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Bass Basics: Griffbrett-Orientierung – Pentatonik Teil 3

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(Bild: Viacheslav Lopatin/Shutterstock)

Da es, genau wie bei den Tonleitern, auch für die Pentatonik fünf verschiedene Fingerpatterns gibt, mit denen wir uns auf dem Griffbrett zurechtfinden können, möchte ich in dieser Folge von Bass Basics der Vollständigkeit halber noch Fingerpattern III thematisieren.

Im Gegensatz zu den Fingerpatterns I, IV und V kommt der Grundton der Dur-Pentatonik in Fingerpattern III nur einmal vor. Wenn du eine Moll-Tonart üben oder begleiten möchtest, findest du den Grundton in diesem Pattern zwei Mal.

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Du kannst bei den Übungen also auf dem Grundton auf der G-Saite starten und die Moll-Pentatonik abwärts spielen. Du kannst aber auch auf dem Grundton starten, den du mit dem Zeigefinger auf der A-Saite greifen würdest, und sowohl auf- als auch abwärts spielen. In der Regel wird beim Üben vom Grundton aus immer aufwärts gespielt.

Dieser Grundton wird, unabhängig von der Tonart, auf der E-Saite gesucht. Es gibt jedoch auch Basslinien, die nach „unten“ gespielt werden und super klingen. Um das Klischee, stets nach oben zu spielen, zu durchbrechen und somit auch die eigene Komfortzone zu erweitern, würde ich dir den Tipp geben, auch mal abwärts zu üben.

Noch einmal zur Erinnerung: Vor dem Üben eines Patterns spielen wir uns immer zwei Takte mit dem Grundton ein. Falls du dich fragst, warum vor jeder Übung zwei Takte lang nur ein Ton gespielt wird und wir nicht gleich mit dem Pattern starten, hier die Antwort: Das liegt daran, dass ich zu oft erlebe, dass die Fingerpatterns stets vom tiefsten Ton auf der E-Saite bis zum höchsten Ton auf der G-Saite „durchgerattert“ werden. Frei nach dem Motto: „kann ich!“ und ich bin als Erster fertig.

Da fehlt dann leider der Bezug zum Akkord bzw. zur Tonart, die du begleiten möchtest. Starte deshalb bitte immer auf dem Grundton und beende das Pattern auch auf dem Grundton. Das gilt unabhängig davon, ob du eine Dur- oder eine Moll-Tonart in den Fingerpatterns übst. Das macht einen riesigen Unterschied.

Das ist besonders wichtig, wenn du feststellst, dass du dich eher visuell auf dem Griffbrett orientierst. Und genau das bedienen wir hier mit den Bildern für die jeweilige Position. Wir sind ohnehin stark visuell sozialisiert.

Leider ist das Hören bzw. die Gehörbildung bei vielen Bassisten nicht gut ausgebildet. Dabei ist das doch unser Tor zur musikalischen Welt! Letztens habe ich ein Interview mit Joe Bonamassa gehört, in dem er treffend sagt: „People hear music with their eyes!“

Fazit: Die Bilder sollen uns dabei helfen, uns schneller und besser zu orientieren. Das Ohr sollte aber immer mithören und zu unserer finalen Kontrollinstanz werden. Dabei geht es nicht nur ums Hören, sondern auch ums genaue Hinhören und Identifizieren. Die magische Begriffskette lautet:

HÖREN – ERKENNEN – BENENNEN – VERARBEITEN

In Beispiel 1 ist nun das Finger-Pattern III grafisch dargestellt. Dabei entspricht jeder Notenkopf einem Finger innerhalb der Lage. Die Grafik zeigt alle innerhalb dieser Lage erreichbaren Töne. In Beispiel 2 findest du die G-Dur-Pentatonik, die an der entsprechenden Stelle des Griffbretts in Fingerpattern III intoniert wird.

Die siebte Lage aufwärts, bis zu unserem Doppelpunkt, der die Oktave der Leersaite auf unserem Griffbrett darstellt, ist genau der Bereich, in dem sich viele Bassisten beim Finden der Töne schwer tun, weil sie sich dort nicht besonders gut auskennen. Genau deswegen habe ich diese Tonart für die aktuelle Folge gewählt. Wenn du Fingerpattern III gut verinnerlicht hast, kannst du direkt überprüfen, ob du die anderen vier Fingerpatterns der beiden letzten Folgen meiner Kolumne auf diese Tonart übertragen kannst.

In Beispiel 3 habe ich die Moll-Pentatonik in Fingerpattern III transkribiert. Obwohl wir exakt die gleichen Finger benutzen und damit natürlich die gleichen Töne spielen, befinden wir uns jetzt in E-Moll. Der Grundton definiert den Bezugspunkt aller weiteren Töne, wodurch die neue Tonart entsteht.

Damit wir nicht nur die Fingerpatterns auswendig lernen, sondern auch Spaß haben, habe ich dir in Beispiel 4 einen schönen Blues-Basslauf in der E-Moll-Pentatonik aufgeschrieben. Genau wie in Beispiel 5, in dem du einen Blues-Basslauf in Dur findest, klingen beide Grooves stilecht im Shuffle. Mit diesen Beispielen und dem kompletten Satz der Fingerpatterns für die Pentatonik wünsche ich dir nun viel Spaß. Bis zum nächsten Mal, Markus.

(zum Vergrößern klicken!)

 

(erschienen in Gitarre & Bass 09/2026)

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