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Wegen Wolf-Hoffmann-Gitarre

Warwick gewinnt Rechtsstreit mit Gibson

Bereits seit 2014 schwelte eine Auseinandersetzung zwischen den Herstellern. Gibson hatte eine einstweilige Verfügung erwirkt. Der Vorwurf: Die Framus Wolf-Hoffmann-Gitarre sei eine unlautere Nachahmung der Flying-V-Gitarre…

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Nachdem Warwick zunächst in mehreren Verfahren unterlag, konnte das deutsche Unternehmen den Fall vor dem OLG Hamburg nun drehen. Entscheidend für das Gericht war unter anderem, dass es sich um relativ hochwertige Produkte handele, deren Käufer keine Laien seien und sie durchaus unterscheiden könnten. Neben gestalterischen Unterschieden fänden sich darüber hinaus noch technische. Gibson kann allerdings noch in Revision gehen.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wie verrückt ist das denn? Gut und gerecht,daß Warwick nun endlich den Rechtsstreit gewann.So weit mir bekannt,sei lediglich nur die obligate Kopfplatte samt Markenlogo rechtlich geschützt.
    Der Korpus mitsamt des Headstocks der Warwick ist auch optisch nicht zu 100% baugleich mit der Gibson Flying V Modelltype.Hier gibt es keine Übereinstimmungen mit der Gibson Gitarre.
    Absolut lächerlich,daß man ausgerechnet über solche Belanglosigkeiten streitet.
    Und ich gehe mal davon aus,daß die Warwick Gitarre bedeutend hochwertiger gefertigt wurde als eine 08/15-Serien Flying V des Fabrikanten aus Übersee.
    Insofern gar keine Ähnlichkeiten mit der besagten V-förmigen des Klägers.
    Weshalb überhaupt dieser unnötige Rechtsstreit,den die deutsche Gitarrenmanufaktur Warwick logischerweise für sich verbuchen konnte.

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    1. Also, mit Verlaub, man muß schon ein gewisses Augenprobem haben, um zu solchen Aussagen zu kommen.
      Fakt ist, dass die Flying V ein höchst originelles und eigenständiges Gitarrendesign von Gibson ist! Fakt ist auch, dass die Warwick-Gitarre in der Gesamtform bis auf ein paar kleine Details exakt der Gibson Flying V nachgebaut wurde.
      Wie das OLG Hamburg zu der fragwürdigen Urteilsbegründung kommt, dass die Käufer dieser Gitarre ja keine Laien seien und durchaus den Unterschied zwischen Original und Kopie erkennen könnten, ist mir ein Rätsel.
      Nach meinem Urheberrechts-Verständnis kommt es darauf nämlich gar nicht an. Entscheidend ist, dass die Gibson Flying V eine derart eigenständige und ungewöhnliche Form aufweist, dass jeder Nachbau nur eine Kopie sein kann.
      Ich bin mir sicher, dass das Urteil keinen Bestand haben wird.

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      1. Dann wird also jede Strat jetzt auch verboten, weil die Form ist ja von Fender?!

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        1. Fender führt solche Rechtsstreitigkeiten nicht, das ist eine strategische Konzernentscheidung. Die kontern Nachbauten lieber mit zahllosen Versionen der eigenen Fender/Squier Modelllinien

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        2. Ja sicher Peter, niemand ausser Squier darf genau den Stratbody usw., z.B. auch die Kopfplatte nachmachen.

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      2. Also du meinst die Leute die sich dieses Framus Model kaufen wissen nicht das sie sich eine Framus und keine Gibson kaufen? Da würde sich aber der eine oder andere bedanken für so blöd gehalten zu werden vor allem wenn man betrachtet wie viel sie dann dafür zahlen. I love Gibson aber die dürfen endlich mal aufhören mit dem Schmarrn.

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      3. Absolut richtig!
        Schon interessant, dass sich große Hersteller mit fremden Lorbeeren schmücken müssen, nur weil die eigene Kreativität nicht viel hergibt. Die Flying V ist ganz eindeutig eine Gibson und nichts anderes!

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      4. Die Gitarre ist kein eigenes Design von Warwick sondern hängt sich wie andere Nachahmer an Flying V an.
        Die Frage ist halt, ob man das weitgehende Kopieren wirklich verbieten sollte (u.a. wegen Verwechselungsgefahr).

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        1. Kopieren ist ganz einfach Diebstahl geistigen Eigentums! Egal, wie man das dann, auch hier in div. Beiträgen, versucht zu rechtfertigen!

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      5. Kann ich so nur bestätigen……
        Die Gitarren sehen faktisch gleich aus in der Form. Wundere mich eigentlich, dass dieser Streit nicht auch seit Jahren mit gleich aussehenden Gitarren von Fender und Suhr,etc…..Varianten geführt wird.
        Wer etwas findet, bzw. erfindet, muss auch das Recht behalten können, es alleine zu nutzen.

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    2. Deine Annahme “So weit mir bekannt,sei lediglich nur die obligate Kopfplatte samt Markenlogo rechtlich geschützt.” dürfte falsch sein. Es hat vor Jahrzehnten (Stichwort Lawsuit) nach Klagen von Gibson und Fender (in den USA?) Einigungen mit den Herstellern von Kopien darüber gegeben, dass andere Hersteller ihre Kopfplatten deutlich individuell gestallten müssen. Das ist kein Gesetzt und kann jederzeit von den Herstellern vor Gericht anders erstritten werden.

      In diesem Fall finde ich die Ähnlichkeit tatsächlich deutlich gegeben und Warwick, als Unternehmen, das bewiesen hat, dass es eigenständige Formen kann, hat keinesfalls selbstverständlich gewonnen.

