Gitarre & Bass Special

Johnny Winter: Interviews, Workshops & Tabs der Blues-Legende

Gitarre & Bass hat Johnny Winter knapp 30 Jahre begleitet – das Ergebnis sind eine Reihe Interviews, Workshops, Transkriptionen und Tabs, die es nun zum kostenlosen Download gibt. Ein Muss für Winter-Fans!

Johnny Winter mit Gitarre
(Bild: MICHAEL WEINTROB)

Der Texaner Johnny Winter gehörte in den 70er-Jahren zu den jungen virtuosen Gitarristen, die tief in der Tradition verwurzelt waren, den Blues jedoch mit einer ordentlichen Portion Rock (& Roll) kombinierten. Im Laufe der Zeit etablierte sich der am 23. Februar 1944 geborene Sänger & Gitarrist selbst zu den Elder Statesmen des Blues.

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Gitarre & Bass hat eine Reihe Blues-Workshops, Transkriptionen und Tabs zu dem großartigen Johnny Winter veröffentlicht. Außerdem traf das Musiker-Fachmagazin den Blues-Gitarristen knapp ein halbes Dutzend Mal zu Interviews. Eine breite Auswahl an Johnny Winter Inhalten findest du in dem Johnny Winter Special, das es zum Tod der Blues-Legende zum kostenlosen Download gibt.

 

Das 43-seitige Johnny Winter Special enthält:

 

Meilenstein 1977! Muddy Waters & Johnny Winter: Hard Again

Workshop Blues: Johnny Winter Transkription

Workshop Blues! Johnny Winter & Good Morning Little School Girl Transkription

Workshop Stringbound! Live At Woodstock: Johnny Winter Transkription

Johnny Winter: Blues-Rock-Ikone Interview

Infotest Dunlop Johnny Winter Slide Zubehör

Workshop Special: Johnny Winter & Rick Derringer Transkription

Johnny Winter & seine Gibson Firebird Interview

Transkription Top 10: Johnny Winter: I Smell Smoke

Story Meilenstein 1971: Johnny Winter And Live

Workshop Stringbound! White, Hot & Blue: Johnny Winter

Workshop Vibro Kings: Die linke Hand des Johnny Winter

4 Interviews mit Johnny Winter

 

Johnny Winter mit Band
(Bild: MICHAEL WEINTROB)

Kurz vor seinem Tod im Juli 2014 trafen wir Johnny Winter zum Interview und sprachen mit ihm über Tief- und Höhepunkte seiner Karriere, Woodstock, Hendrix und seine Liaison mit Janis Joplin…

Johnny Winter wurde 70 Jahre alt und ging zwischen zwei Tour-Gigs aus dem Leben in die Unsterblichkeit. Die folgende Story haben wir so lebendig belassen, wie sie entstand – Johnny Winters Abschiedsgeschenk an uns.

Es leben nicht mehr viele Musiker, die noch mit Blues-Legenden wie William James Dixon, James Cotton oder Muddy Waters spielten. Der „Texas Tornado“, bereits beim Woodstock-Festival 1969 ein Star, ist heute selbst eine Legende und vermag die 12-Takter tiefschwarz zu zelebrieren. Zum 70. Geburtstag verneigt sich eine illustre Riege von Kollegen auf Winters aktuellen Album ‚Step Back‘.

Mit uns blickt der Altmeister zurück auf Hoch- und Tiefpunkte seiner Karriere und präsentiert seine ebenso legendäre ‘63er Firebird. Noch immer hat Johnny den Blues. Auch wenn es lange so aussah, als würde der hagere Mann aus Beaumont, Texas, bald das Zeitliche segnen. 30 Jahre harte Drogen hinterließen Spuren. Man sieht es ihm an.

Auch wenn Winter nicht viel spricht: es geht ihm gut. Deutlich besser, als noch zum letzten Album ,Roots‘. „Der Blues muss weh tun“, hat er damals gesagt. Auch das sieht man ihm an. Denn da hatte er sich gerade ein weiteres Tattoo stehen lassen, mit japanischen Kanji-Zeichen, die übersetzt so viel wie „blue music“ bedeuten.

Er hat den Blues wirklich, er ist ein Teil von ihm. War ‚Roots‘ bereits eine musikalische Wurzelschau für eine Musikergeneration, die Robert Johnson schon mal für einen amerikanischen Eishockey-Coach und Chuck Berry für einen Turnschuhersteller hält, verneigt sich Winter mit ‚Step Back‘ erneut vor seinen Idolen, die ihn einst dazu brachten zur Gitarre zu greifen. Und nette Gäste hat er auch dabei.

