Amp Station

Die 10 teuersten Amps der Welt

Die Überschrift „Vintage-Amps sammeln“ beziehungsweise „kaufen“ war die Sub-Headline vor knapp 14 Jahren als ich mit dieser Kolumne begann. Seither gebe ich von Zeit zu Zeit einen Überblick über die Preise und das daraus resultierende Ranking der begehrtesten Amps unseres Planeten. Während auf dem Gitarren-Markt die Sammlerpreise zum Teil sogar stagnieren, geht der Wert einiger Vintage-Amps mit rasanter Dynamik durch die Decke. Die Top 10 bleibt dagegen so gut wie unverändert. Ganz vorne stehen nach wie vor zwei Boutique-Klassiker, gefolgt von den beliebtesten Exemplaren von Marshall, Fender und Vox.

1. Dumble Overdrive Special

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Dumble Overdrive Special von Gregor Hilden

Unter Sammlern ist dieser Amp die unumstrittene Nummer Eins. Im Schnitt werden die sogenannten Silverface-Modelle aus den Siebzigern oder die Blackface-Boliden aus den Achtzigern mittlerweile für 80.000 US-Dollar und mehr angeboten. Bei Maverick Music in England steht Jackson Browns ehemaliger Silverface-Dumble für 225.000 US-Dollar zum Verkauf. Ob sie zu diesem Preis tatsächlich auch gehandelt werden, bleibt wie bei allen hier vorgestellten Amps fraglich. Was jedoch niemand bezweifelt, ist die Tatsache, dass ein Dumble für Sammler der König aller Gitarrenverstärker ist. Unfassbar selten, unglaublich begehrt und sagenhaft gut. Auch ich habe bisher nur selten Gelegenheit gehabt, diese Amps zu spielen. In meiner Erinnerung war ich aber tief beeindruckt von der Autorität, die ein Dumble aus den Lautsprechern drückt. Diese Amps klingen vor allem massiv und stabil. Für unsereins sind diese Amps allerdings unerschwinglich geworden.

 

2. Trainwreck

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Trainwreck-Einzelstück aus den Achtzigern

Die wenigen akribisch von Hand gefertigten Trainwreck-Verstärker des amerikanischen Elektronikers Ken Fischer genießen mittlerweile weltweit einen sagenhaften Ruf. Er hat so wenige Exemplare gebaut, dass auch mir nach über zwanzigjähriger Laufbahn als Musikjournalist noch kein Trainwreck zum Antesten begegnet ist. Es gibt ein Modell in Anlehnung an den Vox AC30 (Liverpool) sowie ein zweites Exponat mit zwei EL34-Endröhren (Express), das mehr einem Marshall-Sound nacheifert. Natürlich besitzt Joe Bonamassa beide Modelle. Und wie man hört, sollen Trainwrecks in zahlreichen berühmten Studio-Sessions verwendet worden sein. Einem Trainwreck wird die ultimative britische „Kralle“ nachgesagt. Kein Verstärker soll einen besseren Rock-Ton bieten können. Die Preise liegen auf dem Weltmarkt jenseits der € 40.000 mit steigender Tendenz. Trainwreck Gründer Ken Fischer, der jedem seiner in hübschen Holzgehäusen verpackten Kreationen einen Frauennamen gab, ist leider vor einigen Jahren verstorben. Die Firma „Komet“ baut jedoch in Baton Rouge/USA Verstärker in typischer Trainwreck-Manier. Sie klingen den Originalen angeblich recht ähnlich.

