Jensen goes digital

Test: Jensen Speakers Impulse Responses & Overloud Supercabinet

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JENSEN RAPTOR – LARGE CABS

Der Raptor ist eine der neuesten Jensen-Kreationen, ein 100-Watt-Keramiklautsprecher mit einem charakteristischen, kehligen und runden Mittenbereich sowie eher seidigen Höhen. Dazu gesellt sich ein solides Bassfundament. Obwohl auch der Raptor recht vielseitig ist und sowohl für cleane, als auch crunchige Sounds gute Ergebnisse liefert, eignet er sich mit seinen sehr schön auflösenden Mitten besonders gut für den Overdrive-Modus. Ordentlich Punch und genau die richtige Mittenkontur machen dieses IR-Paket zu meinem Favoriten für die härtere Gangart. Flexibel ist es allemal, denn es beinhaltet 576 IRs in 2×12“- und 4×12“-Closed-Back-Boxen.

Das alles sagt noch nichts über das Spielgefühl. Ich habe zwei verschiedene Amps per Loadbox über mein Studiointerface in das Overloud Supercabinet gespeist. Auch das weiß zu überzeugen, denn im Grunde fühlt es sich so an, als würde im Nebenraum die Box per Mikrofon abgenommen. Die minimal entstehende Latenz schreibe ich der Wandlung in meinem Interface zu, das Overloud Supercabinet addiert keine zusätzliche Latenz. So ein Setup eignet sich auch, um zum Beispiel Presets mit dem eigenen Equipment abzustimmen, zu exportieren und dann als Wave-Datei in anderer Hardware weiter zu verwenden. Ich habe einige Wave-Dateien in meinen IR-Loader auf dem Pedalboard geladen und war umgehend mit Jensen-Lautsprechern samt eigenen Presets ausgehfertig.

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Ganz grundsätzlich gilt: Jedes der hier getesteten IR-Pakete kann man durch entsprechende Auswahl und Positionierung der Mikrofone in nahezu jede praxisorientierte Klangrichtung formen. Mein Ansatz- und Ausgangspunkt im Test war meist ein klassischer: erstens SM57, zweitens ein Ribbon (meist R121), drittens ein Kondensator (U87, U47 oder C414) und ggfs. viertens ein weiteres Dynamisches (MD421 oder weiteres SM57) – gerne auch mal off-axis. Die Möglichkeit, diese bis zu vier IRs dann unterschiedlich im Panorama zu platzieren und in der Lautstärke zu regeln – oder auch andere Mikros heranzuziehen – macht die Suche nach „seinem“ Sound spannend und experimentell.

Gleichzeitig ist aber Vorsicht geboten, denn die schiere Auswahl lädt auch dazu ein, sich in der Suche zu verlieren, weil man ja vielleicht doch noch eine bessere Kombination zu finden glaubt. Da ist dann Selbstdisziplin gefragt. Am besten orientiert man sich an der analogen Welt und nutzt Kombinationen, die sich bewährt haben. Wer es ganz einfach haben will, nimmt nur ein Mikro, sprich eine IR und positioniert dieses nach eigenem Gusto. Auch das liefert gute Ergebnisse und entspricht ja häufig auch der analogen Realität, sei es live oder im Studio.

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