Paulaner oder Strategen

Gibson Les Paul oder Fender Stratocaster?

Die Gibson Les Paul und die Fender Stratocaster sind die erfolgreichsten E-Gitarren, die je gebaut wurden. Doch für welche Gitarre soll man sich entscheiden, wenn man vor der Wahl steht: Leg ich mir eine Les Paul oder eine Strat zu? Gute Frage! 

8 Les Paul Modelle

Es gibt in dieser Welt Gegensätze, die scheinen unvereinbar. Entweder man entscheidet sich für das Eine oder aber das Andere. Das sind Ideologien, Religionen, Feindschaften oder, positiv gesehen, schlichte Vorlieben.

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Entweder ist man für Beatles oder Rolling Stones, Köln oder Düsseldorf, 1860 oder Bayern, Sekt oder Selters, Rouge oder Noire. Dazwischen klafft ein Graben, Grenzübertretungen sind so gut wie unmöglich. Bei Gitarristen manifestiert sich die Weltanschauung nur zu oft in der Frage: Spiele ich Les Paul oder Stratocaster. Eigentlich keine schlechten Alternativen.

Beide Gitarren, Gibsons Les Paul und Fenders Stratocaster sind die erfolgreichsten E-Gitarren, die je gebaut wurden. Niemand kann genau sagen, von welchem Modell mehr gebaut worden sind. Das ist auch unerheblich, beide haben sie die Musik der letzten 60 Jahre geprägt, wie kein anderes Instrument. Die Geburtstage der beiden Klassiker liegen etwa zwei Jahre auseinander.

Die Entstehung der Gibson Les Paul & Fender Stratocaster

Die Les Paul kam 1952 auf den Markt, die Stratocaster 1954. Gibson hatte sich damals beeilen müssen, denn die Fender Broad/Telecaster von 1950 schien ein Erfolg zu werden. Anfangs hatten die Verkaufsstrategen bei Gibson nichts von einer E-Gitarre mit massivem Korpus wissen wollen. Als dann aber der Konkurrent aus dem fernen Kalifornien eine Marktlücke gefunden zu haben schien, entwickelten die Gitarrenbauer aus Michigan in aller Eile ihr eigenes Konzept. Immerhin konnten sie den prominentesten Taufpaten verpflichten, den es damals gab.

Der Gitarrist Les Paul war der größte amerikanische Popstar der späten 40er und frühen 50er Jahre. Seine Platten wurden dutzendweise zu Hits und sein Ruf als innovativer Gitarrist war einzigartig. Les Paul war an der Entwicklung beratend beteiligt gewesen, stellte seinen guten Namen zur Verfügung und bekam Tantiemen von jeder verkauften Gibson, die sein Signet trug. Da Gibson einen traditionsreichen Namen hatte und man dem Elektriker aus dem Westen nicht ganz so viel zutraute, wurde das „Les Paul Model“ etwas aufwändiger produziert als die einfache Planke namens Telecaster. Eine geschnitzte, gewölbte Decke und eine goldene Lackierung sollten den Musikern suggerieren, wer die richtigen Gitarren zu bauen imstande war.

Fender Stratocaster
(Bild: Dieter Storck)

Leo Fender, jener Elektriker aus dem Westen, verfolgte das sehr genau. Ihm war klar, dass er reagieren musste. Sein Gegenentwurf zur Les Paul bekam den Namen „Stratocaster“: Es war eine äußerst elegante Gitarre, attraktiv in Sunburst lackiert, mit einem Korpus, der sich perfekt am Körper des Gitarristen anschmiegte, denn es gab, anders als bei Telecaster oder Les Paul, keine Ecken mehr, nur noch abgerundete Kanten. Und die Stratocaster hatte drei Tonabnehmer! Leo Fender hatte zum zweiten Mal demonstriert, dass er in der Lage war, ein perfektes Instrument zu entwickeln, wenn man ihm nur die nötige Ruhe und Zeit ließ.

Die kompletten 50er Jahre hindurch, bis ins Jahr 1959, hielt er es nicht für nötig, maßgebliche Details zu verändern. Dann erst führte er bei allen seinen Instrumenten Palisander-Griffbretter ein. Gibson verfolgte eine andere Strategie. Die Les Paul wurde beinahe jedes Jahr modifiziert. Steg, Saitenhalterung und Tonabnehmer wurden immer wieder geändert.

