Rockgeschichte unterm Hammer

Rekordpreise: Mark Knopfler versteigert seine Gitarrensammlung

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(Bild: Christie's)

Eine Gitarrenlegende räumt auf: Mark Knopfler, Kopf der Dire Straits und bekennender Gitarren-Connaisseur, hat gestern seine berühmte Sammlung für den guten Zweck versteigert. Die Auktion, die von Christie’s in London durchgeführt wurde, erzielte spektakuläre Preise …

Aufgrund des enormen Andrangs konnte die Versteigerung erst mit zweistündiger Verspätung beginnen. Unter den versteigerten Schätzen war eine Gibson Les Paul Standard aus dem Jahr 1959, die als Kronjuwel der Sammlung galt und den unglaublichen Preis von etwa 813.000 Euro erreichte. Damit übertraf die Gibson, die Mark 1999 kaufte, sogar die vorab geschätzten 580.000 Euro und setzte damit einen neuen Weltrekord.

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Ebenfalls für Aufsehen sorgte seine Pensa-Suhr von 1988, die er unter anderem beim Konzert zu Nelson Mandelas 70. Geburtstag spielte. Der Schätzpreis lag zwischen 7.000 und 9.300 Euro – versteigert wurde sie für umwerfende 590.000 Euro!

Eine weitere Überraschung war der Verkauf der 1983er Schecter, die im Dire-Straits-Hit ‚Walk Of Life‘ zu hören ist. Sie erzielte mehr als das Hundertfache des geschätzten Preises und wurde für rund 488.000 Euro verkauft.

Auch eine 1983er Neuauflage der ’59er Gibson Les Paul Standard, die er sowohl für die Aufnahmen von ‚Money For Nothing‘ und ‚Brothers In Arms‘ als auch beim legendären Live-Aid-Konzert spielte wurde für etwa 694.000 Euro versteigert.

Insgesamt umfasste die Sammlung etwa 120 Gitarren und Verstärker, die Knopflers 50-jährige Karriere widerspiegeln. Es kamen umgerechnet rund 10.374.400 Euro zusammen.

Beweggründe

Auf die Frage, warum er sich entschieden habe, sich von seinen geliebten Instrumenten zu trennen, antwortete Knopfler schlicht und ergreifend:

„Ich denke, es liegt am Alter. Eigentlich sind es nur etwa 20 Gitarren, die ich noch zum Aufnehmen von Platten benutze, und es gibt mindestens 100 andere, die nicht gespielt werden. Wir hatten großartige Zeiten zusammen, also bin ich traurig, einige von ihnen gehen zu sehen – aber ich habe genug übrig zum Spielen. Mehr als genug.“

Mark erzählte der BBC, er wolle, dass die Instrumente ein gutes Zuhause finden:

„Ich hoffe, dass sie alle gespielt werden […] Ich denke nicht, dass es ihnen gut tut, ihr Leben lang im Koffer zu liegen.“

Der Erlös wird zu einem großen Teil dem Roten Kreuz, der Naturschutzorganisation Tusk und der Kinderhilfsorganisation Brave Hearts of the North East zugutekommen. Und Knopfler gab zu, dass ein Teil des Geldes in neue Gitarren reinvestiert werden könnte:

„Es besteht jede Gefahr dafür […] Ich schätze, ich bin nicht unempfindlich gegen Versuchungen. Es ist durchaus möglich, dass ich mich begeistern lasse. Mit anderen Worten: Was ich daraus gelernt habe? Nicht viel.“

Würdet ihr euch von euren Lieblingsinstrumenten trennen
oder habt das sogar schon getan?

Schreibt’s in die Kommentare!


Hier die Ergebnisse im Überblick: www.christies.com

Produkt: Gitarre & Bass 1/2023 Digital
Gitarre & Bass 1/2023 Digital
Im Test: Mooer GTRS W 800 WH Headless +++ Soldano Super Lead Overdrive Pedal +++ Epiphone Noel Gallagher Riviera +++ Fender American Vintage II 1975 Telecaster Deluxe +++ LTD Phoenix 1000 Fishman +++ Orange Sustain, Distortion & Phaser +++ Ibanez Tom Quayle Signature +++ Maestro Sustainer, Envelope Filter, Phaser, Tremolo +++ Fender American Vintage II 1960 Precision Bass +++ Eventide H90 Harmonizer

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Eine Trennung meiner Gitarren käme für mich absolut nicht in Frage.
    Meine Sammlung besteht in Relation zu Mark Knopfler´s extrem reichhaltiger Gitarrenvielfalt zwar nicht aus derart „prominenten Markenlabels“ vergangener Tage,jedoch sind bei meiner Sammlung durchaus auch Unikate und außergewöhnliche Raritäten dabei,die so mancher Gitarrenfreak überhaupt noch nie kannte,bzw. namentlich bisher noch nie auf dem Schirm hatte.

    Damalige Gitarrenhersteller wie Starfield Altair/made by Ibanez,Kawai Aquarius,El Maya Future One,Shadow Electric Guitar,Minarik Goddess,Gibson Victory MV II,Hopf Studio „SG“,Hoyer Taurus,Greco Stratocaster/made in Japan,und viele weitere eher unbekannte Gitarren habe ich im Laufe meines Lebens gesucht und gefunden.

    Manche von den genannten Gitarren wurden z.B. mitunter nur knapp ein Jahr lang produziert,andere hingegen,wie etwa eine elektrische Ibanez RG „charcoled/Neck trough“ der Prestige „Team J. Craft“ Manufaktur aus Japan gab es damalig lediglich auf weltweit 12 Exemplare begrenzt,und ausschließlich für Europa in einer streng limitierten Modellversion inklusive eines luxuriösen Hardshellcases auch für nur sehr kurze Zeit bei ausgewählten Gitarrenhändlern.

    In erster Linie ging es mir von Anfang an nicht unbedingt um sehr berühmte Gitarren etablierter Markenhersteller,sondern viel eher um die Design Vielfalt und dem Klangbild jeder einzelnen Gitarre.

    So gestaltete sich die jahrelange Suche nach einer alten,sehr gut erhaltenen Guild S-70 (Bell-Design Eletric Guitar aus den U.S.A.) als recht schwierig,weil diese besagte „SG“ Gitarre damalig nur für sehr kurze Dauer im Handel zu haben war.

    Auch reine Akustikgitarren,wie beispielsweise eine betagte,aber im Zustand fast neuwertige SHIRO Westerngitarre aus einst japanischer Fertigung,die eigentlich unter dem Label Aria/Kanda Shokei später viel eher bekannt wurde,-oder sogar eine schwarz lackierte 12-String Starfield Altair Electric Guitar aus der Fujigen-Gakki-Manufaktur in Japan,von der es global betrachtet wohl nur noch sehr wenige Exemplare im sammelwürdigen Original Gesamtzustand gibt,waren es mir Wert unbedingt gekauft zu werden.

    Und eine „Firefox“ Mini-Strat aus Japan ist anscheinend hierzulande leider auch nur wenigen echten Insidern bekannt?!? So darf ich vielleicht behaupten,daß es nicht stets nur berühmte Gitarrenlabel sein müssen,die heutzutage zu horrenden Sammlerpreisen bei ausgewählten Auktionshäusern von prominenten Gitarristen zur Versteigerung angeboten werden,die dann hauptsächlich von sehr reichen Sammlern spontan gekauft werden,um dann vermutlich im Tresor zu verstauben.Die Idee,den gesamten Erlös ausschließlich für einen guten Zweck zu spenden,ist natürlich zu begrüßen,aber wer trennt sich schon gerne freiwillig von seinen Schätzen aus vergangenen Tagen,die im Laufe der Jahre bei Live Auftritten viel erlebten,und deren Klangeigenschaften bekanntlich immer besser werden?

    Fazit: wieso gab es bisher in Gitarre & Bass eigentlich leider immer noch keine speziellen Leserseiten,in der die Leser/-innen ihre Lieblingsgitarren bildlich präsentieren könnten,und mit einigen aussagekräftigen Zeilen die besonderen Eigenschaften ihrer Saiteninstrumente beschreiben??? Ich würde mir jedenfalls sehr gut vorstellen können,daß diese erweiterte Idee im Stil des bereits beliebten „Guitar Guru“ ähnliche Beachtung von eurer Leserschaft erwarten dürfte.Vielleicht nimmt die G&B-Redaktion zu diesem Thema konkret einmal Stellung,und kommentiert meinen gut gemeinten Vorschlag?

    Im voraus vielen Dank.
    Mit freundlichen Grüßen aus Berlin-Kreuzberg .

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    1. mir ist bei solchen Preisen nicht ganz wohl und riecht nach Geldwäsche.
      Ich besitze eine kleine Sammlung von 15 Instrumenten und spiele diese auch.
      Die Gitarren hier dienen eher einer Kapitalanlage wie bei wertvollen Gemälden.

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    2. Alles was du schreibst kann ich voll und ganz nachvollziehen und 100%ig unterschreiben.
      Es macht mir ebenfalls einen Riesenspass, schöne vor allem akustische Gitarren aufzuspüren und in meine veritable Sammlung zu integrieren, und hin und wieder auch zu spielen. Ganz besonders haben es mir MIJ-Gitarren der Goldenen 70er Jahre angetan.
      Im übrigen finde ich deine Idee und Vorschlag großartig, auch ich bin der Meinung, dass die GuB-Redaktion hier deutlich mehr Akzente setzen sollte.

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    3. Junge Junge
      “weltweit 12 Exemplare begrenzt,und ausschließlich für Europa in einer streng limitierten Modellversion….für nur sehr kurze Zeit bei ausgewählten Gitarrenhändlern” wahrscheinlich derer 15 – weltweit nur für Europa 🙂
      “So gestaltete sich die jahrelange Suche nach einer alten,sehr gut erhaltenen Guild S-70 (Bell-Design Eletric Guitar aus den U.S.A.) als recht schwierig”
      Gab’s als S50 2 SC und als S300 wahlweise mit DiMarzio oder Guild Humbuckers für’n paar Scheinchen – hervorragende Gitarren zwar – aber potthässlich… die hat keiner gesucht 🙂

      “Und eine „Firefox“ Mini-Strat aus Japan ist anscheinend hierzulande leider auch nur wenigen echten Insidern bekannt?!? ”

      Ist doch herrlich, wenn man ein echter Insider ist ….

      Du musst schon entschuldigen, dass sich die meisten Leser doch mehr für Knopfler’s Gear interessieren

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    4. Die von dir genannten Gitarren (Hoyer, Starfield,Aria, Shadow..) finde ich allesamt echt langweilig..viele andere wohl auch, sonst hätten diese sich besser durchgesetzt. Darüber brauche ich persönlich keine zusätzliche Rubrik…
      LG

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    5. Ich glaube G&B sollte Abstand davon nehmen, weil niemand daran interessiert ist. Für die an GAS leidende Leserschaft gibt’s genug Foren, in denen sie ihre sogenannten Schätze vorstellen können.

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  2. Hi,
    Glückwunsch an Mark!
    Auch ich habe hier noch eine zwar etwas verbastelte 76er Fender Strat, aber mit der habe ich damals unser legendäres Konzert vor 46 Zuschauern in Quetschememmbach gespielt, wurde leider weder vom TV noch für YT ( ey, gab’s da gar noch nicht) aufgezeichnet. Ich würde sie auch schon für das 10fache des Schätzpreises abgeben.
    LG Uli

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  3. Für die Pensa-Suhr hätte ich sogar meinen Arsch hingehalten

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    1. Gerade individuell zusammengestellte Gitarrensammlungen, und seltene ältere Instrumente sind oft sehr interessant. Die Idee sowas mal zu veroffentlichen, finde ich gut.

