Produkt: Gitarre & Bass Digital 04/2018
Gitarre & Bass Digital 04/2018
Extended Range Guitars auf der NAMM Show 2018 +++ London Calling! DieHighlights von der London BassGuitar Show 2018 +++ Test: Gibson Les Paul +++ Playalongs
Angus Young Gear

Gibson SG: Das Equipment & die Gitarren von Angus Young

Angus Young ist einer der ältesten Schuljungen im Rock-Business. Wir beschäftigen uns hier vor allem mit den Gitarren von Angus Young! 

Angus Young in frühen Jahren

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Er verwendet natürlich seit jeher eine Gibson SG. Vermutlich stammt seine Hauptgitarre von Ende der Sechzigerjahre. Hundertprozentig genau lässt sich das nicht sagen, da die Angaben in Interviews und von Band-Technikern zu diesem Thema zu widersprüchlich erscheinen.

Mir scheint es wahrscheinlich, dass die Lieblings-SG von Angus Young aus dem Jahr 1968 oder 1969 stammt. Ich kenne solche Gitarren, die meist eine auffallende Gemeinsamkeit haben: einen sehr schlanken und sich nach unten stark verdickenden Hals. Aufgrund der geringen Körpergröße von Angus war diese Gitarre für ihn wie geschaffen: Leicht, schmaler Hals und durch den dünnen Mahagoni-Korpus mit einem knackigeren und schlankeren Ton ausgestattet als etwa eine Les Paul Standard oder Custom.

Die Sattelbreite solcher Gitarren liegt nicht selten bei nur 39 oder 40 Millimetern. Die Pickups sind, ähnlich wie bei einer Fender Stratocaster, mit dem Schlagbrett und nicht in den für Gibson sonst typischen Pickup-Rähmchen verschraubt. Geht man davon aus, das Angus’ Hauptgitarre noch original ist, kommt diese SG mit sogenannten T-Top-Gibson-Humbuckern. Vermutlich ein wichtiger Bestandteil seines Tons, denn diese T-Tops unterscheiden sich in einigen Punkten von den sogenannten PAFs oder Patent-Number-Pickups.

Freilich trugen die T-Tops unter der Bodenplatte auch einen Patent-Number-Aufkleber, aber Draht und Spulenkörper waren anders als bei den Vorgängern, die ab etwa 1961 nach den PAFs gefertigt wurden. Der Name T-Top rührt von einem T-Zeichen her, das in eine der beiden schwarzen Pickupspulen-Körper geprägt wurde.

Gibson SG vom Angus Young

Sie wurden von der zweiten Hälfte der Sechziger- bis Mitte der Siebzigerjahre in alle Gibson-Humbucker-Gitarren eingebaut und sie sind heute ähnlich begehrt wie die PAFs (und noch sind sie recht günstig). Alle T-Tops haben einen sehr konstanten Gleichstrom-Widerstand von etwa 7,5 kOhm (obwohl ich schon welche gesehen habe, die nur 7,2 oder gar 8 kOhm hatten) und Alnico-V-Magnete. Sie erzeugen einen eher straffen und hellen Humbucker-Ton, der oft länger clean bleibt als man es etwa von einem echten PAF oder dessen Repliken kennt.

Etwas unverständlich ist daher die Tatsache, dass der Gibson Angus Young-Signature-Pickup viel kräftiger ausgelegt wurde. Auch wenn um die Ausstattung von Youngs Gitarre nicht so viel Aufhebens gemacht wird wie um die einer Vintage Les Paul Standard, habe ich nur selten eine Gibson gehört, die wirklich nahe am Angus-YoungTon war. Vor allem neuere SGs klingen zumindest im Original-Zustand kräftiger, heller und meist weicher. Will man es so authentisch wie möglich, kommt manvermutlich an der Anschaffung eines alten Gibson-T-Top-Sets nicht vorbei.

