Die Familie Hopf kann sich auf eine lange Tradition im Gitarrenbau berufen. Zeitgemäße Geschichte schrieb sie in den 60er-Jahren mit augenfälligen Entwürfen elektrischer Instrumente, wie der legendären, chromglänzenden Hopf Saturn 63. Hopf Electric Guitars knüpft mit fortgeschriebenen Designs an diese Zeit des Aufbruchs in die Moderne an.
In bester Familientradition gründeten die Brüder Daniel, Patrick und Christopher Hopf im Jahr 2022 Hopf Electric Guitars. Der heute in Hannover ansässigen Firma steht Daniel Hopf geschäftsführend vor. Wie schon in Generationen zuvor, so zieht Hopf Electric Guitars auch aktuell wieder externe Gitarrenbauer zur Wiederbelebung seiner elektrischen Designs bei, und da will man absolut nicht tief greifen. Für die Neuinterpretation der Hopf-Ikone Saturn 63 gewann man Boris Dommenget (Test von Heinz Rebellius in G&B 5/24), für die Skyrocket den nicht weniger renommierten Nick Page.
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HIMMEL …
Zum Test liegt uns der erste Prototyp der Skyrocket vor, drei weitere von insgesamt fünf der ersten Kleinserie sind bereits in Arbeit. Dieses nachgeschöpfte Design zitiert schon noch die typische Saturn-Silhouette, weist aber ansonsten unverkennbar die individuelle gestalterische und handwerkliche Handschrift des Nick Page auf.
Die Details: Vor Aufsetzen der Decke aus Aluminium, verziert mit floralen Ranken und Hopf-Insignien, wurden dem knapp 4,5 cm starken Korpus der Skyrocket aus einteiligem Khaya-Mahagoni seitlich vier Hohlkammern gesetzt. Robuste Zargenränder und ein gut breiter Mittelblock blieben allerdings stehen. Am Boden oben finden wir eine kleine Auskehlung zur verbesserten Anlage ohne Rippenstauchung. Eine Aluplatte mit Namensprägung, Nick-Page- und Prototyp-1-Kennzeichnung deckt das E-Fach ab.
Der in Höhe des 18. Bundes eingeleimte Hals aus feinem Cedro zeigt dann aber nicht die angedeutete Hockeyschlägerform der Saturn, sondern ist mit der nach oben gedrehten Nase, der leicht abgewinkelten und mit einem Ahornfurnier besetzten Kopfplatte eher dem Gestaltungsrepertoire von Nick zuzuordnen. Die Wickelzylinder der Kluson-Mechaniken mit weißen Wirbelknöpfen wurden vertieft angebracht, um den Andruckwinkel auf den Sattel zu verbessern.
(Bild: Dieter Stork)
Vom Kopf her ist auch der Zugriff auf den Zweiwege-Halsstab möglich. Das Halsprofil wird mit „59″ angegeben, ist aber von der Stärke her eher den früheren Gibsons vergleichbar. Diesem kraftvoll rundlich ausgelegten Hals wurde ein Griffbrett aus Palisander aufgesetzt, in dem 22 mittelstarke Jumbobünde (6105) und Dots zur Lagenkennung aus Celluloid MOT (Mother Of Toilet Seat) Platz fanden. Über den Sattel aus Knochen werden die Saiten mit 628 mm-Mensur hinüber zur Göldo-G-Type-Rollenbrücke mit kleinen Messingrollen geführt, um danach vom Bigsby B7 Vibrato gekontert zu werden.
Elektrik: Zwei schmale, in Alu-Rähmchen aufgehängte Sidewinder-Pickups von Amber mit einer Einzelreihe von mittig gesetzten Polschrauben stehen mit generellen Volume- und Tone-Reglern (CTS Pots) in Verbindung, deren griffig geriffelte Metallknöpfe mit einem Hopf-H verziert sind. Geschaltet wird konventionell per Dreiwege-Toggle.
Die Sidewinder sind speziell von Amber Pickups für dieses Instrument angefertigte Humbucker mit vertikal angelegten Spulen, die sich trotz ihres Formats in Sachen Sound im Fahrwasser alter PAFs bewegen sollen. Gibson stattete übrigens in den 60er-Jahren die EB-0 Bässe mit ähnlich konstruierten Sidewinder-Pickups aus.