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  4. Solche Schätze haben ja die wenigsten Gitarristen. Vermutlich werden Instrumente wie die 59er Les Paul, höchstens im Wohnzimmer gespielt. Vermutlich landen sie aber in Safes oder Panzerglas -Vitrinen. Somit werden sie also n i c h t gespielt. Von meinen Gitarren würde ich mich nicht trennen, auch wenn es nur 12 Stück sind. Wir sind in den Jahren zusammengewachsen, da jedes einzelne Instrument Modifizierungen erfahren hat, die ich persönlich durchgeführt habe, bis jedes so klang, wie ich es mir gewünscht hatte. Wir haben in der Band nur Eigenkompositionen gespielt und ich konnte sofort hören, welche Gitarre ich für welchen Song nehmen werde. Für die Bühne hat sich eine Universal-Gitarre herauskristallisiert, da ständige Gitarrenwechsel albern auf’s Publikum wirken, zumindest im Amateur und Semiprofi-Bereich. So sehr ich Mark schätze (seit 1979), nach außen wirkt die ganze Aktion wie ein Geldproblem. Zumal in letzter Zeit diese Versteigerung wichtiger schien, als endlich die neue CD fertigzustellen. Im April kommt sie nun doch heraus, hat lange gedauert.

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    1. Sehr gute Anregung,es ist bedauerlich dass sich die meisten Gitarrenliebhaber sich fast ausschließlich mit den bekannten US Marken befassen.

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      1. Es ist nicht bedauerlich, sondern bezeichnend und begründbar. Sind einfach besser, interessanter oder haben einen starken Vintagebezug.
        Soll aber nicht heißen, dass es zB in Deutschland keine konkurrenzfähigen Instrumente gibt.

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    2. Kirk Hammit spielt offenbar Greeny, die 1959-er Les Paul Standard von Peter Green und Gary Moore auch live. So steht es zumindest auf diversen Nerzseiten.

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    3. leider UNSINN; das geschätzte Vermögen von MK liegt bei über 100 Mio,
      da braucht er die paar Kröten nicht….

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    4. Geldproblem erscheint mir im Hinblick auf Marks Verkäufe und das AirPlay seiner Stücke vollkommen lächerlich. Der Typ ist steinreich. Da hat sich einfach eine Menge Zeug angesammelt, und aus den Interviews der letzten Zeit lese ich heraus, dass er es zunehmend einfach mag. Ich bin nicht Mark Knopfler, aber auch bei mir hat sich in den letzten Jahren viel Zeug angesammelt (>100 Gitarren). Da muss ich auch mal über Verkauf nachdenken. Was CD angeht…vielleicht hatte er einfach keinen Bock drauf, nur weil Leute es erwarten. Ja, ich glaube er hat die Freiheit, dann CDs herauszubringen, wenn er Lust drauf hat.

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  5. Wenn eines nicht passieren wird mit solchen Gitarren dann ist es “gespielt werden und ein gutes Zuhause finden”. Wie so viele andere Weltklasse Instrumente mit Geschichte enden sie als Wertanlagen in den Safes von Investoren, Menschen die schon viel Geld haben und das Geld benutzen, um noch mehr Geld zu machen. Im Prinzip eines der Grundprobleme die wir aktuell auf der Welt haben, Stichwort Schere… aber ich schweife ab…

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    1. Wie recht du hast! Trost ist nur, dass er wie Gilmour auch die Kohle zumindest teils, einem guten Zweck zukommen lässt.
      Ich fürchte auch, dass einige anstatt gespielt zu werden, in einer Vitrine auf einer Yacht von so Leuten wie Bezos, Ölscheichs oder Zuckerberg landen…

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    2. … fully agreed!👍🏻

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    3. Die Auktion zeigt, das Geld für Superreiche anscheinend keinen Wert hat.

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  6. Eine interessante Nachricht,daß Mr. Knopler einen großen Teil seiner häufig benutzten Gitarren zur Auktion freigab,um somit wahrscheinlich eine dringliche „Geldnot“ seinerseits abzuwenden, und mit gekonnt inszenierter Publicity weltweit aufmerksam zu machen. Aber,wie von der Presse berichtet,wird er nur einen (kleinen) Teil seines Vermögens für wohltätige Zwecke verwenden,und anscheinend mit dem „restlichen Erlös“ wieder andere seltene Gitarren kaufen.
    Die finanziell sehr potenten Käufer seiner ersteigerten Gitarrensammlung dürften sich vielleicht darüber freuen,daß sie zumindest evtl. keine optisch sichtbaren Blessuren auf den Pickguards seiner Gitarren entdecken,weil er laut eigener Aussage ausschließlich ohne Plektren spielte,und deshalb keine lästigen Kratzspuren zu sehen sind.

    Die erzielten Geldsummen für seine versteigerten Gitarren sind zumindest sehr utopisch,und hier zur direkten Vergleichswertigkeit faktisch total überzogen,da hier offensichtlich nur der so genannte „Promi-Bonus“ zählt,was objektiv betrachtet jeder Realität bezüglich der aktuellen Wertigkeit hinsichtlich alter gebrauchter Saiteninstrumente entbehrt,die in Wahrheit damalig für sehr viel weniger Geld im öffentlichen Gitarrenhandel zu haben waren. Der gegenwärtig künstlich erzeugte Hype um diese,zugegeben mittlerweile sehr seltenen uralten E.-Gitarren rechtfertigten jedoch keinesfalls solche immensen Geldbeträge,die aber wohl sehr gerne von sehr wenigen betuchten Sammlerfetischisten gezahlt werden,um sie allesamt als lukrative Objekte mit enormen Wertzuwachs wieder zu astronomisch hohen Geldsummen zu veräußern. Hier scheidet sich die Heerschar „echter“ Gitarristen in Relation zu super reichen Sammlern,die häufig nicht einmal einen einzigen gespielten Akkord auf einer Gitarre zustande bringen. Ich schließe hierbei mal bewußt und fairerweise Joe Bonamassa aus,der ja ohne Zweifel zu Recht vornehmlich ein sehr versierter Gitarrist und Sänger ist,z.B. unter anderem eine ultra-Rarität in Gestalt und Form einer alten Gibson Flying V sein Eigen nennen darf,und weiterhin ständig auf der Suche nach neuen (alten) Vintage Gitarren ist.

    Meine intensive Sammelleidenschaft umfaßt insgesamt lediglich 4 völlig verschiedene ältere E.-Gitarren im Original Zustand des amerikanischen Gitarrenherstellers B.C.Rich aus der „Golden Aera“ Mitte der 1980er-Jahre,die diesem polarisierend wirkenden Hersteller mit seinen teils extrem bizarren Korpus-Designs bei Liebhabern der „Heavy Metal Fraktion“ bis dato die absolute Treue halten. Dabei sind die kultigen Klassiker,die sich namentlich etwa Warlock,Mockingbird und Bich nennen,und aktuell gesehen wieder total „in“ zu sein scheinen. Wobei es momentan bekanntlich leider immer weniger sehr gut erhaltene Originale des besagten Gitarrenfabrikanten auf dem seriösen Gebrauchtmarkt zu entdecken gibt,weil diese B.C.Rich Raritäten,die einst in den U.S.A. und als perfekte Lizenzprodukte sogar in Japan unter dem besonders bezeichneten „NJ-Serien-Label“ von Cimar und Greco/by Ibanez unter fachkundigen Sammlern als echte Kleinode gehandelt werden,und nicht selten für Verkaufssummen weit über 10.000,-€ den Besitzer wechseln!

    Diesbezüglich muß man aber auch anführen,daß einige wenige dieser durchaus extrem kultigen B.C.Rich Gitarren damals in traditioneller 100%iger-Handarbeit in sehr überschaubaren Stückzahlen gefertigt wurden,was diese alten edlen Gitarren absolut wertig macht. Denn edelste Hölzer,wie uraltes Hawaiian Koa,Honduras Mahagoni,Rio-Palisander,Ebenholz und Quilted Canadian Rock Maple sind eben nicht für kleine Geldbeträge zu haben,dafür sind diese exotischen Edelhölzer aus damaliger Zeit viel zu hochwertig und zu selten. Ich würde meine B.C.Rich Metal Äxte niemals freiwillig verkaufen,weil sie nicht nur außerordentlich schön ausschauen,damals qualitativ sehr sauber verarbeitet wurden,sondern obendrein auch sehr gut klingen.
    Fürwahr ist die Zahl derer,die eine betagte B.C.Rich Gitarre als das non-plus-ultra Objekt bezeichnen nicht übermäßig groß,aber ihre besonderen Klangeigenschaften sind aufgrund der aktiven Elektronik ohne Frage enorm wuchtig und wirklich einzigartig,dies gibt es natürlich nicht zum Nulltarif.

    Ich liebe jedenfalls nach wie vor jede einzelne meiner B.C.Rich Gitarren,weil sie stets gegen die sehr langweilige Norm sämtlicher 08/15-Seriengitarren konkurrierten. Und dabei stört es mich nicht wirklich,daß sämtliche B.C.Rich Gitarren immer auch eine gewisse Kopflastigkeit aufweisen.
    Rock on!

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    1. Von echten Vintageinstrumenten und deren Qualitäten hast du offensichtlich keinen Schimmer. Deine Einschätzung davon, wer heute Vintage Gitarren kauft, entbehrt jeder Realität. Entgegen deiner strikten schwarz-weiß Kategorisierung in „Echte Gitarristen“ zu denen du dich scheinbar selber zählst und reiche Sammler (schnösel, also keine echten Gitarristen), gibt es ganz normale, anständige und intelligente Musiker, die Interesse an Vintage Gitarren haben, weil diese oftmals einfach sensationell gut klingen. Dass du davon wenig Ahnung hast könnte ein Grund dafür sein, dass du hier die Neidkeule schwingst.
      Bei deiner Begeisterung für BC Rich muss ich dich enttäuschen. Das hat mit Vintage wenig zu tun. Auch wenn du es dir nich so schönreden magst. Wird es auch nie. Mit Geschmack übrigends auch nicht. Sorry.

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      1. Mir fällt deutlich auf,daß du hier nur deine eigene „Meinung“tolerierst,und bei anderen berechtigten Kritiken höchst intolerante,ja geradezu lächerliche,und beleidigende Behauptungen aufstellst.Das ist wirklich traurig. Es spielt doch keine Rolle,wer welches Gitarrenfabrikat bevorzugt,es gilt: jedem seine persönliche Vorliebe! Ist das endlich bei dir angekommen? Das Klischee,ob nur diese oder jene Gitarre sehr gut klingt,ist so alt,wie es besaitete Musikinstrumente auf dieser Erdenkugel gibt. Ich habe außer seltener B.C.Rich Gitarren auch hochwertige Fender Strats,Tele etc.,Guild,Gibson,Ibanez etc. in meinem Besitz,dies mal am Rande erwähnt. Nur im Gegensatz zu dir,würde ich aus Respekt und Anstand keine diffamierenden,ja gar sehr abschätzenden Worte gegenüber anderer Gitarrenlabel,die von unterschiedlichen Gitarristen gern gespielt werden,jemals öffentlich äußern,dies steht niemandem zu,das ist tabu!