Gleichzeitig vergrößerte Gibson kontinuierlich die Les-Paul-Familie. Ab 1955 gab es vier Varianten: Junior, Special, Standard und Custom, im Laufe des Jahrzehnts in unterschiedlicher Farbe und wechselnder Ausstattung. Während Gibson es mit Vielfalt probierte, setzte Fender auf Kontinuität. Sehr viel genutzt hat beides nicht. Die Verkaufszahlen der Les Paul waren gegen Ende der 50er rückläufig. Man probierte es noch einmal mit einem radikalen Designwechsel.

Die Gitarren bekamen einen wesentlich dünneren, konturierten Korpus mit zwei Cutaways, aber auch das half nicht. 1962, als der Vertrag mit dem Namensgeber Les Paul hätte erneuert werden müssen, trennte man sich voneinander. Fortan hießen Gibsons E-Gitarren schlicht „SG“, was soviel bedeuten sollte wie „Solid Guitar“. Die Ära der Les Paul war erst einmal beendet, und es dauerte bis 1968, bis wieder Gitarren mit diesem Namen gebaut wurden.

Warum wurde dieses Konzept damals nur ein magerer Erfolg?

Kaum ein bekannter Musiker griff in den 50er Jahren zu dieser Gibson (außer natürlich Les Paul selbst, aber dessen Stern begann in den Zeiten von Rock ’n’ Roll zu sinken, und er bevorzugte zudem meist Les-Paul-Sonderanfertigungen mit flachen Decken, die es in der Form nicht serienmäßig gab).

Ein paar Blueskünstler wie Feddie King oder John Lee Hooker wurden mit einer Les Paul gesehen. Bill Haleys Gitarrist Franny Beecher spielte eine Les Paul Custom, aber eigentlich war die Zeit der „Brettgitarre“ noch nicht gekommen, fast alle – die großen Stars sowieso – spielten elektrische Gitarren mit F-Löchern. Mit der Stratocaster war es ähnlich. Außer Buddy Holly wurde kein Star mit Fenders Flaggschiff in Verbindung gebracht. Immerhin wurde die Stratocaster nicht aus dem Programm genommen. Leo Fender war allerdings überzeugt, dass neue Modelle nötig waren.

Die Jazzmaster und die Jaguar sollten die nötigen Umsätze bringen. Und so fand die Musik der 1960er Jahre weitgehend ohne Stratocaster- und komplett ohne Les-Paul-Modelle statt. Aber, was für Amerika gilt, kann im Rest der Welt ganz anders aussehen.

 



 

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In England begann in den 1960er Jahren eine Entwicklung, die maßgeblichen Anteil an den Instrumentenvorlieben späterer Gitarristengenerationen haben sollte. Die populäre Musik des 20. Jahrhunderts bekam ihre wichtigen Impulse stets aus den USA. Vor dem Zweiten Weltkrieg war es der Jazz, danach, in den 1950er Jahren, vor allem der Rock ’n’ Roll, aus dem z. B. Elvis Presley hervorging. In den 1960er Jahren wurde alles anders, die Briten gaben in jener Dekade im wahrsten Wortsinn den Ton an.

Die großen Gitarristen der Rockmusik kommen meistens aus England, und wenn nicht, haben sie zumindest amerikanische Kollegen inspiriert und beeinflusst. Allerdings war die Situation für englische Gitarristen damals trostlos. Natürlich gab es amerikanische Vorbilder aus Blues, Rockabilly oder Country. Aber die kannte man nur aus dem Radio oder von Platten. Um etwas Eigenes zu kreieren brauchte man vor allem eins: Gitarren.

In Europa gab es Fabriken, die neben vielem anderen auch E-Gitarren in Mengen herstellten, die Qualität war hingegen eher mäßig. Englische Musiker träumten damals von deutschen Instrumenten, und Firmen wie Framus oder Höfner (auf dem englischen Markt als „Hofner“ vertrieben) lieferten auch über den Kanal, denn amerikanische Gitarren waren noch unerreichbar.