Johnny, welches Ereignis war das vielleicht schönste deiner Karriere?

Johnny Winter: Mit Muddy Waters zu spielen, keine Frage! Er hat die besten Blues-Scheiben gemacht, die es gibt. Ich persönlich fand sein Gitarrenspiel nicht unbedingt großartig, aber er hatte dieses Delta-Feeling. Doch wie er gesungen hat, war einmalig. Er selbst hat mir mal gesagt: Es gibt viele, die besser Gitarre spielen, aber keiner singt den Blues besser, als ich!

Du hast auch mit Jimi Hendrix gespielt, jene legendäre Jam-Sessions, 1969 im Record Plant Studio. Wie war das?

Johnny Winter: Das hat Spaß gemacht! Wir waren damals mit meinem Manager Steve Paul und ein paar Freunden im New Yorker Scene Club. So gegen 4:00 Uhr, als der Club schloss, fragte Jimi, ob wir nicht ein bisschen spielen wollten. Natürlich hatten wir Lust! Also gingen wir ins Records Plant. Dort spielten Jimi, Stephen (Stills), Dallas (Taylor) und ich. Ich wusste übrigens gar nicht, dass wir aufnahmen!

Wie hast du Hendrix als Mensch erlebt?

Johnny Winter: Er war ein netter Kerl! Er war sehr schüchtern und redete nicht viel. Wenn, dann unterhielten wir uns über Musik. Wie er als Mensch war, weiß ich nicht. Kann ich echt nicht sagen. Er spielte mehr, als er redete. Aber er hat damals versucht meine Freundin zu poppen! (lacht)

 

Und du hattest eine Liaison mit Janis Joplin.

Johnny Winter: (lacht) Oh ja! Wir verstanden uns sofort. Sie kam aus der gleichen Gegend wie ich, gerade mal 20 Kilometer weiter. Sie rief mich oft an und fragte, ob wir ausgehen wollten. Und ich habe immer zugesagt. Ich mochte Janis, sie war ein nettes Mädchen. Sie hasste die Leute in Port Arthur, die behandelten sie mies. Wir haben auch drei, vier Mal zusammen gespielt, beim Miami Pop Festival 1968, in Boston und im Fillmore West in San Francisco.

Und was für Erinnerungen hast du an Woodstock?

Johnny Winter: Schlamm! Regen! (lacht) Es war trotzdem cool. Auch wenn ich nicht so viel mitbekommen habe. Ich war total müde als wir ankamen und legte mich hin. Als ich aufwachte, schaute ich mich kurz um und dann ging’s auch schon auf die Bühne. Und als wir gespielt hatten, wurden wir wieder mit dem Hubschrauber ausgeflogen. Aber Mann, von oben sah das Gelände fantastisch aus!

Und ein echter Tiefpunkt deiner Karriere?

Johnny Winter: (überlegt) … Wir spielten im Spectrum in Philadelphia und waren voll auf Acid. Die hatten dort eine Bühne die sich drehte. Das fühlte sich total seltsam an. Mein Bassist Tommy (Shannon) kam zu mir und fragte: „Johnny, sag mal, spielen wir eigentlich schon?“ Und ich erwiderte: „Keine Ahnung! Aber ich hoffe sehr, es sind verdammt viele Leute da!“ (lacht) Wir hatten keinen blassen Schimmer, was an diesem Abend mit uns passierte. Wir waren voll drauf! Es war fürchterlich …

Zurück ins Hier und Jetzt zu ‚Step Back‘: Drei Songs gab es vorab zu hören, zum Beispiel Bobby „Blue“ Blands ‚Don’t Want No Woman‘. Was verbindest du mit diesem Song?

Johnny Winter: Den lernte ich, als ich gerade angefangen hatte Gitarre zu spielen. Ich mochte die Leads und fand Bobbys Gitarrist Clarence Hollimon cool. Er war fantastisch! Ich liebte die Art wie er spielte und lernte seine Licks, indem ich zu den Schallplatten spielte. Ich habe überhaupt alle Songs von Bobby gelernt.

Auf deiner Cover-Version hast du Eric Clapton als Gast dabei. Wie kam das?

Johnny Winter: Eric hat mich zu zwei seiner Crossroads-Festivals eingeladen, was ich sehr nett fand. Wir haben uns immer gut verstanden, er ist ein echter Gentleman. Und ein wirklich guter Gitarrist. Es macht Spaß mit ihm zu arbeiten. Schade, dass er nicht ins Studio kommen konnte. Wir haben den Song hin und her geschickt.

Eine weitere coole Version ist Jimmy Dawkins ‚Okee Dokee Stomp‘ mit Brian Setzer.