        In Bezug auf alte B.C.Rich Gitarren hast du nun aber wahrhaftig gar keine Ahnung,denn es sei dir hier verziehen,wenn du leider überhaupt keinerlei Sachkenntnisse über uralte,durchweg wertvolle,wunderbar klingende B.C.Rich Gitarren besitzt,die bereits in den frühen 1970er-Jahren in Handarbeit entstanden,und heute unumstritten zu den global sehr gesuchten Raritäten zählen! Nun aber bist auch du endlich darüber informiert! Dies tat ich wirklich gerne für dich.

        Mein gut gemeinter Ratschlag für dich als „Kritiker“,der in diesem Forum eben bislang nur negative Kommentare verbreitet,und die Musiker,die du überhaupt nicht persönlich kennst,vehement und völlig zu Unrecht als „Neider“ und „Unwissende“ mit unsachgemäßen Worten regelrecht attackierst,solltest du eiligst zu tolerieren versuchen,selbst wenn es dir sehr schwer fällt! Toleranz scheint für dich ein Fremdwort,dessen bin ich mir sicher. Daß du selbst nebenbei angeblich weit über 100 Gitarren besitzt,sei dir vergönnt,das zeugt immerhin von intensivster Sammelleidenschaft.

        Ich kenne nicht dein Alter,will es auch nicht wissen,nur deine unsachlichen und höchst aggressiven Meinungsäußerungen kannst du bitte zukünftig für dich behalten.,denn die mag hier offensichtlich niemand mehr lesen.Alles klar?
        Danke.

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        1. Nix ist klar. Aggressiv? Les mal deinen Komnentar. Alter? Du bist definitiv alt. Liest man aus deinem Kommentar raus. Alt im negativen Sinne. Leider von wenig Dingen eine Ahnung, geschweige denn eine realistische Sicht. Niemand möchte dir deine BC Rich wegnehmen. Wirklich niemand braucht das Zeug. Irrelevant. Und der von dir bemühte Begriff Klischee trifft auf dich zu 100% zu. Voller besserwissen, Opa-Haltungen und bescheuerte Informationen (MK macht ne Auktion weil er Geld braucht..😂😂) Alles klar ? Bitte. Danke.

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  7. Ich hatte ein Phase mit einer unerklärlichen Sammelwut. Als diese abgeklungen war standen 35 E-Gitarren rum. Vier Gibson, einige Fender, Parker, PRS, sieben Schecter, Musicman etc.
    Dann kam die berühmte Erkenntnis dass man eben immer nur ein Instrument spielen kann und im Laufe der Zeit filterten sich die
    Teile, mit denen man bevorzugt, gelegentlich oder kaum spielt.
    Unter diesem Gesichtspunkt trennte ich mich von der Hälfte meiner Sammlung. Rückblickend bereue ich tatsächlich den Verkauf einiger Gitarren wie Les Paul, SG, Tele, Musicman u.a. …würde ich heute nicht mehr machen.

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  8. Ich verstehe nicht ganz, warum Mark Knopfler hier Geldgier, oder Geldnot vorgeworfen wird. Er kann ja mit seiner Sammlung machen, was er möchte und hat die Gitarren wohl alle legal bekommen. Auch David Gilmour hat Gitarren versteigert, da hat sich niemand aufgeregt.

    Vielleicht ist es das Alter und der Gedanke, dass man sich ja nichts mitnehmen kann. Besser man entscheidend selbst, was damit passiert, bevor etwaige Erben zu streiten beginnen (oder die wertvollen Instrumente unsachgemäß behandeln)

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    1. Ganz sicher ist,daß das „letzte Hemd“ keine Taschen hat! Niemand kann etwas mitnehmen! Weshalb Knopfler einen Großteil seiner privaten Gitarrensammlung versteigerte,wurde ja bereits in dem hiesigen Bericht erwähnt. Egal,was auch immer der Grund sein mag,weshalb einst so geliebte Gitarren nun „gehen“ müssen,bleibt zumindest teilweise geklärt.

      Ich vermute hier vorrangig nur Publicity,denn wen würde es eigentlich interessieren,wenn ein „Mr. Unbekannt“ seine wertvolle Gitarrensammlung bei Christies in London versteigert??? -Ganz richtig,nämlich niemanden. Ganz sicher freut aber sich der jeweilige Gitarrenhersteller,dessen Instrumente auf Versteigerungen extrem hohe Summen erzielen! Vielleicht der Hauptgrund,weshalb Promis ihre Gitarren öffentlich versteigern? Der Aspekt sehr erfolgreicher Werbestrategien scheint hierbei nicht unerheblich.

      Ist uns aber grundsätzlich völlig egal,ob sich Knopfler nun nach der sehr erfolgreichen Gitarrenversteigerung demnächst wieder andere teure Gitarren zulegt,oder nicht. Dieser total nervige Hype um den Prominenten Bonus scheint wohl auch zukünftig ein ganz großes Thema für die Presse,bzw. Medien zu sein. Es ändert jedoch absolut nichts an der Tatsache,daß generell von Prominenten benutzte Gitarren in der Regel nicht viel besser oder schlechter klingen,als von unbekannten Gitarristen/-innen. Jeder hat nun mal seine Vorlieben oder Abneigungen gegenüber bestimmter Markenlabel.

      Unverständlich bleibt allerdings,weshalb etliche Promis häufig weit über 100 Gitarren in ihrem Besitz haben,weil man doch faktisch jeweils mit nur einer einzigen Gitarre spielen kann.

      Ehrlich gesagt,sehe ich diese ganze geschickt inszenierte Show als eine reine Geldmaschine für schwer reiche „Sammler“,die anstelle ihrer Luxus-Yachten und zahlreichen Sportwagen zur Abwechslung mal eben auf alte Gitarren als lukrative Wertobjekte setzen,und letztendlich Vintage Gitarren lediglich als eine Investition bezeichnen,die ihnen evtl. irgendwann mal wieder reichlich Geldsegen beschert.
      Diese extrem hohen Geldsummen die hier für die besagten Gitarren geboten wurden,wird ganz sicher kein „normaler Musiker“ spontan hinblättern können.

      Und bestimmt sind die Gebote maßlos übertrieben worden,weil garantiert keine einzige Gitarre von Knopfler dabei war,deren Korpus aus purem Gold bestand,die Hardware mit hochkarätigen Diamanten verziert war,und der Gitarrenhals aus fossiler Mooreiche in Handarbeit gefertigt wurde,und mit Intarsien aus diversen Titan-und Platin-Legierungen auf dem Griffbrett aus edelstem Exotenholz verziert in streng limitierter Auflage von einer kleinen Gitarrenbauer Manufaktur auf dem Planeten Mars angefertigt wurde.

      Mir geht dieses ganze Gehabe dieser heute schon recht betagten „Promi-Gitarristen“ mittlerweile so sehr am „A….“ vorbei,daß ich mich doch ernsthaft frage,was das noch mit der echten Leidenschaft eine Gitarre nur aus reiner Freude spielen zu dürfen zu tun hat?!?

      Tut,mir ja wirklich sehr leid,meine lieben Freunde,aber das scheint mir persönlich dann doch „etwas“ aus der Kurve zu geraten.

      In diesem Sinne
      Liebe Grüße aus Wolfenbüttel/Niedersachsen.

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      1. Kann leider nichts von dem was du hier verzapfst verstehen. Was geht es dich, mich oder sonstirgendjemanden an, wieviele Gitarren jemand besitzt? Ich kenne viele Leute, die keine Superstars sind, und trotzdem sehr viele Gitarren besitzen. Ich selber besitze > 100, und manche spiele ich mehr, andere weniger. Wo ist da das Problem? Dass Gitarren mittlerweile ein sehr gutes Invest ist, ist doch schön. Schließlich lieben viele von uns dieses Instrument. Sich selber auf die Seite der „normalen Musiker“ zu stellen, die aus deiner Sicht „die Guten oder anständigen“ sind und sich gegenüber denjenigen, die eine Gitarre als Invest kaufen oder viele Instrumente besitzen (die Bösen) abzugrenzen, weist mich lediglich auf eins hin: Neid.
        Ich bin normaler Musiker mit vielen Instrumenten. Wo ist das Problem. Ich hab sie gekauft, nicht geklaut..also was?
        Und ja, ich hätte gerne eine Gitarre mit prominentem Vorbesitzer. Steigert den Wert. Zudem haben diese Leute oft besseren Zugriff auf außergewöhnlich gute Instrumente. Somit stimme ich dir in keinem Punkt zu sondern kann dazu nur müde lächeln.

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        1. Du hast hier den eigentlichen Sinn offensichtlich leider nicht verstanden,denn Gitarren,ob alt oder neuwertig im Nachhinein zu außerirdisch horrenden Preisen zu verkaufen,zeugt von maßloser Überheblichkeit! Profitgier und Egoismus hat nun wirklich gar nichts mit der Liebe zu Gitarren gemein. Manche haben das immer noch nicht begriffen.

          Leute,wie du,die hier von Neid reden,tun mir wirklich eher sehr leid,da sie die Sinnhaftigkeit um eben diese Thematik gar nicht auf dem Schirm haben.

          Wie naiv,weltfremd und unerfahren muß man eigentlich sein,um es zu tolerieren,daß heute bezahlte Rekord Geldsummen bei „Promi-Gitarrenversteigerungen“ de facto völlig überzogen sind?! Die Preisrelation steht oft in keinem vernünftigen Verhältnis.

          Wer im Besitz von 100 Gitarren ist,scheint für mich den Bezug zur Realität total verloren zu haben. Merke: nur Kraken könnten evtl. zeitgleich mit mehreren Gitarren spielen. Fazit: die maßlose Überzahl an gesammelten Gitarren hat absolut rein gar nichts mit der Liebe zu diversen Saiteninstrumenten zu tun. Ich kenne persönlich keinen Neid,auch keine Mißgunst,ganz im Gegenteil,ich besitze selbst einige Handmade Custom Gitarren,die ich damals sehr akribisch auswählte,und mit denen ich abwechselnd auch sehr gerne live spiele.

          Und: hier geht es nicht um „Böse“ oder „Gute“,denn wir sind ja nicht im Kindergarten. Aber vermutlich braucht man dann doch besser einen gewissen Abstand zu renitenten Leuten,wie dich,die ihre alten Gitarren anscheinend lediglich als reines Investment „nutzen,“ um irgendwann vielleicht eine hohe Rendite erzielen zu können. Das mag für dich „schön“ sein,aber ich teile deine Meinung „als normaler Musiker“ absolut nicht,denn eine Gitarre lediglich als eine reine Wertanlage zu betrachten,zeugt faktisch wohl von musikalischer Unreife,denn ich sehe deine Bemerkungen hier absolut nicht als berechtigten Kommentar,sondern viel eher als Polemik. Wen interessiert es,wie viele Gitarren im Besitz einer Privatperson sind,mit einem deutlichem Hang zum lukrativen Wiederverkauf und weniger dem Interesse der Musikalität zugewandt? Ehrlich gesagt,du „verzapfst“ hier eine sehr merkwürdige Meinung,die meine Musikerkollegen und ich doch sehr gerne in die Sparte „unnötige Diskussionen“ einordnen werden. Ein guter Tipp: lerne zukünftig einfach mal sachlich zu kommentieren,und die berechtigten Kritiken anderer Musiker „neidlos“ zu tolerieren. Im voraus vielen Dank.