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    3. Gibson and Fender forever! 🤘

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    4. Vor langer Zeit lebte und arbeitete mal ein Geigenbauer names Stadivari,der baute solch hervorrangende Instrumente,daß bald darauf alle Welt diese kopierte.
      Heute gibt es nur noch Originale und Kopien und eigentlich keine nennenswerten Weiterentwickelungen

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    5. Ich bin selber Designer und habe jeden Tag damit zu tun, dass meine Produkte kopiert werden. Deutsche Hersteller sind deswegen in erhebliche Bedrängnis geraten, weil sie sich zunächst gegenseitig mit billigen Kopien aus China piesackten und dann selbst von den Chinesen kopiert wurden. Das Urteil aus Hamburg ist idiotisch. Wie wäre es denn mal mit einem neuen Design??? Leider sind Gitarristen im Gegensatz zu ihren Heroes aus den 60ern und 70ern extrem konservativ und rückwärtsgewandt, nur nix Neues. Dazu zerstören sie auch neue Geräte, nennen es dann “relic” und tun so, als ob sie bereits seit Jahren touren. Naja ….

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  2. Ich finde schon, dass die Markenrechte von Gibson verletzt wurden. Die Wolf Hoffmann Flying V ist doch kein eigenständiges Design, ich bitte Euch. Vermutlich ist die Warwick Klampfe sogar besser, aber abgekupfert ist abgekupfert.Basta

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    1. Hallo Thorsten, ist doch ganz klar. Man erkennt die Absicht und ist verstimmt. Die Flying V Form wurde doch nicht kopiert, weil es ein Flop ist.

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  3. Der insolventen Firma Gibson würde es besser zu Gesicht stehen, die wenigen finanziellen Ressourcen in die Verbesserung ihrer Produkte zu stecken und keine völlig unsinnigen Prozesse gegen europäische Mitbewerber zu führen. Ist aber wohl gerade im „America first“ mainstream und dient vorrangig dazu von den eigenen Versäumnisse abzulenken.

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    1. Wieso Insolvent? Gibson ist nicht insolvent. Da musst du dich einfach mal richtig informieren. Framus dagegen ist hinsichtlich seiner Gitarrenlinie komplett belanglos da langweilig, emotionsbefreit und schlichtweg den meisten Gitartisten egal. Nicht geschenkt möchte ich Framus spielen…

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  4. Nachtrag: ist auch irgendwie ironisch, dass ein großes Kölner Musikgeschäft in einer Anzeige über der Gibson Meldung seine Hausmarke bewirbt, die vom Design doch sehr an einen amerikanischen Mitbewerber erinnert.

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  5. Sind wir doch mal ehrlich! Gibson Ist nicht mehr die Firma mit hochwertigen und innovativen Instrumenten wie früher und wird es auch nie mehr sein. Klar, dass sie jetzt nach jeden Dollar greifen, um noch so viel wie möglich Geld fuer die Gläubiger rein zu holen. Es steht ausser Zweifel, dass die genialen und absolut hochwertigen Manufaktur – Instrumente von Warwick / Framus längst den Platz von Gibson unter den Top Marken einnimmt. Ist ein Ei eines Huhnes etwa patentgeschuetzt ? Kann das Huhn ein anderes Huhn verklagen, nur weil es dir formschoeneren und eventuell besser schmeckende Eier legt? Na also!
    Sonst muesste Gibson viele andere Gitarrenbauer ebenfalls verklagen, die den Korpus in V – Form verwenden. Das waere genau so amerikanischer Nonsens, wie dass Micky Maus mal dort nach Donald neuer Präsident wird.
    Gibson hat sich einfach übernommen, sich nicht weiterentwickelt bzw. verbessert. Framus hat sich staendig weiterentwickelt, Innovationen erschaffen und durch Manufakturarbeit, statt durch Massenproduktion, dieses hohe Level erreicht. Gibson geht es nun zu Recht so! Denn wie Gorbatschow schon sagte: “Wer zu spaet kommt, den bestraft das Leben!”

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    1. Wow! Das ist schon ein bemerkenswertes Rechtsverständnis, welches hier zum Ausdruck gebracht wird! Da läuft’s mir kalt den Rücken runter!

      Weil ein Unternehmen mal über einen längeren Zeitraum schlecht geführt wurde, hat es also keinen Anspruch mehr auf Rechtsschutz? Deshalb können Konkurrenten also nach Belieben Designs klauen und Gibson soll quasi auch noch dankbar dafür sein? Was ist das den für eine krude Argumentation?

      Ich weiß zwar nicht, wie weit die sicher vorhandenen Schutzrechte von Gibson an der Flying V noch Gültigkeit aufweisen, aber dreister Ideen- und Designklau wie hier von Warwick vorgeführt, sollte nicht auch noch von Verbrauchern goutiert werden. Andererseits muß man einfach auch feststellen, dass es den meisten Gitarristen einfach egal ist, wer wen beklaut – Hauptsache der Preis stimmt. Schade und befremdlich!

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      1. Wie erklärst du dir dann, dass es allein aus Fernostproduktion dutzende sehr präziser Flying V Kopien gibt, auf die Gibson doch niemals ein gieriges Auge geworfen hat? Warum dann ausgerechnet bei dieser? Weil sie ein Custommodell für einen prominenten Musiker ist? Diese Gitarre weist unbestritten viele Übereinstimmungen mit dem Original auf, aber sie ist beileibe keine 100%-Kopie. Da müsste Gibson erst viele andere Hersteller vor Gericht zerren. Und wie hier jemand schon angemerkt hat, ist die Strat mit Sicherheit die meistkopierte Gitarre ever. Doch nur die Kopfplatte ist geschützt, der Rest nicht. So wurde es schon vor Jahren vor verschiedenen Gerichten ausgefochten und beschlossen. Das gilt gleichermaßen für Gibsons Paula und andere Modelle wie SG, ES u.a. Von allen existieren unzählige Kopien, doch nur bei der Kopfplattenform konnte Gibson letztlich erfolgreich Gebrauchsmusterschutz durchsetzen. Aber das Wolf-Hoffmann-Modell zeigt eine deutlich abweichende Kopfplattenform – folglich liegt m.E. kein hinreichend fundierter Klagegrund vor. Der ganze Rechtsstreit geht letztlich auf die Lawsuit-Ära zurück, wo damals Gibson und Fender die dreisten Japan-Kopierer mit ihren teils bis ins letzte Detail authentischen Plagiaten in die Schranken gewiesen wurden. Natürlich konnten die US-Firmen nicht durchsetzen, dass gar nichts mehr von ihren Designs übernommen (= geklaut) wird. Seitdem gilt aber immerhin der Schutz der Kopfplattenform, Begründungen der Gerichte zu dieser Entscheidung finden sich im Netz.

