Die Brückenkonstruktion ist das klangliche Epizentrum einer E-Gitarre. An dieser Schnittstelle wird die Qualität der Saitenschwingungen erzeugt, also das, was die Tonabnehmer aufnehmen und hörbar machen. Was hier an Dynamik, Sustain, Transparenz und Ausgewogenheit verloren geht, lässt sich im weiteren Signalweg nicht mehr kompensieren.
Vor diesem Hintergrund liegt der Schluss nahe, dass der bahnbrechende Sound vieler Instrumente aus den 1950er-Jahren nicht allein auf gutes, altes Holz zurückzuführen ist, sondern vor allem auf entsprechend konstruierte Hardware.
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Das erklärt auch, warum sich ein ambitionierter Gitarrenbauer wie Gerhard Schwarz, dessen Fokus auf der Wiederbelebung des Sounds aus dieser Dekade liegt, so intensiv der Entwicklung und Fertigung passender Hardware widmet.
Mit der St.-Helens-Hardware ist ihm dabei ein großer Wurf gelungen. Sie ist nicht nur formal und materiell authentisch, sondern verleiht auch zeitgenössischen Gitarren ein deutlich organischeres Klangverhalten. Und das dürfte nicht nur Vintage-Puristen ansprechen, sondern auch die, die ganz allgemein die klangliche Qualität ihres Instruments steigern wollten. Übrigens: Das angebotene Rückgaberecht ermöglicht ein Testen der Hardware auf seiner eigenen Gitarre. Bei Nichtgefallen gilt auch hier: Geld zurück!
Bild: Heinz Rebellius
Bild: Heinz Rebellius
Bild: Heinz Rebellius
Bild: Heinz Rebellius
Positiv hervorzuheben ist auch das Zubehör: Das ohnehin schon differenzierte und gut durchdachte Hardware-Programm wird durch passende Installationswerkzeuge sinnvoll ergänzt. Ich habe z. B. den Anchor Puller lieben gelernt, der mir die Gewindehülsen ganz einfach aus der Decke gezogen hat! Mein Fazit fällt daher ziemlich eindeutig aus: uneingeschränkte Empfehlung!
Plus
Akribie in der Konzeption
Klangverbesserungen
Umfang des Programms
Verarbeitung
Zusätzliche Werkzeugangebote
Zubehör
Übersicht
Fabrikat
St. Helens
Herkunftsland
Deutschland
Typ
Hardware für E-Gitarren im Gibson-Stil
Anwendung
1:1-Austausch gegen vorhandene Hardware von Gibson-type Gitarren
Lefthand-Optionen
Ja
Ausführungen
Vernickelt, vernickelt aged, vergoldet, vergoldet aged (Sonderfarben auf Anfrage)
API ist die Abkürzung von Advanced Plating Inc., einer Firma, die seit vielen Jahrzehnten elektrochemische Oberflächenbehandlungen und Beschichtungen anbietet und seit ihren Anfängen Gibson beliefert.
CHEMISCH-NICKEL
Chemisch-Nickel ist eine präzise, sehr gleichmäßige und technisch hochwertige Beschichtung. Sie wird stromlos aufgebracht und entsteht durch eine chemische Reduktionsreaktion – im Gegensatz zur galvanischen Vernickelung, bei der elektrischer Strom benötigt wird. Sie zeichnet sich durch eine sehr gleichmäßige Schichtdicke, hohe Korrosionsbeständigkeit und gute Verschleiß- und Härteeigenschaften aus.
UNC
Links ein originaler, 7/8“ langer Stud von 1990, rechts das etwas längere Pendant von St. Helens. (Bild: Heinz Rebellius)
UNC gehört zum amerikanischen Unified-Thread-Standard (UTS) und steht für Unified Coarse Thread, also ein grobes Gewinde. Die Angaben beziehen sich auf Threads per Inch – Gewindegänge pro Zoll. Beispiel: ½”-30 UNC bedeutet, dass auf ½ Zoll genau 30 Gewindegänge verlaufen.
VICKERS HARDNESS
Wie widerstandsfähig ein Material gegen Druck oder Verformung ist, wird in Vickers Hardness (HV), ein Maß für die Härte, angegeben.
ZAMAK
Zamak ist eine Legierung aus Zink, Aluminium, Magnesium und Kupfer – der Name setzt sich daher zusammen: ZA (Zink + Aluminium) + MA (Magnesium) + K (Kupfer). Die Legierung ist korrosionsbeständig, formstabil, gut gießbar und erhält nach dem Galvanisieren (hier: Nickel) eine glatte Oberfläche.