          Schöne Grüße
          aus Niedersachsen.

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          1. Mein „Neid“- Kommentar passt auf dich wie Faust auf Fresse.
            DU kapierst einige Dinge nicht, und ich muss es dir nicht beibringen. Nur soviel. Wenn jemand Instrumente zu „horrenden“ Preisen anbietet gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder er verkauft nix oder die Nachfrage daran ist so hoch, dass man extra eine Versteigerung organisieren muss, um dem Ansturm Herr zu werden. Nur weil du diese Zusammenhänge nicht kapierst, ist daran noch lange nichts schlecht. Und selbstverständlich kosten Instrumente mit prominentem Vorbesitzer mehr. Autos von Michael Schumacher gehen auch mit Extra-Aufschlag weg.
            Und ja, man kann Gitarren sammeln und dieses Instrument gleichzeitig lieben, auch wenn du das als verwerflich darstellst. Ich vermute, weil du kein Geld hast. Dafür muss man sich nicht schämen. Für Neid und Missgunst schon.
            Wenn jemand wie ich, der Musik viele Jahre beruflich gemacht hat ein paar Gitarren gehortet hat, liegt dass auch daran, dass man über die Jahre einiges geschenkt oder sehr günstig bekommen hat. Und dass man sich tolle alte Gitarren gekauft hat, die wunderbar sind und sich erfreulicherweise im Wert besser entwickeln als jeder gute Wein im Geschmack. Gruß ins Seniorenheim.

            Auf diesen Kommentar antworten
      2. Zitat: “Unverständlich bleibt allerdings,weshalb etliche Promis häufig weit über 100 Gitarren in ihrem Besitz haben,weil man doch faktisch jeweils mit nur einer einzigen Gitarre spielen kann.”
        Der – beliebte – Vergleich hinkt: Man kann auch nur ein paar Schuhe gleichzeitig anziehen oder wird nur mit einem Satz Messer und Gabel gleichzeitig essen. (Und als Nicht-Promi besitze ich war ca.50 Saiteninstrumente, aber nur 2 Paar WInterstiefel, beide über 20 Jahre alt…)

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        1. Sagte ich hier bereits. Diese Argumentation ist eine Neiddebatte. Jeder der ein paar Gitarren mehr hat ist dumm, arrogant und kein Musiker. Damit muss man leben. Neid frisst die Menschen auf. Noch mehr als Blödheit. LG

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      3. Ich gebe Ihnen vollumfänglich recht!
        1999 war ich bei der ersten Clapton-Versteigerung live in NYC dabei und hinterher völlig frustriert über die teilweise irren Gebote für Gitarren, welche Clapton zwar im Keller liegen, vermutlich aber nie in die Hand genommen hatte. Neben mir saß ein Gitarrenhändler aus New Orleans, der ähnlich dachte. Zu einer Akkustischen Klampfe, welche aufgerufen wurde, meinte er, dasselbe Model könnte bei ihm im Schaufenster gebraucht viellt 2-300 usd erzielen, jefoch keine 38000 usd wie auf der Versteigerung erzielt.
        Fazit Bei Versteigerungen tritt das „Gier frisst Hirn“-Syndrom besonders deutlich hervor, und zwar bei uns allen. Ergo : Aufpassen.Dieese Klampfen erzielen, normal angeboten, idR niemals mehr den Preis wie auf der Auktion….
        Und, letzter Satz : Today you have to pay as much as Hard Rock Café allows you.
        In diesem Sinne : fröhliches Spielen
        Grüße aus dem Ländle
        Ecki

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    2. Meine Schätzchen bleiben in der Familie.Meine Ovation die mich auf meinen Touren in Tschechie und Baskenland begleitet hat habe ich meiner Tochter überreicht nachdem eine Ovation Elite ihren Platz eingenommen hat.Ich darf sie des öfteren hören wenn sie daraf spielt was mich immer wider freut.

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    3. finde ich exakt genauso; das letzt was mir in den Sinn käme, dass MK das aus Geldmangel gemacht hat. Warum sollte man ihm nicht glauben, dass er meint, es sind zu viele und man könnte sie und seine Popularität nutzen, um wohltätiges damit zu tun. Was gibt es da dagegen zu sprechen, im Gegenteil, ich finde dass das zu würdigen und hoch zu schätzen ist.
      Hat nicht auch clapton schon öfter einige seiner Gitarren für gute Zwecke versteigern lassen? Da habe ich nichts kritisches gelesen, warum auch….aber heute sind die Zeiten offenbar anders, leider…

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    4. Geldnot..dass ich nicht lache. Die Geldnot von dem hätte ich gerne. Hast recht. Ist doch seine Sache.

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  9. Nun das Herr Knopfler ohne Zweifel ein Gitarrengenie unserer Zeit ist, müssen wir wohl nicht diskutieren. Mir stellt sich allerdings schon seit Jahren die Frage wo das hin führen soll. Gehen doch viele der Gitarren an Finanzkräftige “Sammler” die mit Gitarre spielen nix am Hut haben. Mich Persönlich stimmt es nachdenklich das immer mehr diesen Markt als einen Invest Sektor für sich erkennen, so wie es auch auf dem Whisky Markt seit Jahren passiert. Das positive an der Entwicklung ist denn sicherlich das die eigenen Gitarren die aus den 70iger und 80iger stammen, sicherlich nicht an Wert verlieren ;))

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    1. Ich glaube das jeder von uns der ein so wertvolles Instrument besitzten würde es nicht zu einem Gig mitnehmen würde. Sollte da mal ein Poti kratzen ist selbst das Wechseln eine Wertminderung manche dieser Teile sind wie ein Oldtimer also was sollte man mit so einem Instrument machen?
      Ich meine diese Gedanken müsste sich mal jeder von uns selbst stellen.

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      1. Kratzende Potis sind ebensowenig ein Problem wie Neubundierung. Das ist längst hinter uns. Reduziert den Wert einer Vintagegitarre nicht. Bespielbarkeit ist auch wichtig. Häufig werden die „alten“ Bünde nach Wechsel mitgeliefert.
        Ich spiele meine Vintagegitarren sowohl im Studio als auch Live. Schwerpunkt Studio, das stimmt, aber man kann diese Instrumente durchaus nutzen ( Bonamassa , Stones, aber auch viele unbekannte Musiker). Ich spiele eine 64‘ Strat, eine 65‘ Strat sowie diverse 72‘ ES-Gitarre zu jeder Gelegenheit. Eine LP aus den 50er Jahren nur im Studio, da hast du wohl recht. Aber diese yinstrumente sind zu 200% nutzbar und toll.
        LG

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  10. Was höchste Rekordsummen bei Gitarrenversteigerungen für den einen alternden Gitarristen der ehemaligen Dire Straights für ein angeblich freudiges Glücksgefühl sorgt,bedeutet für mich (als ebenfalls betagten Musiker) eine abgrundtiefe Traurigkeit,denn ich würde meine kleine Gitarrensammlung nicht unbedingt verkaufen wollen.

    Wer jahrelang live on Stage auf seinen eigenen liebgewonnenen Gitarren spielte,weiß um die Besonderheit seiner Saiteninstrumente. Da ist es nebensächlich,ob eine ganz bestimmte Gitarre nach stundenlangen Auftritten wegen ihres Gesamtgewichts auch schon mal Rückenschmerzen verursachte,oder sich bei einem Gitarrensolo plötzlich und völlig unerwartet ein Potiregler verabschiedete. Keine Gitarre auf der Welt ist vor diesen Dingen gefeit. Aber das macht es doch schließlich aus,daß man sich im Nachhinein vielleicht sogar schmunzelnd daran erinnert. Und weshalb sollte man ausgerechnet dann diese treuen Begleiter verkaufen wollen?

    Mark Knopfler,mit Verlaub,war für mich ehrlich gesagt nie der „Super Gitarrist und absolut perfekte Sänger,“ da finde ich andere,viel weniger bekannte Musiker weitaus interessanter und viel virtuoser. Aber das ist reine Sympathie und Geschmackssache.

    Ich finde es eher sehr bedauerlich,daß so manche Menschen eine Gitarre aktuell nur als Objekt mit stetem Wertzuwachspotential sehen. Sorry,aber das hat mit großer Liebe zu einer Gitarre rein gar nichts mehr zu tun. Hier geht es nur noch um Profit,und um einen Wettbewerb,wer die angeblich teuerste Gitarre auf der Welt besitzt,selbst wenn er nicht mal eine einzige Note auf ihr spielen kann.

    Verschont uns „echte Gitarrenliebhaber“ daher zukünftig bitte mit derartigen „Neuigkeiten“ der „Star Gitarristen,“ die,aus welchen Beweggründen auch immer,lediglich in den Schlagzeilen der Medien ihre Befriedigung und Aufmerksamkeit suchen.

    Auch ein Mark Knopfler spielt(e) seine Gitarren stets nur mit den Fingern,er prägte zwar kurzzeitig den überraschenden Verkaufserfolg und somit erneut eine wieder aufflammende Beliebtheit der (unbestritten) soliden und soundmäßig perfekten Stratocaster mit,jedoch blieb er werbestrategisch als Endorser (evtl. wesentlich aus finanziellen Gründen?) bekanntlich nie bei nur einem Gitarrenhersteller,und wechselte auch schon mal zu einem anderen Markenlabel mit dem markanten „Open Book Headstock“.

    Infantil zu glauben,daß viele Endorser Gitarristen/-innen aus eigener persönlicher und totaler Überzeugung für einen Gitarrenfabrikanten werbestrategisch zur Verfügung unter Vertrag stehen,es geht hierbei doch faktisch nur um steigende Verkaufszahlen,was leider viele naive Kunden bis heute noch immer nicht begriffen haben. Und bei einer globalen Gitarrenversteigerung zu Rekordpreisen mischen ausschließlich sehr vermögende Kreaturen mit,die größtenteils von wertigen alten Gitarren gerade einmal so viel Ahnung haben,daß sie wissen,wie man aus viel Geld noch mehr Geld machen kann. Eine seltene,wundervoll klingende uralte Gitarre betrachten sie doch höchstens als reines Verkaufsobjekt,da bleibt die gerechte Wertschätzung schlußendlich auf der Strecke.

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  11. Hm… m.m.n. sind die Gitarren ziemlich überbewertet (genau wie die Spielqualitäten von Herr Knopfler).

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  12. Es ist schon unglaublich was Krokodillerchen und Sunflower dem 75 Jahre alt werdenden Mark Knopfler andichten bzw unterstellen.
    Er hatte 120 Gitarren und das waren ihm nun anscheinend zu viele. Passt für mich.
    Öffentlich versteigern tut man ein solches Lot um mehr sehr zahlungsfähiges Publikum zu erreichen und um so höhere Preise zu erzielen. Das ist legitim.
    Die Welt der reichen Sammler ‘turnt’ wohl auch nicht auf Reverb oder Ebay rum, sondern schaut in die Kataloge der grossen Auktionshäuser und ist nur so zu erreichen. Das macht Sinn.
    Das Einzige was mich wundert ist, dass Christie’s sich bei einigen der möglichen Erlöse anscheinend massiv verschätzt hat.