Jimi Hendrix live

Als Spätfolge des Krieges gab es in Großbritannien bis zum Ende der 50er Jahre ein Importverbot für amerikanische Waren. Die enormen Kriegsschulden verschlangen die Devisen für den Überseehandel, Konsumgüter für den privaten Gebrauch durften deshalb nicht eingeführt werden. Englische Gitarristen kannten zwar Gibson, Fender, Gretsch, Harmony und all die anderen, bekommen konnten sie diese Instrumente nicht. Es sei denn, man ließ sich etwas einfallen. Eine der ersten Megabands der 60er Jahre in Europa waren die Shadows – eigentlich ein Quartett, eine Gitarren-Band.

Allerdings arbeiteten sie dauerhaft mit einem Sänger, dem Teenager-Idol Cliff Richard. Er hatte mit und ohne Shadows Riesenerfolge und mehr Geld, als er ausgeben konnte. Seine Kumpels aus der Band überredeten ihn, aus den USA eine Gitarre zu beschaffen. Als Privatperson konnte er Waren einführen und deshalb auch eine so heißbegehrte Gitarre besorgen. Das große Vorbild der Shadows-Gitarristen war James Burton, der in der Band von Elvis Presley eine Fender Telecaster spielte. Sie besorgten also Cliff einen Fender-Katalog und der sollte sich um die Bestellung kümmern.

 

Cliff Richard war klar, James Burton ist ein Superstar, ein Mann aus der Band von Elvis, und der spielt natürlich das teuerste Modell, das Fender im Programm hat. Also bestellte er das teuerste, was Fender damals zu bieten hatte, mit allen Extras. Als die Gitarre geliefert wurde, machte Shadows-Chef Hank Marvin vorsichtig den Koffer auf – und was sah er: eine leuchtend rote Stratocaster mit vergoldeten Metallteilen – Fenders Spitzenmodell. Das war nicht das, was er wollte – James Burton spielte bekanntlich Telecaster -, aber er hatte nun immerhin eine Fender, und zwar die erste Stratocaster, die nach England importiert wurde. Die Gitarre wurde sein Markenzeichen und auf Jahre hinaus wollte von da an so ziemlich jeder Gitarrist in Europa zu allererst eine rote Stratocaster.

Nachdem Anfang der 60er Jahre das Embargo auf amerikanische Waren aufgehoben worden war, stapelten sich bei Fender in Kalifornien die Bestellungen aus England. Da man irgendwann nicht mehr genug rote Exemplare liefern konnte, schickte Fender Gitarren nach Europa, die lediglich grundiert waren. Selmer, der britische Importeur, sorgte dann für die endgültige Lackierung – natürlich in Rot.

Eric Clapton 1968
1968 Eric Clapton mit seiner ES-335 zu Cream-Zeiten

Was Cliff Richard da in seiner jugendlichen Naivität angerichtet hatte, zog weite Kreise. Ein (heute nicht mehr bekannter) Gitarrist im irischen Cork hatte bei seinem Instrumentenhändler eine Stratocaster geordert, in Rot natürlich. Der Händler bekam die Gitarre geliefert, allerdings in der Standardfarbe Sunburst, mit roten Gitarren gab es wie erwähnt Lieferengpässe. Tja, und diese Gitarre hat der Kunde nicht genommen, die Farbe stimmte schließlich nicht. So stand das Instrument bald danach im Schaufenster des Instrumentenhändlers in Cork.

Ein junger Gitarrist sah die Stratocaster und kaufte sie, denn ihm waren Hank Marvin und die Shadows ziemlich egal, er spielte den Blues. Und diese Stratocaster spielte er dann während seiner ganzen, großen Karriere, gut und gerne 30 Jahre lang. Sie wurde mit der Zeit immer unansehnlicher, denn er spielte viel. Dieser junge Mann war Rory Gallagher. Viel hätte nicht gefehlt und ein anderer berühmter Gitarrist hätte ebenfalls zu Beginn seiner unvergleichlichen Karriere eine rote Stratocaster gekauft. Am 18. Oktober 1960 schrieb George Harrison aus Hamburg seinem alten Schulfreund Arthur Kelly einen Brief nach Liverpool.

