G&B-Basics: Gitarrenhölzer und andere Materialien

Anzeige

Natürlich spielt in der E-Gitarren-Herstellung Holz immer noch die erste Geige, obwohl bei einigen Hölzern mittlerweile das Thema Nachhaltigkeit intensiv diskutiert wird. Hier eine Aufstellung der Holzarten, die im E-Gitarrenbau eine Rolle spielen!

James Trussart Steelcaster
James Trussart Steelcaster

Wobei unsere Übersicht der Gitarrenhölzer recht grobporig ist, wenn man bedenkt, dass von den meisten hier genannten Holzarten viele Gattungen und Arten existieren, die sich in ihren natürlichen und physikalischen Eigenschaften mitunter stark unterscheiden können.

Anzeige

+ ERLE

Verwendung: Body-Holz

Herkunft: Europa, Nordamerika

Spezifizierung: mittlere Festigkeit und Dichte

Klangcharakter: unterstützt einen obertonreichen Klang mit zurückhaltendem

Bassbereich

 

+ ESCHE

Verwendung: Body-Holz

Herkunft: Europa, Nordamerika

Spezifizierung: sehr unterschiedlich

Klangcharakter: durchsetzungsfähig, spritzig

 

+ SUMPFESCHE

Verwendung: Body-Holz

Herkunft: Lousiana/USA

Spezifizierung: mittelhart

Klangcharakter: sanft, höhenreich, dynamisch

 

+ LINDE

Verwendung: Body-Holz

Herkunft: Europa, Nordamerika

Spezifizierung: weich

Klangcharakter: anschlagsbetont, relativ wenig

Sustain, eher dunkler Klang

 

+ PAPPEL

Verwendung: Body-Holz

Herkunft: USA, Asien

Spezifizierung: weich

Klangcharakter: eher dunkel, wie Linde

 

+ MAHAGONI

Verwendung: Body, Hals

Herkunft: Mittel- und Südamerika, Afrika, Kuba

Spezifizierung: relativ steif, weiche bis mittelharte

Dichte (je nach Art)

Klangcharakter: weich, ausgewogen, langes Sustain

 

+ AHORN

Verwendung: Hals, Griffbrett, Decke, selten

für den Body, Sustainblock

Herkunft: Europa, Nordamerika

Spezifizierung: relativ hart

Klangcharakter: breitbandig, mittenbetont, definierte Bass- und

Höhenanteile

 

+ PALISANDER

Verwendung: Griffbrett, Hals (selten),

Steg (bei Archtops)

Herkunft: Ostindien, Südamerika, Afrika

Spezifizierung: große Festigkeit und Dichte

Klangcharakter: voll, rund, kräftig, luftig und harmonisch

 

+ EBENHOLZ

Verwendung: Griffbrett, Steg (bei Archtops)

Herkunft: Asien, Afrika

Spezifizierung: sehr hart und schwer

Klangcharakter: direkter Ton, schnelle Ansprache,

ebenmäßiger Klangverlauf

 

+ PAU FERRO

Verwendung: Griffbrett

Herkunft: Südamerika

Spezifizierung: große Festigkeit und Dichte

Klangcharakter: voll, rund, kräftig, schnelle Ansprache

 

+ KORINA / LIMBA

Verwendung: Body, Hals

Herkunft: Afrika

Spezifizierung: mittlere Dichte und Festigkeit

Klangcharakter: gutmütig, spröde, ausgewogen, mit definierten

Bass- und Höhenanteilen

 

+ LAMINAT / SPERRHOLZ

Verwendung: Body (bei preisgünstigen massiven sowie

Voll- und Halbresonanz-Gitarren)

Herkunft: je nach verwendeten Hölzern

Spezifizierung: hohe Festigkeit

Klangcharakter: neutral

 

Alternativen

Das Thema Holzverknappung wird in diesen Tagen immer präsenter.  Ein rigoroses Handelsverbot für Rio-Palisander gibt es schon seit vielen Jahren, aber auch andere Hölzer wie z. B. Ebenholz und südamerikanisches Mahagoni stehen auf den Listen der Holzschützenden Organisationen ganz weit oben. Da wird es Zeit für die Gitarrenbauer, sich nach tauglichen Alternativen umzuschauen – und viele sind auch fündig geworden.

Hagstrom Metropolis
Hagstrom Metropolis aus Pawlonia-Holz

So ist z. B. Cedro ein sehr guter Ersatz für Honduras- und südamerikanisches Mahagoni, und auch das afrikanische Khaya ist schon im Gitarrenbau etabliert, wo es ebenfalls anstelle des Mahagoni eingesetzt wird. Recht aktuell ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt ist Pawlonia, ein extrem schnell nachwachsendes Holz, das in etwa die klanglichen Eigenschaften von Erle haben soll. Als eine der ersten namhaften Firmen hat Hagstrom dieses Holz entdeckt, das auch gerne für Boote und Surfbretter benutzt wird, und stellt einige Serien damit her. Im Hagstrom-Jargon wird dieses Holz Empress genannt.

In nordischen Ländern, in denen Flora und Fauna deutlich kälteren Temperaturen ausgesetzt sind, wachsen zudem einige Holzarten, die sich für den Gitarrenbau eignen. Finnische Birke kommt z. B. als Substitut für Ahorn als Deckenmaterial zum Einsatz.  Und: Es gibt auch Gitarrenbauer, die bewusst mit einheimischen Hölzern experimentieren. Siehe dazu die entsprechende Kolumne in dieser Ausgabe!

 

Andere Materialien

Natürlich gibt es immer wieder Hersteller, die mit anderen Werkstoffen Gitarren bauen. Allerdings sind diese bisher noch nicht ihrem Nischen-Status entwachsen, denn die Mehrzahl der Gitarre spielenden Musiker setzt weiterhin auf Holz.

