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Gibson Les Paul: Schraube des Gurtpins löst sich andauernd

Q: Bei meiner Gibson Les Paul löst sich dauernd die Schraube, die den Straplock-Gurtpin hält. Wie bekomme ich diese Schraube wieder fest? Das Loch auffüllen?

Frank Mader (G&B-Leser)

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session
Schicke Farben und der spezielle Halsübergang zeichnen diese Les Pauls aus. (Bild: session GmbH&Co.KG)

A: Viele empfehlen Streichhölzer oder Zahnstocher, aber noch besser ist Fichtenholz, weil es saugfähig ist. Einfach einen Span von einem Massivholzmöbel oder alternativ einer Bastelholzleiste abschneiden, etwas dünnflüssigen Sekundenkleber in das Bohrloch füllen, Holzstück reindrücken (vorzugsweise vorsichtig mit einem Gummihammer bis zum Anschlag einhämmern), mit einem Spitzbohrer mitten im neuen Holzstück ein Loch eindrücken (alternativ die Schraube dreiviertelweit reindrehen), in das jetzt entstandene Loch noch etwas dünnflüssigen Sekundenkleber rein (dank des saugfähigen Fichtenholzes tränkt sich das Holzstück mit Klebstoff und die Schraube schneidet anschließend eine Art Gewinde) und dann das Straplock-Sockelteil mit einer mindestens 38 mm langen Schraube festschrauben. Aufpassen, dass aus dem gefüllten Loch kein Sekundenkleber nach oben austritt! Im Original war früher eine viel zu kurze 26 mm lange Schraube drin. Seit einigen Monaten legt Schaller den Security-Locks endlich auch die lange 38-mm-Schraube optional bei. Und: Bei Gibson wird zum Lackieren ins untere Gurtpin-Loch ein Schraubhaken zum Aufhängen des Instruments eingedreht. Damit verbleibt ein viel zu großes Loch übrig und deshalb haben die original Gibson Gurtpins eine extrem dicke Schraube. Ersetzt man diesen Gurtpin durch z. B. einen Security-Lock-Pin mit originaler Schraube, ist diese zu dünn und hält nicht gut.

André Waldenmaier


Aus Gitarre & Bass 05/2017

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