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        1. Es geht nicht um andere Gitarren wie Strat oder Les Paul, sondern um die Flying V. Gibson wird wahrscheinlich diese billigen Fernostkopien deshalb nicht strafrechtlich verfolgen, weil es a) schwer ist, solche kleinen Kopierklitschen überhaupt ausfindig zu machen und b) der finanzielle Schaden sich dadurch sehr in Grenzen hält. Bei Warwick schaut das anders aus.
          Die haben ein sehr effizientes Vertriebsnetz, sind national und international ein wichtiger Konkurrent und schon deshalb in der Lage, die Geschäfte von Gibson zu beschneiden. Wenn das dann auch noch mit einer eindeutigen Rechteverletzung geschieht, muß man sich dagegen wehren. Und Warwick hat doch nicht umsonst die Flying V kopiert! Das sind knallharte Geschäftsleute die wissen, was sie tun.

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    2. Hallo Michael,dein Kommentar gefällt mir sehr gut! Da stimme ich völlig mit dir überein,du hast absolut Recht!
      Gibson hast sich total übernommen,das ist korrekt!
      Ich verstehe deshalb auch nicht,weshalb hier in diesem Forum leider immer noch einige wenige Gibson Fanatiker existieren,die diesem unberechenbaren Fabrikanten aus dem Land des flüchtigen „Small Talk“ bis heute unterwürfig die Treue halten.
      Gibson ist seit ewig langer Zeit überhaupt nicht mehr innovativ,sondern klebt an seinen maßlos überteuerten Preisen fest,stagniert in der maschinellen Produktion,da die Nachfrage an Gitarren aus den U.S.A. lange bevor sich die globale „Corona Pandemie Pest“ überall ausbreitete abrupt schrumpfte.Vorbei mit „America First“.
      Etliche in-und ausländische Gitarren-Manufakturen,- selbst in Europa und auch in Deutschland haben mit ihren sauber gefertigten Gitarren enorm viele Begeisterte gefunden.
      Das Land der Mickey Mouse und „Donald Duck“ als (noch) regierender Präsident im weißen Häuschen hat weltweit unendlich viele Menschen enttäuscht und verschreckt.
      Da bildet auch Gibson überhaupt keine Ausnahme!
      Gibson ist nur ein Name,mehr aber auch nicht.
      Traurig,daß die Naiven immer noch nicht ausgestorben sind,und einem dubiosen Unternehmen wie Gibson in den Hintern kriechen.
      Diese ewig konservativen Gitarristen leben leider auch weiterhin in der grauen Vergangenheit und haben bis heute garnichts dazu gelernt.
      Framus/Warwick fertigen sehr hochwertige Gitarren,dies ist Fakt!
      Das Gerichtsurteil besagt nichts anderes!
      Gibson war gestern,Framus/Warwick ist heute und auch in Zukunft!

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      1. Letzten Endes muß man aber auch sehen das einige Verfahren noch aus der Zeiten von Henry Juszkiewicz anhängig sind und das aktuelle Management damit garnix zu tun hat damit. Ich weis die ganze “Play authentic” Geschichte spricht ne andere Sprache aber es ist eine Sache eine Imagekampagne zu versauen aber eine ganz andere Geld rauszuhauen für überzogene Copyright infringement lawsuits. Von Daher kann man diese als Auslaufmodelle verstehen.

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      2. Wo bleiben unsere Freiräume? Selbst die hinter den Satzzeichen werden zunehmend weniger.

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    3. ??? Von was redest du? Framus? Framus hat wessen Platz eingenommen? Als langjähriger Endorser verschiedener Gitarrenmarken kann ich eines mit Sicherheit sagen: eine Framus möchte ich nicht geschenkt haben. Nicht geschenkt. Uncool, emotionslos, vollkommen Reizbefreit. Kompletter Scheiss. Wie man Framus mit Gibson vergleichen kann? Kleingeistigkeit. Frustration? Gibson baut nach wie vor Spitzeninstrumente. Kostet halt nen Euro. Wenn ich mir anschaue, welche Kohle Framus für diese lächerlichen, total langweiligen Gitarren aufrufen…😂😂😂😂. Nicht geschenkt.

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  6. Schwierig: Aber viel Formen sind geschützt, kommt also darauf an, was genau. Eine Dreadnaught Form bei Akustik Gitarren ist auch sehr markant und wird fröhlich von allen gebaut (auch von Gibson). Klar, das FV ist schon sehr einzigartig aber: Ich bin Gitarrist und spiel FV, möchte allerdings, das Teil optimiert haben. Ich gehe also zu einem Gitarrenbauer und sage ihm: “Bau mir eine Gitarre, Grundform FV aber mit diversen neuen Features. Optik etc. Wieso sollte der meinem Wunsch nicht nachkommen dürfen? Oder Humbucker PUs. Dafür hat Gibson ein Patent PAF. Trotzdem werden die munter kopiert. Stratocaster etc. Fender macht da nicht so einen Zinnober.

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    1. Vermutlich gibt es auf die Fender Strat keine Designrechte mehr. Die verfallen ja, je nach Land, nach 15 bis 20 Jahren, wenn sie nicht verlängert werden.
      Wie die Situation bei der Flying V ist, kann man da nur vermuten. Die ist ja auch seit mind. 40 Jahren auf dem Markt. Irgend ein Recht werden die von Gibson noch an ihr haben, sonst wäre ja der Rechtsstreit gar nicht möglich.

