Produkt: No Time For Tears – The Enemy
No Time For Tears – The Enemy
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Workshop

Slide Guitar: Goodbye

Aloha und herzlich willkommen zur vorerst letzten Folge des Slide-Guitar-Workshops. Zum Abschied gibt es noch einen Song aus eigener Feder und dann musst du alleine mit den verschiedenen Facetten der Slide- und Lapsteel-Gitarre zurechtkommen bzw. alle erlernten und vorgestellten Tunings, Licks und Techniken in deiner eigenen Musik anwenden. Aber darum geht es ja letztendlich…

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she looks so cute with a ponytail

Der Song stammt aus dem Jahre 2007 und ist auf meinem Album ‚Adventures In The Land Of Twang‘ erschienen, das ich zusammen mit dem amerikanischen Drummer Dusty Watson (The Sonics, Dick Dale, Agent Orange, Supersuckers) aufgenommen habe. Er kombiniert kalifornisches Surf-Feeling mit einer Melodie, die gleichermaßen von Santo & Farina und dem Vanduras-Lapsteel-Gitarristen Gary Brandin inspiriert ist. Lapsteel mit viel Tube Reverb, Echoplex und über zwei Fender-Combos (Blackface Pro Reverb und Deluxe) aufgenommen.

Harmonisch bleibt alles in A-Dur über folgende Akkordverbindung:

INTRO: | A | A | A | E |
A-TEIL: | A | F#m | D | E || A | F#m | Bm | E |
B- TEIL:| A | C#m | Bm | E |

Die Melodie bedient sich aus der A-Dur-Tonleiter und der A-Dur-Pentatonik.

intro

Im Intro verwende ich wieder ein paar der Akkordshapes, die ich schon in den vorhergehenden Folgen vorgestellt habe. Terzen und Sexten kommen zum Einsatz, bevor es mit einem Tonleiter-Lauf ins Thema geht. Auf der Aufnahme habe ich den vierten Takt eine Oktave tiefer gedoppelt, was immer eine gute Methode ist, um eine Melodie deutlicher hervorzuheben.

thema

Das Thema beginnt mit einer Pull-Off-Figur auf der A-Saite. Anschließend umspiele ich den Double Stop am vierten Bund. Das B und C# in Takt 7 kannst du auch mit einer Palm-Harmonic spielen. Hierzu legst du die Seite deiner rechten Hand etwas unterhalb des kleinen Fingers auf die Saite. Die Handkante sollte eine Oktave über dem mit dem Steelbar gegriffenen Ton liegen, also in unserem Fall am 19. Bund. Anschließend kannst du den entstehenden Oberton mit dem Slide in der Tonhöhe variieren. Das klingt sehr spacig und für Nicht-Steel-Gitarreros sehr verblüffend.

Ansonsten kommt wieder das Konzept Motiv, Antwort 1, Motiv, Antwort 2 zur Anwendung, das du schon beim Solo der letzten Folge kennengelernt hast. Im B-Teil geht es zuerst in höhere Regionen. In Takt 16 findest du wieder ein paar Doublestops. Anschließend wird die Melodie eine Oktave tiefer wiederholt. Am Ende des Songs nutze ich das E-Akkord-Shape an Bund 4. Für die Sexte an Bund 11 musst du den Steelbar schräg halten. Das nennt man Slant und erfordert etwas Übung.

Am Schluss beamt dich der A6-Akkord nochmal in hawaiianische Gefilde und sorgt für einen wohlklingenden Abschluss des Songs und dieses Workshops. Ich hoffe, ich konnte dir in den 24 Folgen einen guten Überblick über die Slide- und Steel-Gitarre geben und Inspirationen für eigene Experimente mit diesem Sound liefern. SLIDE ON!

Verloren gehe ich euch trotzdem nicht, denn es geht bald mit einem neuen Workshop weiter. Feedback, und Kritik kannst du weiterhin unter martin@the-incredible-mr-smith.com loswerden.

(erschienen in Gitarre & Bass 12/2018)

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