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Bass Basics: Griffbrett-Orientierung – Pentatonik Teil 2

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(Bild: Viacheslav Lopatin/Shutterstock)

In der letzten Folge von Bass Basics sind wir in die für uns Bassisten so wichtige Klangwelt der Pentatonik eingetaucht. Genau wie bei den Tonleitern (Diatonik) gibt es auch bei der Pentatonik fünf verschiedene Finger-Pattern, mit denen du dich wunderbar auf dem Griffbrett orientieren kannst. In Ausgabe 05/2026 habe ich dir Beispiele geliefert, in denen du mit den Fingerpatterns I und V sowohl eine Dur- als auch eine Moll-Pentatonik spielen kannst.

Wenn du die Pentatonik-Fingerpatterns benutzen möchtest, um eigene Bass-Linien zu schreiben oder vorhandene Bass-Begleitungen zu modifizieren, möchte ich dir unbedingt den Tipp geben, dir nicht nur die Fingerpatterns einzuprägen, sondern auch den Klang der Pentatonik gut hören und singen zu können. Ja, singen! Mach dir bewusst, aus welchen Intervallen (Tonabständen) die Dur- und die Moll-Pentatonik bestehen.

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Spiele dann irgendeinen Ton auf deinem Griffbrett und versuche, von dort aus aufwärts und auch abwärts (das wird gerne mal vergessen!) die jeweilige Pentatonik zu singen. Überprüfe dich ggf. durch das Nachspielen der Fingersätze.

Denn alles, was du singen kannst, kannst du auch spielen. Die spieltechnische Umsetzung ist das eine, aber das Tor zur musikalischen Welt ist das Hören. Deswegen kann ich dir nur den Tipp geben, die Pentatonik und ihre Intervalle unbedingt in deine Lektion zur Gehörbildung zu integrieren.

In Beispiel 1a habe ich dir dazu eine Basslinie transkribiert, die eine sogenannte „1625″-Verbindung symbolisiert. Das bedeutet, dass du die Grundtöne des ersten, sechsten, zweiten und fünften Akkordes einer Dur-Tonart spielst. Also eine I–VI–II–V. In Beispiel 1b findest du die zugehörige C-Dur-Pentatonik. Bitte singe sie über diese Akkordverbindung.

Das Gleiche kannst du übrigens auch mit der C-Dur-Tonleiter, dem C-Dur-Dreiklang, Vierklang oder Fünfklang praktizieren.

Nur wenn du diese Sounds innerlich hörst und auch aus dem Stand produzieren kannst, ohne sie dir auf dem Griffbrett vorzuspielen, kannst du sie kreativ für deine Bassbegleitung nutzen und beim Erarbeiten neuer Songs sofort heraushören.

In Beispiel 2 findest du nun das Finger-Pattern II grafisch dargestellt. Jeder Notenkopf entspricht dabei einem Finger innerhalb dieser Lage. Die Grafik zeigt alle erreichbaren Töne innerhalb dieser Lage. Schon in der letzten Ausgabe habe ich dir den Tipp gegeben, dich nicht immer nur von der E-Saite bzw. vom tiefsten Ton aus auf deinem Griffbrett zu orientieren.

Auf diesen häufig gemachten Fehler kann ich nicht oft genug hinweisen. Viel zu oft sehe ich Bassisten, die sich jeden Ton auf der G- oder D-Saite erst einmal von der E-Saite aus ableiten müssen. Das gilt natürlich auch für die neuen Beispiele in diesem Heft. Versuche, alle Fingerübungen – egal, ob für die Pentatonik oder, wie in den vorangegangenen Ausgaben, für die Tonleitern – immer aufwärts und abwärts vom Grundton aus zu spielen. Egal, auf welcher Saite dieser liegt.

In Beispiel 3 habe ich eine Dur-Pentatonik im Fingerpattern II transkribiert. Auch hier findest du in den ersten beiden Takten nur den Grundton, damit dein Ohr diesen zunächst abspeichern kann. In den folgenden Takten siehst du das Griffmuster aufwärts und auch wieder abwärts.

In Beispiel 4 findest du dasselbe Fingerpattern. Diesmal erklingt jedoch eine Moll-Pentatonik. Deshalb haben wir hier natürlich auch einen anderen Grundton. In Beispiel 5 ist Fingerpattern IV erneut grafisch dargestellt.

In den Beispielen 6 und 7 wiederholt sich das Spiel: Erst erklingt die Dur-Pentatonik in Fingerpattern IV und in Beispiel 7 die Moll-Pentatonik in Fingerpattern IV.

Ein kleiner Zusatz-Tipp: Versuche, dir wirklich ein Fingerpattern nach dem anderen einzuprägen und nicht zu viele auf einmal. So wirst du schneller dein Ziel erreichen, alle fünf Fingerpattern zu verinnerlichen. Beim Erlernen der Fingerpatterns II und IV für die Pentatonik wünsche ich dir nun viel Spaß. Bis zum nächsten Mal, Markus.


(erschienen in Gitarre & Bass 07/2026)

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