  • METALL

Metall im Gitarrenbau ist alles andere als neu. Die Brüder Dopyera bauten in den 1920er-Jahren für ihre Firmen National und Dobro diverse Instrumente aus Metall. Der italienische Designer Wandré baute viele seiner ungewöhnlichen Gitarrenkreationen aus Aluminium, und in den 1970er- und 80er-Jahren versuchten amerikanische Hersteller wie Kramer und Travis Bean, mit Metallhälsen zum Erfolg zu kommen. In Bezug auf seine akustischen Eigenschaften und seine relativ leichte Bearbeitbarkeit, scheint das Aluminium tatsächlich ein geeigneter Werkstoff für den Gitarrenbau zu sein. Wobei dabei auch die Tatsache eine Rolle spielt, dass Metallgitarren natürlich hohl sein müssen – wenn nicht, wären sie viel zu schwer. Der Franzose James Trussart zum Beispiel baut seine Gitarren aus Aluminium. Meist verwendet er klassische Designs wie die Gibson Les Paul oder Fender Telecaster und erzielt damit beachtliche Verkaufserfolge.

Nick Page Baron Gitarre
Nick Page Baron

Der Berliner Gitarrenbauer Nick Page fertigt ebenfalls E-Gitarren aus Aluminium, in denen sich verschiedene Vintage-Elemente auf innovative Art mischen und die spezielle Art der Oberflächengestaltung jedes Instrument zu einem eigenen Kunstwerk werden lässt.

  • KUNSTSTOFFE

Die erste E-Gitarre der Welt, Rickenbackers „The Frying Pan“-Lapsteel, war aus Bakelit, einem Kohlefaser-Stoff. Dann begannen in den 1960er-Jahren mehrere Hersteller, mit Glasfaser-verstärktem Kunstharz zu arbeiten.  Z. B. Valco, die Gitarren aus sogenanntem Res-o-Glas herstellte. Für die Firma Ampeg baute der Engländer Dan Armstrong E-Gitarren und -Bässe aus durchsichtigem Plexiglas, die Ende der 90er-Jahre wieder neu aufgelegt wurden.

FMW baut mit Plexi
Auch FMW baut mit Plexi

Auch einige deutsche Hersteller haben den Werkstoff Acryl für sich entdeckt. FMW, die Berliner Firma des Physikers Frank-Michael Weber, hat sich ganz dem Acryl verschrieben, weil, wie Frank-M. Weber sagt, die geringe innere Dämpfung und die hohe Steifigkeit von Acrylglas zu einem hervorragenden Sustain führen müssten. Die Schwingungseigenschaften dieses Materials seien vor allem wesentlich konstanter und vorher präziser bestimmbar als die Eigenschaften eines beliebigen Tonholzes.

In Finnland stellt die Firma Flaxwood innovative Gitarren aus einem Stoff her, dessen Basis zwar immer noch Holz ist, dieses wird aber zerfasert, mit einem geheim gehaltenen Bindemittel versetzt und sowohl für den Hals wie den Korpus in Formen gegossen.  Spielt man diese Gitarren, kommt nie der Gedanke auf, dass ihnen ein Kunststoff zugrunde liegt.  Aristides aus den Niederlanden baut Gitarren aus dem wundersamen Stoff Arium, der im Wesentlichen aus verschiedenen Harzen besteht, die mit mikroskopisch kleinen, hohlen Glaskügelchen vermischt sind. Dieses strukturell eher fragile Gemisch wird von einer stabilen Außenhaut aus Vinylesther, Glasfiber und Carbon-Gewebestreifen umschlossen.

Die Firma hat mittlerweile einige berühmte Musiker als Kunden gewonnen, die sich begeistert über klanglichen Möglichkeiten der Aristides-Gitarren äußern.  Natürlich dürfen wir bei solch einer Aufstellung die Pioniere dieser Art von Gitarrenbau nicht vergessen. Ned Steinberger mit seinen Headless-Instrumenten aus Carbonfiber, aber auch die Amerikaner Modulus Graphite, Modes Graphite, Status Guitars aus England oder Miller Guitars aus Deutschland bauten oder bauen Instrumente aus diesem Kohlenfaser-Verbundstoff, der in vielfältiger Form zwar Einzug in den Gitarrenbau gehalten hat, sich aber als Werkstoff für den Bau einer kompletten Gitarre nicht hat durchsetzen können.

Neben Ned Steinberger konnte sich bisher nur der Amerikaner Ken Parker mit alternativen Materialien in Szene setzen. Gegründet in den frühen 1990er-Jahren von Ken Parker und dem Elektronik-Experten Larry Fishman (der später mit seinen Pickups für Akustik-Instrumente eine eigene, erfolgreiche Karriere startete), beinhalteten die Parker-Gitarren mehrere Innovationen und unterschieden sich nicht nur in den verwendeten Materialien, sondern auch im Design deutlich von den traditionell aufgebauten Gitarren. Korpus und Hals bestanden aus einem Holzkern, meist leichte Pappel, der mit glasfaserverstärktem Kunststoff aus Kohlenstoff- und Glasfaser umhüllt war. Diese Bauweise ermöglichte den Bau extrem leichter Gitarren mit gleichzeitig hoher Robustheit.

Die Duesenberg DCS-CM-RS
Die Duesenberg DCS CM-RS hat eine auflackierte Metalloberfläche mit echter Rost-Patina.

Die erste Parker-Gitarre war die Fly Vibrato Deluxe, die mit magnetischen und piezokeramischen Pickups ausgestattet war und erstmals elektrische und akustische Klänge produzieren konnte. Ken Parker verkaufte seine Firma im Jahr 2004 an US Music Corp.; heute werden Parker-Gitarren Seite an Seite mit Washburn-Custom-Shop-Gitarren in der Nähe von Chicago gebaut. Das Programm ist vielfältiger, aber das ursprüngliche, radikale Konzept wurde aufgeweicht. So gibt es z. B. längst Parker-Modelle, die komplett aus Holz gebaut sind. Ken Parker selbst hat sich nach dem Verkauf der Firma vom Big Business auf die Herstellung extravaganter Archtop-Gitarren umorientiert.