„I am playing in Germany and have much Geld“ … „I might manage a red Stratocaster with gold plated parts, but the one I want is the Gretch“(!) (kein Tippfehler, er schrieb wirklich Gretch) George Harrison entschied sich dann für die gebrauchte schwarze Gretsch Duo Jet und bestritt damit die ersten Jahre bei den Beatles. Fender hätte wohl ein Zweigwerk in England eröffnen müssen, um die Nachfrage nach roten Stratocaster bedienen zu können, wäre die Wahl damals anders ausgefallen. Es sind oft Zufälle, die einem Gitarristen sein Trauminstrument bescheren, eine bewusste Wahl war das in der Regel nicht.

Warum aber so häufig dann eine Stratocaster oder aber eine Les Paul?

Erinnern wir uns, beide Modelle waren in den 1960er Jahren völlig aus der Mode gekommen. Dennoch waren E-Gitarren von Fender oder Gibson erste Wahl, denn damals gab es eigentlich keinen anderen Produzenten von Solidbody-Gitarren in vergleichbarer Qualität. Eine Gibson oder Fender sollte es also sein. Warum dann nicht eine günstige gebrauchte? In den folgenden Jahren bekamen logischerweise viele der Instrumente einen neuen Besitzer. Als Mark Knopfler mit den Dire Straits anfing, spielte er eine gebrauchte, alte, rote Stratocaster.

Am besten war die Versorgungslage natürlich in den USA. Dort waren Les Pauls und Stratocaster erschwinglich und im An- und Verkauf oder Musikladen leicht zu bekommen. Als die englische Band The Hollies im April 1965 zum ersten Mal auf Tournee durch die USA war, gingen die Musiker in jeder freien Minute in die Läden, um sich mit Instrumenten einzudecken. Wenn man schon mal im Schlaraffenland ist, nimmt man auch ein paar Süßigkeiten für zu Hause mit. Einmal entdeckte Gitarrist Tony Hicks bei einem Pfandleiher eine Gibson Les Paul Standard. Die geforderten $ 80 waren ihm allerdings zu viel.

Die Hollies wurden von einem Kamera-Team begleitet, das jeden Schritt der Band filmte. Der Regisseur meinte, es passe prima ins Bild, wenn Hicks die Gitarre kaufen würde. Die $ 80 hat daraufhin die Filmgesellschaft bezahlt. Und die hieß zufälligerweise CBS, die kurz vorher – für etwas mehr Geld – die Firma Fender aufgekauft hatte. Und je mehr britische Bands in die USA reisten, desto mehr Instrumente kamen nach Europa. Die Rolling Stones deckten sich ein, die Kinks taten ähnliches. Dann begann Eric Clapton Les Paul zu spielen und von da an war klar: Wer als Gitarrist etwas werden will, braucht entweder eine Fender oder eine Gibson – im Idealfall eine Stratocaster oder eine Les Paul. Manch ein junger Musiker hatte sogar das Glück, dass die Eltern das Talent des Juniors fördern wollten.

Der junge Paul Kossoff, der mit Free später ein Stück britische Rockgeschichte geschrieben hat, konnte schon in jungen Jahren eine Les Paul Standard und eine Les Paul Custom sein Eigen nennen. Sein Vater war ein berühmter englischer Schauspieler, der für den Sohn offenbar nur das Beste kaufte. Aus heutiger Sicht kann man zwei Fraktionen sehen: die Jungs mit der Les Paul und jene mit der Stratocaster. Zur ersten Gruppe zählen Jimmy Page, Peter Green, Robert Fripp, Keith Richards, Mick Taylor, Jeff Beck, Eric Clapton, Slash, Gary Moore, Paul Kossoff, Neil Young, Pete Townshend, Billy Gibbons, Duane Allman, Dickey Betts und viele mehr.