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      1. Die Flying V gibt es seit 1958, wurde 1962 eingestellt, 1967 neu aufgenommen und wurde dann erst ein Erfolg.
        Ich habe 1974 mehrmals eine ausprobiert und fand sie unpraktisch. Habe dann eine LP Gold Top mit Mini Humbuckern gekauft.

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      2. Hallo Kollegen, die Designrechte der V sind 60 Jahre alt, die der Stratocaster 70. Die Les Paul Form ist nichts anderes als eine geschrumpfte Jazzgitarrenform mit “venizianischem”(hallo) Cutaway. Wer klaut hier von wem? Die Wiener Gitarrenbauergilde könnte z.B. Fender wegen der geklauten “Wiener Kopfplatte” verklagen. Selbst die “open Book” Kopfplatte ist kopiert und war lange vor Gibson eine gängige Form ! Das ist halt typisch USA und wars schon immer: Sich einfach irgendwelche Patente unter den Nagel zu reißen z.B. Rockinger Feistimmer für Strattremolos ……und der Versuch das Genom des Menschen sich patentieren zu lassen oder Saatgut.

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  7. Zusatz: Bin ja nicht so der Metal Fan aber Optik und Design der Gitarre sind extrem gelungen. Tatsächlich passt es durchaus auch zurück bis in die 50er und 60er Jahre. Es wäre schade, wenn dieses tolle Instrument nicht verkauft werden dürfte.

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    1. Das kann Warwick ja. Aber wenn Rechte bestehen, müssen sie dafür halt Lizenzen bezahlen oder sich sonst irgendwie einigen. Einfach hergehen und kopieren ist nicht die feine Art. Wobei mir schon klar ist, dass das gerade im Gitarrenbereich extrem ausgeprägt ist. Die meisten Gitarristen wollen halt eine Strat, eine Les Paul, eine Dreadnought oder was auch immer, wollen aber nicht den Preis für das Original bezahlen! Ist nicht nett, aber Realität. Und die meisten Gitarrenformen haben sicher keine Schutzrechte mehr.

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  8. Hans Thomann verkauft auch eine Harley Benton FV.
    Für unter 200 Euro, Hammergerät . Ob der auch n Brief von Herrn Gibson kriegt??

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    1. Vielleicht geht’s ja gar nicht um die Gesamtform sondern um ein spezielles Detail? Dazu sagt der Artikel nichts aus.

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      1. Der “200€-Kunde” ist eher nicht der potenzielle Gibson-Käufer. Wenn Gibson hier einen Prozess anzettelt haben sie künftig trotzdem keinen zusätzlichen Umsatz. Bei Framus sieht es anders aus, deren Klientel könnte dann durchaus zu Gibson greifen.

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    2. Nee kriegt er nicht weil Thomann in good Old Europe der grösste Gibsonhändler ist !

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  9. Mannmannmann, was haben hier ein paar von Euch geraucht?
    Ist ja noch schlimmer als bei Autos oder Fussballvereinen, diese Markenliebe und Markenhass.
    Aus dem Hass spricht für mich zu 100% nur Neid.

    Sachlich gesehen ist das Design doch eindeutig geklaut!

    Und wer klaut dem fällt halt nichts eigenes Bedeutendes ein.
    Was gäbe es von Euch für ein Geschrei, wenn die Chinesen jetzt Autos bauen würden, die alle völlig aussehen würden wie Porsche?
    Und diese immer wieder von Nicht-Gibson-Spielern behaupteten Qualitätsprobleme bei Gibson sind einfach lächerlich.
    Wer sichs nicht leisten kann wird halt gerne mal neidisch, und das ist bei Gitarren wohl noch schlimmer als bei Autos oder dem Bayern München.
    Jetzt kommt ein Riese-Shitstorm. Ist ja logo.
    Viel Spaß.
    Grüße

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    1. Wenn du nun einen riesigen „Shit-Storm“ heraufbeschwörst,dann ist dir ja wohl bereits von vornherein klar,daß deine ulkige Meinung hier nicht sonderlich gefragt ist,und sogleich dementiert wird.
      Vermutlich wirst du von Gibson „ferngesteuert“ oder sonst irgendwie manipuliert,kann ja gut möglich sein.
      Diese nervige Lobhudelei bezüglich Gibson wird ja immer wieder von einigen wenigen Fanatikern heraufbeschworen.Dies ist uns hinlänglich bekannt und langweilt uns sehr.
      Ich sage dir jetzt mal,was für total miese Gitarren diese Gibson Fabrik auf den Markt wirft,und eben keinesfalls von erfahrenen Gitarristen toleriert wird.Brutal herausgefräste Elektronik-Pool Fächer sind bei Gibson keine Seltenheit,der Nitrocellulose Lack am Gitarrenhals klebt nach längerem Spiel lästig an den Pfoten,da bei Gibson seit jeher die Lackaufbereitung nicht sorgfältig abgestimmt wird,teilweise sind Gibson Gitarren (Les Paul Modelle) bleischwer,etliche Reibungspunkte verhindern ein sauberes Stimmen,die Bundstäbe sind regelmäßig scharfkantig,die Kopfplatte erleidet bereits nach einem leichten Umsturz einen Kapitalschaden…u.s.w.
      Die Liste dieser Mängel ließe sich nun unendlich fortsetzen.
      Gibson Gitarren sind derzeit faktisch nicht mehr die erste Wahl!
      Und der dumme Spruch,daß sich ja nicht jeder eine teure Gibson leisten könnte,ist mittlerweile so öde,daß wir darüber nur noch müde schmunzeln können.
      Es gibt faktisch weitaus bessere Elektrische,die zwar auch hochpreisig sind,jedoch viel mehr Komfort,sauberere Verarbeitung und bessere Klangeigenschaften (PRS,Knaggs,Fender,Framus etc.) bieten.
      Verschone uns zukünftig bitte mit deinen Kommentaren,die doch einzig darauf abzielen nervige Gibson Gitarren Werbung zu betreiben.
      Noch mal: Gibson ist nur ein dubioses Firmenlabel,das die Zeichen der Zeit und das Vertrauen etlicher Ex-Käufer durch seine unberechenbare Firmenpolitik regelrecht verpennt hat!
      Da sind andere namhafte Gitarrenmanufakturen weitaus innovativer und aufmerksamer als das besagte Label mit der Sturzempfindlichen „Open Book“ Kopfplatte,die ja weltweit patentrechtlich geschützt wurde.
      Beste Grüße vom Haseppio.