Diese Pickups haben einen sehr eigenen und sehr guten Ton. Soweit ich weiß, bietet nur Lindy Fralin eine offizielle Replik dieser Pickups an, gehört habe ich diese allerdings noch nicht. Vor etwa zwei Jahren besuchte mich ein Gitarrist mit einer originalen 1968er SG, wenn man so will, einer Art „Angus-Young-Modell“ und testete damit bei mir einen 1965er Marshall JTM45 über eine 1967er Marshall-4×12-„Pinstripe“-Box, die mit 25- Watt Celestion Greenbacks bestückt war.

Diese Kombination erinnerte tatsächlich sehr an Angus Young, denn der Ton war unglaublich schlank, mittig und punchig. Meine zum Vergleich angeschlossene Les Paul Standard klang dagegen dunkler, fetter und daher auch „langsamer“. Der schnelle Antritt und der typische Young-Attack fehlten mit der Les Paul völlig. Womit wir auch schon bei der Auseinandersetzung mit Angus’ Verstärker-Ausrüstung wären.

Seit der Veröffentlichung des ‚Ballbreaker‘- Albums von 1995, das nach einer längeren Studio-Pause entstanden war und von Rick Rubin produziert wurde, gab es Diskussionen über die Ausrüstung von Angus Young. Denn hier und da erwähnte er damals in Interviews, dass er dieses Album mit einer 1964er SG sowie einem Marshall JTM 45 eingespielt habe.

Tatsächlich unterscheidet sich sein Ton auf diesem Album deutlich von dem auf vorangegangenen Veröffentlichungen. Der Sound war weicher, etwas bluesiger und nicht mehr ganz so hart und rockig. Mag sein, dass dies auch an seiner neuen Ausrüstung lag. Man kann jedoch davon ausgehen, dass Rick Rubin auf diesem Album auch seinen typischen Kompressor- oder Limiter-Sound ins Spiel brachte. Auf den frühen Werken der Band sollen dagegen außer auf der Stereo-Summe keinerlei Kompressoren Verwendung gefunden haben. Vermutlich war das Klangergebnis eine Mischung aus mehreren Veränderungen gleichzeitig.

Gibson SG Angus Young

Während nun manche Fans die Ballbreaker-Sounds über alles lieben, kam dieser bei anderen Anhängern weniger gut an. Wichtig ist allerdings dabei die Tatsache, dass man offenbar das, was man als typischen Angus-Young-Sound bezeichnen könnte, mit einem leistungsschwachen JTM45 nicht besonders gut hinbekommt. Vermutlich verwendete Young auf früheren und späteren Alben Plexi- 100-Watt-Marshalls mit EL34-Röhren für Riffs und Rhythmus und 50-WattModelle für Soli, die stets etwas mittiger, dunkler und komprimierter klingen.

Er äußerte sich dazu in einem Interview wie folgt: „Ich verwende hauptsächlich alte 100-Watt-Marshalls, die ich irgendwann gebraucht in Australien gekauft habe. Sie haben noch nicht diese Preamp-Geschichten, die heute so üblich sind. Das interessierte mich nicht. Ich mag die alten und puren Sounds. Und das ist auch schon alles.“

Vermutlich meinte Angus damit Plexi-Marshalls aus den Jahren 1968 bis etwa 1971. Später sah man die Band auch mit 2203/JCM800-Amps. Letztere schienen aber lediglich für bestimmte TV-Shows oder Events angemietet. Man kann davon ausgehen, dass Angus Berge von alten Marshalls besitzt, darunter Modelle in allen möglichen Variationen bezüglich der Anodenspannung und der Ausgangsübertrager.

Angus Young besitzt auch alte JTMs, es ist aber fraglich, ob er wirklich damit spielt. Für Soli scheint er auch live gerne alte JMP-Modelle mit 50 Watt einzusetzen. Zwischenzeitlich kamen auch Wizard-Topteile, die von seinem Amp-Techniker gebaut wurden, zum Einsatz. Eines ist aber immer gleich an seinem Ton: Er ist pur und unverfälscht. Gitarre-Kabel-Amp, das war’s (Live natürlich mit Sender Anm. d. Red).

