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Guitar Summit 2022 – Tag 1

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Nik Huber

Nik Huber mit seinem Sohn Niko und dem neuen Business-Manager Aaron … ins Bild halten die Jungs für uns Gitarren aus der limitierten Bernie Marsden Edition. Da wir in Kürze diese Gitarren in Gitarre&Bass näher unter die Lupe nehmen dürfen, belassen wir es hier mit dem ersten Eindruck! fh

 

Thorsten Hans

Thosten Hans hatte sich an die Ecke bei Kloppmann positioniert – keine schlechte Aufstellung. Er zeigt ein hübsches kleines Ding aus sehr schön inszeniertem Paulownia-Holz, dank der honigfarbenen Sunburst-Lackierung. Korpus und Hals bestehen aus diesem ultraleichten Material, was die Gitarre zu einem Federgewicht von nur 2,2 kg macht. Was braucht es noch? Wraparound-Bridge und ein starker P-90-Pickup am Steg von Andreas Kloppmann, 1 x Volume, 1 x Tone und ab geht die schnelle Post! fh

 

C.GIG Guitars

Christoph Garwels aus Bakum-Lüsche bei Vechta ist gelernter Möbeltischler und arbeitete zehn Jahre als Konstrukteur in der Einrichtungsbranche, wo er seine Kenntnisse in moderner Fertigungstechnik wie CAD und CNC erweiterte. Dies half ihm auch in seiner eigenen Werkstatt. 2008 begann er als Hobby mit dem Bau von Gitarren. Bald merkte er, dass dies seine Leidenschaft war. 2013 gründete er das Kleingewerbe C.GIG und stellte professionell Gitarren her. Seit 2018 widmet sich der Metal-Fan voll und ganz dem Instrumentenbau. Neben exklusiven Headless-Modellen, wie dem Y-REF 7-Saiter bietet er mit der Atlas auch ein eher konventionelles, aber sehr schön rund gestaltetes Modell an. Roasted Alder mit gewölbtem Riegelahorn-Top und geschraubtem Riegelahornhals plus Pau-Ferro-Griffbrett. Dazu Häussel-Humbucker und Hipshot-Bridge. Da sieht und hört man viel Gutes! fh

 

Panucci Custom Guitars

Aus dem niederländischen Den Haag brachte Angelo van Merrienboer seine Panucci Custom Guitars mit. Für Fans alter Les Pauls ein Traum. Und Angelo schafft es, seinen Gitarren aus der Inspired Series nicht nur ein authentisches Flair zu geben, hinter dem Look finden sich auch hervorragende Zutaten, abgelagerte Hölzer sowieso, mit Sorgfalt und handwerklicher Finesse zu perfekten Remakes verarbeitet. Dabei handelt es sich aber nicht einfach nur um Kopien. Angelo bietet diese der alten Paula nachempfundenen ’59-Gitarren z.B. auch mit unterschiedlich stark gehöhltem Korpus an, eine Entscheidung, die er mit hörendem Vergleich getroffen hat. Auch macht er keine Gitarren nach Wunsch. Er baut sie nach eigenem Gusto und der Kunde kann sich für sie entscheiden – Punkt! So ein ’59-Modell ist auch nicht billig zu haben, mit etwa € 5500 aufwärts ist schon zu rechnen. Wer hätte weniger für ein handgefertigtes Instrument dieser Kategorie erwartet? fh

 

Baron Elektrogitarren

Wird das ein Trend, nach dem Motto “Weniger ist Mehr” oder “in der Reduktion liegt die Kraft”? Oliver Baron hat, abgesehen von seinem Helliver-Modell Firebug, das er weiterhin auf Anfrage herstellt, nur noch eine kleine, aber ultrafeine Hollowbody namens Baron Modell 1 im Programm. Drei Jahre hat er in dieses Modell gesteckt, zwischenzeitlich den Gürtel gar etwas enger geschnallt, um es perfektionistisch auf den Punkt zu ziehen. Jedes Detail in Bauweise und Funktion wurde hinterfragt, erprobt, verworfen und verbessert – bis er endlich zufrieden war. Auf dem Summit hatte er zwei von diesen feinen Modellen ausgestellt. Basis ist ein Korpus aus leichtem und resonantem Okumé, in den ein ausgeklügeltes Hohlkammer-Layout gefräst wird. An Deckenhölzern stehen Fichte, Ahorn und Mahagoni in fraglos bester Qualität zur Verfügung. Der einteilige Hals ist aus dem gleichen Stamm wie der Korpus gefertigt und mit einem Griffbrett aus Ebenholz kombiniert. Die vielen feinziselierten Details sind an dieser Stelle gar nicht ausreichend zu würdigen. Standard ist eine 625mm-Mensur, alternativ gibt es auch eine Version mit kurzer 600mm-Mensur. Sogar die Pickups wickelt Oliver inzwischen auch selbst. Interessant ist, bei wem dieses Modell 1 Begehrlichkeiten weckt: Carl Carlton hat es gespielt und musste es sofort haben, aber unerwartet schwärmte noch auf dem Guitar Summit abends Guido von den Donots ebenfalls in höchsten Tönen von dieser Gitarre. Kann ein Spagat größer sein? fh