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      1. Hallo Haseppio,
        wen meinst Du mit “uns”? Wen vertrittst Du hier mit Deinem, höflich ausgedrückt, unsachlichen Kommentar? Etwa Warwick? Das würde zumindest ein Stück weit diesen heftigen Wortschwall erklären:-)
        Gruß,
        Leonhard

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      2. Muss dir hier beipflichten. Besitze schon seit jeher einige Gibson, eigentlich nur aus dem Customshop und auch zwei gute Kollegen von mir die mehr wie eine an der Wand haben, haben mir auch immer wieder mitgeteilt, wie grausig die Quali mittlerweile ist. Habe zB ein R9 die sagenhaft klingt, die Quali aber grauenhaft ist und das bei einem Preis von 5500€. Eigentlich nicht akzeptabel, ich mag halt die Modelle. Ausnahme CCs, die sind/waren bisher alle sehr gut.

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        1. Mal eine Frage an die enttäuschten und verärgerten Gibsonspieler: Testet ihr die Instrumente nicht ausführlich an, bevor ihr sie kauft? Hier werden Mängel beschrieben (überstehende Bünde, wacklige Teile usw.), die man doch eigentlich beim Anspielen erkennen muß! Vor allem, wenn man doch relativ viel Geld dafür ausgibt!

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      3. @Haseppio
        Warum so aggressiv?
        Ich weiß noch , dass es schon in den Achzigern hieß,
        ,das eine teure Gibson auch mangelhaft sein kann und
        beim Kauf jemand mit Sachverstand dabei sein sollte.
        Andererseits ist glaube ich auch bekannt, dass es super gute Gibsons gibt (auch Flying V).
        Warum gibt’s auch sonst diese Kopien bzw. klaut jemand die Ideen einer Firma?

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      4. Scheinst aber such ein „Spinner“ zu sein..?

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  10. Wo wird grad bei Kopien sind :
    https://www.gitarrebass.de/equipment/gibson-und-die-modern-flying-v/
    und :
    https://reverb.com/item/18368621-jackson-roswell-rhoads-1998-black-made-in-japan-rare-limited-edition-guitar

    Letzendlich wird doch überall kopiert und abgeguckt. Und zu sagen, es wäre irreführend finde ich geradezu lächerlich. 1. Wie viele Neukunden verbinden eine Flying V heute noch automatisch mit Gibson?
    2. Wie viele der Kunden sind nicht im Stande zu lesen? Für gewöhnlich steht der Hersteller ja auf der Kopfplatte.
    Gibson hat schon seit Jahren einfach eine merkwürdige Haltung zum Preis-/Leistungsverhältnis. Vor 10 Jahren, als ich noch im Musikgeschäft gearbeitet habe, bekamen wir eine Lieferung Custom Les Pauls für knapp 4000 VK. Nicht eine! war ohne Mangel. das ging von überstehenden Bundstäbchen über schief angeschraubte Klinkenbuchsen über gebrochene ! Hälse.
    Bei Gibson trifft der Spruch “Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen.” ziemlich gut zu.

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    1. Es geht in dem Artikel ja lediglich um den Rechtsstreit bezüglich Nachahmung, in dem Warwick jetzt halt eine Instanz gewonnen hat. Der neue Eigentümer von Gibson wird das vermutlich nicht so hinnehmen, vor allem auch, weil die Urteilsbegründung blanker Hahnebuch ist. Also wird weiter gestritten werden – zurecht! Denn was Warwick hier macht ist eine reine Kopie der Flying V. Wie jeder interessierte Gitarrist weiß, ist die Flying V das Original und alle, die diese Form kopieren, müssen halt Lizenzen oder Strafe zahlen. So ist halt die internationale Rechtslage.

      Die hier abgegebenen Kommentare zu der allgemeinen Gibsonqualität mögen ja berechtigt sein, sind aber eine andere Baustelle und vermutlich mit ein Grund, warum die Firma vor ein paar Jahren insolvent gegangen ist. Der neue Eigentümer hat da viel zu tun, um den ramponierten Ruf wieder einigermaßen herzustellen.
      Wenn man sich aber in Erinnerung ruft, welch gute Gitarristen und Musiker auf Gibsoninstrumenten für musikalische Meilensteine in der Rock-, Pop- und Folkgeschichte geschrieben und gespielt haben, sollte das kein großes Problem sein!
      Enttäuschte und unsachliche Ex-Besitzer dieser Gitarren wird es aber auch immer geben.

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      1. Die Firma ist nicht insolvent gegangen, sie stand kurz davor.

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  11. Gibson sollte stolz darauf sein, dass eines ihrer Modelle noch heute geliebt wird und es als Liebeserklärung verstehen. Liebe wird leider all zuoft mit Zahlen auf dem Firmenkonto verwechselt.
    Niemand wird Gibson für eine “V” mit einem anderem Logo auf der Kopfplatte mit Liebesentzug bestrafen, sondern sich innerlich vor den “Erschaffern”verneigen.