Das Instrument ist rundum dünn mit klarem Nitrolack versiegelt. Die ganze Arbeit glänzt im individuellen Personalstil des Nick Page und strahlt profunde Handwerkskunst aus.
… UND ERDE
Die Skyrocket liegt sehr gefällig auf dem Knie, fügt sich mit ihrer kleinen Anlagebucht aber auch sanft und mit guter Ausrichtung stehend an. Der recht rundliche, aber auch haptisch elegant gestaltete Hals füllt die Hand absolut angenehm und vermittelt ein ungemein festes Spielgefühl bei perfekt tief eingerichteter Saitenlage.
Die glanzpolierten Medium-Jumbo-Bünde reichen für maximal breite Auflagefläche der Saiten bis zum äußersten Griffbrettrand, wo sie mit sorgfältiger Verrundung abschließen. Nick: „Mach ich immer so. Nichts ist doch blöder, als ein E-Slipping auf den hohen Bünden!” (Seitliches Abrutschen der hohen E-Saite vom Griffbrett bei stark abgefasten Bundenden – besonders bei der Bespannung mit dünnen Saiten oftmals ein Problem).
Der Mahagoni-Body mit Hohlkammern lässt auf die Aludecke durchblicken (Bild: Dieter Stork)
Erfreulich dann sofort das akustische Potential der Skyrocket, welches sich schon auf den ersten Anschlag hin mit drahtig-vitalem Schwingvermögen offenbart. Die Mischung aus teilgehöhltem Korpus und substanziellem Cedro-Hals vermittelt einen perkussiv umrissenen, sich schnell entfaltenden Ton von einer gewissen Leichtigkeit, der aber dennoch über eine gute Standfestigkeit verfügt. Akkorde erweisen sich als stimmlich klar definiert, ohne es an harmonischer Geschlossenheit fehlen zu lassen. Da steigt die Spannung, was wohl die speziellen Sidewinder-Pickups von Amber von diesen guten Voraussetzungen umzusetzen vermögen.
Hals aus Cedro mit Palisandergriffbrett (Bild: Dieter Stork)
Der Tonabnehmer in Halsposition überträgt in klaren Verstärkereinstellungen Mehrklänge breit aufgezogen und höchst differenziert in ihre Stimmen aufgelöst. Sehr präzise wird damit die harmonische Darstellung ausgeleuchtet: die Bässe gut eingehegt, die Mitten eher transparent als fett ausgebaut und darüber stimmig abschließend das silbrige Höhentop. Die hervorragende Klarheit und Definition bewährt sich ohne Frage dann auch im Overdrive, wo wir uns von süßen, weich anschmelzenden Fusion-Jazz-Sounds bis hin zu schnalzenden Leads ein Spektrum höchst eleganter Sounds erschließen können.
Custom Sidewinder Pickups von Amber mit vertikal angelegten Spulen. (Bild: Dieter Stork)
Wechseln wir auf den Steg-Pickup, so geht es dynamisch leicht nach vorn. Es bleibt auch viel von der zuvor schon gehörten Transparenz erhalten. Keine sumpfigen Mitten trüben den charaktervollen Ausdruck. Natürlich engt sich das Klangbild positionsbedingt ein, lässt die Bässe knackig-holzig hervortreten, drückt es etwas kompakter und mit verstärkter Präsenz nach vorn durch. Dennoch bleibt der Sound ausgeglichen, ohne Ausreißer in den maßgeblichen Frequenzen.
Davon profitiert selbstredend rhythmisch bewegliches Spiel in der Abteilung Clean, aber keineswegs zu Ungunsten der geballten Faust in eskalierenden Gain-Einstellungen. In Zerre genommen, erhebt sich ein stark definierter Ton mit überraschend viel Twang, dem einfliegende Obertöne ein farbstarkes Ambiente verleihen. Satt im perkussiv markanten Anriss und ausgesprochen dynamisch über den Anschlag gestaltbar.
Die Schaltposition Mitte ergänzt das Repertoire mit leicht hohl klingendem, schön glasigem Glocken-Ton, der uns in allen Amp-Positionen attraktive Sounds an die Hand gibt.