Ähnlich diffus sind auch die Angaben über die von Angus Young verwendeten Lautsprecher. Die Bezeichnung „Greenback“ beschreibt den genauen Typus nur unzureichend. Vermutlich sind es jedoch 25-Watt-Modelle, neu oder alt, je nachdem. Diese Lautsprecher sind jedenfalls ein geeigneter Weg, möchte man dem Sound des kleinen Mannes mit dem Schulranzen nacheifern. Hat man nicht das Glück, wie die Young-Brüder ausschließlich in großen Hallen zu spielen, empfiehlt sich ein guter Power-Soak, denn man muss seinen Marshall schon ein wenig aufdrehen, um den AC/DC-Ton zu bekommen.

„Preamp-Geschichten“, wie Young sie nannte, scheinen weniger geeignet. Und 4×12-Boxen sind natürlich Pflicht! Im Gegensatz zu seinem Bruder verwendet Angus dünne Saiten, meist .009er oder .010er Sätze (Ernie Ball Slinkies), damit ihm beim Solo-Spiel die Bendings entsprechend gelingen. Und all denen, die die letzte AC/DC-Tour verpasst haben, kann ich eine Bonner Cover-Band namens Dirty Deeds ans Herz legen. Diese Jungs haben den Sound wirklich drauf und konnten dies auch schon bei einer Rockpalast-Aufzeichnung eindrucksvoll unter Beweis stellen. Die Deeds bekommen das wirklich authentisch hin, und all das in Club-Lautstärke. Respekt! Und vielleicht kann man nach dem Konzert auch noch mit den Gitarristen über den einzigartigen Sound der Young-Brüder fachsimpeln…

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Gut recherchiert, vor allem in Sachen Pick-Ups! Meine SG hat die legendären T-Tops,
    ein irrer Sound mit Mahagoni-Korpus, Bj. 1967…mit schmalem, schnell + flüssig zu
    spielendem Hals, gravierter Lyra etc. Musikalische Grüße v. Rudi

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  2. Sehr schön; ein wichtiges Element fehlt aber: Der Schaffer Compressor/Booster/Sender. Damit bekommt man den fetten Ton. Wiederauferstanden dank eines fanatischen Fans als Schaffer Replica , sowohl in größerem, originalen Gehäuse wie jetzt auch als Pedal, siehe http://www.solodallas.com und viele youtube-soundbeispiele dazu!
    VG Bernd

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  3. Moin,
    von Rautia Guitars aus Finnland und Manlius Guitars aus New York soll es auch T-Tops geben. Konnte aber leider keine Erfahrungen dazu finden.
    https://www.rautiaguitars.net/t-top–70s.html
    https://www.manliusguitar.com/products/t-top-replica
    Gruß Patrice

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  4. Pick-up Tip:

    Der Air Norton von DiMarzio wird allgemein als Hals-PU gehandelt, macht sich aber als T-Top replacement am Steg ganz gut, man muss nicht besonders viel nachregeln, wenn überhaupt. Spart Nerven und Geld.

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  5. T-Tops für Sparfüchse:
    Kauft einen Gibson 490T (89€ neu und 50€ gebraucht). Dann den Alnico ll durch einen Alnico lV small tauschen.
    Hammer Sound.
    Jetzt noch einen Jtm1 Offset mit 0,1 Watt mit einem Schaffer Replica boosten.
    Mehr Angus in Zimmerlautstärke
    geht nicht. Und live, ein Shure SM 57 vor die Box.
    🤘

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  6. Die Story ist super! Bezüglich der Gibson SG gehen die Meinungen jedoch auseinander.
    Besitze eine Gibson SG Reissue 61,und mir fällt auf,daß ausgerechnet diese Gitarre einem gewissen Hype unterliegt,der teils gerechtfertigt,teilweise aber im Laufe derJahrzehnte doch schon etwas übertrieben ist.
    Besonders ergonomisch ist die SG beileibe nicht,man hat stets das Gefühl,daß sie am Gurt hängend leicht kopflastig daherkommt,und sich aufgrund ihres Designs beim bespielen immer etwas nach links vom Spieler wegzieht.
    Eigentlich nicht besonders ergonomisch gebaut,die Rückseite des mit Nitrocelluloselack behandelten Hals klebt beim intensiven spielen regelrecht unangenehm an der Handfläche des Gitarristen,was ja bereits von etlichen anderen Gibson Elektrischen bekannt ist.
    Nun,es ist halt eine recht außergewöhnliche Gibson Gitarre,die bis heute polarisiert.Ich behalte meine SG aber trotzdem,weil sie trotzalledem gut klingt.Und sie wird immer mit AC/DC in Verbindung gebraucht.