Johnny Winter: Jeder Gitarrist aus Texas muss diese Nummer können, die ist Pflicht. Sonst hast du es nicht drauf! (lacht) Den Song spiele ich, seit ich 16 bin. Und Brian habe ich dabei, weil er genau der richtige dafür ist. Ich dachte, die Nummer muss ich mal mit ihm spielen. Und er spielt ein paar wirklich coole Sachen.

Für ‚Sweet 16‘ hast du Joe Bonamassa ausgewählt. Warum ihn?

Johnny Winter: Joe spielt einfach großartig. Ich hätte ihn gerne getroffen, aber er ist ja immerzu unterwegs. Er hat uns auch seine Parts übers Internet geschickt. Und die sind verdammt gut. ‚Sweet 16‘ ist ein Klassiker von B.B. King und eine meiner Lieblingsnummern. Aber B.B. hat so viele großartige Songs geschrieben, von ihm hätte ich 100 Songs auswählen können.

Es sind noch mehr namhafte Gäste auf deinem Album wie Joe Perry, Billy Gibbons, Joe Walsh und Dr. John … Weißt du, dass ich schon immer mal mit Billy spielen wollte?

Johnny Winter: Ich kenne ihn seit vielen Jahren, aber wir haben es nie geschafft. Wir sind mal zusammen mit einer seiner irren Karren gecruised und haben uns fantastisch unterhalten. Ich sagte ihm, dass ich ihn eines Tages auf einem meiner Alben haben wolle. Und er hat sofort zugesagt. Joe Perry dagegen habe ich erst vor drei Monaten kennen gelernt und er sagte mir, dass er ohne mich vermutlich nicht angefangen hätte Gitarre zu spielen. Nett, oder?

 

Und Dr. John kenne ich seit den Sechzigern, als er noch Malcolm Rebennack war, bevor er sich „Dr. John“ nannte. Wir haben uns oft in New Orleans getroffen. Wir spielten in einem Club, er in einem anderen und wer früher fertig war, ging zum anderen auf die Bühne. Die Gibson Firebird V ist zu deinem Markenzeichen geworden.

Was liebst du an dieser Gitarre, die dich all die Jahre begleitet?

Johnny Winter: Als ich sie kaufte, fand ich einfach, dass sie verdammt scharf aussah. Als ich sie dann spielte, mochte ich wie sie klang. Im Laufe der Jahre habe ich acht, neun Firebirds gekauft. Die, die ich heute dabei habe, ist die allererste, von ‘64. (Johnny meint die Gitarre sei von 1964, Gibson datiert sie auf 1963.)

Weißt du noch wo du sie gekauft hast?

Johnny Winter: Ich habe sie von einem Typ namens Ed Seelig, der ein Musikgeschäft in St. Louis hatte. Er zog damals von Festival zu Festival und verkaufte den Musikern seine Gitarren. Ich weiß nicht mehr auf welchem Festival wir gespielt hatten, aber ich hatte eine Les Paul Custom. Und dann sah ich diese Gitarre und musste sie haben. Kostete mich 250 Dollar. Ein gutes Investment. Das war es, sicher!

Der Gibson Custom Shop hat das Instrument als Reissue aufgelegt.

Johnny Winter: Genau. Die haben meinen Manager (seinen Band-Gitarristen Paul Nelson) angerufen und fragten, ob ich Interesse hätte. Paul hat alles mit ihnen besprochen, sie haben meine Gitarre abholen lassen und eine exakte Kopie angefertigt. Sie haben einen guten Job gemacht. Die Pickups haben sie prima hinbekommen. Nur der Hals ist etwas dicker. Den haben sie irgendwie nicht so richtig hingekriegt. Der Rest ist perfekt.

Über was für einen Amp spielst du sie?

Johnny Winter: Über meinen alten Music Man 410HD, einen Combo mit 4×10- Speakern. Den hat mir Muddy Waters mal empfohlen. Seitdem spiele ich nichts anderes. Volume und Treble sind auf 10, der Master auf 2, keine Bässe, keine Mitten. Ab und zu benutze ich einen Boss CE-2 Chorus, aber nur dezent. Der macht den Sound etwas satter.

Auf alten Fotos sieht man dich mit Les Pauls, SGs, einer Fender Mustang, einer Epiphone Wilshire, einer Epiphone Crestwood – besitzt du diese Gitarren alle noch?

Johnny Winter: Nein. Ich habe meine Gitarren immer für andere Instrumente hergegeben. Bis auf meine Firebirds habe ich alle verkauft. Dafür habe ich eine Sammlung an Resonatorgitarren, etwa 25 Duolians und Tricones. Die klingen ziemlich cool. Je älter, je besser.