Lackierung

Der Sinn einer Lackierung ist nicht in erster Linie, die Optik einer Gitarre zu verschönern, sondern das Holz vor Beschädigungen und Feuchtigkeit zu schützen. Zu diesem Zweck wurden die ersten E-Gitarren mit sogenannten Nitrozellulose-Lacken (kurz: NC- oder Nitro-Lacke) versiegelt. Nitrolacke bestehen ursprünglich aus einer Mischung aus Schießbaumwolle (Collodium, auch Nitrocellulose genannt), natürlichen oder synthetischen Harzen und einem Lösungsmittelgemisch.

Meist werden fünf bis acht dünne Schichten aufgetragen. Nach dem Auftrag verdampft das Lösungsmittel und die Festkörper des Lackes (ca. 20 bis 30 %) verbleiben auf der Gitarre. Nitrolack hat eine natürliche Farbe und muss nicht eingefärbt werden, was aber durchaus möglich ist. Er ist allerdings nicht in der Lage, die UV-Strahlung des Sonnenlichts zu absorbieren. Deshalb verbleichen dunkle, oder vergilben helle Nitrolackierungen im Laufe der Zeit.  NC-Lacke lassen sich leicht mit Nitro-Verdünnung anlösen; so ist eine Reparatur kein Problem.

Plexiglas-Body
Ampeg Dan Armstrong mit Plexiglas-Body

Mittlerweile findet Nitrolackierung der ursprünglichen Art nur noch in kleinen Betrieben statt, während Lacke auf synthetischer Basis am häufigsten anzutreffen sind. Sie sind nicht nur härter als Nitro-Lack, sondern auch viel einfacher zu verarbeiten. Diese Polyurethan-Lacke, kurz PUR-Lacke genannt, haben einen Festkörpergehalt von mindestens 50 %, was bedeutet, dass nur halb so viele Schichten wie bei Nitro-Lack aufgetragen werden müssen.

Warum gar nicht mal so selten dennoch die PUR-Lacke in unnötig satten Stärken aufgetragen werden, bleibt wohl ein Geheimnis der Hersteller. PUR-Lacke können nach dem Aushärten nicht mehr angelöst werden, was bedeutet, dass Lackschäden nicht zufriedenstellend repariert werden können.  Neben den PUR-Lacken sind die DD-Lacke weit verbreitet. Sie bestehen aus einem Stammlack (Desmophen) und einem Härter (Desmodur), entwickelt von der Firma Bayer in Leverkusen. Wie die PUR-Lacke sind die DD-Lacke schnell zu verarbeiten und bieten dem Instrument eine guten Schutz, sind aber ebenfalls nicht mehr anlösbar.

Auch Polyester-Lacke (UP-Lacke) sind weit verbreitet. Sie bestehen aus einem Stammlack, in Styrol gelöstes Polyesterharz, und einem chemischen Härter, organische Peroxide. Das Finish ist sehr hart und lässt sich sehr gut auf Hochglanz polieren. Allerdings ist es stoßempfindlich und wird meistens aufgrund des hohen Festkörpergehalts von 90 % viel zu dick aufgetragen.

Duesenberg hat die Themen Metall und Lacke auf interessante Weise verquickt. Hier werden Gitarren-Rohlinge aus Holz mit einer Art Metall-Speziallack versehen, der der gesamten Gitarre einen verrosteten Look verleiht.

Warwick/Framus arbeitet seit einigen Jahren mit einem selbst entwickelten, ökologisch nachhaltigen UV-Lackiersystem. In Kooperation mit Lackproduzenten, Anlagenherstellern und Warwick entstand eine innovative und hochwertige Hightech-Beschichtung aus wasserbasiertem UV-Lack, der nur noch in einer sehr dünnen Schicht aufgetragen wird und innerhalb von Sekunden (!) unter Zugabe von UV-Licht in einer Stickstoffumgebung aushärten kann. Dadurch wird nicht nur der hohe Energieverbrauch einer üblich langen Aushärtungs-Phase eingespart, sondern auch der Lack härter und transparenter. Die so lackierten Instrumente sind sehr kratzfest und lösemittelbeständig. Zudem liegt der Anteil an Lösungsmitteln in diesen Hochglanz-UV-Lacken unter 10 %, was bedeutet, dass schon sofort nach der Aushärtung keine Diffusion mehr vorhanden ist.

Flaxwood aus Finnland

Fazit: Für den Klang einer Gitarre ist weniger entscheidend, welcher Lack verwendet wird, sondern wie stark er aufgetragen ist.  So sind moderne Gitarren heute oftmals mit einer dünnen Schicht PUR-, DD- oder, wie im Fall von Warwick/Framus, UV-Lack behandelt, die alle das Instrument besser vor äußerlichen Einwirkungen schützen als eine Nitro-Lackierung, und die es trotzdem atmen lassen.

Kein Lack, sondern…

Einige Randgruppen-Firmen, vor allem aber einige Hersteller in den 1960er-Jahren, kamen mit Gitarren auf den Markt, die nicht lackiert, sondern mit anderen Materialen bezogen waren. In Italien, aber auch in Schweden bei Hagstrom machte man reichlich Gebrauch von Zelluloid, Perloid und anderen farbigen Kunststoffen, die vorwiegend aus dem Akkordeonbau stammten. In Deutschland wurden früher Gitarren-Bodies bei Höfner, Klira, Framus und anderen auch in schickes Kunstleder gehüllt. Und einige wenige Firmen haben sich sogar richtigem Leder verschrieben, wie z. B. Leather Guitars aus dem schwäbischen Backnang.


G&B-Basics

Grundwissen, Workshops, Tipps & Tricks – Die G&B-Basics geben Antworten auf die meistgestellten Fragen rund um die Themen Gitarre & Bass. Da sie immer wieder neue Leser*Innen erreichen und wichtige Themen erläutern, holen wir sie regelmäßig aus dem Archiv hervor.