Und die Affinität zu alten PAFs? Ist schon etwas hergebetet. Mal abgesehen davon, dass die auch nicht gerade für besonders großen Output bekannt sind, und nicht wissend, wie sie denn in der Skyrocket klingen würden, können wir aber davon ausgehen, dass die Sidewinder-Pickups doch eher wie gute Mini-Humbucker klingen, also etwas weniger Volumen transportieren und ein leicht höher gesetztes Klangspektrum vermitteln. Das ist nun aber keineswegs nachteilig zu beurteilen, denn die Sounds sind originell, verfügen über eine leichtfüßige Flexibilität und lassen sich demgemäß geschmeidig in das jeweils gewünschte Setting einpassen.
Ist der Tone-Regler nicht etwas weit weg, nach hinten platziert? Nick: „Mach ich bewusst so. Jeder Gitarrist will einen, braucht den in der Regel aber gar nicht. Blöd nur, wenn man den aus Versehen verstellt … ” (lacht).
Und ja: Ein Bigsby ist ein Bigsby! Das gute, alte Accessoire zur gefälligen Tonverbiegung funktioniert in seinem begrenzten Rahmen wie gewohnt ordentlich und hat natürlich den Coolness-Faktor auf seiner Seite.
RESÜMEE
Das ist ja mal eine Ansage: Der von Nick Page gefertigte Prototyp der Skyrocket von Hopf Electric Guitars ist ein Ass im Aufschlag, eine 12 auf die Nase, kurz: ein Gewinnertyp! Spielen kann man vieles, und Charakter soll bitte der Spieler haben, aber obwohl wir natürlich auch mit jedem Kaufhaushobel gepflegten Krach machen können, so ist es uns doch nicht egal, was wir da in die Hand nehmen und wie wir uns damit fühlen.
Mit etwas Pech ist das Arbeitsgerät der Freude dann auch schon mal teuer. Mit Auto verkaufen und den Kollegen sagen „ihr müsst mich jetzt halt einfach mal abholen” sparst du bei den momentanen Spritpreisen das Instrument nach ein paar Monaten zwar raus, man muss sich den Anspruch auf Fremdtransport aber auch leisten können (spielt ja nicht jeder bei Helene).
Im Ernst: Die Skyrocket ist eine Nachschöpfung frühen deutschen Gitarren-Designs auf höchstem Custom Shop Niveau. Nick Page versteht sein Handwerk, hat das Konzept auch ganz in seinem gestalterischen Sinne ausgelegt und will alles, nur nicht Mainstream. Dass ein Unikat wie dieses seinen Preis hat, überrascht natürlich nicht. Tolle Arbeit!
Kopfplatte mit versenkten Wickelzylindern für guten Sattelandruck (Bild: Dieter Stork)
keine Chance auf dem heutigen Gitarren Markt. Bei dem Preis und dem Design (jede Harley Benton sieht besser aus) da hat Framus weitaus mehr draus gemacht, trotzdem ohne richtigen Erfolg. Schade, habe selbst mal eine Hopf Telstar gespielt in den 60ern und 70ern. Die sah besser aus, klang aber leider nicht soo toll. Es fehlte die schöne Brillianz der Strat
Sorry, aber für mich ist sie ein häßliches Entlein.
Und diesen deutlich Schriftzug auf dem Korpus braucht auch keiner.
Ich bin gespannt, wer für so eine Gitarre knapp 6000 Euro auf den Tisch legt?
“Drei von Fünf sind in Arbeit… Kleinserie……”
Bei dem Preis könnte es sogar schwer werden die wenigen zu verkaufen, wenn man sich mal umschaut was man für so viel Geld haben kann. Ist wohl eher was für wohlhabende Sammler.
Für den Preis würde ich eher eine Dolphin von Nik Huber nehmen. Die hat optisch auf alle Fälle einiges mehr zu bieten. Und ist auch aus deutschem Hause und Handarbeit.
Leute, das ist Handarbeit, aus Deutschland, Kleinserie und es wurde wenig an Qualität gespart.
Diese Gitarre wird kaum im Thomann-Shop stehen und wird ihre Käufer/innen finden. Stellt Euch doch mal vor, 5 Gitarren a 6k sind 30k.
Damit zieht ein alter Hersteller wieder in die Gegenwart und Ausgaben der Zeitschriften, und alleine das finde ich schön.
Liebes Deutschland – bitte höre auf, Dich selbst und alles hierzulande gleich zu zerfleischen und nieder zu machen. Wir müssen nicht vor Stolz platzen, aber ein wenig mehr feiern was gefeiert werden kann, ach was wäre das schön. Immer dieses Gemecker und Gemotze….