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  7. Da sind ja fast mehr Vermutungen als Fakten enthalten…..

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    1. Danke, genau mein Gedanke. Und Fehlinformationen noch dazu…

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  8. david barfuss macht tollr t-tops, sogar mit den orginal bobbins, die er ergattern konnte.

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  9. Hmm … fällt euch nix mehr Neues ein???

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    1. Doch: Ich spiele Hells Bells auf meiner Strat. Nicht einmal besonders sauber. Aber gut im Timing. Nach ca. sechs Tönen erkennt jeder das Stück.
      Das scheint an der musikalischen Struktur zu liegen- die ist genial- so was muss man erst mal hinbekommen.Funktioniert auch mit einer Nylonstring übrigens. Gitarre, Tonabnehmer, Amp, egal- die Licks haben das Unverkennbare AC/DC Gen.

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  10. Einspruch !
    die Hauptgitarre die Angus Young gespielt hat, ist von 1970 oder 1971. Auf vielen Fotos ist ganz klar der Volute erkennbar, die andere Form der Cutaways und das Logo ( geschlossenes b und o).
    https://www.gettyimages.de/detail/nachrichtenfoto/guitarist-angus-young-of-ac-dc-rehearses-for-a-gig-nachrichtenfoto/76838208
    https://media.gettyimages.com/photos/angus-young-of-acdc-plays-his-trademark-guitar-solo-at-the-oakland-picture-id523723506?s=2048×2048

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    1. …und bezüglich der Pickups hab ich in sämtlichen Berichten und Reportagen gehört, dass er Seymour Duncans benutzt – was vor allem der „schlechten Schweißverträglichkeit“ der Originalen geschuldet sein soll (laut Soundengineer)

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  11. Mich wundert,daß es immer nur eine ganz bestimmte Gitarrenmarke ist,die als einzige Elektrische anscheinend den „besonderen“ Ton entfalten kann.

    Klar,die legendäre Gibson SG ist vermutlich bereits seit der Geburt Angus Young‘s die erste Wahl des markanten AC/DC Sound geblieben.

    Schaut man aber einfach mal über den Tellerrand,kann zweifellos behauptet werden,daß z.B. eine Guild S-100 Polara,eine alte Hopf „SG“ Studio oder sogar eine uralte Ibanez „SG“ Kopie aus der bekannten „Pre Lawsuit Era“ gleichwohl gut klingt, oder noch viel besser.

    Das Prestige einer Gibson „SG“ ist aber bis heute doch sehr prägend für so manchen Sound Charakter.

    Ich möchte hier nur einmal aufzeigen,daß es,außer der „kultigen“ Original Gibson SG,auch einige andere,sehr gute elektrische „SG“- ähnliche Gitarren gibt,die dem besagten SG Original durchaus das Wasser reichen können.
    Und dies häufig für einen bedeutend günstigeren Anschaffungspreis (ausgenommen hiervon vermutlich uralte japanische Raritäten von Ibanez und dem deutschen Hersteller Hopf).

    Die besagte Guild S-100 „Polara“ (New Ark Serie) ist beispielsweise eine sehr penibel gefertigte „SG“ aus Korea,die wirklich top klingt.Das Preis-Leistungsverhältnis ist hier einfach unschlagbar!

    Aber,es ist schön,daß es bis dato immer noch ein Original,wie die berühmte Gibson „Solid Guitar“ gibt,die zwar damalig,nach ihrem aller ersten Erscheinen,eigentlich kaum einen Gitarristen interessierte,geschweige denn von Musikern gekauft wurde,was sich jedoch zugunsten dieser SG im Laufe der Zeit änderte.