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3. Marshall JTM45

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Marshall JTM45 von 1965

Die ersten Marshall-Amps aus den Jahren 1962 bis 1965 sind kaum noch auf dem Weltmarkt erhältlich. Sie erfreuen sich immer noch wachsender Beliebtheit und sind sogar dabei, den etwas eigenwilliger klingenden Boutique-Boliden den Rang abzulaufen. Ein früher White-Panel/Badge-Logo JTM45 von 1963 wird in den USA für 100.000 US-Dollar angeboten. Diese Amps sind mittlerweile unglaublich selten. Ein Nachfolger aus den Jahren 1964 und 1965 mit sogenanntem Block-Logo kostet in gutem Zustand bereits € 10.000 bis € 25.000. Das liegt vor allem daran, dass immer mehr Stars wie Joe Bonamassa, Peter Frampton oder Jeff Beck den JTM45 wieder für sich entdecken. Mit 30 Watt ist er zeitgemäß leise und passt mit seinem extrem geschmeidigen Sound wieder in unsere Zeit. Er hat DEN legendären BluesTon. Wohl dem, der einen findet. Vintage JTM45 scheinen seit Jahren bei Sammlern fest unter Verschluss zu sein. Ein Handel findet daher kaum statt.

 

4. Marshall Super Amp JTM45/100

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Marshall JTM45/100 von 1966

Die größeren JTM45-Modelle mit vier KT66 Endröhren und circa 80 Watt Ausgangsleistung gehören zu den ersten Boliden der Musikgeschichte. Über diese Amps spielten The Who, Jimi Hendrix und Eric Clapton bei Cream. Und Angus Young von AC/DC zaubert seine Power-Riffs seit jeher aus einem dieser Amps. Aus heutiger Perspektive klingen sie allerdings eher wie ein guter Fender-Amp, denn die typische Marshall-Kralle und die helle Aggressivität heutiger Marshalls sucht man bei diesen frühen Verstärkern vergeblich. Sie klingen dagegen fett und cremig und bleiben recht lange clean. Nicht selten verdanken sie diese Eigenschaft einer extrem hohen Anodenspannung, die manchmal über 600 Volt liegt. Ein gut erhaltenes Exemplar aus den Jahren 1965 bis 1966 kostet € 10.000 bis 20.000. Es ist allerdings so gut wie unmöglich, einen zu finden. Die Wertsteigerung dieser Amps wird sich in den kommenden Jahren sicher noch beschleunigen.

 

5. Marshall Bluesbreaker

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Marshall Bluesbreaker von 1964

Combo Die Combo-Version des Marshall JTM45 mit 2×12-Speakern und zusätzlichem Tremolo nährt seine Beliebtheit vor allem aus den berühmten Aufnahmen von Eric Clapton mit John Mayall’s Bluesbreakern im Jahr 1966. Diesen Aufnahmen verdankt der Amp seinen Namenszusatz. Angeblich geht Joe Bonamassa niemals ohne einen „von einem guten Freund geliehenen Bluesbreaker-Combo“ ins Studio. Dank seiner Konstruktion klingt er nicht so rockig wie ein Halfstack und ist daher besonders bei Blues-Musikern beliebt. Gut erhaltene Exemplare werden mit bis zu € 25.000 gehandelt. Auch hier wird es schwierig, überhaupt einen zu finden.

 

6. Fender Tweed Bassman

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1959er Fender Tweed Bassman

In der Version von 1958 und 1959 ist der Tweed-Amp mit 4×10-Bestückung die Vintage-Legende schlechthin. Der Sammlerpreis blieb allerdings in den letzten Jahren recht stabil bei circa € 7.500 bis 12.000. Das liegt vor allem daran, dass er aufgrund der LautsprecherBestückung und des 2-Ohm-Ausgangs-übertragers etwas weniger flexibel ist als ein Marshall JTM45. Irgendwann wird er sicherlich von kleineren Tweed-Modellen wegen ihrer geringeren Lautstärke und geringeren Gewichts eingeholt. Ein Tweed Bassman ist ein recht lautstarker Combo. Momentan würde ich eine Wertsteigerung daher anzweifeln.