Mit dieser stylisch gestalteten Hopf bekommt man ein Instrument, welches sich qualitativ mit Sicherheit nicht verstecken muß und zwar weder vom Sound, noch der Verarbeitungsqualität noch von der Bespielbarkeit und schon gar nicht vom höchst erfrischendem Design – und das zu einem 5tel Preis – oder gleich alle 5 um das Thema “Ersatzgitarre” auch gleich mit zu erledigen.
Liebe Leute:
Warum seid Ihr so neidisch und respektlos? Das Ding ist definitiv nicht für jedermann (die Les Paul auch nicht), aber für jemanden, der sich das a.) leisten kann und b.) leisten will, ein prima Angebot. Alle anderen dürfen gerne aus dem preisgünstigen Einheitsbrei auswählen. Wir alle wissen, dass man weder mit dem einen noch mit dem anderen bessere oder schlechtere Musik macht und auch nicht unbedingt mehr oder wenigstens Spaß haben kann. Aber: Manchmal, also wirklich NUR manchmal, würde uns ein klein wenig weniger Neid und Missgunst in der Debatte ganz gut stehen.
Hier geht es nicht um Neid oder Missgunst. Wir wissen alle, dass es wesentlich teurere Gitarren gibt. Das macht ja nichts.
Man darf aber hier seine persönliche Meinung zu den getesteten Gitarren kundtun.
Wenn die Gitarre hier nun mal keinen Gefallen findet, dann ist das eben so.
Das ist Fakt und einfach zu akzeptieren.
“…Ein Ass im Aufschlag, eine 12 auf die Nase…”.
Jesses! Eher ein Schuss ins Gebälk.
Potthässlich, und des spießige Logo auf dem Korpus toppt alles.
Klassischer Fall von “Am Bedarf vorbei produziert”.
Die braucht noch nicht mal der deutsche Rockabilly-Oppa.
Naja, das gute Stück kostet fast 6 Riesen, und wirkt mit dem Griffbrett ohne Binding und mit einfachen Dots wie eine Herticaster. Da braucht man schon Eier, um sich das überhaupt zu erlauben.
In einer einstelligen Stückzahl wird dieses Modell sicher Käufer finden, und diese Größenordnung ist vermutlich auch anvisiert.
In diesem Design-Sektor finde ich z.B. die Johnny Depp-Klampfe von Duesenberg 10 mal cooler, aber Hopf bedient vermutlich auch eher die Volksmusiker-Szene in Edelweißtrachten. Alles in allem also gar nicht mein Ding, aber schon irgendwie anspruchsvolles Kino.
Moin,
völlig unabhängig vom Preis bilde ich mir immer erst ein Urteil, wenn ich das Instrument gespielt habe. Und ob ne andere schöner ist? … meistens irgendwie.
Eine Hopf E-Gitarre hatte ich noch nicht in den Händen aber als ich 12 wurde bekam ich eine Hopf Klassikgitarre, die damals schon mit geschraubten und über dem Korpus schwebenden Hals gebaut wurde.
Diese Hopf trägt im inneren den Stempel “Mai 1970” und erfreut mich auch heute noch mit ihrem klaren und definierten Sound.
Wenn ich Soundsamples abspiele, die ich mit der Hopf aufgenommen habe, glaubt mir keiner der Zuhörer das die Sounds von der kleinen, unscheinbaren Hopf kommen. 🙂
Eine zeitlang hatte ich sie zur Elektrogitarre umgebaut, in das Schalloch einen Magnettonabnehmer eingesetzt und sie mit Stahlseiten bespannt. Auch dieses Abenteuer hat der Hals mit Bravour bestanden, obwohl dieser keinen Halsstab besitzt!
Das ganze zeugt doch von einer hohen Qualität der Hopf Gitarren.
Ich persönlich finde die Skyrocket interessant. Ist mal was anderes als immer nur Strat und Les Paul. Zumal ich z.Z. sowieso nicht gut auf Fender zu sprechen bin.
Ja, die Skyrocket erinnert irgendwie an die Jonny Depp Gitarre von Düsenberg. Auch die findet ihre Liebhaber und auch dieses Modell kostet ordentlich Geld.