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    1. Sollten nicht die Designer aus der Autoindustrie die damals Flying V,Explorer und Moderne erfunden haben Gibson verklagen weil sie viel zu billig abgespeist wurden? Diese Designs spiegeln die Flossen an den Autos der damaligen Zeit wieder. Bei Autos wurden sogar der Lack mit designd zum Peispiel Lack Placide Blue im Jahre 1958 und die Autoindustrie haben auch die Gitarrenhersteller nicht verklagt. Wenn ich heute als Vintagefreak mir ein Original kaufe kommt mir keine Kopie in den Sinn.Habe vor Jahren einen Jerry Donahue Telepickup von Biil Lawrence gekauft bei dem Warwick Grosshändler war. Ich musste ihn reklamieren weil er nicht gewachst un daher mikrophonisch war. Die Reklamation wollte Warwick nicht anerkennen mit dem Wortlaut das gibts nicht. Erst als die Beanstandungen so viele wurden ist dann auch die Produktion vorübergehend eingestellt und die Reklamation anerkannt worden. So viel zum Thema Qualität

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    2. Das ist die chinesische Begründung für copyright-Verletzungen und Ideenklau und eine bodenlose, rechtlich nicht haltbare Unverschämtheit!

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  12. Gibt es eigentlich irgendeinen Hersteller von Gitarren der keine Produkte eines
    anderen, meist amerikanischen Herstellers, kopiert bzw. auch nicht in Ansätzen kopiert so dass man keine Tele, Paula, Strat, ES 335, Flying V herauserkennt.
    Im vorliegenden Fall ist aus meiner Sicht ganz eindeutig eine Flying V des amerikanischen Herstellers kopiert worden. Auch mit verbundenen Augen werden die meisten sofort herausfinden um welche Gitarre es sich handelt.
    Ich fand die Gitarre immer unpraktisch. Am besten im Stehen zu spielen, gesonderter Koffer und auch gesonderter Gitarrenständer. Die V- Käufergruppe wird sich hier Budgetmäßig separieren.
    Die Frage wäre, könnte ich mit verbunden Augen die Gibson von der Warwick vom Klang her unterscheiden und wenn die Warwick besser klingt würde ich mich auch für die Warwick entscheiden oder wegen dem Namen die Gibson nehmen weil es amtlicher ist. Nach dem Motto vor dem Kauf ist nach dem Kauf.

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  13. Shut up and play your guitar.

    Warwick hat die Form geklaut und der Richter hat wohl Wahrnehmungsstörungen.

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  14. Im Rechsstreit um sog. 3D Trademarks von Gitarren des Herstellers Gibson mit u.a. Warwick geht es nicht nur, wie hier evtl. leicht der Eindruck entsteht, nur um das Flying V Design. Es lohnt sich für den Interessierten, danach einmal zu googeln.
    Im Übrigen wusste ich noch gar nicht, das Donald T. nun scheinbar CEO bei Gibson ist, was man beim Lesen einiger Kommentare durchaus annehmen könnte…. scheinen doch die ewigen „Gibson-Hater“ und „USA-Hater“ Ein und Derselben Bubble zu entstammen….

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  15. Die Diskussion hier ist weitgehend inhaltsbefreit und artet in einen unsachlichen Streit zwischen Gibson Fans und Gibson Gegnern aus. Dem Streitgegenstand kommt man so kein Stück näher. Als Jurist kann ich nur empfehlen, sich zunächst die Urteilsbegründung anzusehen, dann weiß man, worum es geht, und dann kann man auch erst eine Meinung dazu haben. Leider ist das Urteil noch nicht veröffentlicht, hier kann man bei Interesse (soweit vorhanden) demnächst nachschauen: http://www.rechtsprechung-hamburg.de/jportal/portal/page/bsharprod.psml/js_peid/FastSearch/media-type/html?form=bsIntFastSearch&st=ent&sm=fs&desc=all&query=gibson+&neuesuche=Suchen

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  16. Alles nur Geklaut.
    Hallo Gitarrenaffinados !
    Tatsache ist Gibsons “Open Book Headstock” ist nicht von Gibson, sondern eine klassische Kopfplattenform, die schon 1760 (!!) von Salomon in Paris verwendet wurde und danach noch von einigen anderen klassischen (historschen) Gitarrenbauern u.A. bei Flamencogitarren ! Die Les Paul ist genauso gekupfert und hat als Vorbild die Gitarren von Bigsby (Body ) und ist im Prinzip eine verkleinerte Jazzgitarrenform mit “venetianischem” ( !!!) Cutaway. 1942 hatte ein Herr O.W.Appleton ein verdächtig nach Les Paul aussehendes Instrument bei Gibson vorbeigebracht mit dem Schriftzug APP auf der Kopfplatte ! 10 Jahre später kam das Instrument als Les Paul Model auf den Markt. Die Kopfplatte der Firebird ist genauso wie die Kopfplatten von Fender von der historischen “Wiener Kopfplatte” abgeschaut bzw. von Bigsbygitarren.Gibson hatte um 1900 wechselnde Kopfplattenformen .1920 /30 haben die Epiphone Company und Stromberg später auch Angelico und Guild die “Open Book” Kopfplatte zeitgleich verwendet. Diese Form ist auch bei klassischen Gitarren hin und wieder zu finden. Damals kam niemand auf die Idee deswegen vor Gericht zu gehen. Und weiter : Die SG ist ein Rippoff der klassischen portugiesischen Wappengitarre ebenso Gibsons Barney Kessel Model.
    Also: Zeigen wir uns gegenseitig an, prozessieren fleissig und hören hoffentlich bald mit der lästigen Gitarrenbauerei auf. Wir patentieren ja auch Saatgut oder das menschliche Genom.

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  17. So dumm ist die Entscheidung vielleicht gar nicht… Patentrecht und Markenrecht sollte man nicht durcheinanderbringen. Patentansprüche auf das V-Design (wenn es sie je gegeben hat) sind nach gut 60 Jahren bestimmt ausgelaufen. Nicht ohne Grund sind Patente zeitlich begrenzt, denn sonst würde wir jetzt und in alle Ewigkeit alle Mercedes oder „Otto“-Autos fahren, weil es ja unfair ist „abzukupfern“…
    Beim Markenrecht ist das schon etwas anderes. Da möchte man unterbinden, dass sich jemand mit „fremden Federn schmückt“. Ob Warwick/Framus da unter „falscher Flagge segeln“ möchte, halte ich tatsächlich für unwahrscheinlich.