Produkt: Gitarre & Bass 3/2024
Gitarre & Bass 3/2024
IM TEST: Gibson Les Paul Modern Figured +++ Seymour Duncan Hyperswitch +++ Baboushka Guitars More Glitter, Baby +++ Fender Aerodyne Special +++ Soldano Astro-20 +++ Mooer GTRS S900 +++ Harley Benton BZ II NT Deluxe +++ Tech 21 Street Driver 48 Frank Bello Signature +++ Boss RE-202, SDE-3000EVH & DM-101

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ach herrje. Wann hört Ihr endlich mal auf, bei E-Gitarren verschiedenen Hölzern Klangeigenschaften anzudichten. Das hat doch Manfred Zöllner schon 2010 eindrucksvoll wiederlegt. Und wenn Euch die physikalischen Grundlagen zu komplex sind lest einfach mal nur die Einleitung durch, indem er die größtenteils doch sehr widersprüchlichen Bewertungen der unterschiedlichen Fachblätte und Redakteure zu den Klängen einzelner Hölzer aufführt. Spätestens dann sollte man auch ohne natruwissenschaftlichen Hintergrund verstehen, dass diese angedichteten Eigenschaften eher rein subjektiven Stimmungsbildern entstammen.

    https://gitec-forum.de/wp/wp-content/uploads/2017/05/gesamt.pdf

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. Naja, wer nicht richtig hören kann …

      Auf diesen Kommentar antworten
      1. Naja wer Physik nich begreift (oder nicht akzeptieren will) 🙂

        E-Gitarren sollten möglichst wenig schwingen, da ja sonst Sustain verloren gehen würde. Ergo keine Schwingung, kein Einfluss. Lies dir diese Arbeit durch.

        Auf diesen Kommentar antworten
        1. Ich hätte jüngst eine Mittsiebziger GIBSON Les Paul Custom in Händen, die beim Abschlag förmlich anfingzu zittern. Da war richtig Leben um Holz. Das Sustain: man hätte zwischendurch Essen gehen können. Von wegen E-Gitarren sollten möglichst wenig schwingen, da ja sonst, Sustain verloren geht. Wat nu?

          Auf diesen Kommentar antworten
          1. Herr Zöllner und seine Jünger können die Unterschiede weder hören noch messen, sondern fragen nach Argumenten (sic!).

            Auf diesen Kommentar antworten
          2. Die Rickenbacker Frying Pan bestand aus Aluminiumguss und nicht aus Bakelit, wie viele andere Lapsteel-Gitarren. Bakelit hat auch mit Kohlefaser nichts zu tun sondern ist ein vollsynthetisches Produkt aus Phenol und Formaldehyd.

            Auf diesen Kommentar antworten
        2. Stimme zu, hab es leidvoll selbst an einer Höfner Galaxie erlebt, nachdem ich unter der sogenannten Kratzplatte mehrere Stücke Schaumstoff (aus einer alten Matratze) plaziert hatte verbesserte sich das Systain deutlich.

          mfG

          Auf diesen Kommentar antworten
    2. In der Wissenschaft besagt eine einzige Studie gar nichts und ist bestenfalls ein Anhaltspunkt. Ohne Gegenstudien bzw. Peer-Reviews, die die Erkenntnisse untermauern, kann man keine endgültigen Schlüsse daraus ziehen. Ich persönlich halte Zöllners Studie ohnehin für mangelhaft und voller ‘confirmation bias’.

      Auf diesen Kommentar antworten
      1. Das ist m.E. korrekt !

        Auf diesen Kommentar antworten
    3. Hmm,
      dann könnte man für Akkustikgitarren von Lowden, Martin, Taylor etc. auf diese teuren Tonhölzer demnach verzichten und sich das billige Material einfach aus dem Baumarkt holen. Vielen Dank an die Wissenschaft ! !

      Auf diesen Kommentar antworten
    4. Ohne Manfred Zöllners Buch genau zu kennen (lediglich vom Hörensagen) kann ich aus der Erfahrung behaupten, dass die verwendeten Hölzer auf den Klang einer E-Gitarre einen sehr großen Einfluß haben, wenn auch nicht ganz so stark wie bei akustischen Gitarren. Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob eine Tele bzw. Strat aus Erle oder Esche, ob eine Les Paul aus Mahagoni, Korina oder sogar aus Angel Pine ist. Ich meine nicht besser oder schlechter – das ist ja immer Geschmackssache – aber definitiv unterschiedlich und das ist deutlich hörbar. Man kann alles wissenschaftlich nachweisen, wenn man dabei Fakten ignoriert 🙂

      Auf diesen Kommentar antworten
    5. Absolut richtig, ich kann nicht richtig verstehen, warum G&B immer noch bei dieser Tonholz -debatte bei Solidbodys mitmacht.