Ich hatte von meinem Onkel mal seine Hopf Galaxie in den Händen (vgl. auch Heinz Rebelius Berucht in G&B) und war von der uralten Konstruktion und deren Ausführung sehr begeistert (auch wenn das eine Harmony Kopie war).
Ich denke, den Hopf-Brüdern geht es nicht darum dem „Mainstream“ hinterher zu laufen oder gar im Stil von Harley Benton einfach alles zu kopieren und das dann als „in“ zu verkaufen.
Mir gefällt die Außergewöhnlichkeit und der eigene Stil ausgesprochen gut.
Ich kann mir diese Gitarre nicht leisten, aber spielen würde ich die sehr gerne mal.
keine Chance auf dem heutigen Gitarren Markt. Bei dem Preis und dem Design (jede Harley Benton sieht besser aus) da hat Framus weitaus mehr draus gemacht, trotzdem ohne richtigen Erfolg. Schade, habe selbst mal eine Hopf Telstar gespielt in den 60ern und 70ern. Die sah besser aus, klang aber leider nicht soo toll. Es fehlte die schöne Brillianz der Strat
Sorry, aber für mich ist sie ein häßliches Entlein.
Und diesen deutlich Schriftzug auf dem Korpus braucht auch keiner.
Ich bin gespannt, wer für so eine Gitarre knapp 6000 Euro auf den Tisch legt?
“Drei von Fünf sind in Arbeit… Kleinserie……”
Bei dem Preis könnte es sogar schwer werden die wenigen zu verkaufen, wenn man sich mal umschaut was man für so viel Geld haben kann. Ist wohl eher was für wohlhabende Sammler.
Für 6000 €uronen bekomme ich 3 sehr gute oder 6 gute Gitarren. Wie setzt sich dieser Preis zusammen?
Für den Preis würde ich eher eine Dolphin von Nik Huber nehmen. Die hat optisch auf alle Fälle einiges mehr zu bieten. Und ist auch aus deutschem Hause und Handarbeit.
Leute, das ist Handarbeit, aus Deutschland, Kleinserie und es wurde wenig an Qualität gespart.
Diese Gitarre wird kaum im Thomann-Shop stehen und wird ihre Käufer/innen finden. Stellt Euch doch mal vor, 5 Gitarren a 6k sind 30k.
Damit zieht ein alter Hersteller wieder in die Gegenwart und Ausgaben der Zeitschriften, und alleine das finde ich schön.
Liebes Deutschland – bitte höre auf, Dich selbst und alles hierzulande gleich zu zerfleischen und nieder zu machen. Wir müssen nicht vor Stolz platzen, aber ein wenig mehr feiern was gefeiert werden kann, ach was wäre das schön. Immer dieses Gemecker und Gemotze….
Dieter
“Stellt Euch doch mal vor, 5 Gitarren a 6k sind 30k.”
Für 30k bekommt Ihr bei Gibson 1 (eine) bessere Les Paul aus der Oberklasse deren Custom Shop, etwa diese hier: https://www.musikhaus-hermann.de/gibson-les-paul-1957-the-legend-tm-r7-tom-murphy-personal-hand-aged-45490/?gad_source=1&gad_campaignid=23205879752&gbraid=0AAAAADssI59Tid2puNQRJnahMlwAyEeKt&gclid=Cj0KCQjwnIDUBhDrARIsAJDGwStaYCldQU9mudCeyL_yd-a9wlCegynxBfZOdj8oEmAdzNOvSz9hwAQaAqbOEALw_wcB
Mit dieser stylisch gestalteten Hopf bekommt man ein Instrument, welches sich qualitativ mit Sicherheit nicht verstecken muß und zwar weder vom Sound, noch der Verarbeitungsqualität noch von der Bespielbarkeit und schon gar nicht vom höchst erfrischendem Design – und das zu einem 5tel Preis – oder gleich alle 5 um das Thema “Ersatzgitarre” auch gleich mit zu erledigen.
Liebe Leute:
Warum seid Ihr so neidisch und respektlos? Das Ding ist definitiv nicht für jedermann (die Les Paul auch nicht), aber für jemanden, der sich das a.) leisten kann und b.) leisten will, ein prima Angebot. Alle anderen dürfen gerne aus dem preisgünstigen Einheitsbrei auswählen. Wir alle wissen, dass man weder mit dem einen noch mit dem anderen bessere oder schlechtere Musik macht und auch nicht unbedingt mehr oder wenigstens Spaß haben kann. Aber: Manchmal, also wirklich NUR manchmal, würde uns ein klein wenig weniger Neid und Missgunst in der Debatte ganz gut stehen.
