Malcolm Young

Malcolm Youngs Rhythmus-Sound tendiert in Richtung einer satten und kurz vor der Kompression stehenden Endstufen-Übersteuerung. Der Riff-Schmied ist bekannt für seine modifizierte 1963er Gretsch Jet Firebird, die er über Röhren-Amps von Marshall spielt.

Eine Gretsch für Malocolm Young

Auf der Namm Show 2017 hat Gretsch den AC/DC-Gitarristen Malcolm Young mit einem Custom-Shop-Modell geehrt – der G6131MY-CS Custom Shop Malcolm Young “Salute” Jet.

Malcolm Young

Malcolm Young wird aufgrund seiner schweren Demenz-Erkrankung voraussichtlich nicht mehr mit AC/DC auf den Brettern stehen. Umso schöner, dass Gretsch dem Rhythm-Meister nun ein eigenes Custom-Modell widmet. Malcoms ’63 Jet Firebird “The Beast” wurde von Gretsch genauestens unter die Lupe genommen. Das dadurch entstandene Modell G6131MY-CS Custom Shop Malcolm Young “Salute” Jet stellt dementsprechend eine möglichst genaue Kopie des Originals dar, inklusive kleinerer Kerben und selbstverständlich mit zwei ausgebauten, bzw. gar nicht erst erst eingebauten Pick-Ups. Das Modell ist ab Sommer bei ausgewählten Gretsch-Händlern verfügbar.

Eine 1963er Gretsch Jet Firebird setzt in der Regel auch Bruder Angus ein, der jedoch notorisch mit einer Gibson SG Standard unterwegs ist. Aus welchem Jahrgang seine Lieblings-SG stammt, lässt sich nicht ganz zweifelsfrei ermitteln, gemeinhin taucht immer wieder das Jahr 1968 auf. Laut einem Interview mit dem amerikanischen Guitar-Player-Magazin (02/1984) soll sie nach eigener Aussage von 1967 oder 1968 sein. In einem Interview des Magazins Guitar World (01/2009) wird die Jahreszahl 1968 genannt.

Malcolm Young hat sich im Laufe von fast 40 Jahren AC/DC eine Menge SGs zugelegt. Zudem sieht/sah man Angus in Live-Videos und – Bilder auch mal mit anderen SG-Standard-Modellen. Auf dem Album ,Ballbreaker‘ (1995) kam auch schon mal eine 1964er SG zum Einsatz.

Zurück zur Praxis: Angus Young besitzt in Rhythmus-Passagen einen etwas volleren und verzerrteren Klang, der sich hervorragend mit dem fast trockenen Sound seines Bruders Malcolm Young ergänzt. In den Soli ist für Biss im Sound ein wenig mehr Verzerrung im Spiel. Um sich Angus Youngs Sound anzunähern muss man keine SG spielen, aber eine Gitarre mit einem Humbucker-Tonabnehmer in der Stegposition sollte es schon sein.

Der Verstärker darf schon eine ordentliche Verzerrung produzieren, doch die Töne dürfen nicht verwischen. Eventuell hilft es, beim Austarieren den Lautstärkeregler der Gitarre ein wenig zurückzunehmen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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