      Auf diesen Kommentar antworten
  2. Es ist doch sehr verwirrend mit den nun auf der Artenschutzliste stehenden unterschiedlichen Edelhölzern für den Gitarrenbau.Rio Palisander,mittlerweile auch schon Ebenholz,und viele weitere Tropenhölzer werden für den Gitarrenbau von etlichen Firmen überhaupt nicht mehr verwendet.Ibanez benutzt für die neue Mini-Version der elektrischen Iceman IC/Paul Stanley mikro nun sogar schon New Zealand Pine,also schlicht und einfach Pinienholz für das Griffbrett der besagten Schrumpf-Iceman.Wo bleibt eigentlich ein aktueller Testbericht dieser niedlichen Mikro Iceman in Gitarre & Bass? Vielleicht Berichte ich einfach mal salopp über diese Iceman Mikro,und schildere hier mal meine ersten Eindrücke? Ich finde diese kleine Iceman mit Short Mensur wirklich total süß! Für insgesamt 260,-€uro hielt mein Händler sie für mich bereit.Sicher,bei diesem Dumpingpreis macht man dann auch kleinere Abstriche in Form von einfachsten Standard Saiten,nicht voll deckend schwarzer Hochglanzlackierung,optische kleine Fehler beim Binding am Pappelkorpus,und die Paul Stanley Signature vom KISS Lead Gitarristen und langjährigen Ibanez Endorser wurde auf der immerhin verspiegelten Halsstababdeckplatte aus Plastik natürlich auch nur maschinell aufgedruckt.Zwar ist ja nicht nur in Insiderkreisen hinlänglich bekannt,dass die Verwendung von Pappel(Poplar) sowie Linde(American Basswood) für Solid Bodies eher an ein weiches und leicht zu verarbeitendes Holz erinnert,das mitunter gerne als preisgünstigere Alternative im härteren Rock Gewerbe benutzt wird,jedoch gerade für diesen Musikstil gut geeignet zu sein scheint.Bei dieser enorm verkürzten Mensur ist auch keineswegs ein extrem langes Sustain zu erwarten.Dies ist eben rein physikalisch überhaupt nicht möglich.Aber ein relativ kurzes und durchaus knackiges Attack bei Power Chords kommt allemal gut herüber.Es wurden werkseitig zwei Infinity Humbucker eingepflanzt,die bereits mit leichter Zerre durchweg richtig schön rockig klingen können,und clean gespielt ordentlich klar und tonal sauber agieren. Die Ähnlichkeit mit 3/3 Gotoh Tunern in chrome ohne Markenangabe geht völlig in Ordnung,sie sind stimmstabil und gut verarbeitet.Die geschrumpfte Ibanez Iceman ist garantiert keine unbrauchbare Elektrische für die noch unerfahrenen Kids,sondern viel mehr ein echter Eye-Catcher mit akzeptablen Klang und gutem Handling.Faktisch agiert dieses kleine “IIbanez Eis-Männchen” in der Liga skurriler Miniature E-Gitarren mit zukünftigem Sammlerpotenzial.Diese Iceman ist wirklich kein Kinderspielzeug,dafür wäre sie in klebrigen Kinderpfötchen echt viel zu schade! Ich vermute,dass diese Iceman im Kleinformat aus China wohl nicht auf Dauer beim Händler um die Ecke abhängen wird,denn wer sie einmal in Natura erblickte,darauf spielte,und ganz ehrlich ist,wird sie spontan sofort kaufen und sie sowieso innigst lieben.Ich hatte Glück,mein Händler vor Ort bekam nur eine einzige Iceman PS 10 in pech-schwarzer Lackierung inklusive einem beigelegten Ibanez Bordbüchleins,einem beigefügten Halsstab-Inbusschlüssel,einer hauchdünnen Cordura-Gitarrentasche mit aufgedrucktem Ibanez Logo,und einem einfachen Gitarrenkabel vom Ibanez Vertreter übergeben.Die Hardware an dieser Iceman ist übrigens keineswegs “billig”,sie ist absolut okay und wertet diese Iceman eher noch auf.Worauf wartet ihr also noch,greift zu,wenn ihr sie seht.Dies ist keine inszenierte Werbeanzeige,sondern meine ganz eigene persönliche Erfahrung mit eben dieser kleineren Iceman-Modelltype von Ibanez.❄️

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Es erweckt den Anschein, als ob die seltenen und mittlerweile unter das CITES Abkommen fallenden Hölzer allein für den Gitarrenbau draufgehen. Das stimmt so nicht. Die verwendeten Hölzer werden zum Großteil im Möbelbau, sowie auch als Konstruktionsholz verwendet. Der Anteil der bei Gitarren verwendeten Hölzer ist so gering, dass es eigentlich nicht einmal erwähnenswert wäre.

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. Vollkommen korrekt. Im Grunde sind die Holzmengen für Saiteninstrumente, die pro Jahr verwendet werden, nicht der Rede wert. Vermutlich lässt sich mit der Zellstoffwochenproduktion eines bekannten Windelherstellers, die gesamte Weltproduktion an Instrumenten holzmäßig erledigen. Ansonsten dürfen wir uns als Musiker bei der Billigmöbelindustrie bedanken ….

      Auf diesen Kommentar antworten
    2. Ich glaube, das waren 3% des Holzes, was für Instrumente herhalten muss. Kann aber sein, dass sich das speziell auf Sitka Spruce bezog. Die prozentuale Verwendung wird aber sicher stark von der Holzart abhängen, wenn ich so an Ebenholz denke. Das wird ja nun von vielen verschiedenen Instrumenten aufgebraucht.

      Auf diesen Kommentar antworten
    3. Das sehe ich ebenso !
      Die globale Holzwirtschaft, das Abholzen in gigantischem Stil wird hauptsächlich für die Gewinnung von Fläche zur Massen-Tier-Haltung und deren Nahrungsgrundlagen betrieben.

      Die wenigen Raummeter von sogenannten ,, Edel-Hölzern ,, für den Instrumentenbau sind dabei vernachlässigbar, liegen im Promille-Bereich der globalen ,, Holz-Ernte-Masse ,,

      Es ist wie immer, gerne werden Nischen von den politisch Verantwortlichen dazu benutzt um von den eigentlichen
      Problemen ab zu lenken.
      Jedem geschlagene Baum für den Instrumentenbau stehen zig tausendfach gefällte Bäume gegenüber die in dieser massiven Anzahl das eigentliche Problem sind.
      Abholzungen in diesen Dimensionen, rein nur zum Zwecke der Massen-Tier-Haltung die der globalen Fleisch-Konsum-Gier dient und deren Klientel die politisch Verantwortlichen am Gängelband führt sind
      unverantwortlich, sollten mit allen Mitteln geächtet werden.
      Würden nur Bäume für den Bau von Instrumenten gefällt müssten wir uns keine Sorgen um die globalen elementar wichtigen Waldbestände machen !
      Das sit wie immer meine persönlich Sicht der Dinge, meine Meinung
      die keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit besitzt.