Hier geht es nicht um Neid oder Missgunst. Wir wissen alle, dass es wesentlich teurere Gitarren gibt. Das macht ja nichts.
Man darf aber hier seine persönliche Meinung zu den getesteten Gitarren kundtun.
Wenn die Gitarre hier nun mal keinen Gefallen findet, dann ist das eben so.
Das ist Fakt und einfach zu akzeptieren.
“…Ein Ass im Aufschlag, eine 12 auf die Nase…”.
Jesses! Eher ein Schuss ins Gebälk.
Potthässlich, und des spießige Logo auf dem Korpus toppt alles.
Klassischer Fall von “Am Bedarf vorbei produziert”.
Die braucht noch nicht mal der deutsche Rockabilly-Oppa.
Was bringt die Alu-Decke soundmäßig?
Naja, das gute Stück kostet fast 6 Riesen, und wirkt mit dem Griffbrett ohne Binding und mit einfachen Dots wie eine Herticaster. Da braucht man schon Eier, um sich das überhaupt zu erlauben.
In einer einstelligen Stückzahl wird dieses Modell sicher Käufer finden, und diese Größenordnung ist vermutlich auch anvisiert.
In diesem Design-Sektor finde ich z.B. die Johnny Depp-Klampfe von Duesenberg 10 mal cooler, aber Hopf bedient vermutlich auch eher die Volksmusiker-Szene in Edelweißtrachten. Alles in allem also gar nicht mein Ding, aber schon irgendwie anspruchsvolles Kino.
Moin,
völlig unabhängig vom Preis bilde ich mir immer erst ein Urteil, wenn ich das Instrument gespielt habe. Und ob ne andere schöner ist? … meistens irgendwie.
Gruß, Jan
Eine Hopf E-Gitarre hatte ich noch nicht in den Händen aber als ich 12 wurde bekam ich eine Hopf Klassikgitarre, die damals schon mit geschraubten und über dem Korpus schwebenden Hals gebaut wurde.
Diese Hopf trägt im inneren den Stempel “Mai 1970” und erfreut mich auch heute noch mit ihrem klaren und definierten Sound.
Wenn ich Soundsamples abspiele, die ich mit der Hopf aufgenommen habe, glaubt mir keiner der Zuhörer das die Sounds von der kleinen, unscheinbaren Hopf kommen. 🙂
Eine zeitlang hatte ich sie zur Elektrogitarre umgebaut, in das Schalloch einen Magnettonabnehmer eingesetzt und sie mit Stahlseiten bespannt. Auch dieses Abenteuer hat der Hals mit Bravour bestanden, obwohl dieser keinen Halsstab besitzt!
Das ganze zeugt doch von einer hohen Qualität der Hopf Gitarren.
Ich persönlich finde die Skyrocket interessant. Ist mal was anderes als immer nur Strat und Les Paul. Zumal ich z.Z. sowieso nicht gut auf Fender zu sprechen bin.
Ja, die Skyrocket erinnert irgendwie an die Jonny Depp Gitarre von Düsenberg. Auch die findet ihre Liebhaber und auch dieses Modell kostet ordentlich Geld.
Ich hatte von meinem Onkel mal seine Hopf Galaxie in den Händen (vgl. auch Heinz Rebelius Berucht in G&B) und war von der uralten Konstruktion und deren Ausführung sehr begeistert (auch wenn das eine Harmony Kopie war).
Ich denke, den Hopf-Brüdern geht es nicht darum dem „Mainstream“ hinterher zu laufen oder gar im Stil von Harley Benton einfach alles zu kopieren und das dann als „in“ zu verkaufen.
Mir gefällt die Außergewöhnlichkeit und der eigene Stil ausgesprochen gut.
Ich kann mir diese Gitarre nicht leisten, aber spielen würde ich die sehr gerne mal.
Made in Germany
Gut gemacht Hopf
Schlimm, ganz schlimm sieht das überhängende Bigsby aus.
Schicke Gitarre, erinnert mich an die von Zemaitis.