Gibson Les Paul Signature T Robo E-Gitarre_05

Selbstverständlich haben viele Musiker später das andere Instrument für sich entdeckt, deshalb werden Jeff Beck, Pete Townshend oder Eric Clapton genau so mit einer Stratocaster in Verbindung gebracht. Aber es gibt auch Zeitgenossen, die beinahe ausschließlich mit Fender assoziiert werden: Ritchie Blackmore, Ron Wood, Rory Gallagher, Hank Marvin (versteht sich), David Gilmour, Mark Knopfler, Bonnie Raitt, Robert Cray, Lowell George, Stevie Ray und sein Bruder Jimmy Vaughan und natürlich Jimi Hendrix. Allerdings, bei Letzterem war das auch wieder eher Zufall.

Als er 1966 zum ersten Mal nach England kam, weil sein (englischer) Manager ihn dort zum Star machen wollte, hatte er keine eigene Gitarre dabei. Ihm war das egal, Hendrix konnte auf allem spielen, was Saiten hatte, egal ob Links- oder Rechtshänderversion. Also besorgte ihm Manager Chas Chandler für das erste Konzert in London eine Gitarre. Er fragte Eric Clapton, und der lieh Hendrix eine Stratocaster. Und der Rest ist Geschichte … [1984]

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Es ist schon verrückt was man damals alles angestellt hat um an sein Wunsch Instfument zu gelangen. Mein Vater ist 1936 Geb. worden. Er spielte schon früh mit seinen Bands vor Puplikum. Eine seiner ersten Gitarren war eine Höfnre, die spielte er so lange bis ein Englischer Soldat ihm damals eine Fender Stratocaster und einen Jazz Bass mitbrachte.Da er einer der ersten Musiker hier in OWL war, der öffentlich mit ECHTEN FENDER Instrumenten auf der Bühne stand bekam er den Spitznamen FENDER WILLI . Leider spielt er nicht mehr, wir pflegen ihn. Aber seine Rote Strat und den Sun Burst Bass spiele ich heute ab und an, genau wie seine anderen alten Schätze, die Gibson ES 335,Gibson Gold Top Vox AC30, Twin Reverb, Black Face. Unfassbar was in dieser Zeitspanne für Klang Gewohnheiten geschaffen wurden. Diese Instrumente werden auch noch in 100 Jahren Geschichte schreiben ;).

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  2. Der klassische Unterschied ist ja: die Les Paul brennt länger, die Stratocaster brennt heißer…
    Ich werde nie verstehen, warum das technisch veraltete Strat-Vibrato, das schlecht funktioniert, sehr oft einfach festgestellt oder zumindest des (auch noch geschraubten Hebels) beraubt wird, immer noch eingebaut wird… Ist halt “Vintage”.

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    1. Wolfgang, ich habe 7 Strats, alle mit dem “technisch veraltetem” Trem, schwebend eingestellt, Hebel mit etwas kräftigerem Gewinde, Stahlblock. Und glaube mir: mit JEDER kannst Du Dive Downs, Hochgejaule und Flattern auf brutalste Art veranstalten – da bricht kein Hebel (selbst wenn Du die komplette Gitarre damit festhältst) und die Gittis verstimmen sich nicht NULL. Richtig eingestellt sind das mit die besten Trems, dies gibt, glaub mir. Kein Floyd (geringerer Tonumfang), aber ebenso effektiv. 😉 Und: der Klang eines schwebend eingestellten Strat-Trems mit Stahl(!)block ist was ganz Eigenes. Das kann keine andere Gitarre 😉

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    2. Yo , der erste absatz ist richig , die Paula brennt länger und die Strat heisser ..gut gesagt ;-),
      Das “Technisch veraltete” Strat System ist nicht so schlecht wie einige glauben , man muss es eben nur richtig Einstellen /behandeln .Sobald man alle reibungspunkte verbessert hat funktioniert es Einwandfrei ! und ist Einzigartig im Sound , Peter sagt es ja .
      Ich hab 2 Strats , eine Roadworn 54er mit Kloppi´s (musste sein ..die PU´s sind DE BURNER !!)
      und eine Customshop Postmodern ,Journeyman Relic , beide haben das Oiginal Vintage Sytem drauf , auf der Roadworn hab ich ein Tremol-No installiert (siehe Tremol-no :-D,)
      Auf der Customstrat wird NIE Nichts verändert , das Vibratosystem ist Traumhaft und Versimmt sich Auch nicht (Ok Eddie van Halen Dive Boms hab ich noch nicht ausprobiert :-D,)