      Beste Grüße

      Auf diesen Kommentar antworten
  4. Ein Kommentar noch zu ‘Klanghölzern’. Die gibt es an sich garnicht. Der Begriff ‘Klangholz’ gaukelt etwas Besonderes vor, was jedoch nicht existiert. Holz ust ein Baustoff mit dem sich (auch) Saiteninstrumente bauen lassen. Es gibt geeignete Hölzer und auch weniger geeignete. That’s it. Gerade Linde, Erle und z.B. Esche sind nichts anderes als günstige Bauhölzer, die auch beim Hausbau eingesetzt werden. Da ist nichts speziell ‘klangliches’ dabei. Leo Fender wäre als Geschäftsmann nie auf die Idee gekommen, teure Hölzer einzusetzen. Seine Intention war die günstige Massenware, leicht zu beschaffen, leicht zu bearbeiten; eben Esche und Erle. Mehr steckt nicht hinter ‘Klanghölzern’.

    Auf diesen Kommentar antworten
  5. Der ganze Mist mit dem Klangholz kommt eigentlich aus dem Tastenintrumentenbau.Flügel, Klaviere, Cembalo naturgemäß muß eine solche Konstruktion einiges an Gewicht aushalten können. Da aber verschiedene Anbieter auch um den Kunden werben, mussten eigenschaften erfunden werden. Das hat sich bis heute erhalten. Beispiel bei einer Sitar zählt die Holzeigenschaft überhaupt nicht nur wer sie gebaut hat eventuell das Alter. Akustische Gitarren gelten auch nicht schließlich gibts ja Silent-gitarren. Bei e-gitarren werden sogar schon Obsthölzer verwendet und da muß man wirklich Staunen – aber man hat schon eine Strät aus Pappe gebaut. Das zeigt doch was für ein Unsinn hier in Gitarre und Bass erzählt wird.

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. So ganz Unrecht hat Bluesbodo mit seiner Aussage nicht. Da wird sehr viel Unsinn verbreitet und wer über ein “gesundes ½ wissen” verfügt,
      glaubt dann auch was dort publiziert wird. Ich kenn mich ein klein wenig
      mit Hölzern aus um das beurteilen zu können.
      Mit freundlichem Gruß
      S. Pingel
      (Holztechniker)

      Auf diesen Kommentar antworten
  6. Bei all den Hölzern die aufgezählt wurden, hat man das einfache Fichtenbrett für den Body von E-Gitarren wohl vergessen, oder geht das garnicht?

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. Fender Esprit, lange von Robben Ford gespielt, hatte das.

      Auf diesen Kommentar antworten
  7. Natürlich haben die verschiedenen Hölzer unterschiedliche Klangcharakter. Erzählt mal einen Geigenbauer, dass der Klang eines Holzes vernachlässigbar ist.
    Aber es ist die Frage, ob es bei einer E-Gitarre mit lackiertem Body, Tonabnehmern und Amp wirklich so ne Rolle spielt.
    Da fällt es nicht mehr stark ins Gewicht, wenn vom Tonabnehmer über Amp bis ans Ohr der ursprüngliche Ton des Holzes und der Saiten verzerrt od. verschönert wird.
    Ich persönlich würde trotzdem ein Gitarrenholz vorziehen, das von seiner natürlichen Zusammensetzung her mehr Möglichkeit gibt zu schwingen, zu klingen. Denn immerhin ist das Holz und die Saiten der erste hörbare Ton, die erste physikalisch messbare Schwingung, die dann verstärkt wird. Auch wenn der Eigenanteil im Gegensatz zur Geige oder Akustik-Git. nur minimal ist, macht es doch einen Unterschied.

    Auf diesen Kommentar antworten
      1. Die Funktion einer Gitarre:
        Saitenschwingung auf Korpus und zurück.
        Es geht um die Interaktion der ganzen Schwingung sowie der Stabilität der Stimmung. Das Spielgefühl ist abhängig vom Holz (Response). Es geht also nicht nur um den Sound, sondern wie dynamisch er erzeugt werden kann, und wie die Gitarre antwortet…
        Wenn stimmstabil,,,so gute Gitarre.

        Auf diesen Kommentar antworten
  8. Der gute baum heißt paulownia tomentosa

    Auf diesen Kommentar antworten
  9. Es ist sehr interessant, dass man auch beim Gitarrenbau versucht, nachhaltig zu bauen. Ein Holz aus der Region zu verwenden, wäre schon ein guter Anfang. Allerdings frage ich mich, ob es eine Holzart gibt, die für Gitarren besonders geeignet ist.

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. Ahorn für Hälse. Fichte, Erle oder Esche für Bodies. Stehen alle bei uns im Wald…

      Auf diesen Kommentar antworten
  10. Gerade wenn es um alternative Werkstoffe geht, wird der deutsche Basshersteller Bogart Bass gerne vergessen, der mittlerweile seit Jahrzehnten mit Carbon als Werkstoff feine High End Bässe baut!

    Auf diesen Kommentar antworten
  11. Liebe Leute,
    schaut doch bitte auch zum Gitarrenbau im “anderen Deutschland”, der ehemaligen DDR. Da war es ebenfalls mal üblich, E-Gitarren in Zelluloid zu hüllen! Es gibt nicht nur Fender, Gibson oder Hagstrom

    Auf diesen Kommentar antworten
  12. So ein Quatsch!
    Holz ist Gimmick (eine Bauernfängerei) bezüglich Ton und insbesondere bezüglich “Sustain”. Ich habe den Sustain/Decay von rund einem Dutzend Bässen mit verschiedenem Holz gemessen. Sogar zusätzliche Masse habe ich angeschraubt. Ergebnis: IMMER zwischen 50-55 Sekunden.
    So ein bisschen mehr Rationalität kann ich als Abbonenet für mein Geld doch wohl erwarten? Kann Guitar& Bass nichts messen/prüfen? Oder sollen die Artikel nur den Herstellern gefallen?
    Jaco Pastorius: “Piss off the amp and the instrument. It’s all in your hands.”

    Auf diesen Kommentar antworten
  13. Liebe Leute
    Schaut doch auch mal über die Landesgrenze!
    http://www.swisswoodsolutions.ch die haben mit Sonowood ECHTE Alternativen zu Tropenhölzern im Angebot,
    sogar Griffbrett Rohlinge aus einheimischen Hölzern.