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  13. Mir geht es ähnlich wie Mark.
    Von den ca. 40 Gitarren die sich in meinem Fundus befinden spiele ich gerade mal 4 Stück regelmäßig. Neben diesen 4 Gitarren besitze ich 6 Gitarren die eine ganz besondere persönliche Geschichte besitzen. Diese Geschichten sind es die meine Söhne dazu anhalten werden die Gitarren nach meinem Abgang zu behalten und nicht zu verkaufen. Bleiben also noch 30 Gitarren die anderen Gitarristen vielleicht eine Menge Spaß einbringen können und bei mir nur rumstehen. Aus diesem Grund werde ich mich von diesen Schätzchen in naher Zukunft trennen. Ich werde beim Verkauf dieser sicher nicht diese Traumpreise erreichen dafür werden diese Gitarren nach dem Verkauf sicher gespielt.

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  14. Na ja, es sind ja nur “Gitarren”!

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  15. ich bin alt genug um zu wissen dass ich nicht ewig lebe
    Weil ich immer noch sehr viele Gigs habe lege ich Wert auf hochwertige und zuverlässige Instrumente
    Telecaster Banjo, Steel Gitarre Akku Gitarre hab ich immer dreifach
    Das reicht mir
    Meine historischen Sachen habe ich abgegeben
    Ich hab keine Lust Investments zu den Gigs mitzunehmen

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  16. Also ich freue mich für Mark Knopfler, der Ballast abwirft und dann auch noch etwas von dem sensationellen Umsatz spendet.
    Die exorbitanten Preise, die nun erzielt wurden, werden im Wiederverkauf nicht mehr zu erreichen sein.
    Deshalb denke ich, daß eben diese superreichen Käufer so Ihre Wertschätzung für das Lebenswerk von Mark zum Ausdruck bringen. Klar ist es schade, daß die Instrumente wohl nicht mehr von fähigen Musikern eingesetzt werden, aber sie werden zumindest für die Zukunft bestmöglich konserviert und erhalten.
    Und das Tröstliche ist, wenn man einem Carlos Santana, einem Mark Knopfler oder einem anderen Saitenmusikanten dieses Kaliber ‘ne halbwegs ordentlich gemachte China-Gitte in die Hand gibt, dann werden wir trotzdem auf Anhieb mitbekommen, wer da spielt! 90% Finger, 10% Equipment! Das ist das Schöne an Saiteninstrumenten, daß durch all die hier möglichen Tonbildungsvariablen, die Persönlichkeit und Stil des Spielers hörbar wird/ist.
    Also: relax, chill und ich freue mich für Mark!

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  17. Ich denke, es werden schon wieder viel zu viele Legenden um diese Aktion gestrickt. Egal wie groß die Sammellleidenschaft ist, im entsprechenden Alter kommen rational denkende Menschen auf den Gedanken, ihre Besitztümer zu reduzieren und sich auf das zu konzentrieren, was wirklich gebraucht wird. Auch die Aussage, daß es weiterhin Versuchungen in Form von neuen Gitarren geben wird, ist nachvollziehbar, das Eine schließt das Andere nicht aus. Für Menschen im vergleichbaren Alter sind das alles sehr schlüssige Beweggründe, die für Jüngere vielleicht nicht so leicht verständlich sind.

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  18. Ich finde, es zeugt von Reife, sich von den berühmten Gitarren zu trennen, um (oben heißt es zumindest so) den Großteil des Erlöses zu spenden. David Gilmour hat da ein gutes Vorbild gegeben, der hatte ja sogar alles gespendet (was ihm nicht weh getan haben wird…).

    Übrigens: Knopfler würde auch mit einer Squier oder Epiphone exakt so klingen, wie man ihn von Aufnahmen kennt – bei den Spekulanten, die seine Originale erworben haben, wird das nicht so sein.

    Letztlich: Die “Exponate” von Knopfler oder Gilmour beziehen ihren Preis aus ihrem prominenten Vorbesitzer, es sind Unikate. Schade, dass die in Vitrinen landen werden – aber wir sprechen hier von einer Handvoll von Gitarren. Soll sich halt einer, der sonst alles hat, doch diesen Traum erfüllen – insbesondere, wenn es einem guten Zweck zugute kommt. Finde ich top.

    Ärgerlicher finde ich, dass so ein Bonamassa auf Hunderten (mittlerweile tausenden?) historischer Gitarren und Amps sitzt, die andernfalls zum Teil noch für talentierte Nachwuchsmusiker bezahlbar wären und diese inspirieren könnten. Und der Typ wird weiter horten und das Zeug noch für 30-40 Jahre anderen Musikern entziehen (womit ich nicht mich meine, keine Sorge…).

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    1. …die Gitarren, auf denen Joe „sitzt“, sind für talentierte Nachwuchsmusiker längst nicht mehr bezahlbar. Darüberhinaus gibt es da draußen aber noch jede Menge toller 70er Jshre Instrumente, die für Jedermann erschwinglich sind, also auch für talentierte und talentfreie Nachwuchsmusiker.
      Bonamassa ist ein Held dafür, dass er die Gitarre, die sich seit Jahren auf dem absteigenden Ast befindet, wieder ins Rampenlicht gestellt hat. Insofern kann man ihn dafür in eine Reihe mit EVH und Slash stellen. Das Geld, dass er mit unglaublichrm Arbeitseifer (ständig auf Tour, jedes Jahr mindestens 1 Album) verdient hat, sollte er, ebenso wie du, einsetzen dürfen wie er mag.
      Eine Neiddebatte ist peinlich.
      Gitarren sind heute Invests wie klassische Autos, Immobilien und alte Weine. Daran ist nichts, aber auch gar nichts verwerflich.
      LG

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  19. Oh, das Thema wird ja sehr kontrovers und leidenschaftlich diskutiert. Aus meiner Sicht war der Antrieb eher nicht Geldnot, weiß es aber genausowenig wie alle anderen hier. Mr. Gilmour wurde ja schon angesprochen. Der hat 2019 mit fast identischer Anzahl den doppelten Reibach gemacht, und nach meiner Information komplett gespendet. Wie auch immer, ich kann den Verkauf verstehen, ich bin nämlich, zwar einige Jährchen jünger, auch am Überlegen einen Großteil meiner über 90 Gitarren zu veräußern. Da ist vom Chinaschnapper bis zur US-Customshop Alles dabei, und der Erlös wird wahrscheinlich ziemlich überschaubar bleiben. Trotzdem ist’s so, dass ich mittlerweile einfach nicht mehr so viele haben möchte. Man spielt ja eh nur eine Handvoll, der Rest fristet ein trauriges Koffer-, Taschen oder Ständerleben. Und mal ehrlich, wie viele von Knopflers Instrumenten werden wohl ernsthaft gespielt worden sein? Richtig, eine Handvoll…

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  20. Ich hab zwar keine hochpreisigen Gitarren aber die welche ich hab, hatte ich sehr sorgfältig ausgesucht und gekauft. Ab und zu überlege ich auch was ich abstoßen könnte und was auf keinen Fall. Meine Framus-Gitarren aus deutscher Fertigung (Panthera und Diablo, beide um 20 Jahre und eine Idolmaker) und DBZ (Cavallo und Bolero, hergestellt in Korea) würde ich nicht abgeben.

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  21. Ich muss leider gestehen, dass meine Sammelwut auch zu etwas über 120 Gitarren geführt hatte – ABER die allermeisten davon KEINE hochwertigen “Raritäten” sondern überwiegend GIBSON Gitarren (Hier allerdings auch oft die teuren Custom Shop oder Collectors Choice – und ganz wenige andere Marken) Warum GIBSON? Wichtigstes Argumnent: Bekanntheit und somit .Wiederverkaufswert. Es war mir immer klar das das völlig Gaga ist und ich NIE 120 Gitarren spielen und sie nicht einmal mal in ihrer Gänze richtig einstellen/justieren/besaiten können würde. Sammeln ist halt überwiegend KEINE rationale Aktion. Meine “Teuersten waren 1958er ES 335, 2x 1953 LPer Goldtop, 1956er LP Custom (Alnico/P90) unr einige LP Junior (dc, sc) sowie LP TV Junior und Special. Colle Geräte, die aber jahrelang nur an der Wand hingen (Schande!). Gespielt habe ich neuere Instrumente alle wesentlich preiswerter. Keines davon hat mich so überzeugt, dass ich traurig war, dass ich sie ALLE bis auf 2 Juniors wieder verkauft habe. in der Rgel mit nur marginalem Gewinn (Wenn überhaupt), weil ich sie prinzipell über Händler Verkauft habe; keine Lust mich mit Hinz und Kunz über die Originalität der Schauben oder Plastikteile zu streiten; die Händler wissen da schoin eher Bescheid. Als “Investitionen” habe ich sie nie betrachtet; meine Sammelwut galt eher den TÖNEN, die ich damit derzeugen konnte als dem Holz und der Hardware. Und nun kommt da eine “Problem” ins Spiel: mein Tongeschmack hat sich über die Jahre sehr stark verschoben; ich bevorzuge heute relativ “cleane” Sounds, höchstens leicht angeräuchert und Hi-Gain ist z.B. kein Thema mehr für mich. In diesem Kontext habe ich plötzlich auch andere “Klassiker” entdeckt (ich nenne hier nur Tele oder Strat) oder auch modernere Produkte aus fernöstlicher Fertigung (Indonesien!), die mir für einen Bruchteil des Geldes genau das liefern, was ich im Moment als “imeinen Sound” im Kopf habe. Etwas ähnliches ist mit bei Verstärkern passiert: wenn ich mich eine ganze Weile mit Fractal Audio, Kemper und Two Notes beschäftigt hatte, beworzuge ich heute (wieder) kleine klassische Röhrenamps und in diesem Zusammenhang habe ich etliche “Boliden” aus der “Stadion-Rock-Ära” ziehen lassen. Im Moment habe ich noch so etwa 30 Gitarren, darunter etliche neuere und unter diesen
    zwei Stück für zum Teil SEHR wit unter 500 €, die ich Super finde. Ich weiss, das auch das gutes Geld ist und eine Menge vorwiegend junger Musiker sich auch damit schon seht schwer tun können – aber ich bin nicht mehr jung, habe ein langes Leben gelernt und gearbeitet und mir dann im Alter alle diese “Jugendträume” erfüllen können. Wer darauf neidisch ist – nun ja, kann man nichts machen. Was micht betrifft: ich habe nie jemanden beneidet, der sich eine Originale 59er LP Leisten konnte. FÜr das Geld (in etwa) hätte ich dann doch stets lieber die 100 anderen Gitarren gekauft.

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  22. Das Knopfler Geldprobleme hat, läßt sich mit dem Verkauf ein paar seiner Gitarren nicht zwingend beweisen. Ich glaube es auch einfach nicht. Z.B. “Money for nothing” spielt sicher immer noch viel Geld in die Kasse.
    Ich glaub auch nicht, dass die besonders teueren Gitarren hauptsächlich in Safes verschwinden. Gitarrenstars selbst besitzen sicher viele dieser besonderen Schätzchen, und um sie schonend zu benutzen, werden sie nicht auf die Tour mitgenommen, aber dafür im Studio eingesetzt. Z.B. Pat Metheny, der life immer mit Ibanez zu sehen ist, spielt häufig im Studio seine uralte Gibson ES 175. Und diese uralte Gibson hat bestimmt auch einen enormen Wert. Oder die von Jimi Hendrix angekokelte Stratocaster fand bei Frank Zappa sein Zuhause, und man sah ihn immer wieder mal damit. Heute sieht man Dweezil Zappa des Öfteren mit dieser Fender. Und ich denke dass sie kultbedingt zu den wertvollsten E-Gitarren überhaupt gehören dürfte. Und manche Stars beschenken sie gegenseitig mit tollen Gitarren wie z.B. Clapton-Harrison etc…

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  23. Die Preise, die bei dieser Auktion erzielt wurden, sind schon krass und zeigen, dass manche Sammler – oder man muss wohl eher sagen Finanzinvestoren – wirklich zu viel Geld haben. Denn der Käufer z.B. der roten Schecter wird doch nicht allen Ernstes glauben, dass er aus dem Instrument den gleichen Sound und die gleiche Spielfreude herausbekommt wie Mark Knopfler. Dazu gehört dann doch noch etwas mehr…
    Als Investments werden die Instrumente also doch eher in Safes oder Vitrinen landen. Spannend wäre dann die Langzeitbeobachtung, wie werthaltig diese Investments waren. Bei der 59er Burst mit ihrem Mythos ist das vielleicht noch am ehesten denkbar. Aber bei manch anderer Gitarre muss dann doch auch neben dem vielen Geld viel Liebhaberei mit im Spiel gewesen sein, damit sich das Investment persönlich auszahlt.

