Für Player's Player

NAMM 2018: Ibanez Neuheiten – Die AZ-Serie

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2017 ist vorbei und es wird Zeit, ins neue Jahr zu blicken. Für uns Musiker bedeutet der Jahreswechsel auch immer, dass es interessante Ankündigungen zu neuen Modellen gibt und da verhält es sich bei Ibanez nicht anders. Als spannendste Neuheit gilt die AZ-Serie.

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Die neue AZ-Serie richtet sich an sogenannte Player’s Player und alle Specs sind auf die Perfomance ausgelegt. Neben neuer Kopfplatte und neuem Korpus-Design sind alle Modelle mit einem 1-teiligen, geroasteten Ahornhals ausgestattet. Als erster Hersteller wendet Ibanez das sogenannte S-Tech-Verfahren an. Hierbei wird der Hals in einer Vakuum-Kammer, die mit Stickstoff gefüllt wird, erhitzt, sodass alle Imperfektionen aus dem Holz verschwinden. Als Resultat soll sich der Hals anfühlen, als hätte man die Gitarre schon Jahre lang gespielt. Auch die leuchtenden Inlays sind praktisch, um sich auch auf dunklen Bühnen immer orientieren zu können. Abgerundet wird das Ganze mit Edelstahlbünden – wahlweise 22 oder 24.

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Kopfplatte der Ibanez AZ-Serie

Als Tonabnehmer wurden eigens für die AZ-Serie die Seymour Duncan Hyperion Pickups entwickelt. Verantwortlich war Seymour Duncan’s rechte Hand Maricela “MJ” Juarez, die seit 1976 im Seymour Duncan Custom Shop arbeitet. Die Modelle kommen wahlweise als HSS-Variante (also Humbucker – Singlecoil – Singlecoil) oder mit zwei Humbuckern.

Auch die Brücke sticht ins Auge. Diese wurde in Kooperation mit dem japanischen Hersteller Gotoh entwickelt und besitzt ein 10,5mm-Stringspacing. Dadurch soll die Spielbarkeit verbessert und Spieltechniken wie z. B. String Skipping oder Sweep Picking erleichtert werden.

Weitere coole Features sind gestaggerte Locking-Mechaniken, die dafür sorgen, dass das Tremolo auch bei härterem Einsatz immer stimmstabil arbeitet und der Super All Access Neck Joint, um bequem in höheren Lagen spielen zu können.

Die neuen Ibanez Modelle werden in zwei unterschiedlichen Preiskategorien erhältlich sein. Hauptunterschied dabei ist, dass die Prestige-Instrumente in Japan gefertigt werden und einen Erle-Korpus haben, wohingegen die Premium-Instrumente aus Indonesien kommen und einen Linde-Korpus besitzen.

Modelle der AZ-Serie:

AZ Prestige 24 Bünde (€ 1999): Tri Fade Burst (links) und Ice Blue Metallic (rechts)

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AZ Prestige 22 Bünde: Ice Blue Metallic (€ 1999) und Transparent Aqua Blue (€ 2499)

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AZ Premium 24 Bünde (€ 1199): Tequila Sunrise Gradation und Deep Espresso Burst

AZ Premium 22 Bünde (€ 1199): Blue Iceberg Gradation

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AZ Premium 22 Bünde (€ 1199): Brown Topaz Burst (rechts)

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AZ Martin Miller Signature (€ 2499): Trans Aqua Blue 

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www.ibanez.de

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die “Neuerungen” bei den elektrischen Ibanez AZ- Gitarrenmodellen,sind leider so neu nicht.Der Übergang zum geschraubten Hals-Korpus sieht dem legendären Washburn Nuno Bettencourt Signature Modell,bzw. der bereits bekannten Stevens Cutaway Halsbefestigung sehr ähnlich.Also,war Washburn seit etlichen Jahren schon vor Ibanez mit dieser Idee innovativ!! Desweiteren fehlt bei den neuen Ibanez AZ Gitarren sogar schon eine Halsstababdeckung am Headstock,die Kopfplatte bekam am Ende einen häßlichen Rundschliff verpasst,und die im Dunkeln “leuchtenden” Plastik Dots reißen einen Profi auch nicht gerade vom Hocker.Bei Ibanez scheint es seit einiger Zeit de facto viel kostengünstiger zu sein,Solid Bodies in matten Farbtönen zu präsentieren.Fazit: die neuen Ibanez AZ Gitarren können mich persönlich,optisch,sowie bautechnisch derzeit nicht überzeugen,weil die “Innovationen” so neu doch gar nicht sind! Da war ich bezüglich wegweisender Neuheiten von Ibanez ehrlich gesagt ganz anderes gewohnt.Ich denke da z.B. nur mal an die seitlich verschiebbare Halsstababdeckplatte bei einigen Artist Modellen,die gute alte Gibraltar Bridge,das damalige Low-Pro Edge Tremolosystem usw. Dies waren für mich wirklich innovative Verbesserungen,die überaus praktisch und zu dem auch wegweisend waren! Ein sehr einfaches “Facelifting” und matte Farbaufträge,gepaart mit angeblichen “Neuerungen”,die bereits Jahre zuvor von anderen etablierten Gitarrenherstellern schon auf dem Markt waren, überzeugen mich jedoch nicht mehr.Momentan überzeugen mich neue Ibanez Gitarren wirklich nicht sehr.Schade!

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  2. Hallo,
    alles schön und gut ABER zu dem beschriebenen Verfahren, dessen Beschreibung offensichtlich alle Berichterstatter aus einer Quelle beziehen: ENTWEDER es herrscht Vakuum in der Kammer wo die Hälse gebacken werden ODER da ist Stickstoff drin. Beides ist technisch nicht möglich! Vakuum bedeutet absolute Leere, nichts!

    Nach Ruokangas, Music Man, Fender, Gibson (Griffbretter), Charvel, Warmth und Allparts nun auch Ibanez mit thermo behandelten Hälsen. Eine logische Konsequenz um mit der Konkurrenz mitzuhalten.

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