    Auf diesen Kommentar antworten
  14. Der eine meint,daß es völlig unerheblich ist,welche Holzart für eine Gitarre verwendet wird,ein anderer hingegen,hört sogar „einen Floh husten“,und kann so die Klangeigenschaften unterschiedlichster Hölzer deutlich heraushören.
    Ach,Leute,es mag wohl schon etwas dran‘ sein,weshalb es verschiedene Holzarten für den Bau einer Gitarre gibt.
    Ich frage mich nur,weshalb so manche alte „Vintage“ Strat oder Paula so völlig anders klingt,als eine fabrikneue günstige 08/15-Serien-Gitarre aus künstlich getrocknetem Holz?
    Ich persönlich interessiere mich wirklich gar nicht für dieses ganze „Mystic“ oder „Vodoo“ Gefasel von schlitzohrigen Typen,die mit diesen Äußerungen einzig doch nur ihre eigene (schlaue) Verkaufsstrategie fokussieren,um damit den gutgläubigen Käufern noch mehr Geld aus der Tasche zu „zaubern“.
    Fakt ist,es gibt Saiteninstrumente,die traumhaft klingen,und andere Gitarren,die so überhaupt klanglich irgendwie „tot“ sind.
    Meine Erfahrungswerte sind folgende:
    Unlackierte,also naturbelassene Bodies,gut abgelagerte Hölzer und top eingestellte Gitarren klingen immer gut.
    Aber,jeder empfindet es vielleicht anders,und bevorzugt lieber den „blechernen“ Sound einer Dobro,der ja auch interessant ist.
    Alles rein subjektiv,macht euch doch einfach mal locker,und geht zukünftig viel entspannter an diese Thematik über Gitarrenhölzer heran.
    Entscheidend ist doch der Spaß an der Sache,alles andere wirkt verkrampft, und bringt schlußendlich nur Stress,den wir alle in einer Zeit der nervigen „Corona Pest Pandemie“ absolut nicht gebrauchen können!
    Immer schön locker und gesund bleiben!

    Auf diesen Kommentar antworten
  15. Hab 2 hochwertige Strats von FGN, die absolut baugleich sind. Einziger Unterschied: Die eine mit Erle, die andere mit Linde-Body. Saiten identisch.
    Trocken gespielt klingen die beiden komplett unterschiedlich. Elektrisch etwas. Auch im Blindtest ist jede sofort zu identifizieren, selbst für Nichtspieler (hab das mal getestet).

    Erst wer diesen Test selbst gemacht hat, sollte sich zum Thema Ton und Holz äußern!

    Hölzer beeinflussen den Ton sehr wohl. Und ein Stück Holz auf ein Messgerät zu legen, besagt nichts bis wenig. Wenn, muss man das Gesamtsystem messen.
    Und hey: was interessieren mich Messergebisse, wenn ich es höre?

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. Die erste gute Schilderung. Sogar ein Nichtmusiker hört den Unterschied zwischen einer Mahagoni-Ahorn-Palisander-Paula und einer Erle-Ahorn-Strat wenn man die unverstärkt spielt. Spielt mal denselben PAF-Humbucker in einer solcher Paula und Strat. Wenn ihr keinen Unterschied hört, seid ihr gehörmäßig eingeschränkt.
      Zwei identische Strats, Holz, Pick Ups usw gleich, die eine 30 Jahre gerockt, die andere nagelneu… wie Schade, dass die meisten, die hier Gitarre & Bass und jeden anderen, der auch diese Erfahrung gemacht hat, kritisieren, noch nie diese Unterschiede gehört haben und dieses schöne, interessante Erlebnis der Klangwelten nicht erlebt haben.
      Allen anderen wünsche ich weiterhin Freude an jedem neuen / anderen Instrument, dass er in den Händen hält, spielt und sich je nach Gitarre anders inspirieren lassen mag. Kenner wissen wovon ich spreche und schmunzeln über jeden Angriff auf Tatsachen.

      Auf diesen Kommentar antworten
      1. Ja klar hört man hier einen Unterschied! Es sind ja 2 unterschiedliche Mensuren, und somit unterschiedliche Saitenspannungen

        Auf diesen Kommentar antworten
  16. Wer sich die Mühe macht, den Kraushaar-Artikel komplett durchzulesen (unten entschuldigt er sich für seine unglückliche Wortwahl und Polemik) findet übrigens die Erklärung, warum unterschiedliche Hölzer unterschiedlich klingen. Nicht weil sie unterschiedlich schwingen, sondern durch unterschiedliche Dämpfungseigenschaften (spezifische Dichte, Gewicht usw. des Holzes) die Schwingungen der Saiten beeinflussen und damit das Frequenzband – und damit den Ton. Ist sehr anschaulich erklärt, man muss nur die ganze Polemik rausfiltern.

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. Kann das nur bestätigen. E-Gitarren dürfen nicht mit Akustikgitarren verwechselt werden. Man vgl. additive und subtraktive Farbmischung. Die Konstruktion der E-Gitarre (spezifisch) dämpft verschiedene Frequenzbänder. Das mach den Ton.

