Brücke, Schaller-Mechaniken
Hals Ahorn, durchgehend
Griffbrett Palisander
Halsbreite Sattel 43,6 mm, XII. 53 mm
Bünde 24
Mensur 30,5 Zoll
Korpus Ahorn
Oberflächen hochglänzend
Korpus Ahorn
Tonabnehmer passiv; Rickenbacker Hot Toaster
Elektronik passiv
Bedienfeld Bass Volume, Treble Volume, Bass Tone, Treble Tone (Push/Pull Vintage Tone), 3-Weg-Schalter
Saitenabstände Steg 16 mm
Bedienfeld B
Gewicht ca. 4,1 kg
Lefthand-Option nein
Internet www.rickenbacker-guitars.de
Zubehör Case, Inbusschlüssel, Putztuch
Preis (Street) ca. € 3599

(erschienen in Gitarre & Bass 05/2026)

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich finde Rickenbacker Bässe sehen toll aus. Haben ihr eigenes Design. Also liebe Fender- und Gibson -Modelle Nachbauer und “Verbesserer”, es gibt kreative Köpfe die wunderschöne Instrumente bauen, die eben nicht wie Fender aussehen. Warum bekommt ihr das nicht hin?
    Ich mag auch den Sound der R.Bässe, z.B. bei Yes, oder früher Helmut Hattler, und Paul Mc Cartney.
    So kaufte ich mir vor vielen Jahren einen gebrauchten 4001.
    Die D-und G- Saiten klangen fantastisch, die A-Saite konnte nicht mehr ganz mithalten und die E-Saite schwächelte. Zu leise und bissle schwabbelig.
    Mit der Zeit merkte ich dass ich auf Aufnahmen immer einen Fender Bass nutzte. Mag auch an meiner Spielweise liegen, auf jeden Fall kam mir der Sound ausgewogener vor. Trotzdem liebte ich meinen Ricki.
    Als er dann paar Jahre nur noch im Instrumenten Ständer stand, verkaufte ich ihn. Ich bin kein Sammler. Ich besitze 3 Fender Bässe und 8 Gitarren hauptsächlich Fender und Gibson. Und das reicht mir seit Jahren voll.
    Aber Rickenbacker ist schon was besonderes, sehr eigenes. Schon toll.

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  2. Dem Komentar von Dieter schließe ich mich an.
    Meine Erweiterung zu sehr guten Fertigungen sind:
    Hamer, Ibanez, Warwick, NEUSER (!) und viele, viele
    andere kleinere Hersteller, die oftmals nur im Unikatbereich
    hervorragende Klanghölzer mit sehr guter Hardware
    kombinieren.

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