Produkt: Testbericht: Yamaha SG1801PX Phil X Signature
Testbericht: Yamaha SG1801PX Phil X Signature
Die Yamaha SG1801PX Phil X Signature im Test von Gitarre & Bass!
Aus dem neuen Heft

Test: Harley Benton Fusion-II HH FR MN / Fusion-II HH FR Roasted

Harley Benton Fusion(Bild: Dieter Stork)

Modern aufgemachte ST-Style-Gitarre mit Korpus aus Mahagoni, Ahornhals mit Modern-C-Profil und Bundierung aus Edelstahl, Floyd-Rose-Vibrato, Alnico-Pickups, Grover-Mechaniken … das liest sich doch durchaus vielversprechend und sieht absolut respektabel aus. Aber kann das auch was? Wir halten mal rein …

Harley Benton ist die Hausmarke vom Musikhaus Thomann. Unter diesem Label sind preiswerte Electrics in großer Bandbreite zu finden. Das Fusion-II-Modell ist neben den vorgestellten Versionen mit zwei Humbuckern auch noch mit HSH-Pickup-Konfiguration zu haben.

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ergonomie & zutaten

Mit den beiden Harley Benton Fusion-IIModellen liegen uns zwei nach modernen Standards gestaltete Instrumente der Gattung „solistische Kampfgeräte“ vor. Ergonomische Formgebung, 24-BundHals, Vibrato-System und leistungsstarke Elektrik sind dafür die wenig überraschenden Grundzutaten – wenn man schon staunen will, dann über den niedrigen Preis, zu dem das möglich sein soll.

Schauen wir aufs Detail: Der Korpus aus dreiteilig gefügtem Mahagoni bekam jeweils ein Deckenfurnier aus geflammtem Ahorn aufgeleimt – auffällig schön gemacht ist die hochglänzende Bengal-Burst-Lackierung, aber ebenfalls tadellos die Gloss-Natural-Versiegelung der Roasted-Variante. Was von der Seite wie eine Decke aussieht, ist lediglich ein Fake-Binding, also der durch Abkleben vor dem Lackieren erhalten gebliebene Naturton des Korpusholzes. Konturen für die Armauflage vorn und eine Anlagebucht am Boden oben sorgen für den diesem Instrumententyp zugesprochenen Spielkomfort. Die Bodies sind ansonsten rundum hochglänzend lackiert, den Unterschied macht lediglich die Farbgebung.

Deutlichere Differenzen finden wir in der Beschaffenheit der Hälse: unseren Probanden ist zwar jeweils einer aus Ahorn mit Modern-C-Profil aufgeschraubt (vier in Hülsen geführte Schrauben, angepasste Korpusaufnahme), aber derjenige aus der Pro-Serie (Bengal Burst) verfügt über ein glanzlackiertes Griffbrett aus „Canadian Hard Maple“, der aus der Natural-Serie kommt mit einem aus „Roasted Maple“ (wärmebehandelter Ahorn). Anders als in der Specs-Liste zu lesen, scheint aber auch der Hals selbst einer „Roasted“-Prozedur unterzogen worden zu sein.

Harley Benton Fusion
Roasted-Maple-Griffbrett mit Bundierung aus Edelstahl (Bild: Dieter Stork)

Einen weiteren Unterschied finden wir in der Bundierung der Hälse: das helle Griffbrett der Bengal-Burst-Gitarre verfügt über 24 Jumbo-Bünde, das dunklere der Natural über 24 leicht schmalere Medium Jumbo Frets – allesamt aus Edelstahl und durchaus ordentlich verarbeitet. Wo das helle Griffbrett über schwarze Dots zur Lagenkennung verfügt, zeigt das Roasted Fretboard cremefarbene Inlays.

Die Köpfe sind im Matching-Headstock-Design der Korpusoptik entsprechend mit Ahorn-Furnieren belegt und lackiert, was bei der Bengal-Burst-Variante deutlich mehr ins Auge fällt. Von den 6-inReihe montierten Grover-Mechaniken mit kleinen Griffen werden die Saiten unter einem „String Tension Bar“ hinweg zur Klemmbrücke geführt (ohne Halsdurchbohrung aufgeschraubt), die zur Floyd-Rose-1000-Vibratoeinheit mit justierbarem Eindreh-Arm und Feinstimmern auf dem Korpus gehört.

Die identische Elektrik umfasst jeweils zwei Roswell HAF Humbucker mit Alnico5-Magneten, die wir ohne Kappen direkt in den Korpus geschraubt finden. Sie lassen sich über einen zwischen die Regler platzierten Mini Switch splitten, also mit einem Handgriff in Singlecoils verwandeln. Angewählt werden die Pickups konventionell allein oder zusammen mit einem Dreiwege-Kippschalter. Zur Kontrolle stehen jeweils die Regler Master Volume und Master Tone parat.

Auch wenn wir angesichts des Preisniveaus nicht die letzte Widmung für das kleinste Detail erwarten können: Die aus Indonesien stammenden Instrumente weisen ein durchaus ansprechendes Niveau serieller Fabrikfertigung auf.

Harley Benton Fusion
Matching Headstock mit Floyd-Rose-Klemmsattel (Bild: Dieter Stork)

auf der höhe der zeit

Die Fusion-II-Modelle aus der Pro Serie orientieren sich an aktuellen Modern-Strat-Entwicklungen. Gewisse Ähnlichkeiten mit Ausführungen etwa der Ibanez AZ Series oder der Suhr Modern sind da nicht weiter überraschend. Diese Kategorie von Electrics wendet sich an den ambitionierten Spieler, der für seine solistischen Vorträge komfortable Spielbedingungen mit großem Tonumfang, ungehindertem Griffbrettzugang bis hinauf zum 24. Bund und einem verstimmungsfreien Vibrato fordert. Im Prinzip kann ihm all das auch die HB Fusion-II bieten. Schauen und hören wir uns also an, wie gut ihr das gelingt.

Zunächst einmal sind unsere Testkandidaten mit jeweils ca. 3,9 kg nicht gerade leicht. Dass bei diesem Preis die begehrten leichten Tonhölzer zum Einsatz kommen, kann man auch nicht wirklich erwarten. Davon abgesehen finden wir in den Modellen die vorgenannten Forderungen weitgehend erfüllt. Die kraftvoll gestalteten, erfreulich komfortabel profilierten Modern-C-Hälse spielen sich mit ihren Bundierungen aus Edelstahl und tief eingerichteten Saitenlagen auf jeden Fall richtig gut.

Produkt: Testbericht: Yamaha SG1801PX Phil X Signature
Testbericht: Yamaha SG1801PX Phil X Signature
Die Yamaha SG1801PX Phil X Signature im Test von Gitarre & Bass!

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