Für die Bühne oder zum Daddeln auf dem Sofa

Der kleine Pilzkopf: Höfner Shorty Violin Bass im Test

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(Bild: Dieter Stork)

Der Höfner Beatle Bass ist ein unbestreitbarer Klassiker, und auch der Shorty Bass aus den Achtzigern erfreut sich in seiner aktuellen chinesischen Ausführung großer Beliebtheit. Warum nicht beide kombinieren?

Das Ergebnis ist der Höfner Shorty Violin Bass. Er übernimmt das Konzept eines 76cm-Shortscale-Schraubhalses aus Ahorn mit Palisandergriffbrett und kombiniert diesen mit einem kleinen Mahagoni-Body in Massivbauweise. Das 500/1-typische Pickguard wurde etwas erweitert und nimmt Volume- und Tone-Regler mit auf, beide mit niedlichen Tea-Cup-Knöpfen. Statt am Steg – wie beim Shorty – sitzt der aus der Ignition-Reihe bekannte Pickup hier am Halsende. Ein solider Steg lässt sich in Intonation und Saitenhöhe justieren, der Saitenabstand liegt bei normalen 19 mm, was mit den knapp 43 mm Sattelbreite für ein deutlich weniger exotisches Spielgefühl sorgt als beim „großen“ Beatle Bass.

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Im Sitzen liegt der Bass etwas nervös auf dem Oberschenkel, im Stehen am Gurt ist Kopflastigkeit bei so einer Konstruktion natürlich vorprogrammiert, dazu kommt noch ein leichtes Wegkippen nach vorne. Dank des geringen Gewichts ist das aber zu verschmerzen. Mehr Probleme macht beim Testgerät der nicht gut eingesetzte und gekerbte Sattel, der die Saiten unnötig hochlegt, in den tiefen Lagen die Bespielbarkeit erschwert und die Intonation versaut, und die mittelgute Bundabrichtung, die in den erstaunlich gut erreichbaren hohen Lagen zunehmend für Schnarren sorgt. Mit den okayen offenen Mechaniken in Stimmung gebracht, liefert der Violinen-Shorty mit seinen ungeschliffenen Saiten einen wirklich interessanten Ton am Amp ab.

Sound & Resümee auf Seite 2

Produkt: Gitarre & Bass 7/2023 Digital
Gitarre & Bass 7/2023 Digital
IM TEST: Magneto Guitars Eric Gales Signature RD3 +++ Lenz Hot Chili Tube-Head +++ Marshall Guv’nor, Drivemaster, Bluesbreaker, Shredmaster Reissue Pedals +++ Glockenklang Blue Bird Bass-Amp +++ Fender Gold Foil Jazz Bass +++ Walrus Audio Fundamental Reverb und Delay +++ Blackstar Debut 50R Gitarren-Combo +++ Epiphone Adam Jones Les Paul Custom Art Collection +++ Boss Waza-Air Bass Headphones

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wie geil ist das denn!
    Wow

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  2. Ich habe mir einen aus der shorty Reihe in Cadillac Green gekauft. Ein bisschen modifiziert, Flats drauf – Score!
    Klingt gut, Bespielbarkeit im Urlaub auf dem Schoß ok, für die Bühne nutze ich andere.. 😉
    Einziges Manko; der Bass hat einen eigentümlichen Geruch. Trotz lüften und reinigen, immer noch präsent.
    Kommt vom Frettboard.. Ich bin gespannt ob der über Zeit verschwindet. Ist vermutlich der sehr günstigen Produktion geschuldet.

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    1. Ich habe den Bass auch gekauft, probiert und empfinde ihn als “schmalbrüstig”. Bringt der Pickup einfach nur zu wenig Spannung. Bei einer Probe kam der Bass einfach nicht durch. Beim Music-Store klag er schön und sonor. Eigentlich gut zu spielen.
      Einen Vorverstärker möchte ich nicht einsetzen. Vielleicht habe ich nur einen “Montagsbass” gekauft und werde ihn zurückgeben.
      Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht ?
      Könnt ihr einen anderen Shorty empfehlen,

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  3. Ich mag diese “Kurzen” von Höfner auch!
    Nacharbeiten und Einstellen ist hier Standard … also leider nix für Anfänger …
    Das obere Ende des Gurts befestige ich immer an der Kopfplatte; wie bei einer Wandergitarre! So verschwindet die Kopflastigkeit völlig.

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    1. Hallo Matze. Hast du nicht ein paar Tips für die Einstellung des Shorty? Auch für Nichtprofis…
      Danke im Voraus

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