Guter Sound zum Mitreisen gesucht!

Laney DB-EAST-PRE Nathan East Preamp im Test

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Während ich diesen Test schreibe, ist Lyndon Laney, der die Firma 1967 gegründet hat, gestorben. Noch bevor er schon als Teenager seine Leidenschaft für Elektronik in den Bau von Verstärkern umsetzte, war er bereits als Bassist unterwegs. Passend, dass ich gerade jetzt den neuesten Streich des Familienunternehmens im Bassbereich vor mir habe.

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Aufbauend auf den Digbeth Preamp, den ich für die Januar-Ausgabe 2022 getestet habe, ist in Kooperation mit der lebenden Legende Nathan East ein Signature-Pedal entstanden, das im UK gebaut wird und die Möglichkeiten des weiterhin erhältlichen DB-PRE erheblich ausweitet.

NATHANS NEUES WERKZEUG

Schon der schicke Karton lässt Edles erwarten. Neben dem Pedal gibt es einen Bogen Aufkleber, eine Karte mit QR-Code zum Runterladen der Anleitung (von der leider nicht mal ein Quickstart-Guide beiliegt) und ein wertiges USB-C-Kabel. Solide gebaut ist der DB-EAST-PRE, mit verschraubten, satt drehenden Potis und ebenso satt agierenden Schaltern, allerdings ist das Metallgehäuse auch an den Seiten ordentlich scharfkantig.

Rechter Hand finden sich die beiden Eingänge. Hier hat sich Laney schon den ersten schlauen Kniff einfallen lassen: Wenn ich den Fußschalter, der zwischen den beiden Inputs wechselt, gedrückt halte, bis die LED blinkt, kann ich am Treble-Regler den Eingangspegel von Input B um -20 dB bis -6 dB anpassen. Damit können besonders „heiße” Bässe eingefangen, und/oder zwei Instrumente aneinander angeglichen werden.

Der Tuner-Ausgang gibt wie üblich das Input-Signal unbeeinflusst von allen Reglern und Schaltern aus. Auf der anderen Seite des Pedals liegt der Klinkenausgang zum Amp, darüber ein serieller Effektweg mit Send und Return. Ein Netzteil mit der üblichen Boss-Norm kann stirnseitig angeschlossen werden, 500mA hätte das Pedal gerne, über einen 2,1mm-Stecker mit dem Minus-Pol innen.

Die USB-C-Buchse hat es ganz schön in sich, dazu später mehr. Aux-In und Kopfhörer sind als Miniklinke ausgeführt und machen den Preamp als Übungszentrale tauglich. Die Wiedergabe über Kopfhörer ist dabei an die XLR-Buchse gekoppelt und kann mit dieser zusammen umgeschaltet werden, zwischen Pre (reines Eingangssignal ohne Aux-In), Post (vor dem Master, mit EQ und Effektweg) und LA·IR (quasi wie „Post plus” – auch dazu gleich mehr … Erinnert sich noch jemand an das frühe Hugh-Grant-Vehikel „The Lair of the White Worm?”). Der Ground-Link-Schalter kümmert sich um eventuelle Brummschleifen.

Die untere Poti-Reihe kenne ich schon komplett vom Digbeth-Pedal: Tilt stellt als Klangwaage eine schnelle Möglichkeit dar, von der neutralen, rastenden Mittelstellung aus den Ton bassiger oder trockener zu machen. Der EQ ist vierbandig mit Bass, tiefen Mitten, hohen Mitten, und Höhen.

Der Minischalter zum Lo-Mid-Regler bietet zusätzliche Flexibilität: Stellung 1 wählt die tiefste Frequenz recht schmalbandig an, Stellung 2 eine höhere, breitbandige, Stellung 3 die höchste Frequenz wieder schmalbandiger. Mit dem Poti, das wie alle Klangregler in der neutralen Mitte einrastet, kann die gewählte Frequenz dann angehoben oder abgesenkt werden.

Ein Neuzugang ist der Master-Regler oben links, der die Ausgangslautstärke am Main-Out einstellt. Zugeführt wird der FET-Channel, dessen Feldeffekt-Transistoren schnelle, cleane Ansprache mit punchigem Bass kombinieren sollen, und der auf Röhre abgestimmte Tube-Channel.

Dieser lässt sich im Gain regeln, von leichtem Drive bis zu voller Distortion, und im Level – wie schon beim bekannten Preamp-Pedal. Neu ist die Ergänzung mit einem Schalter und einem Regler, die der gelungenen Schaltung deutlich mehr Flexibilität bescheren. Die Positionen I und II unterscheiden sich am Minischalter vor allem im Zerrgrad, II ist etwas tighter bei mehr Gain. III dagegen legt nicht nur noch einen drauf, sondern ändert auch das Klangbild in eine deutlich modernere Richtung.

Drive Range ist ein Hochpass, der seine Neutralstellung ganz zugedreht hat. Je weiter aufgedreht wird, desto weniger Bass landet im Zerrsignal. Der Minischalter rechts davon wählt aus, ob am mittleren Fußschalter zwischen den beiden Kanälen hin- und hergeschaltet wird, oder zwischen FET und Mix. Ebenso lässt sich am linken Minischalter noch festlegen, wie der Fußschalter links agieren soll: entweder als Bypass oder als Mute.

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