Du hast am 23. Februar zu deinem 70. Geburtstag 70 eine Geburtstags-Show in B.B. Kings Blues Club gespielt. Was treibt dich heute noch auf die Bühne?

Johnny Winter: Ich liebe es zu spielen. Das ist alles. Ich habe Spaß, wenn ich den Blues spiele. Schau dir B.B. King an: Er ist viel älter als ich und hat noch immer Spaß!

Was glaubst du, wird man eines Tages über dich sagen?

Johnny Winter: Hoffentlich, dass ich ein guter Blues-Musiker war!

 

PLATTENTIPPS

The Progressive Blues Experiment (1968)

Johnny Winter (1969)

Second Winter (1970)

Johnny Winter And (1970)

Johnny Winter And Live (1971)

Still Alive and Well (1973)

Saints & Sinners (1974)

John Dawson Winter III (1974)

Captured Live! (1976)

Nothin But The Blues (1977)

White, Hot And Blue (1978)

Raisin’ Cain (1980)

Guitar Slinger (1984)

Serious Business (1985)

Third Degree (1986)

The Winter Of ‘88 (1988)

Let Me In (1991)

Hey, Where’s Your Brother? (1992)

Live In NYC ‘97 (1998)

I’m A Bluesman (2004)

Roots (2011)

Step Back (2014)

Playalongs und Karaoke-Versionen von Johnny Winter-Stücken findest du in unserem Playalong-Shop!

johnny-winter-playalong

Kommentare zu diesem Artikel

  1. johnny winter forever!

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  2. j.winter hat den blues-rock salon-fähig gemacht. was wäre die heutige musik ohne einen solchen virtuosen ?

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  3. Johnny Winter hat auf der World den Blues uns Verständlich näher gebracht wie kein anderer.
    So ein Genie wird nur alle 100 Jahre Geboren. Er war eine Legende zu leb-zeit und erst Recht wo er nun leider nicht mehr unter uns Weilt. Ich habe Ihn in guter Erinnerung da ich Ihn 1986 und 2003 Live gesehen habe, und da gingst Ihn noch Gesundheitlich OK. Johnny Winter war ein Gitarrero Ich habe bis heute diese Konzerte in guter Erinnerung da sie sich für mich Persönlich in mein Leben eine Entscheidende Auswirkung haben das bis heute anhält, er gab einem Energie- Magie ( Mojo ) Johnny ich Liebe dich.