    Daß Angus Young bis dato in einem Atemzug mit seiner kultigen“ Gibson SG genannt wird,ist wohl auch der Tatsache geschuldet,daß so manch berühmter Gitarrist die höchst lukrativen Endorsement Vorteile und Annehmlichkeiten eines bestimmten Gitarrenfabrikanten ausschöpft.

    Richtig,“irgendwie“ muß ja jeder Gitarrenhersteller seine (neuen) Produkte effektiv bewerben,dies ist völlig klar.Und wer könnte dies besser,als mittlerweile berühmte Gitarristen?!?

    Soweit mir bekannt,blieb Angus Young „seiner“ Gibson SG bis heute immer treu.Dies ist aber bei vielen anderen berühmten Gitarren Endorsern leider nicht immer der Fall,denn nicht selten bewirbt so mancher „Star“ in relativ kurzer Folge gleich mehrere Markenlabel,was letztendlich eine gewisse Unglaubwürdigkeit bei den Fans hervorrufen kann.

    Infantil wirkt das schon.Denn mal ehrlich,wer glaubt denn ernsthaft daran,daß eine teure limitierte „Signature Guitar“ nach dem Kauf von einem 08/15 Gitarristen gespielt,exakt genau so identisch klingt,wie die Fingerfertigkeit des virtuosen „Star‘s“,der eben „seine“ Gitarre bewirbt?

    Aber,so kurios das hier auch erscheinen mag,so funktionieren die Werbestrategien der Gitarrenfabrikanten anscheinend doch auch zukünftig.

    Geschickte Werbung kommt ganz besonders gut bei den Kunden an.
    Die globale Gitarren-Industrie will ja auch „nur“ das Beste für seine Käufer.
    Ob dies derzeit jedoch in nervigen Zeiten der ständigen Regelungen/Anordnungen und strikten Verbote aufgrund der Corona Pest Pandemie für den Groß-und Einzelhandel weiterhin so gut läuft,sei mal dahingestellt.

    Da hoffen wir mal,daß dieser ganze „Spuk“ endlich bald wieder vorbei geht!
    Bleibt bitte gesund!

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    1. Ja, und der Trabant war auch viel besser als der 911. Nur weil es mit dem 911 global mit den Mädels besser klappt, gibts den Trabi nicht mehr. Einfach zu böse diese globale Industrie und ihre Kunden.
      Aber kommt bestimmt cool, so am Rande der Erdscheibe mit der Hopf spielend über den Tellerrand zu schauen.
      Bleibt gesund.

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  12. Schnell mal die Beleuchtung des Kompressors in dem Schaffer Sende System.
    Jeder Funk-Übertragungseinheit muss senderseitig systembedingt einen Kompressor haben – oder einen Limiter. Er ist dafür verantwortlich, dass im Modulator das dynamische Nutzsignal einen bestimmten Level, welcher von der Träger Amplitude anhängt, nicht überschreitet. Wird dieser Level überschritten, kommt es zu einer sog „Übermodulation“, ein furchtbar „unmusikalischer Signalmix“ ähnlich den „fold-over“ Verzerrungen in digitalen Strecken. Jedenfalls sorgt besagter Kompressor senderseitig, dass das Signal während der Übertragung clean bleibt. Auf der Empfängerseite wird natürlich das komprimierte Nutzsignal via Expander wieder auf die originalen Dynamik Verhältnisse rückgesetzt. Nach dem Empfänger ist also das Signal aus dynamischer Sicht „unbearbeitet”. Leider hat sich nun seit Jahren im Terminus über Mr Youngs Equipment eingeschlichen, dass dort ein Kompressor signaltechnisch wirkt. Da dieser aber mit – siehe oben, einem Expander Empfängerseitig „kommuniziert“, tritt dieser außerhalb des Übertragung Systems akustisch nicht in Erscheinung.
    Auch viele andere uns bekannte Geräte haben ein Kompressor-Expander System in Benutzung, zB ein analoges übliches BBD Delay – häufig auch in besseren Chorus, einfach und preiswert realisiert mit den Chip NE570. Trotzdem sagt da niemand, das Delay arbeitet mit einem Kompressor. Daher bitte immer das komplette System betrachten und nicht, wie bei dem von Angus, es aus dem Zusammenhang reißen.

    Bernd

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