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  24. Sich von Instrumenten zu trennen, mit denen einem gute Erinnerungen an Zeiten, die vorbei sind, verbinden, kann sehr befreiend wirken.
    Ich habe eben mein geliebtes Ashdown Bass-Stack verschenkt. Das steht jetzt an einem Ort, wo junge Leute mit viel Talent und wenig Geld Projekte realisieren können und ich muss es nicht mehr rumschleppen!

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  25. Anfang der 90er Jahre hatte ich einen guten Job bekommen und gutes Geld verdient. Also kaufte ich mir einen (ich glaube einen der ersten) Marleaux Consat Bass mit einer Glockenklang Bassanlage. Das Non Plus Ultra damals. Leider war ich damals noch nicht gut genug für Instrument und Anlage. Ich kam soundmäßig nicht zurecht. Alles klang zu ehrlich, zu sehr Hifi für mich und offenbarte zu sehr meine Unzulänglichkeiten. Nach ein paar Jahren verkaufte ich beides und tauschte es gegen einen Esh Various und einen Eden Metro Amp. Dass ich den Marleaux verkauft habe, schmerzt mich heute noch sehr. Den hätte ich gerne wieder zurück, aber heute fehlt mir das nötige Kleingeld, um mir erneut ein entsprechendes Instrument zuzulegen. Ein kleiner Trost für mich ist, dass ich mittlerweile 5-Saiter spiele und somit der Consat kaum noch zum Einsatz käme. Aber bereuen tue ich seinen Verkauf noch immer…. 😢

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  26. Mir scheint, hier wird eine Neiddebatte losgetreten. Der Herr Knopfler ist in den Siebzigern, es ist also absehbar, dass er nicht mehr viele Jahrzehnte an seinen Gitarren zupfen wird. Was soll er tun? Behalten? Also vererben. Was machen die Erben damit? Sicherlich verkaufen/versteigern. Ändert nix am Geldfluss. Dass sich die Bieter hochschaukeln, ist nicht sein Problem. Es ist doch o.k., dass Mark Knopfler einen ordentlichen Anteil der Erlöse für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellt.

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    1. Es geht ja hauptsächlich um den regelrecht künstlich hochgeschaukelten „Hype“
      alte,häufig live bespielte,teils sogar völlig abgerockte Gitarren,die von einigen bekannten Star-Gitarristen benutzt wurden,für astronomisch hohe Geldsummen zu versteigern. Die Wertigkeit bei all diesen Gitarren steht absolut in keinem Verhältnis zum Versteigerungspreis,darin sind sich doch wohl alle einig,die sich intensiv mit dieser Materie beschäftigen. Denn langjährig live on Stage gespielte Gitarren sind selten ohne Blessuren oder Lackbeschädigungen.

      Im Vergleich: man kann für eine einfache Flasche Mineralwasser beim Getränke Discount eine kleine Geldsumme bezahlen,oder aber auf einer karibischen Luxusinsel für die gleiche Menge Wasser im exklusiven Edel-Restaurant mit Prominenten-Faktor eine (nicht gerechtfertigte!) extrem hochpreisige Summe berappen. Eine Gitarre,die vor Jahrzehnten gerade einmal vergleichsweise noch wenige DM oder einige U.S.$ kostete,wird heutzutage für extrem utopische Geldbeträge an potenzielle Sammler versteigert,deren objektiv geschätzter Geldwert nun wahrlich jeden Bezug zur Realität verloren hat. Was nun ein in die Jahre gekommener Mark Knopfler mit seinen eigenen alten Gitarren anstellt,kann mir ja total egal sein. Knopfler war für auch mich nie der „absolute Überflieger“ betreffs außergewöhnlich begabter Gitarristen gewesen,aber der Fairneß wegen respektiere ich trotzdem sein spezielles Gitarrenspiel. Völlig indiskutabel bleibt für mich jedoch auch zukünftig der „Trend,“ alte „Vintage Gitarren,“ die einst im Besitz berühmter Gitarristen waren,für astronomisch hohe Geldsummen zu verkaufen,die dann schließlich in einem Safe „verrotten“.

      Hier wird der eigentliche Wert einer alten Gitarre maßlos überschätzt.
      Es liegt leider in der Natur der extrem geldgierigen „Unmenschen,“ die derzeit uralte Gitarren nur als gewinnbringende Wertanlagen betrachten,und deshalb vorab Unsummen investieren.

      Eigentlich sollte es uns „echte“ Musiker gar nicht tangieren,was diese super reichen Spekulanten mit ihren,viel zu teuer ersteigerten Gitarren anstellen,-es ist nur Schade um diese wertvollen Saiteninstrumente,wenn sie für immer im Tresor verbannt werden,und für die Öffentlichkeit nie mehr sichtbar sind.

      Begrüßenswert,daß es zumindest in den U.S.A. und in Schweden zwei Gitarrenmuseen gibt,die zahlreiche alte Gitarren für interessierte Leute zur Schau stellen. Hier wird der eigentliche Wert alter Gitarrenmodelle gewürdigt. Das ist gut.

      Was mich allerdings speziell an den uralten Gibson Les Paul E.-Gitarren schon immer störte,sind die feinen Lackrisse (bedingt durch den Nitrolack) und die mitunter häufig lädierten Headstock Overlays,die an Häßlichkeit kaum noch zu toppen sind,da das eingefügte alternde Gibson Firmen Logo aus Perlmutt optisch oft sehr zerkratzt,bzw. unansehnlich wurde.Manches alte Gibson Markenlogo (Open-Book-Kopfplatte) scheint sogar irgendwann (durch den Schrumpfprozess?) herauszufallen. Eigentlich ein bekanntes „Phänomen“ bei hauptsächlich alten eingelegten Logos aus Celluloid-Kunststoff,der irgendwann merklich schrumpft. Bei echtem Macassar Perlmutt scheint mir das eher ein anderer Grund zu sein.Vielleicht liegt es da werksseitig an den unfachmännisch eingesetzten Perlmutt Einlagen,die wegen zu hoher Toleranzen beim einsetzen mit Holzkitt „ausgebessert“ wurden. Heute passiert das aufgrund der ultra-modernen Lasertechnik wohl kaum noch,und Celluloid und Bakelit wie es damals hergestellt wurde,wird schon ewig nicht mehr verwendet. Wer weiß hier mehr darüber? Wem ist dieses „Problem“ nicht unbekannt?

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    2. Es kommt sicherlich nicht darauf an,wer die älteste,teuerste und bekannteste Gitarre besitzt,die ehemals einem mehr oder weniger bekannten Musiker gehörte,der sein Instrument entweder überwiegend für Studioaufnahmen oder hauptsächlich dann doch lange Zeit bei Live Konzerten einsetzte.

      Ich habe den Eindruck,daß sich hier im G&B-Leserforum größtenteils sehr selbstbewusste Gitarrenfreaks zu Wort melden,die mit großer Freude und Stolz ihren besonderen Hang zum Sammeln von alten Gitarren mitteilen. Das ist prima,denn da wird überdeutlich,daß Gitarren (zumindest von an Musik interessierten netten Menschen) auch in Zukunft weiterhin gekauft,verehrt,geliebt und genutzt werden.

      Es spielt dabei keine Rolle,ob es sammelwürdige alte Gitarren von B.C.Rich (die auch ich selbst sehr verehre!),Fender,Gibson etc. sind,der Spaß an den Gitarren ist doch entscheidend. Deshalb verstehe ich hier nicht,warum ausgerechnet so ein altes Gitarrenlabel wie B.C.Rich es zweifellos ist,von einem einzigen Kommentator (soldano) der mehrfach völlig grundlos ausschließlich herablassende Äußerungen zu eben diesem besagten Gitarren Pionier der Heavy Metal Rock Scene aus den U.S.A. niederschreibt,und sein beschränkter Wortschatz stets nur mit „lächerlich“ in negativer Erscheinung tritt. Ich gehe mal davon aus,daß es ihm bestimmt sogar entging,daß es sich bei B.C. Rich sehr wohl um ein handwerklich und musikalisch sehr anspruchsvolles Markenlabel handelt,das ursprünglich hervorragende Akustikgitarren in geringer Auflage anfertigte,die ebenfalls heute extrem selten zu bekommen sind,und wenn,dann zu richtig hohen Sammlerpreisen!
      Daraus folgt,daß auch Bernie Rico Rich Gitarren bis dato sehr wertvoll und weltbekannt auf dem Vintage Markt vertreten sind.
      Unabhängig davon,ob man dieses Label nun mag,oder nicht,der Fairness wegen verdient B.C.Rich Respekt. Basta.

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  27. Es ist einfach surreal. Ein Instrument ist dazu da, dass jemand es spielt und jemand anderes zuhört. “Investoren” werden das letztlich verhindern, während Mäzene im Gegensatz dazu ihre Schätze – Stradivari, Guaneri, Amati usw. – Künstlern zur Verfügung stellen.
    Was soll’s. Man muss auch die realistische Seite sehen. Ich bin überzeugt, dass viele dieser Instrumente, die jetzt in Tresoren verschwinden werden, völlig überbewertet sind. Ihren Wert behalten sie gerade so lange, wie sie NICHT gespielt werden. So kann der Mythos einer 58-er oder 59-er LP Standard weiterleben.
    Es ist wie mit einem Spitzenwein oder Spitzenwhisky. Würde man die Flasche öffnen und einen Schluck nehmen, wäre der Zauber wohl in vielen Fällen dahin.
    Trotzdem mag ich es Mark Knopfler natürlich von Herzen gönnen, weil er ein phantastischer Komponist, Gitarrist und Sänger ist. Und dort liegt wohl auch der wahre Wert dieser Instrumente: beim Vorbesitzer, der das Instrument geschätzt und gespielt hat.