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  4. Mit alten und neuzeitlichen Interviews ist das meist ja immer so eine Sache.Besonders im Hinblick früherer Interviews mit dem nun leider verstorbenen Johnny Winter,der für mich und viele seiner Fans,gerade wegen seines einzigartigen Charisma und seiner wunderbaren Musik unsterblich geworden ist,und daher immer in unserer aller Herzen in bester Erinnerung bleiben wird! Was hat Johnny den Reportern noch zu Lebzeiten wirklich offenbart,was hat er gesagt,wie tickte er,was dachte er,und wie fühlte er? Klar,nicht jeder kam persönlich mit ihn in Kontakt,konnte Fragen stellen,oder einfach nur plaudern.Der Tod ist auch für Gitarristen so endgültig,danach bleibt man in guter Erinnerung,oder man gerät in die Vergänglichkeit,die endlose Vergessenheit.Johnny Winter bleibt immer in Erinnerung,er hat die Musik geprägt,er „erlebte“ den Blues,und bleibt für uns unvergessen,weil er auch zu Lebzeiten bestimmte Aussagen machte,die publik gemacht wurden.Oft entstanden danach Aussagen in den urtypisch gedruckten Print Medien oder im globalen Internet,die der betreffende Musiker in dieser Form als Antwort/Meinung,und zu jenem Zeitpunkt vermutlich niemals gegeben hat,bzw. den Journalisten gegenüber nie äußerte,und dadurch entstanden evtl. beiderseits folglich manche Ungereimtheiten,-bzw. sogar leider Missverständnisse,die der kritische Leser aber letztendlich niemals auf seinen Wahrheitsgehalt hin überprüfen kann,da er bei einer Direktbefragung eben nun mal nicht zugegen war.Spontan schriftlich veröffentlichte Textzeilen,fokussiert im Bezug auf Wahrheitsfindung,haben für mich darum oft keinen so hohen Stellenwert,als wenn ich persönlich bei einer Befragung eines berühmten Gitarrenvirtuosen vor Ort dabei gewesen wäre.Häufig leidet doch beidseitig die Glaubwürdigkeit darunter,weil durch Zensur, Stress und Hektik so manche,bereits im Vorfeld vermeidbaren Fehler vorprammiert sind.Bei der G&B Redaktion schließe ich die vermutlichen Unglaubwürdigkeiten aber einfach mal der Sympathie und Ernsthaftigkeit der Bedeutung wegen,grundsätzlich aus,da diese langjährig bei Gitarre&Bass beschäftigen Redakteure seit Jahrzehnten einen richtig guten Job machen,und ich ihre neutralen Interviews sehr schätze,was ich aber von anderen überregionalen Musik Magazinen aus Gründen der wohl zwingend vom Chefredakteur vorgeschriebenen Sensationslust-Berichterstattung eher bezweifeln möchte.Bei guten Bildaufzeichnungen mit völlig korrekter Übersetzung ausländischer Reportagen sieht das da schon ganz anders aus.Deshalb empfehle ich gezielt an dieser Stelle unbedingt mal die Johnny Winter Blues Rock Legends Vol.3 Rockpalast Live DVD vom 21. und 22.April 1979 aus der Grugahalle/Essen! Das damalige Dreiergestirn Johnny Winter(Vocals,Guitar),Jon Paris(Bass) und Bob Torello(Drums) sind absolut legendär und ein überaus wertvolles Dokument der Zeitgeschichte seit Bestehen des WDR-Rockpalast obendrein.Hier wurde nichts rausgeschnitten,nichts verfälscht oder sonst irgendwie manipuliert,sondern der pure Johnny Winter Blues Rock live gesendet,und glücklicherweise der „Next Generation“ in Form eben dieser schlichten DVD erhalten.Schlußendlich grenzt es beinahe schon an ein Wunder,wie Johnny Winter es damalig überhaupt schaffte, diesen Gibson Firebird´s so wundervolle Töne zu entlocken,denn die Firebird´s galten und gelten allgemein betrachtet in Insiderkreisen ja nicht gerade als das unbedingte „non-plus ultra“ hinsichtlich außergewöhnlich gut klingender Elektrogitarren des einst mächtigen Gibson Gitarrenfabrikanten,der aktuell wohl bereits sehr hoch verschuldet ist,und vermutlich bald in die Insolvenz steuert.Dies einfach mal als Anhang zum ehemaligen Gibson Gitarren Giganten,dessen vornehmlich Firebird Gitarren,- damals,wie gesagt,auch Johnny Winter gerne benutzte.Viel später verwendete Winter dann das weniger bekannte LAZER Label,das ja zumindest optisch fast identisch an ein „Paddel“ des Gitarrenherstellers Steinberger erinnert,der bekanntlich schon zuvor polarisierende Headless Electric- and Bass Guitars fertigte,bei denen die Kopfplatte einfach mal nicht vorhanden war,da die Gesamtkonstruktion eine ganz Eigene darstellte.Mir fällt diesbezüglich sogar noch die ähnliche Version des Speedloader System einer B.C.Rich Virgin ein,bei dieser der komplette Saitenwechsel (ohne vorheriger Saitendehnung!!!) angeblich in Windeseile vollzogen werden sollte.In Wahrheit erwies sich dieses Speedloader FL-Lizenzprodukt jedoch als ein echter Flop,da es weder einen schnellen Saitenwechsel beinhaltete,noch besonders komfortabel bespielbar war,und es den notwendigen,maßlos überteuerten Saitensatz lediglich nur in einer einzigen Saitenstärke vom Hersteller Dean Markley gab,der dann auch nur in wenigen Gitarrenläden erhältlich war,und die Materialqualität besagter Saiten als eher sehr schlecht bezeichnet werden konnte.Nicht verwunderlich also,dass sich das damalige Speedloader System nicht durchsetzten konnte.Keine Ahnung,welches spezielle Tuning System an Winter´s futuristischem LAZER „Paddel“ montiert war,bekannt ist,dass Johnny wohl ganz prima damit zurecht kam.Auf der besagten alten Rockpalast Live DVD mit immerhin 122 Minuten Spielzeit,benutzt Winter logischerweise ausschließlich eine „seiner“ alten Gibson Firebirds.Ehrensache.Und das bizarre Korpusdesign der B.C.Rich „Virgin“ sah so „jungfräulich“ im Original gar nicht aus,nur das beschriebene Speedloader Tuning System kam einer „Jungfrau“ aufgrund der Kompliziertheit wegen recht nah,was natürlich bezüglich des Sternbildzeichens der „Jungfrau“ im Kreis der Horoskope gemeint ist.👼🏻

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