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  18. Hi,

    hier wurde einiges zur angeblichen Rechtslage geäußert, das schlicht und einfach nicht stimmt.

    Zunächst mal zur Kopfplatte: die kann uU als Marke geschützt werden, richtig, aber selbst bei der Open Book-Kopfplatte ist das mWn in Deutschland nicht der Fall. Das dürfte auch an der sog. Verwässerung liegen, weil bei uns jahrzehntelang unwidersprochen kopierte Gitarren verkauft wurden. Zudem ist gerade die V-Kopfplatte eine sehr simple, wenig unterscheidungskräftige Form. Da reicht schon eine geringfügige Variation wie die fehlenden geraden Schenkel, um eine MArkenverletzung rechtlich vollends auszuschließen.

    Dass der Korpus ziemlich gleich aussieht wie bei einer Gibson, ist richtig, aber für sich alleine nicht ausreichend, um der Klage stattzugeben. Es ging nämlich gerade NICHT um die Verletzung des Urheberrechts am Design, sondern um eine angebliche Täuschung der Verbraucher über die Herkunft.

    Unstreitig ist die V-Korpusform zumindest in Europa nicht (mehr) als dreidimensionale Marke geschützt, da das EuG diese per Urteil wegen fehlender Unterscheidungskraft gelöscht hat. Das lag auch hier nicht zuletzt daran, dass Gibson (im Gegensatz z.B. zu Porsche beim 911, lieber Dieter Reimprecht) jahrzehntelang rein gar nichts gegen Kopien der V-Form getan hat. Diese Form wurde dadurch “generisch”, d.h. sie hat keine Unterscheidungskraft mehr – sie alleine sagt einem eben nicht ohne weitere Hinweise, die Gitarre müsse eine Gibson sein.

    Im Prozess ging es tatsächlich in erster Line darum, ob ein Käufer die Framus irrtümlich (!) in der Vorstellung kaufen könnte, er würde eine Gibson erwerben. Das OLG hat eine solche Verwechslungsgefahr veneint. Es geht – und das mMn wohl völlig zu Recht – davon aus, dass niemand sich für Tausende Euros eine Framus Wolf Hoffmann in der Vorstellung kauft, eine Gibson zu erwerben. Dabei spielt es dann auch rechtlich eine Rolle, dass sich das Produkt an eine Zielgruppe richtet, die sehr genau auf jedes Detail und erst recht auf den Markennamen achtet.
    Ein weiterer Punkt aus dem Wettbewerbsrecht war: Nutzt Framus rechtswidrig den guten Ruf einer Qualitätsmarke aus, um ein eigenes, weniger wertiges Produkt durch die Assoziation aufzuwerten? Nun, ob man Framus-Gitarren mag oder nicht, den objektiven Qualitätsstandard kann man wohl kaum als minderwertig ansehen. Der Kaufgrund für eine Framus WH ist doch wohl kaum, dass man sich an eine Gibson und deren Qualitätsanspruch erinnert fühlt – denn für das Geld könnte man je nach Modell auch zwei US-Flying Vs kaufen.

    Alles in allem wundert mich eher, dass das Landgericht der Klage in erster Instanz noch stattgegeben hatte. Das kann eigentlich nur heißen, dass die Richter nur anhand der für komplette Laien offensichtlichen Gemeinsamkeiten eine Verwechslungsgefahr gesehen haben, anstatt sich (ggf. durch sachkundige Gutachter) damit auseinanderzusetzen, welche Verbraucher überhaupt in Betracht ziehen, eine Gitarre dieser Priesklasse zu erwerben. Zutreffend ist das OLG davon ausgegangen, dass die Zielgruppe der Profis oder anspruchsvollen Amateure nicht im Vorübergehen nach einer Gitarre greift, sondern sich vor dem Kauf sehr bewusst und intensiv mit den Produkten und einzelnen Marken auseinandersetzt.

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    1. Das ist ein sehr guter, sachlicher Kommentar. Ob das Urteil des OLG Bestand hat, wird man sehen, Gibson kann ja noch in Revision gehen. Ergänzend zu dem ganzen Fall darf man mMn nicht vergessen, dass die Firmennamen Fender, Gibson, Martin und ein paar mehr eine Art Image/Aura beinhalten, von dem sich die Kopierer sicher ein bißchen was abkratzen möchten und eigene Ideenarmut kompensieren möchten.

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  19. Wolf Hoffmann ist mit Gibson gross geworden, aber die Dinger mussten damals schon für Plattencover abgefackelt werden…. war es bei restless and wild???? Auch Herr Schenker, Meikel spielt lieber V Gitarren von Dean…..
    Gibson ist nur der Name, manch einer muss schon Pippi, wenn er nur an Gibson denkt……
    Sehr interessante Beiträge hier….

    Anmerken möchte ich noch, dass ich von US amerikanischer Produktionsqualität eh nichts halte, in einem Land wo die meisten
    Arbeiter UNGELERNT sind…….