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  3. Als ich die erste Strat und einen Marshallturm sah und hörte war es aus ! Das muss die GEILSTE scheisse sein die jemals von menschen erfunden wurde .
    Die Strat hat sich SO in mein Hirn hineingebohrt , absolut UNMÖGLICH das Leben weiterzuführen , ohne mind. eines dieser Instrumente zu besitzen und spielen zu können .
    Mein grösstes Gitarrenidol ist zwar Jimmy Page (Neben Jimi Hemndrix NATÜRLICH ) und ich finde auch Les Pauls (vor allem Jimmys nr 1.)sehr sehr elegant und Kultig …
    Leider Gibt es aber noch SG´s, die ich noch einen Tick beser als Paulas finde und auch Flying V´s im 58er outfit (halber Baseballschläger) sind EXCELLENTE Gitarren ..
    Meine”Nr1″ ist die Postmodern Strat (Palisandergriffbrett mit dem Journeyman finish ..
    Hab 20 Jahre gebraucht um endlich die 7ender Customstrat spielen zu dürfen ..Wahnsinns Instrument

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  4. Ihr schreibt: “Die populäre Musik des 20. Jahrhunderts bekam ihre wichtigen Impulse stets aus den USA.”
    Wenn man “stets” durch “viel” ersetzt, kommt es ja hin, aber bitte vergesst nicht, dass beinahe ebenso viele wichtige Einflüsse auch aus GB kamen (zB Erich Klappton). Na ja, und ein klein wenig auch aus D (zB Kraftwerk).
    Zumal Ihr ja selbst dann zwei Sätze weiter schreibt: “In den 1960er Jahren wurde alles anders, die Briten gaben in jener Dekade im wahrsten Wortsinn den Ton an.” – Ergänzend sei angemerkt, dass es noch deutlich über die 60er Jahre hinausging.

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  5. Hier schreibt jemand zum Tremolo der Strat; ‘Das “Technisch veraltete” Strat System ist nicht so schlecht wie einige glauben, man muss es eben nur richtig Einstellen / behandeln. Sobald man alle reibungspunkte verbessert hat funktioniert es Einwandfrei’.

    Das wäre doch mal ein ANSATZPUNKT FÜR EINEN WORKSHOP, oder? Ich denke viele haben Probleme mit der Stimmstabilität dieses Systems, selbst bei den moderneren 2 Punkte Trems, die ab 1986 in den American Standards eingesetzt wurden.

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    1. Es gibt gute Beschreibungen in den G&B E-Gitarren-ABCs. Unabhängig davon, fällt mir immer wieder auf, dass NutzerInnen ihre Instrumenten nicht gut eingestellt haben. Dabei lassen sich mit wenig Arbeit gerade Trussrod, Sattel und Steg optimieren. Der Sound dankt es seeehr!

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      1. Leute, Finger weg von Trussrod und dergleichen. Das ist was für den Instrumentenbauer! Sucht euch eine gute Gitarrenwerkstatt und ihr habt immer ein fantastisch eingestelltes Instrument. Musiker sollen Musik machen und nicht an Spitzeninstrumenten dem Heimwerker spielen, das gibt letztendlich nur Ärger oder Tränen.
        Ich habe viele hochwertige Gitarren beider Labels und mich kostet das vielleicht 200 Tacken im Jahr, aber für alle Instrumente!
        Ein falsch eingestellter Trussrod kann das Aus für deine Liebe bedeuten und der ideelle Wert übersteigt ja bekanntlich den Warenwert um ein Vielfaches.
        Aber jeder wie er mag…

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  6. Dann gebe ich auch mal meine 2 cents dazu……die beiben Klassiker sind m.E. nicht zu vergleichen, abgesehen von der Tatsache, dass sie gut brennen! J
    Mir ist aufgefallen, dass ich das typische Wechselspieler bin. Angefangen hab ich mit nem Ibanez Les Paul Nachbau in den 70ern, dann Gibson Les Paul Custom in den 80ern, in den 90ern Strat, in den 00ern Strat, Tele und Hamer Special P90, ziemlich singlecoilig; dann in den 10er bis jetzt sehr intensiv Gibson Les Pauls CS, aber immer wieder gerne Strat und Tele. Bis auf die Ibanez Les Paul, ich glaub’, die hieß ‘Ivory’, habe ich alle Instrumente, auch die ich nicht aufgeschrieben habe, behalten. Zum Leidwesen meiner Frau ….😂

