Sting Classic Basslines

The Police, Sting & Roxanne

„Roooooooxanne, you don’t have to put on the red light …“ Wie es die Legende sagt, hat Sting, alias Gordon Matthew Thomas Sumner, den Police-Song 1977 in einem Pariser Hotel geschrieben – inspiriert von den Damen des horizontalen Gewerbes in der Nähe der Unterkunft.

Sting mit Bass am Mikrofon

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Geplant war die Nummer eigentlich als Bossa Nova. Drummer Stewart Copeland drängte hingegen auf ein „Tango“-Feel; Bruder und Manager Miles Copeland wiederum auf eine Single-Veröffentlichung, während sich die Band selber gar nicht so sicher war. Platziert wurde der Song auf dem Album ,Outlandos d’Amour‘. Aber erst 1979 ging das Ding als Wiederveröffentlichung durch die Decke und fand sich fortan auf allen Greatest-Hits-Alben des Trios wieder. Im Rolling-Stone-Ranking der wichtigsten 500 Songs aller Zeiten landete ,Roxanne‘ schließlich auf Platz Nr. 388.

Produktion & Bass

Das anfänglich vernehmbare Gelächter auf der Aufnahme resultiert wohl auf einem schrägen Piano-Akkord, den Sting zu Beginn der Aufnahmen anschlug. Ansonsten glänzt es hier vor Luftigkeit. Da ist nun wirklich kein Instrument zu viel am Start – aber, es bräuchte auch keines mehr.

Und, wie die meisten Bass-Parts dieser Serie ist auch ,Roxanne‘ keine herausfordernde Fingerübung. Aber, es ist eine musikalische Herausforderung für jeden Bassisten. Denn Herr Sting singt, und die Off-Beat-Linie hat mit dem Gesang rein gar nichts zu tun. Klar, im Studio geht das, würde man vermuten; aber er macht das auch live grandios, zu sehen auf:

Anders als in den Anfangszeiten, spielt er ,Roxanne‘ mittlerweile nicht mehr mit einem Plektrum sondern mit dem Daumen. Beide Versionen erlauben das gezielte Muten der oberen Saiten. Aber wirklich interessant ist sein Off-Beat-Spiel in den Strophen.

In den Refrains liefert er klassische Achtel-Bass-Arbeit – nichts Ungewöhnliches. In den Strophen hingegen ist er – und das ist untypisch – der Einzige, der den straighten Beat von angezerrter Gitarre und straighten Drums auflockert, oder besser, auf den Kopf stellt, und somit eigentlich der gesamten Nummer den „Feel“-Stempel aufdrückt. Das macht diese Bass-Linie in meinen Augen wegweisend, denn auch hier würden Bass und Vocals die gesamte Nummer wiedergeben können.

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