 

Tausch Guitars

Ob er nachts durch die Streuobstwiesen seiner Umgebung pirscht, auf der Suche nach den richtigen Materialien für seine tollen Gitarren? Rainer Tausch findet jedenfalls die passenden Hölzer hiesiger Provinienz, denen er mit seiner souveränen Handwerkskunst längst beste Sounds abgewinnen konnte. Ins Bild hält er für uns frisch fertiggestellte Modelle in Rot. Die Montreux kommt mit einem Body aus stark ausgehöhlter Kastanie kombiniert mit einem Ahornhals, der ein Griffbrett aus Zwetschgenholz erhielt, ein schöner und bewährter Standard bei Tausch. Natürlich hat Rainers Kumpel Harry Häussel die Tonabnehmer gewickelt. Am Hals sitzt der VIN A2, in Bridge-Position ein A5+. Konkurrenz bekommt diese hübsche rote Lady vom Modell La Grange, mit dem Rainer, zumindest dank 628mm-Mensur, mal wieder den Freunden der Les Paul etwas bieten will. Die La Grange setzt auf einen nur leicht gehöhlten Korpus aus Kirsche, dem ein Hals aus ebenfalls Kirschholz eingeleimt wurde. Griffbrett ist wiederum Zwetschge und auch bei diesem Modell mit ABM-Bridge kommen die 59er Humbucker-Pickups von Häussel. fh

 

Kloppmann

Mit Andreas Kloppmann war für viele Gitarristen auch der ausgewiesene Spezialist für authentische Vintage-Sounds von Strat, Tele und Les Paul am Start. Andreas, selbst ein gewiefter Gitarrist mit viel praktischer Erfahrung, hat jahrzehntelange Forschungs- und Analysearbeit geleistet, um dem speziellen Tonverhalten berühmter alter Pickups, wie etwa dem PAF aus frühen Humbucker-Jahren auf die Spur zu kommen. Für die gelungene Annäherung sprechen nicht zuletzt sein Kundenkreis und Entwicklungen für fein ausgebildete Lauscher wie die von Peter Weihe, Thomas Blug oder Marcus Deml. Längst aber fertigt Andreas mit seinem kleinen Team auch Pickups für alle Anwendungen – nur gut müssen sie halt sein! fh

 

Häussel Pickups

Natürlich waren auch Spezialisten vor Ort, ohne deren Beitrag alle vorgestellten Instrument ziemlich still geblieben wären. Einer davon ist Harry Häussel, ein renommierter Pickup-Spezialist mit breit gefächertem Programm für so gut wie jede Anwendung. Auch macht er neben seinen beliebten Standards immer noch Custom-Anfertigungen und auf dem Guitar Summit war er umgeben von vielen Buildern, die seine Tonabnehmer nicht ohne Grund in ihre feinen Kreationen schrauben. fh

 

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Unser Favorit auf der diesjährigen Guitar Summit ist zweifellos MGH Custom Handmade Guitars aus Hennigsdorf/bei Berlin! Sehr außergewöhnliche,akkurat gefertigte,und top klingende Gitarren aus besten Hölzern! Und die im eigenen Hause handgewickelten Pickups überzeugen auf ganzer Linie! Matze und sein Team wissen,wie genialer Gitarrenbau funktioniert! Best Regards from Wulfie.🎩

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    1. Blut beschmierte Hände, Blut beschmierte Wände und sehr viel Herzblut fließen in unsere Arbeiten ein. Wir danken allen fürs kommen und für diese netten Zeilen. Das alles und der Wahnsinn in unseren Köpfen lassen MGH Guitars weiter voran schreiten.
      Dank an Wulfie von der gesamten MGH Crew

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