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  7. Das ist wie bei Frauen-man muss es erst probieren. So habe ich einige LesPaulas…und einige Strats. Un es haengt von dem Song, Laune, Situation, welche ich nehme. Wie David Gilmour: er spielt sehr oft Strats…aber The Wall spielte er auf eine Paula…mit P90.

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  8. Für Bastler und Hotrodder ist die Fender Strat Modularbauweise ein gefundenes Fressen ohne Ende. Kauf die eine Bausatz und gehe auf einer schöne Reise ins Bastler Paradies. Mit ein Rockinger Strat aus 1998 mache ich genau das schon 20 Jahren. Schöne Hobby!

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    1. Ja, genau. Paulas sind schöne Gitarren, aber Strats lassen sich viel besser optimieren. Bei einer Strat findet man Teile für jede Handform. Warmoth z.B. bietet alles, was das Herz begehrt, Hälse in allen Breiten, Dicken und Formen mit Bundierung nach Wunsch, Gibson-Mensur? Kein Problem. Wenn man bei einer Strat den Halswinkel ändern will, Hals abschrauben, Shim drunter, fertig. Narrow string spacing? Kein Problem. Strats setzen sich im Mix und auf der Bühne besser durch, insbesondere, wenn Keys dabei sind. Gary Moore war ein war ein wunderbarer Les Paul Bluesrocker, mein Favouit ist aber sein Sunset live Tokyo 1986, bei dem er eine Strat spielt.

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  9. Meine Paula spiele ich nur noch selten zu Hause. Sie ist mir zu schwer geworden. Hauptinstrumente sind meine SGs. Die Strats kommen nur bei wenigen Nummern zum Einsatz. Ich nehme halt für jeden Klang das passende Instrument. Da muss es nicht entweder oder heißen. Sultans of swing oder Hey Joe z.B. spiele ich nur mit einer Strat – dagegen Paranoid mit einer SG.

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    1. Genau wie sich das gehört…:-)

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    2. Du kannst Dire Straits Songs getrost mit der Paula spielen. Viele Songs sind im Studio von Mark mit der Les Paul eingespielt worden. Und er findet es immer wieder lustig, dass die Leute meine sie hören hier eindeutig eine Strat in seinen Songs. Er kann beide Gitarrentypen jeweils nach der anderen klingen lassen, da bei ihm der Sound aus den Fingern kommt. Seit dem ich das gelesen habe mache ich mir nicht mehr so viel Gedanken um das “richtige” Equipment und den Sound. Nur noch um meine Finger. 😀

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  10. Nicht Gibson oder Fender, sondern immer Gibson und Fender… meine erste E-Gitarre war eine Fender Stratocaster aus 1964, die immer noch sensationell klingt. First love sozusagen. Heutzutage sagt mir die Les Paul deutlich stärker zu, vornehmlich alt oder aus dem Custom Shop. Seit der Collectors Choice Serie könnte man eine Les Paul fast blind im Internet kaufen, einstellen und ins Studio gehen, so gut waren die. Nseit den späten 60igern niemals besser. Das Leben ist schön….

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  11. Ich gehöre zur “Sowohl als auch”-Fraktion und benutze beide Gitarren seit 45 Jahren als Bühneninstrumente. Meine Erfahrung ist, daß die Wahl des Instrumentes maßgeblich die Arbeit der Griffhand im Solospiel beeinflusst. Eine PAF Paula mit ihrem fetten Strahl klingt immer und verführt eher zu Nachlässigkeiten. Der einzelne Ton benötigt keine große Modulation, um zu klingen. Anders die Strat, auf der man viel mehr mit den einzelnen Tönen arbeiten muß, um einen wirklich durchsetzungsfähigen Ton zu haben. Gitarristen in der Entwicklung werden in diesem Bereich von einer Fender-Gitarre mehr gefordert, was nur positiv ist, meine persönliche Meinung. Als “Best Of Both Worlds” möchte ich da noch die Gibson Blueshawk mit ihrer Fender-Mensur nennen, die viel zu selten gewürdigt wird.