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  20. Wow geht das hier emotional zu!!! Wenn man mal einen Parallelblick in die „Hochburg des Dsigns“ – der Uhrenbrache – wirft, stellt man fest dass es von der in den 50er Jahren entwickelten (und seit dem nahezu unverändert gebauten) Design-Icone Rolex Submariner die (illegalen) Kopien gibt, die das Markenzeichen „Rolex“ tragen aber genauso zahlreiche Nachbauten, die unter dem jeweils eigenen Markennamen verkauft werden und sich nur in winzigen Details vom Original unterscheiden. Und ich denke sehr wohl, dass sich hier wie dort, jeder der nur ansatzweise daran denkt sich eine Gibson Flying V kaufen zu wollen, nicht zufällig eine Framus kaufen wird, in der Annahme dies sei eine Gibson ?!?!?! (… was bei den Thai-Rolex durchaus anders ist….). …. und zu Behaupten Framus sei Ramsch ist schlicht flasch. Wer schon einmal die Fertigung in Markneukirchen besucht hat, wird sehen auf welch hohem Niveau hier gearbeitet wird. Nicht umsonst lässt Sadowsky seine „Metro“ Bass-Linie hier bauen. Insgesamt ist Framus/Warwick (finde ich) ein beeindruckendes Unternehmen mit langer Historie dass es gar nicht nötig hat, Plagiate um des Nachbauens Willens auf den Markt zu bringen. Über Gibson mag man denken wie mann will, es ist und bleibt einer der großen Namen der Branche, der derzeit von mehreren Copyright Klagen gebeutelt ist (Behringer hat ihnen die Markenrechte für die legendäre Synthesizer Marke Oberheim auf dreiste Weise „geklaut“). Insofern ist es doch schön, dass es ein breites Angebot gibt und der mündige Gitarrero der sich für ein Instrument dieser Preislage interessiert ist sicherlich in der Lage herauszufinden, was mehr seinem Geschmack und Sendungsempfinden entspricht – eine Verwechslungsgefahr beider Marken gibt es sicherlich nicht. Über den Rest sollen sich hochbezahlte Anwälte streiten – aber doch bitte nicht wir Musiker-Kollegen.

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  21. Dass Gibson aus der Vergangenheit nichts gelernt hat, ist schon traurig. Sie haben damals schon den Prozess gegen PRS wegen der Single Cut verloren, die sich deutlicher von der Les Paul unterscheidet als die Modelle anderer Hersteller. Gibson ist in meiner Wahrnehmung der am wenigsten innovative Gitarren-Hersteller, der seit Jahrzehnten die eigene Tradition verwaltet und nicht umsonst vor nicht langer Zeit nach Insolvenz gerettet werden musste. Eigentlich kommt hier nur die eigene Einfallslosigkeit bei neuen Produkten und die Abwendung namhafter Künstler zu anderen Herstellern wegen verfehlter Endorsement-Strategie zum Ausdruck. Schade.

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  22. Die Dauer des Schutzes ist IMHO der Grund dafür, dass Gibson nicht gegen das Design an sich, sondern nur gegen die Verwechslungsgefahr klagen kann. Gebrauchsmuster kann man bis 10 Jahre schützen, Designschutz geht bis 25 Jahre. Danach kann jeder kopieren wie er will. Egal ob Submariner, Strat oder Flying V. Der Kram ist uralt und daher mittlerweile frei benutzbar. Man darf nur nicht die original Markennamen nutzen und dadurch den Eindruck erwecken, dass es sich um eine “echte” Gibson handelt. Das hat aber nix mit dem Design zu tun.

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  23. Das Wolf-Hoffmann Modell ist tatsächlich deutlich näher an dem originalen Design als Dutzende anderer “Klone” renommierter Hersteller, die seit Jahrzehnten von Gibson “geduldet” werden (müssen?). Insofern sehe ich die Voraussetzung für eine Klage durchaus gegeben; ich halte sie aber für kontraproduktiv, sie schadet Gibson (wieder einmal) mehr, als sie nutzt.

    Ich erkenne darin vor allem ein sehr verzweifeltes Eingeständnis der verfehlten eigenen Modellpolitik: In den späten 70ern entdeckten die Gitarristen der NWOBHM die originalen Explorer und Flying V-Design für sich und mit der steigenden Popularität sprangen dann etliche Hersteller auf diesen Zug auf – fast alle “zackigen Metal-Designs” sind doch irgendwo von den Originalen inspiriert, bzw. adaptieren sie unmissverständlich. Nur Gibson selbst hat es über Jahrzehnte verpennt, die eigenen Gitarren in Punkto Ausstattung und Ausführung an die aktuellen Trends anzupassen. Anstatt dann mit Klagen zu versuchen, den findigeren Wettbewerbern ihr Geschäft zu verderben, hätten sie lieber Energie in (sinnvolle …!) Modernisierung der eigenen Gitarrendesigns stecken sollen! Man ruhte sich auf den Lorbeeren aus, die Blaupause für diverse Metal-Gitarren-Designs geschaffen zu haben, während Jackson, ESP/LTD oder Schecter dann die jüngeren Gitarristen mit modernisierten Varianten bedienen. Diesen Markt hat Gibson komplett verpennt. Trotz der Vorlage von ikonischen Gibson-Usern wie Hetfield, Schenker – oder eben Wolf Hoffmann…

    Á propos Endorsements: Wenn seit den 80ern irgendwer eine Explorer gekauft hat, dann vermutlich vor allem wegen James Hetfield. Den haben sie aber vor wenigen Jahren noch abblitzen lassen, als er selbst (!) bei Gibson anfragte, ob sie ihm nicht eine Signature bauen wollen. Gut, verdient eben weiterhin ESP Geld mit ihm. Die Wolf-Hoffmann-Framus verrät doch auch eindeutig, wie dicht am Original der Gitarrist seine Signature haben möchte – vermutlich wäre auch er einer “originalen” Flying V nicht abgeneigt gewesen – wenn denn Gibson willens (!) und in der Lage (!) gewesen wäre, ihm etwas entsprechendes hinzustellen.

    Ganz allgemein bin ich der Meinung, dass jede Kopie Werbung für das Original macht! Eine Rolex-Submariner-Kopie bleibt eine Kopie, auch wenn sie qualitativ auf Augenhöhe ist. Mit einer Gibson verhält sich das genauso. Gibson sollte das deshalb gelassener sehen. Das wiederholte Klage-Gebahren zahlt stattdessen negativ auf das Marken-Image ein. Das kann dauerhaft auch bei einer exorbitanten Schadensersatzzahlung nur ein wirtschaftliches Minus-Geschäft sein.

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