 

7. Fender High Power Tweed Twin

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1959er Fender Tweed Twin

Ein Fender Tweed Twin aus den Baujahren 1958 bis 1960 gehört zu den stärksten Combos seiner Zeit. Klanglich liegt er auf beinahe gleichem Niveau wie ein Marshall JTM45/100. Seine Beliebtheit unter Sammlern stieg allerdings erst seit sich GitarrenStars wie Keith Richards, Joe Bonamassa oder Keith Urban bei ihren Live-Konzerten stets mit diesen Amps zeigen. Seither ist der Preis in astronomische Höhen geschnellt. Einen Tweed-Twin mit 80 Watt findet man nur selten unter US-Dollar 30.000. Natürlich sollte der Zustand bei diesen Preisen original sein. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass dieser Preis in Zukunft noch deutlich steigt.

 

8. Vox AC30

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1962 Vox AC30 Copper-Panel

Um den einstigen König aller GitarrenCombos ist es in den letzten Jahren etwas still geworden. Auch die Preise stagnieren oder fallen sogar etwas. Einen Top-Boost-Combo aus den goldenen Baujahren von circa 1965 bis 1967 kann man nach zwischenzeitlichen Höhenflügen sogar wieder um € 2.500 kaufen. Ihre Elektronik gilt als anfällig und die Festlegung auf ein bestimmtes Baujahr ist auch für kundige Sammler recht schwierig. Das könnte sich schnell ändern, wenn jemand wie Bonamassa oder irgend ein anderer Gitarren-Held den AC30 wieder für sich entdeckt. Klanglich bieten diese Combos immer noch oberstes Niveau. Und die „Bulldog“-Celestion-Alnicos kosten allein schon ein kleines Vermögen. Daher glaube ich, dass die Preise bald wieder anziehen werden. Ein früher „White-TolexVox“ mit Copper-Panel kostet derzeit um € 8.000. Auch nicht gerade billig. Dennoch scheint momentan die Zeit gut für die Anschaffung eines AC30.

 

9. Fender Tweed Tremolux

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1959er Fender Tweed Tremolux

Im Grunde handelt es sich beim Tweed Tremolux um einen Tweed Deluxe im größeren Gehäuse mit zusätzlichem Tremolo. Daher sind diese Amps trotz ihrer recht geringen Leistung eher tauglich für den Band-Einsatz. Sie tönen einfach ein wenig stabiler und „größer“ als ihre kleineren Kollegen. Die späteren Modelle aus den Jahren 1958 bis 1960 verfügen sogar über einen sogenannten Kuhschwanz-Phasendreher mit etwas mehr Leistung und Stabilität. Diese Amps klingen wie ein „kleiner Marshall“, und manchmal sogar noch besser. Ihr Preis liegt jetzt schon bei circa € 6.000 mit stark steigender Tendenz, allein schon deshalb, weil sie viel seltener sind als ein Tweed Deluxe.

 

10. Marshall Mini Bluesbreaker 1974

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Marshall Bluesbreaker von 1964

Dieser Amp ist im Grunde eine 18-WattVersion des legendären Marshall Bluesbreakers und in der Ausführung mit 2×12- Gehäuse der Geheimtipp schlechthin. Seit ich solche Amps anhören konnte, wünsche auch ich mir einen. Sie klingen so fett und saftig wie ein JTM45/100, nur eben wesentlich leiser und daher tauglicher für PA-gestützte Club-Auftritte, bei denen man mit einem 100-Watt-Marshall und sogar mit einem JTM45 stets zu laut ist. Ein Original aus dem Baujahr 1967 liegt bereits bei über € 10.000. Und ich denke, dass dieser Preis in den nächsten Jahren noch deutlich anziehen könnte. Vermutlich werden die kleinen, leistungsschwächeren Amps irgendwann auch den megalauten Boliden wie Dumble oder Trainwreck den Rang ablaufen. Denn immer mehr Gitarristen spielen vorwiegend zu Hause oder im Studio, und dort sind leisere Amps einfach angesagter. Wer braucht schon noch 100 Watt oder mehr? Zudem entwickeln wir uns immer weiter zu einer Generation von Rückenkranken. Schon jetzt ist für viele Sammler, die ich betreuen darf, ein Verstärker nur noch dann gut, wenn man ihn problemlos tragen kann. In der nächsten Ausgabe betrachten wir noch einmal begehrte Sammlerstücke in bezahlbareren Gefilden. In diesem Sinne …

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22 Kommentare zu “Die 10 teuersten Amps der Welt”
  1. Dirk GPunkt

    Daher verwundert es wohl auch nicht das sich Amps wie Kemper und Co einer großen Beliebtheit erfreuen. Die Preise der Amps sind für Amateure unerschwinglich.