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  12. Ich fand dieses Entweder-oder immer schon total albern.
    Man verlangt einem Maler ja auch keine Entscheidung ab, ob er nur Öl oder nur Aquarell malen will.
    Und angesichts der heutigen Verfügbarkeit qualitativ guter und preisgünstiger Instrumente ist auch der einzige faktische Grund entfallen, aus dem man “damals” zumindestens ein Priorität setzen musste.

    Insofern ganz klar Strat und Les Paul (mit Humbuckern und mit P90er) und unbedingt Tele sowie Acoustic.
    Idealerweise auch noch Semi (ob ES/Epiphone/Guild oder Gretschiges, you decide) und Ric (6 und 12saitig).

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  13. Strat und Les Paul…das ist es eigentlich. Mit jeweils einem guten Exemplar kann man alles machen, man braucht nix anderes…hab im Studio auch viele andere Modelle benutzt, gebraucht hätte ich nix anderes, um sehr gute Ergebnisse hinzubekommen. Ist ähnlich wie mit Amps, da sind Fender und Marshall ein Standard, mit dem ich dann auch für jede Situation gerüstet bin. Dazu vielleicht noch Soldano, weiß geil aussieht, und die Welt ist in Ordnung…

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  14. Als Blackmore Fan war ich damals Anfang/Mitte der 70er Jahre natürlich Strat-verseucht. GIBSON (Les Paul) war ein NoGo. Eine Telecaster war für mich eine FENDER für jemanden, der sich keine Stratocaster leisten konnte. So blöd war ich damals.
    Etwas irritiert war ich, als ich realisierte, dass Blackmore vor seinem Wechsel zur Strat eine GIBSON ES 335 gespielt hat, wobei ich die ES 335 schon immer mochte. Das war Chuck Berry geschuldet.
    Erst relativ spät kam ich zur Les Paul und bin heute der festen Überzeugung, dass beiden Modelle sich nicht ausschließen, sondern im Gegenteil ganz wunderbar ergänzen.
    Eigentlich braucht man 4 Modelle – eine Stratocaster, eine Les Paul, eine ES und eine Telecaster, wobei ich die Telecaster für die ehrlichste GItarre überhaupt halte. Kein Schnick-Schnack, für fast alles einsetzbar.
    Die Stratocaster ist sicherlich die eleganteste Gitarre.
    Die Les Paul mit einem aufgerissenen MARSHALL dürfte sicher die perfekte Kombination in Sachen Rock sein.
    Die ES ist für mich wegen ihrer bauartbedingten Symmetrie die Schönste von den Vieren.
    Auf den Vintage-Hype gebe ich nichts, aber ich hätte meine erste Nase Tag geprägten Vorbehalte wesentlich früher über Bord werfen sollen.

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  15. Zu ergänzen wäre 1. das britische Gitarristen sich zu recht wegen der hohen Qualität ein
    Instrument aus deutscher Produktion wünschten.(Höfner, Framus usw.) Siehe Beatles, Bert Weedon u.a. 2. die Shadows zu Anfang zwar Fender Stratocaster spielten, Hank Marvin aber später modifizierte Tonabnehmer benutzte, die von der “normalen” handelsüblichen stark abwichen. Zwischendurch aber war der typische Shadow-Sound jedoch von Burns-Gitarren geprägt, die zusammen mit den Shadows, entwickelt wurden, und noch heute von vielen Fans als die “bessere Stratocaster” gesehen werden. Inzwischen ist Hank Main zum Werbeträger für Fenders rote Stratocaster avanciert.
    In Old Germany” führten leider die deutschen Gitarren ein Schattendasein, weil die Importe aus USA und GB trotz erheblich höheren Preisen zum Teil aus Imagegründen
    bevorzugt wurden, obwohl Framus, Höfner u. Co. qualitativ durchaus mithalten konnten.
    So wurde die Frage ob Gibson, Fender oder andere Fabrikate hierzulande oft mit Blick
    auf das Budget entschieden.

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