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Workshop

Americana: Granola Girl

(Bild: Martin Schmidt)

Aloha und herzlich willkommen zu Americana! Was braucht man nach Rhythmus-Patterns und zackigen Solo-Licks? Natürlich einen Song, in dem das ganze zur Anwendung kommt. Kein Problem, hier kommt er.

müsli statt steak?

Der Song ‚Granola Girl‘ stammt von meinem Album „Adventures In The Land Of Twang“, dass ich 2006 mit dem US-Drummer Dusty Watson (Dick Dale, The Sonics, Supersuckers) aufgenommen habe. Den Titel habe ich quasi „on the road“ gefunden. Von 2003 bis 2005 war ich Aushilfsgitarrist in einer Country-Band mit amerikanischem Frontman und spielte in Westernstädten, auf Country-Festivals und in Linedance-Clubs.

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Meine vegetarischen Ernährungsgewohnheiten stießen sowohl bei Veranstaltern als auch innerhalb der Band auf Verwunderung. Lediglich die Sängerin der Kapelle brachte der Idee, dass man anstelle von Spare Ribs und Eiern mit Speck auch andere Dinge essen könnte, Verständnis entgegen. Als wir uns auf einer längeren Autofahrt darüber unterhielten, stellte sich heraus, dass der Bandleader ihre Vorliebe für Müsli nicht verstehen konnte. „He thinks I’m a real Granola Girl“ hieß es aus dem Mund der amerikanischen Background-Chanteuse und der Songtitel war geboren…

der song

Demzufolge ist ‚Granola Girl‘ ein eher lustiger, nicht ganz so ernst zu nehmender Song – ein Element, das mir bei Country-Musik allgemein gut gefällt und beim ganzen Musikmachen oft zu kurz kommt. Vom Aufbau ist der Song super straight und klassisch gehalten:

Intro
A A B A
Intro
Solo über A A
B
Intro

Die Akkordverbindung ist eine I IV V in E-Dur, die mit einer Zwischendominante zur fünften Stufe aufgepeppt wird. Der II7 -Akkord ist im Country weit verbreitet und hat einen schönen Oldschool-Sound.

thema

Das Intro beruht auf einem schnellen Pattern aus E-Mixolydisch, das nach dreimaliger Wiederholung mit der E-Dur-Pentatonik und einem Steel-Bending abgerundet wird. Der A-Teil verwendet ein tiefes Lick aus der E-Dur-Pentatonik und etwas Travis-Picking am Ende. Im B-Teil kommt ebenfalls ein simples Travis-Picking ohne Wechselbass zum Einsatz, sowie ein Leersaiten-Pattern aus E-Dur und ein paar Sextakkorde, die etwas an typische Steel-Guitar-Voicings erinnern.

solo

Das Solo hat zwei Abschnitte. Die ersten vier Takte spielen sich auf den tiefen Saiten ab. Über den E-Dur-Akkord nutze ich wieder die Dur-Pentatonik und gehe im zweiten und vierten Takt mit Arpeggios und Akkordtönen auf die jeweils aktuellen Akkorde ein. Die zweite Hälfte des Solos ist ein Leersaiten Pattern, das die E-Dur-Tonleiter mit offener E- und H-Saite kombiniert.

Erinnert dezent an deutsche Folklore und würde vielleicht auch auf einer Zither gut klingen. Die Herausforderung des Songs besteht vor allem in dem hohen Tempo. Da hilft nur langsam Üben und das Tempo allmählich steigern. Ich wünsche viel Spaß beim Üben, unabhängig von eurem Lieblings-Frühstück!

Feedback, Kritik und Wünsche kannst du wie immer unter martin@the-incredible-mr-smith.com los werden!

(Die Noten können durch Anklicken vergrößert werden)

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