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    • D.D Bone

      Es gibt aber eine menge Röhrenamps die auch für Amateuere erschwinglich sind, wer Ahnung hat weiss, dass kein simulanten Amp
      wie Kemper jemals an einen Röhrenamp dran kommen kann……

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  2. birvwer

    Die Rente ist nicht sicher – dem Artikel ist zu entnehmen, dass Gitarrenpreise purzeln. Also – Amps kaufen

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    • Naja, die Frage ist warum die Preise so hoch sind. Ich würde folgende Hypothese aufstellen. Es gibt einige solvente Menschen auf diesem Planeten, die sich ein Stück ihrer Jugend zurückkaufen. Das nötige Kleingeld haben sie ja. Der Rest ist Angebot und Nachfrage.
      Ob ein Amp eine gute Altersvorsorge darstellt ist eine Frage der Wertstabilität und da würde ich die wage Hypothese aufstellen, dass mit dem Wegsterben jener Generationen (deren Jugend in den 1960er/70er war) auch die Nachfrage nachlassen dürfte. Damit gehe ich langfristig eher von fallenden Preisen aus und würde von einem Kauf abraten. Außerdem sollte man auch immer diversifizieren und auch verschiedene Assetklassen setzen.

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  3. ampist

    alles nur legenden, märchen, u. maßlos übertrieben, und warum weil spekulanten immer nur kapital herausschlagen wollen. warum ich das schreibe ? nun, ich hatte fast 30 jahre die gelegenheit einige amps kennenzulernen, dumble, bassman, die ganze fender amp-flotte black/silverface u. tweed modelle, u. letztenendes sind mir die Gibson Amps wie z.B. Falcon RTV 19 od. GA 80 Varitone klanglich am liebsten u. mit einem Tubeman von H&K geht die sonne auf, u. so klingt kein anderer. der Tubemeister 18 od. 36 ist m.E. der Amp der am besten zu transportieren ist, wenn ich es mal mit einem Mesa Boogie MK.2 vergleiche den ich auch schon hatte, u. bezahlbar sind beide H&K amps u. klingen mit jeder gitarre gut. ich hatte jahrelang die ganze blackie palette u. konnte die im haus bis zum stehkragen aufreißen aber das war nicht das gelbe vom ei, auch den tweed bassman mit 4 jensen konnte ich bis “12” fahren aber das war schon unnachahmlich aber auch der einzige sound den er gut konnte. fazit, ein glück das es für otto normalgitarrist amps gibt die bezahlbar sind u. klingen können, ein paar jahre erfahrung sammeln braucht es schon für manchen u. immer wieder ausprobieren. mfg der ampist

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    • Volker Lohweg

      Dass in Bezug auf alte Amps viele Dinge übertrieben sind, da bin ich sofort dabei. Dennoch klingen einige großartig. Habe über die Jahre einiges gespielt. Ärgere mich heute noch über meinen Verkauf eines alten Marshall 2204, den ich damals neu gekauft hatte. Sei es drum….
      Es gibt heute so viele richtig gute Amps, dass man nicht jahrelang auf einen gebrauchten xyz-Vintage-Amp zu ‘sparen’. Mit H & K ist man gut bedient (mit nicht Werksröhren;)) oder auch z.B. Victory aus UK (derzeit mein Favoritenhersteller) oder Morgan. Fakt ist doch, dass die hochgejazzten Amps und Instrumente zu ihrer Zeit normale, z. T. günstige, Standardware war, ohne jeden Zauber oder irgendwelches ‘Makumba’ für Musiker mit kleinen Geldbeutel.
      Was wäre wohl gewesen, wenn Clapton oder Kossoff keine Les Paul, sondern irgendetwas anderes in DER speziellen Zeit gespielt hätten …..Am Ende kommt fast alles aus den Fingern… And when the drummer comes in …. ist eh’ alles vorbei 🙂

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  4. Nobby

    Ich bin ein stolzer Besitzer eines 68er HIWATT Custom 100 !!!
    Wie hoch ist in etwa der Wert dieses Amps (Topteil) ???