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  28. Ich mach`s kurz…..
    “PRS Custom 24” vermtl.BJ.89 Weinrot, wegen Geldmangel im Jahre 2000 billig verhökert (Ebay)
    Ärgert mich heute noch, hab aber inzwischen andere gute Schätzchen.
    SIGISIXPACK

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  29. Diese Preise zahlt ja kein Musiker, es handelt sich dabei i. d. R. um Firmen die so viel Geld besitzen, dass diese in der Lage sind solche wahnsinnigen Summen rauszuhauen.
    Die haben eher das Geldproblem, nicht Mark Knopfler. Ich sehe das auch so, dass der Promi-Bonus den Preis in die Höhe treibt und nicht das Stück Holz mit der primitiven Elektronik. Die werden meiner Einschätzung nach auch nie wieder auf einer Bühne zu sehen sein. Wenn man sich für gebrauchte Vintage- Gitarren interessiert wird man schnell feststellen, dass in den meisten Fällen die US- Hersteller preislich an der Spitze liegen, andere Marken spielen da eher eine untergeordnete Rolle, was ja nicht heißt, dass diese Instrument schlechter sind. Ich persönlich freue mich über die Wahnsinnigen die hohe Preise zahlen, da ich selbst, damals noch über Zeitungsannoncen, eine LP-Black Beauty und eine 74er Strat sehr günstig eingekauft habe und diese Instrumente eine deutliche Wertsteigerung erfahren haben.

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    1. Hallo,“Dirk G-Punkt,“ ich teile deine ehrliche,sehr objektive Meinung sehr gerne. Es ist wahr,es sind wohl eher die gigantischen Gitarrenfirmen,die bereit sind,dermaßen hohe Preise für extrem seltene Elektrische Gitarren von ohnehin gut betuchten Promis auszugeben.

      Ich beglückwünsche dich,daß du eine alte Gibson LP Black Beauty und eine 1974er-Fender Stratocaster dein Eigen nennen kannst. Ich empfinde die gegenwärtigen Preisentwicklungen betreffs alter Vintage Gitarren auch sehr erstaunlich und teilweise maßlos übertrieben. Nur sollte man dabei auch berücksichtigen,daß heutzutage sogar für so genannte „Relic Gitarren“ von manchen Leuten sehr hohe Summen bezahlt werden,die kurioserweise zunächst bei Fertigstellung im Neuzustand anschließend künstlich auf „uralt“ getrimmt werden,indem man sie mit „Hilfsmitteln“ wie z.B. Sandpapierfeilen,Kieselsteine und weiteren groben Materialien attackiert,und somit eigentlich mutwillig „zerstört.“ Eine sonderbare Idee,wie ich finde.

      Auch ich habe in meiner langjährigen Beziehung zu älteren Gitarren,so manche kleine Raritäten für relativ wenig Geld von privaten Musikern kaufen können,die bis heute behalten habe. Darunter sind u.a. auch eher weniger bekannte Gitarrenmarken,wie etwa „Pearl“,“Greco“ u.s.w.

      Von den etablierten Gitarren Fabrikanten bin ich jedoch ganz weg,weil ich nun „endlich“ erkannte,daß eine zu 100% handgefertigte Custom Electric Guitar von meinem regionalen Gitarrenbauer bedeutend besser klingen kann,und von vorn herein ein perfektes Set-up erfuhr,was bei seriell gefertigten Gitarrenmodellen aus der Fabrik aus Kostenersparnis nicht gewährleistet ist. Ja,sicher,es gibt bei Handmade Guitars deutlich höhere Preise,die aber durchaus gerechtfertigt sind,weil reine Handarbeit und gute Hölzer,top Hardware,sowie individuelle Vorlieben und Wünsche nun einmal teurer bezahlt werden müssen.

      Ich sehe das aber genau so,daß eben noch immer vorrangig das gute alte „berühmte Gitarrenmarkenlabel“ als Verkaufsargument zieht,und leider viel seltener die saubere Verarbeitungsqualität und besondere Klangeigenschaft einer Gitarre,die von einer kleinen regionalen Manufaktur handgefertigt wurde.

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  30. Schade, dass manche hier so rigoros hin- und herstreiten mit höchst untergriffigen Kommentaren. Die gehen am Thema „würdet ihr euch von euren Lieblingsinstrumenten trennen….?“ vorbei!
    Ich stand als junger Anfängergitarrist (ist so 4 bis 5 Jahrzehnte her) am Schaufenster meines Musikgeschäftes und konnte mich nicht an den vielen schönen, aber damals für mich leider unleistbaren Gitarren sattsehen. Mittlerweile bin ich in die Jahre und durch Fleiß und etwas Glück auch zu Geld gekommen. Ich habe mir meine Gitarrenträume von damals erfüllt…
    Schade, dass hier Leute, die sehr viele Gitarren besitzen, für nicht ganz dicht gehalten werden, so fühle ich mich nämlich überhaupt nicht. Ich habe die Jahrzehnte hindurch nicht nur gute/teure Gitarren gesammelt, sondern auch geübt! Daher werden, wenn meine Gitarristen- und Bassisten-Freunde zu Besuch kommen, ALLE Instrumente irgendwann ausgepackt und auch gespielt (auch bei kleinen Gigs hie und da). Kein einziges verottet im Koffer oder verstaubt in der Vitrine, auch nicht die Wertvolleren, denn wozu sind sie denn da?
    By the way, ich persönlich lehne den „Aging“ und „Relicing“ Hype ab, wer das möchte, soll…. Meine Gitarren altern von selbst durch Gebrauch. Ich würde auch keine Marke herabwerten, nur weil ich sie nicht auf dem Schirm habe. Jede/Jeder soll spielen, was gefällt!
    Ich jedenfalls möchte mich nie freiwillig von meinen Schätzchen trennen, auch wenn meine Frau meint, es werden schon zu viele. Aber wie heißts? Man hat immer eine Gitarre zuwenig! 😉
    Und das einige von ihnen mit der Zeit an Wert gewinnen, ist nicht der Grund für weitere Aquisitionen, sondern einfach das gute Gefühl, Geld, das sonst am Konto an Wert verliert, sinnvoll! ausgegeben zu haben…
    (P.S.: meine Frau hat, glaube ich, mehr Schuhe als ich Gitarren, und trägt auch immer nur ein Paar!)
    Liebe Grüße, und reißts Euch zusammen!

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    1. Lieber Martin F.,ich begrüße deinen sehr objektiven Kommentar,der sprichwörtlich den Nagel auf den Kopf traf!!! Vielen Dank dafür.

      Ich bin auch ein fleißiger Gitarrenspieler-und Sammler,und habe die sinnvolle Erfahrung gemacht,daß „ein Leben ohne Gitarren zwar möglich ist,jedoch völlig sinnlos“. Ein Zitat in etwas abgewandelter Form von Loriot (R.I.P) .

      Ich habe jahrelang dazu gebraucht,um z.B. an eine alte Original Gibson Victory MV II ,Baujahr 1982,in einem absoluten Traumzustand zu gelangen,die zirka 15 Jahre völlig unbeachtet in einer gläsernen Schauvitrine im Raum Main/Taunus Kreis ausgestellt war.
      Durch reinen Zufall erfuhr ich durch einen sehr guten Musikerkollegen,der in einer mir bekannten Hard Rock Band die Lead Guitar spielte,von eben besagter Rarität,die damals noch in Kalamazoo/U.S.A. unter der Leitung der einst berühmt-berüchtigten Norlin-Ära gebaut wurde. Die Verarbeitungsqualität ist entgegen aller negativen Berichten absolut top. Lediglich der damals bereits häufig verwendete Nitrocellulose-Lackauftrag (Candy-Apple-Red) bei Gibson ist zumindest im Bereich des Gitarrenhalses recht gewöhnungsbedürftig,da der Nitro-Lack nach einer gewissen Spieldauer den Hals durch die Handwärme regelrecht klebrig erscheinen läßt. Dies ist mittlerweile auch bei anderen Gibson Gitarren mit Nitrolackierung bekannt geworden. Es bestünde die radikale Möglichkeit,den Gitarrenhals,der übrigens aus massivem Canadian Hard Rock Maple besteht,einfach vom Lackauftrag zu „befreien“,und ihn mit Schleifmitteln zu Leibe zu rücken,um ihn anschließend wieder mit Wachs zu versiegeln. Davon sehe ich aber grundsätzlich ab,weil diese Prozedur den Wert und die ursprüngliche Optik dieser Gibson Victory enorm herabstufen würde. Dies wäre Frevel. Also,belasse ich es eben besser bei diesem „klebrigen Hals“ im originalen Gesamtzustand,da die Anzahl dieser mittlerweile ultra seltenen Rarität weltweit enorm geschrumpft ist.
      Ich werde sie ergo also niemals freiwillig in Zahlung geben,denn sie war und bleibt bis heute ein Relikt aus der Vergangenheit. Die Produktionsdauer für diese leider kaum bekannte Victory MV II („MV“ stand damals für „Multi Voicing“) betrug bei Gibson insgesamt etwa nur knappe 2 Jahre! Angeblich wurden in diesem kurzen Zeitraum nur ganze 100 Exemplare produziert. Kein Wunder also,daß sie kaum bekannt war.
      Desweiteren in meinem Gitarrenbestand sind folgende Gitarren-Marken:

      Starfield Altair.
      Ibanez.
      Guild.
      Godin.
      Fender Strat/Tele.
      Minarik Goddess.
      Kawai Aquarius.
      Faith.
      Gary Levinson.
      Samick.
      Cort.
      PRS.
      Shadow.
      Eastman.
      El Maya.
      Pearl.
      Yamaha SC 600.
      Aria.
      Shiro.
      Firefox.
      Epiphone.

      Und ein endgültiges Ende ist noch lange nicht in Sicht.
      Meine Lebensgefährtin besitzt nebenbei auch viel mehr Paar Damenschuhe als meine gegenwärtige Anzahl an Gitarren.Bleibt stets nett,höflich und immer fair!

      Let´s play Guitar!

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      1. Hey, danke für das Lob!!
        Deine Sammlung scheint sehr umfangreich zu sein und auch sehr viels(a/e)itg! Ein paar der angeführten Marken besitze ich noch nicht, es gibt also für mich in Zukunft noch einiges zu tun/sammeln!
        LG aus Ösiland auch an die Lebensgefährtin, es lebe die Vielfalt!
        Martin

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  31. Ein reges Interesse wurde losgetreten,teilweise recht heftige,mitunter nicht nachvollziehbare,beinahe schon recht harsche,bzw. beleidigende Kommentare von einem einzelnen „Meinungsvertreter“,der sich hier „Soldano“ nennt,und der anscheinend nichts besseres zu tun hat,als seinen miesen Senf zu verteilen,den gar niemand lesen möchte.

    Klartext: das Kulturgut Gitarre ist nicht abhängig von einem bestimmten Markenlabel. Mittlerweile liefern die weltweit größten Gitarrenfabrikanten Cort und Samick in Südkorea sehr sauber gebaute Gitarren zu fairen Preisen.
    Dieses nervige Klischee,daß höchstens alte Originale Vintage Gitarren mit einem Markensiegel auf dem Headstock das besondere Qualitätsprädikat für besten Sound und hochwertigste Hölzer erhalten dürften,sollte schleunigst dementiert werden! Wir leben im Zeitalter der modernsten Maschinentechnik,die durchaus auch in der Gitarrenfabrikation beste Ergebnisse zu bezahlbaren Preisen liefert.

    Wer sich derzeit intensiv mit dieser Thematik beschäftigt,kann feststellen,daß
    es neu gebaute,sehr gut klingende,serienmäßig hergestellte Gitarrenmodelltypen gibt,die,anders als super teure „betagte Gitarren“ aus den Anfangszeiten der Gitarrenherstellung die früher mit primitiven Werkzeugen bearbeitet,und minderwertiger Elektrik/Hardware versehen,heute mit modernster Produktionstechnik gegenwärtig wesentlich exakter gefertigt werden,weniger Ausfälle mit nervig kratzenden Potis haben,und die Preise wesentlich niedriger sind. Wem dies nicht zusagt,kann sich ja spontan eine maßgeschneiderte,und nach seinen eigenen Vorstellungen bestückte Elektrogitarre beim einheimischen Gitarrenbauer bestellen.

