Produkt: Testbericht: Yamaha SG1801PX Phil X Signature
Testbericht: Yamaha SG1801PX Phil X Signature
Die Yamaha SG1801PX Phil X Signature im Test von Gitarre & Bass!
Aus dem neuen Heft

Test: Ibanez Iron Label RGIXL7 ABL

Ibanez Iron Label RGIXL7 ABL

Was für ein Kracher zu Beginn des Jahres 2019. Ibanez legen die XL-Serie – die auf dem Gebrauchtmarkt mittlerweile Kultstatus erreicht hat – wieder auf. Natürlich wird aber nicht die identische Gitarre wie damals in den frühen 2000ern wieder hervorgeholt; das gesamte Konzept wurde überarbeitet und die Instrumente mit einigen tollen Features ausgestattet. Die Variante für den Geldbeutel des kleinen Mannes aus der Iron-Label-Serie liegt uns nun zum Test vor.

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Wenn wir hier über die preiswerte Version sprechen, dann sei gesagt, dass es sich bei der Iron-Label-RGIXL7 ja eher um ein Mittelklasse-Modell handelt – die RG2027XL schlägt immerhin mit satten € 1000 mehr zu Buche. Ibanez Iron-Label-Baureihe orientiert sich ja weitestgehend an den Wünschen moderner Metal-Gitarristen, was sich auch in der Ausstattung unseres Test-Modells deutlich niederschlägt. Aber auch damals beim erstmaligen Erscheinen der XL-Serie Anfang der 2000er-Jahre war klar, dass diese Baureihe sich vornehmlich an Gitarristen der härteren Gangart richten sollte. Wollen wir doch mal schauen, was sich in den 20 Jahren, in denen die Serie nicht auf dem Markt war, getan hat.

überlang

OK, was haben wir hier? Bereits rein optisch hebt sich die RGIXL7 ja deutlich von den Original-XL-Gitarren ab. Die auffällige Maserung des Eschekorpus – welcher die übliche RG-Kontur hat – in Kombination mit der unregelmäßig braunen Lackierung im Antique-Style, setzt moderne Akzente und holt die XL-Serie optisch in unsere Zeit. Der nur ganz dünn lackierte, dreistreifige Hals besteht aus einem dicken Stück Purpleheart-Holz, flankiert von zwei hellen Ahorn-Stücken, und weist das überraschend solide ausgefallene Nitro-Wizard-7-XL-Profil auf.

Mit einer Schwingungslänge von 686 mm und einer Halsbreite von 48 mm am Sattel gemessen, entspricht die RGIXL7 den üblichen Maßen, einer modernen 7-Saiter-Baritone. Das tiefbraune Macassar-Ebenholzgriffbrett wurde lediglich mit Bundmarkierungen auf der Zarge ausgestattet, welche im Dunkeln leuchten und hat eine dezente aber durchaus schöne Maserung. Für die Bundierung wurden 24 Jumbo-Bünde gewählt, die sauber eingepasst in ihren Kerben sitzen und an den Kanten sauber verrundet sind.

Die Reversed-Kopfplatte wurde in passender Optik zum Korpus dünn lackiert und trägt neben dem Kunststoffsattel sieben sehr angenehm laufende MG-T-Locking-Mechaniken von Gotoh, welche genau wie die Gibraltar-Standard-II-7-Brücke schwarz lackiert sind. Bei den Tonabnehmern greift Ibanez auf Altbewährtes zurück und hat die bei DiMarzio eigens für Ibanez entwickelten Fusion-Edge-7-Tonabnehmer verbaut, die hier ohne Rahmen direkt in den Body geschraubt wurden. Diese Pickups kommen in einer ganzen Reihe der neueren Ibanez-Modelle zum Einsatz und sind abseits dieser Gitarren nicht im Handel erhältlich.

Beim restlichen Layout wird nicht lange gefackelt: ein Volume-Poti, ein Dreiweg-Schalter und ein Mini-Switch für die Coil-Tap-Funktion – das muss reichen. Auf der Rückseite finden sich lediglich die zwei kleinen E-Fächer, sowie die Einschlaghülsen zur Führung der Saiten durch den Korpus. Im Großen und Ganzen liefert Ibanez das, was man bereits aus der Iron-Label-Serie gewohnt ist. Hier bekommt man einfach eine gute Verarbeitungsqualität zu einem vergleichsweise geringen Preis bei einer tollen Ausstattung des Instruments.

xxl-sound

Fühlen wir nun unserer Testgitarre klanglich etwas genauer auf den Zahn. In Punkto Spielkomfort fühlt sich das Instrument im Grunde an, wie eine alte Bekannte. Der RG-Korpus ist mit seinen großzügigen Shapings vollkommen unproblematisch zu bespielen und auch der Hals mit seinem Nitro-Wizard-7-XL-Profil erweist sich trotz der 27“-Mensur als völlig hürdenlos in der Handhabung.

Beim ersten Anspielen fällt schnell auf, dass die RGIXL7 wahrlich kein Leichtgewicht ist. Sicher – eine Baritone-Gitarre bringt ob des längeren Halses immer ein paar Gramm mehr auf die Waage. Die fast 4kg unserer Testgitarre sind allerdings wirklich nicht ohne; hier wären 300 Gramm weniger auch schön gewesen.

Akustisch gespielt, weiß die braune Schönheit mit einem extrem voluminösen Klangbild zu punkten, was unter anderem sicher daran liegt, dass das Instrument im A-Tuning mit entsprechender Saitenstärke (.10-.59) ausgeliefert wird. Der Sound ist groß und bauchig, und weiß mit viel Fundament und schönen, offenen Höhen zu punkten. Die Mitten treten ein wenig zurück und machen Platz für ein knackiges Attack und ein über die gesamte Mensur gleichermaßen ausgewogenes Obertonverhalten.

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