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    • ampist

      sowas hatte ich auch in der zeit als ich in einer pink floyd band war u. habe ihn vor 7 jahren für 1000 euro verkauft. kürzlich las ich ein Hiwatt verk-angebot von 1500 E.

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    • Stefan Braunschmidt

      Hallo!

      Für solch einen alten Hiwatt kannst Du im optimalen technischen und optische Zustand max. € 1500 bekommen. Je nach Zustand dann entsprechend weniger.

      Beste Grüße aus der Gitarre-&-Bass-Redaktion!
      Heinz Rebellius

      Antworten
  5. Chris Roadblock

    was kann man denn für nen Fender Bassman 50 Blackface technisch sowie optisch einwandfrei und unverbastelt sowie für einen Fender Bassman 70 Silverface im gleichen Zustand aufrufen

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  6. Doctor Strings Musicshop W.Lehwald

    Ich habe hier einen Marshall Tremolo 50 Baujahr 1968. Er ist in sehr gutem Zustand, funktionoert einwandfrei und stammt aus einem Nachlass eines Freundes. Seine Frau bat mich, den Amp zu verkaufen. vielleicht kann mir jemand eine Afresse nennen, die man bzgl. eines Ankaufs ansprechen kann.
    Danke schonmal

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  7. Jochem Jonker

    Frag mich da ab,wie es da mit Fälschungen ausseht?
    Vermute das es da so geht ,wie mit Fälschungen von Fender und Gibson Gitarren,

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  8. gitarrenwerner

    meiner erfahrung nach muss ich diesem kommentar völlig zustimmen, denn ich habe den gibson GA 80 variton, u. Falcon RTV19 sowie auch den Tubeman u. Tubemeister 18,
    jetzt spiele ich sehr oft mit einem Vox valvetonix 15 od. 30 u. bin bei ausgetüftelter einstellung sehr zufrieden u. muss mich beim transport nicht mehr kaputtschleppen wie bei dem mesa boogie MK2 oder dem orig. Fender Bassman von 1959. gewiss, der Bassman ton in der vollaussteuerung ist schon einzigartig, aber deshalb soviel geld investieren ist doch mumpitz.

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  9. Dick van Dahl

    Warum immer diese negativen Kommentare…?
    Die Momentanen Preise sind nun mal Fakt, das resultiert aus der „Angebot-Nachfrage“ Geschichte. Warum diese Amps so beliebt sind ist klar, jeder hat einen Helden und wünscht sich eben genau diesen Verstärker für sich daheim, ich kann das verstehen und bin froh dass es so ist. Der Trend geht in unserer Zeit mehr zum digitalen und weg von der Röhrentechnik, ein bequemer aber schlechter Weg wie ich finde. Für mich steht der Ton im Vordergrund, das erreicht man nur mit Röhrenamps… und dass neue Amps nicht den Ton der alten Boliden erreichen ist leider auch Fakt. Sparmaßnahmen der Hersteller seih dank… zum Glück gibt es noch Boutique Amp Hersteller die zu den alten Tugenden zurück kehren.