    Wer aber wirklich fest daran glaubt,sich eine uralte,mit feinen Lackrissen übersäte,teure Vintage Gitarre zulegen zu müssen,die ehemals ein berühmter Gitarrist mit seinen Schweißpfoten begrabbelte,der sollte sofort mit der Suche beginnen. Zum Trost existieren ja bestenfalls auch hervorragend gefälschte Plagiate,die aktuell zu Hauf im globalen Internet geordert werden können!
    Viel Spaß dabei.

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  32. Die Preise regelt der Markt und pseudo-ethische Diskussionen darüber warum so viel bezahlt wurde und wie viele Instrumente jemand besitzt sagen wohl mehr über die jeweiligen Teilnehmer dieser medikamentös wohl nicht durchgehend gut eingestellten Runde aus.

    Die Zitate sagen ein Übriges: « …hast du offensichtlich keinen Schimmer … entbehrt jeder Realität … was du hier verzapfst …die Neidkeule …das ist tabu …keine Ahnung … keinerlei Sachkenntnisse … kann dazu nur müde lächeln …den Bezug zur Realität total verloren»

    Daher kann man der G&B nur raten, Lesern/Usern so wenig Einfluss wie möglich auf Inhalte zu geben.
    Seit Van Goghs Tagen haben sich die Dinge wohl grundsätzlich geändert. Eigene Ohren werde nicht mehr abgeschnitten, sondern anderen abgekaut.

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    1. Daß die meisten „Kommentare“ so mancher „Kritiker“ hier auf diesem Portal schlicht und einfach zunehmend leider immer häufiger öffentlich erscheinen,liegt vermutlich an der Tatsache,daß einzelne frustrierte User
      den anderen „übrigen“ Gitarrenfreunden es wohl absolut nicht gönnen,beziehungsweise akzeptieren können,bestimmte,bis heute polarisierende Gitarrenhersteller-Fabrikate,wie unlängst z.B. B.C.RICH aus den U.S.A. als kultige Klassiker aus der bekannten „Golden Era“ zu respektieren. Ich frage mich nun ernsthaft,aus welchem plausiblen Grund auch immer,ausgerechnet dieser bezeichnete,mit damaligem Hauptfirmensitz in Kalifornien beheimatete Gitarrenhersteller nicht in der Liga der berühmten Vintage E.-Gitarren zugeordnet werden sollte???

      Zumal unbestreitbar echte Klassiker,wie die B.C.RICH Gitarrenmodelle Mockingbird,Bich,Warlock,Eagle,Ironbird,Virgin,Warbeast u.s.w. bis zum heutigen Tage sehr vielen Gitarristen durchaus noch bestens in Erinnerung geblieben sind.

      Ich wünschte mir hier in diesem Forum sehr gerne etwas mehr an Toleranz,Akzeptanz und Respekt besonders gegenüber Gitarrenliebhabern der etwas härteren Heavy Metal Fraktion,zu der natürlich außer dem alten Markenlabel B.C.RICH,selbstverständlich auch die bekannten Firmen Jackson,Kramer,Charvel etc. gehören.
      Vielen Dank für euer Verständnis und Einsicht.

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    2. Das Sammeln und die Benutzung von seltenen Gitarren ist zu Lebzeiten sehr schön und auch sinnvoll. Ich weiß aber schon,daß ich alle meine Gitarren vor meinem Ableben total zerstören werde,weil ich nicht will,daß sie in gierige,total unkundige Hände kommen. Jedem so wie es gefällt. Die Option,sie eventuell in ein Gitarrenmuseum zu geben,finde ich nicht gut,weil es leider immer Spekulanten gibt,die alte wertvolle Gitarren verkaufen wollen,damit sie noch richtig Gewinn machen. Das ist nicht gut.
      In die diesem Sinne…
      nach mir die Sintflut.

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      1. Ein interessanter Aspekt….
        Was passiert mit unseren Instrumenten “nach” uns? Eigentlich ist es ja so, das nicht wir all die Gitarren besitzen, sondern sie uns. Ich habe im letzten Jahr ein paar Gitarren aus der Sammlung eines Bekannten gekauft, der alters- und krankheitsbedingt nicht mehr spielen konnte. Er besaß die Instrumente zwischen 20 und 40 Jahre und wollte sie in guten Händen wissen. Sein Sohn spielt nicht und interessiert sich auch nicht dafür, so verkaufte der Bekannte die Gitarren Stück für Stück. Nun ist er verstorben. Ich bin auch schon in den 60ern. Die Jahre, die ich die Gitarren noch besitzen werde, sind auch absehbar. Ich habe keine Kinder, was also tun?
        Bei einigen Gitarren weiß ich die durchgehende Käufer-Reihenfolge, die Instrumente wechselten ca. alle 10 bis 20 Jahre ihre Besitzer, ich bin eine Ausnahme, ich habe einige schon über 30 Jahre. So wie die Dinge im Moment liegen, habe ich nicht vor, sie zu Lebzeiten zu verkaufen (Aber man weiß nie, was kommt, klopfe mal schnell auf Swamp Ash und Honduras-Mahagoni)
        Und was nach mir kommt, ist mir eigentlich egal, ich kanns sowieso nicht ändern…
        Ich führe eine Liste, wo ich aufzeichne, wann und von wem ich eine Gitarre gekauft habe, den Preis damals und den ungefähren Wert heute. Falls ich früher ablebe als meine Frau, damit sie weiß, in welcher Preislage sie sie verkaufen kann, falls sie will.
        Oder sie lässt alle gemeinsam bei Christies versteigern… 😉
        LG, Martin

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        1. Als Alternative käme es auch für mich nicht in Frage meine gesamte Sammlung (momentan weit über 120 sehr seltene und alte unterschiedliche Elektro-und Semi-Akustikgitarren!) noch zu Lebzeiten einem Gitarren-Museum zu vermachen. Meines Wissens existiert in Deutschland außer dem Framus Museum auch überhaupt (noch) kein spezielles Gitarren-Museum verschiedener Markenlabels.

          Auch ich werde meine komplette Gitarrensammlung keineswegs der „Nachwelt“ hinterlassen. Ein schönes helles und warmes Feuer wäre die einzige Option,damit meine geliebten Gitarren,die mich ein langes Musikerleben begleiteten nicht in falsche Hände kämen,die deren hohe Wertigkeit sowieso nicht schätzen würden. Und die ach so „lieben“ Erbschleicher dürfen höchstens noch die Asche der Instrumente wegfegen. Ja,es klingt schon recht harsch,aber ich bin Realist,und bekam im Leben noch nie etwas geschenkt,weshalb ich auch niemandem auch nur eine Gitarre gönnen möchte,die unter den gierigen „Haifischen“ für enorm viel Geld verkauft werden würde. Dies ist mein allerletzter Wunsch.

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        2. Hallo Martin F.,
          ich habe zwei Gitarren, eine Fender Stratocaster und eine Reverend Clubking 290 aus dem Nachlässen von Amateurmusikern gekauft. In beiden Fällen hatten Bandmitglieder, im Auftrag der Ehefrauen die Instrumente inseriert. Ich habe hier einen Kommentar gelesen, der würde seine Gitarren eher verbrennen als sie der Nachwelt zu hinterlassen, so etwas kann ich nicht nachvollziehen. Ich fände es eher sinniger wenn meine Instrumente/ Verstärker weitergespielt werden.

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  33. Also ich war total geschockt was für Preise hier erzielt wurden, 813000€ für die 59er Paula. Die wird sicher nie wieder gespielt sondern die wandert in einen klimatisierten Safe als Geldanlage. Ist eigentlich schon Religion, das Ding ist eine Reliquie. Also ich hätte die Gitarren die Musikgeschichte geschrieben haben (Pensa Suhr, Paula Stratocaster etc. an Marks Stelle nicht verkauft, mit den hätte er ja weiter spielen können. Auf jeden Fall der Hammer, dass er die Teile verkauft hat. Mit 75 Jahren weht einem doch ein Hauch Sterblichkeit entgegen. Mitnehmen kann man nichts, das letzte Hemd hat keine Taschen …

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  34. Also Relic finde ich total ätzend weil man sieht, dass das nachgemacht ist. Und echte Relic finde ich auch schlecht, zeigt es doch oft auch davon, dass der Besitzer achtungslos mit dem Instrument umgegangen ist. Ich bin was Gitarren anbelangt ein Ästhet, ein schönes Instrument macht mir Freude und deshalb gehe ich pfleglich damit um.

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    1. Lieber TwinSteve,da bin ich voll und ganz deiner Meinung! Ich sehe das exakt genau so! Herzlichen Dank!!! ❤️

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  35. Schon irgendwie putzig, dass hier kaum einer von den “ich-sammel-aber-auch-Gitarren” Kollegen auf die Idee kommt, dass man mit dem Ersteigern einer solchen Gitarre auch ein Stück (Musik)Geschichte erwirbt. Von mir aus kann man ja über die, teils horrenden, Summen diskutieren, die einige Leute bereit sind auszugeben. Aber zu erwarten dass nur “echte” Gitarristen hier in der Lage wären diese Gitarren zu schätzen, ist doch die gleiche, bescheuerte Logik, als wenn nur andere Maler ein Gemälde ersteigern sollten.
    Aber, wie so oft in Musikerforen, entsteht auch zu diesem Thema direkt wieder eine Idealismusdebatte von den Leuten, die meinen den wahren Geist der Kunst in sich zu tragen.
    Meine Meinung zu dem Thema; Jeder kann doch wohl mir seinem Krempel machen was er will. Und wenn Marks Gitarren diese Preise erzielen, beweist das für mich in erster Linie, welchen Stellenwert er als Musiker und sein Werk als Musikgeschichte besitzt. Auch zu sehen an dem regen Interesse, das diese Auktion ausgelöst hat.

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  36. Erstaunlich, wie manche Leute bei so banalen Themen gleich so abgehen und persönlich werden und andere hier beschimpfen müssen.
    Entspannt Euch.

    Jeder kann doch mit seinem Eigentum machen was er will, wenn er damit keinem weh tut, ob Promi oder nicht.

    Dass hier normale Menschen wie Du und ich schreiben, dass sie 100 Gitarren und mehr besitzen verblüfft mich. Wo und wie wohnt Ihr, dass Ihr Platz (und Kohle) für so viele Klampfen habt ??? Und alle spielen kann man bei der Masse sicher nicht, ich jedenfalls wäre da vollkommen lost.

    Ich werde weise mit dem Alter:
    Ne Strat, ne Tele, ne Paula, vielleicht noch ne 335-artige oder ganz was Hohles (Gretsch?) plus ne schöne Western. Mehr brauchts doch eigentlich nicht (es sei denn man ist Metalhead, dann noch so ne Heavy-Axt dazu).

    Wenn ich ein Auge auf andere schöne Gitarren werfe, stelle ich mir jetzt immer selbst die Frage: “Was mache ich dann damit?”
    Und die ehrliche Antwort lautet in den meisten Fällen: “Nix!”

    Und sich nur drüber freuen, dass man noch eine Gitarre besitzt? Das ist schnell nach dem Kauf wieder vorbei, so viel Spaß es in dem Moment auch macht.

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