Produkt: B.B. King for free
B.B. King for free
Alles über den „King of Blues“ Meister B.B. King im großen Special!
Aus dem neuen Heft

B.B. King & Eric Clapton – 20 Years: Riding With The King

(Bild: Warner)

2000 kam es zum Blues-Gipfeltreffen zwischen Mentor und Schüler. Riley B. King und Eric Clapton nahmen gemeinsam ein Album auf, das eine Brücke schlug zwischen der langen Tradition und der Gegenwart des Blues. ,Riding With The King‘ landete damals im Mutterland des Blues auf Rang 3 und avancierte auch im Rest der Welt zu einem kommerziellen Erfolg. Zum Jubiläum erscheint nun eine Neuauflage mit zwei bislang unveröffentlichten Nummern. Und hört man zwei Jahrzehnte später wieder rein in dieses Album, dann scheinen die Songs über die Jahre noch gewachsen zu sein.

Mit einem knackigen Gitarren-Riff im Stile von J.J. Cale wird man in das dezent rockende ,Riding With The King‘ hineingezogen. King und Clapton singen gemeinsam und spielen Fills. Sehr cool kommt dann eine Strophe mit Sprechgesang von B.B. King. Wesentlich traditioneller fällt der langsame Shuffle-Blues ,Ten Long Years‘ aus, inklusive langer Solo-Passagen. Auch der ,Three O‘Clock Blues‘ und das schnelle ,Days Of Old‘ zählen zu den klassischen Nummern des Albums. Allesamt starke Aufnahmen, die vielleicht noch getoppt werden vom getragenen ,When My Heart Beats Like A Hammer‘.

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1967: King & Clapton jammen. (Bild: Don Paulsen / Michael Ochs)

Bei den vier zuletzt genannten Stücken handelt es sich um alte B.B.-King-Nummern, die Clapton für dieses Projekt ausgesucht hatte, und die hier erfolgreich wiederbelebt wurden. Noch weiter zurück in die Blues-Geschichte geht‘s in den Folk-Blues-Klassikern ,Key To The Highway‘ (Big Bill Broonzy/Charles Seger) und ,Worried Life Blues‘ von Maceo Merriweather, in denen Akustikgitarren dominieren. Letztlich lag und liegt der Reiz dieses Albums im Wechsel zwischen purem Blues und den modernen bluesrockigen Songs. So wird ,Marry Me‘ mit einer funky Wah-Gitarre vorangetrieben. Auch ,I Wanna Be‘ ist so ein locker groovender Song mit Pop-Appeal, den man eher auf einem Clapton-Solo-Album erwartet hätte. In diesen Kontexten kommt Mr. Kings kraftvoller Gesang einfach toll rüber. Mit Stimme und seinen Licks entfaltet er einen ähnlichen blauen Kontrast zur rockenden Band wie schon bei dem U2-Live-Gastspiel ,When Love Comes To Town‘ (,Rattle And Hum‘, 1988). Dies konnte man auch schon 1983 bei Stevie Ray Vaughans Gastspiel auf David Bowies ,Let‘s Dance‘-Album beobachten.

,Riding With The King‘ bietet eine Bandbreite, die von einer ganzen Reihe exzellenter Musiker umgesetzt wurde. Unter anderem von den Zwillingsschwestern Susannah und Wendy Melvoin (backing voc), Nathan East (b) , Steve Gadd (dr), Joe Sample (p) und schließlich noch drei weiteren Gitarristen: Andy Fairweather Low, Doyle Bramhall II und bei ,Help The Poor‘ auch Texas-Blueser Jimmie Vaughan.

2000: Mit dem Oldtimer in die Charts (Bild: Craig Matthew)

Für B.B. und Eric ging mit diesem Album, wie sie beide in den Liner Notes beteuern, ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Erstmals trafen sie sich 1967 im New Yorker Cafe Au Go Go. Nach Kings Auftritt kam es zu einer langen Session zwischen dem jungen Bluesrocker – der gerade in den USA mit seiner Band Cream das Debüt ,Fresh Cream‘ veröffentlicht hatte – und dem großen Idol. „Wir saßen einfach auf der Bühne und spielten stundenlang mit den übrig gebliebenen Mitgliedern der Hausband. Es war fantastisch.“, schreibt Eric in seiner Autobiographie („Eric Clapton – Mein Leben“, 2007, Kiepenheuer & Witsch).

Gleiches galt dann auch für die Studio-Sessions ein gutes Vierteljahrhundert später. King äußerte sich im Interview mit Gitarre & Bass (08/00) mehr als zufrieden: „Vom ersten Mal an, als wir darüber redeten, habe ich immer nur gehofft, dass wir es auch tun werden. Ich habe uns die Daumen gedrückt. Und als wir dann endlich bei der Arbeit waren, da war es …“

Produkt: Ten Long Years – B.B. King & Eric Clapton
Ten Long Years – B.B. King & Eric Clapton
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