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  10. kai Dreyer

    Moni zusammen! Ich würde gerne etwas über meinen Vox AC 30 TB aus den 70`ern erfahren, zum Einen seinen Wert, zum Anderen etwas über den Amp selbst, denn ich habe bei meiner ganzen Recherche noch keinen AC 30 gefunden, der meinem gleicht und ich bin mir ziemlich sicher, dass alles im Originalzustand ist. Wer kann helfen? Wem darf ich eventl. ein paar Fotos schicken? LG Kai

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  11. Andreas Zeitvogel

    Hi Udo,
    nice overview 🙂 … komme diesen Sommer mal für einen Check von du-weißt-schon-von- was bei dir vorbei.
    Best regards: andreas

    Antworten
  12. Feierabendklampfer

    Es geht hier doch um Sammlermarkt, nicht mehr um optimale Werkzeuge für musikalischen Ausdruck. Und da kann Custom-Stangenware vor damals nun mal den horrenden Preis erreichen, womit ein Sammler seinen Einsatz parken will. Dass dabei kleine Mythen und Geschichtchen gesponnen werden ist ja ganz in ihrem Sinne, das Zeug bleibt im Gespräch und wir denken der Preis hätte etwas mit dem Klang zu tun.

    Antworten
  13. Das sind alles Sammlerstücke für über die Maßen betuchte. Leute wie J. Bonamassa würden auch mit billigeren Amps so klingen wie sie klingen – auch wenn sie’s natürlich nicht zugeben würden. Letzten Endes werden Amps und Gitarren so lange modifiziert, bis es passt – so hat man das schon immer gemacht und zumeist mit Erfolg, wenn der Techniker gut drauf war und der Musiker gewusst hat, was er will. Darüber hinaus lassen sich viele der genannten Originale mit Hilfe von Schaltplänen nachbauen – und damit werden diese “Preise” noch lächerlicher.

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  14. Daß diese Amps – fast durch die Bank ikonische Designs – so teurer sind wundert mich nicht, auch wenn manche Preissteigerung absurd erscheint.

    Dass sie für heutige Begriffe wenig “vielseitig” sind liegt nicht nur daran, daß heutige Mehrkanaler unterschiedlich abgestimmte Kanäle haben, sondern auch daran, dass die Genres anteilig andere Spieltechniken, oder deren Verzicht zur Folge haben.

    Ein Gitarrist, dem z.B. so ein Tweed oder BF Sound entgegen kommt wird aus diesen Kisten spielerisch und auch von der möglichen klanglichen Atmosphäre mehr rausholen können, als Jemand der seinen Ton mit massig Effekten zukleistert und ihm jedwede Lebendigkeit nimmt. Auch heute werden PTP Amps auf höchstem Niveau gefertig, mit Bauteilen die man bereits in der Fifties und Sixties verwendete. Und die Magie, die solche Clones offerieren kann mit den Originalen konkurrieren. Insofern gibt es Alternativen zu diesen mythologischen Relikten. Ich selbst habe mir unlängst zwei Vintage Sound Amps gekauft, die Brown- und Blackface Sounds in höchster Güte produzieren, ich würde sie nichtmal gegen Originale tauschen wollen, obwohl ich ein Fanboy bin!

    Manch ein Gitarrist wird eine der gezeigten Ikonen haben wollen weil die Identifikation mit der Musik, die Leidenschaft zu einem Genre, oder die besondere Hinwendung zu einer spezifischen Dekade so intensiv ist, dass dies den Preis der für diese “Devotionalie” fällig ist rechtfertigt, auch aus sammlerischer Motivation heraus, bzw. als Anlage.

    Der Markt indes wird sich bezüglich der aufgerufenen Preise nicht von vernunftbestimmten Argumenten regulieren lassen. Niemand wird gezwungen sich an dieser Dynamik zu beteiligen. Und ja, die neue Generation von Gitarristen ist so Smartphone-affin, dass sie wesentlich rationalere Maßstäbe an das Gear ansetzt. Für den Live-Betrieb mag das auch noch egal sein, für die intimen Momente die man allein vor seinem Amp während der kreativen Findungsprozesse verbringt kann die Sache schon ganz anders aussehen.

    Ob die neue Generation jemals den Spirit der “antiquierten” Gerätschaft erfasst bleibt fraglich.

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