      Auf diesen Kommentar antworten
    2. Sehr richtig! Alle Komponenten einer Gitarre sollen das Schwingen der Saiten möglichst wenig bis überhaupt nicht behindern, darum geht‘s. Und jedes Bauteil der Gitarre, das eine oder mehrere Resonanzfrequenzen hat, die im Bereich der Saitenfrequenzen (incl. Obertönen) liegt, nimmt Einfluss auf das Klangverhalten, indem es Energie von der Saite abzieht.
      Das Verhalten von Gitarren während des Alterns zu beobachten, ist eine andere Story, das setzt ja voraus, dass man Instrumente lange genug im Besitz hat. Und selbst dann wird‘s für den Eigentümer schwierig, weil die Klangveränderung sehr sehr langsam stattfindet. Da ich eher leichter kaufe als verkaufe, habe ich immer noch eine 69er Strat und eine 75er SG. Den Unterschied zu neuen Instrumenten zu erklären fällt schwer. Vielleicht so: neue Gitarren arbeiten etwas gegen der Spieler, die alten Instrumente kooperieren besser.
      Vor ein paar Jahren hatte ich mal die Gelegenheit, eine 59er Les Paul (Goldie) anzuspielen. Das hat meine Haltung zu neuen Instrumenten nachhaltig verändert. Damit ist aber leider immer noch nicht gesagt, dass der immense Unterschied am Alter liegt oder an was auch immer. Vielleicht werden wir nie erfahren, wie genau eine wirklich gute E-Gitarre wirklich entstehen kann. Niemand kann ins Holz reinschauen, und niemand weiß wie ein Instrument wirklich klingen wird, bevor die erste Saite aufgezogen ist, im Unterschied zur Geige.
      Fazit: freu Dich daran, wie Dein Instrument klingt und zu spielen ist und finde Dich damit ab, dass es immer etwas Besseres geben wird.

      Auf diesen Kommentar antworten
  17. das problem ist das jeder baum anderes holz produziert abhängig davon wie schnell er gewachsen ist und wo er stand. also kann mann nicht sagen das zb. mahagonie so oder so klinkt. ich habe meine beste gitarre aus birne gebaut. war eben ein sehr gutes stück … glück gehabt. natürlich haben brücke und tonabnehmer einen noch größeren einfluss, sowie die konstruktionsart. und die qualität des luthiers …

    Auf diesen Kommentar antworten
  18. Zwei weitere “short-lived” Alternativmaterialien der Mid-2000s: Cort bzw. Ibanez nutzte Luthite, z.B. in der Ibanez Ergodyne Serie, was aber häufig klanglich als tot beschrieben wurde. Im wahrsten Sinne des Wortes “totgesagt”.
    Etwas bessere Reviews bekamen die Switch Guitars, welche aus einem Stück (inkl. Hals!!! ) aus Vibracell hergestellt wurden.

    Vibracell (Wiki): “Switch was a brand of electric guitars and electric basses that featured a one-piece body-and-neck construction, made by injection moulding of a patented polyurethane resin-based synthetic material called Vibracell”

    Ich habe zwei komplett holzfreie Switch-Exemplare mit dem Ebonol (ähnlich Richlite) Griffbrett, und auch nach mehr als 15 Jahren sind diese Gitarren klanglich ganz vorne mit viel Sustain, spritzigen Höhen und gutem Bassfundament (bei mir aus DiMarzio bzw. Designed-by-EMG HBs), und absolut verzugfrei. Tuningstabilität: Stelle diese Instrumente ein Jahr lang weg, hole sie raus, und das Tuning stimmt immer noch 🙂

    Also ja, es geht auch ohne mystische und teure Hölzer, aber die sind trotzdem schön und vintage-emotional wunderbar.

    Vielfalt RULES!

    Auf diesen Kommentar antworten
  19. Über die Hölzer für Bass-Gitarren wurde kein Wort verschwendet.
    Ich denke an BUBINGA und WENGE aus Afrika.
    Beides sind sehr stabile Hölzer, was sich
    a) für die “Bundreinheit” und
    b) für das Klangspektrum und insgesamt
    c) im Soundverhalten
    bemerkbar macht. Auch wenn es die mathematisch gestützte
    Bundreinheit gar nicht gibt…. wie Fachleute dazu bemerken.

    Auf diesen Kommentar antworten
  20. Ist doch echt erstaunlich, früher fragte keiner nach dem Holz, sondern spielte ganz einfach.
    Erst als einem der großen Gitarrenbauer die Argumente für sein Produkt aus ging, und mit seinen “Tonhölzern” geworben hat, hört auf einmal jeder das Gras wachsen.
    Wenn ich oben lese, welches Holz welchen tonalen Bereich verstärkt, bin ich echt belustigt. Es kann nur gesenkt werden, sonst hätten wir eine neue Energiequelle die all unsere Energieprobleme löst.
    Aber am gruseligsten finde ich die nicht endende “Tonholz”-Diskussion, die sich rein am botanischen Namen orientiert. Alleine Mahagoni ( was ja so falsch ist, da es dutzende Sorten gibt ), gibt es mit hoher und auch mit geringer Dichte, also Gewicht, Struktur und Härte. Also von welchem Mahagoni reden wir jetzt? Dann sollten wir noch darüber reden, wo der Baum gewachsen ist? Klimazone, Boden, Wassergehalt des Bodens, Plantage oder Wald……..? Das ganze kann einen Unterschied von über 30% der Dichte aus machen.
    Aber es gibt einen ganz einfachen Punkt, welcher den größten Anteil des Klangs aus macht. Es ist der, der die Gitarre in der Hand hält 😉

    Auf diesen Kommentar antworten
  21. Meine Güte ist das eine Diskussion. Niemand hier ist auf die Idee gekommen, dass die PUs und die Saiten auch noch einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Klang haben. Der PU kann, wenn gut abgestimmt, mit sich mit dem Holz gut ergänzen bzw. zusammenarbeiten, wie es eine gute Fußball-Eilf tut. Auch spielt es eine Rolle ob man mit Plektrun, Nägeln oder Fingerspitzen spielt. Grad bei Akustikgitarren spielt es eine sehr große Rolle auf den Klang wenn man die Spielhand auf der Decke aufliegen hat. Wie es auch immer klingt, es ist reine Geschmackssache und keine Frage der Qualität irgendwelcher Komponenten. Wir erinnern uns wie TRIO mit ihrem Billig-Casio große Statien füllten und im Radio hoch und runter liefen. Eine Dobro hat ja nun auch nichts mit Holz oder gutem Klang zu tun und trotzdem hat sie ihre Liebhaber und wird gerne eingesetzt. Der Lack auf der Gitarre ist auch sehr wichtig und eine Wissenschaft für sich. Dann ist ja da noch der Amp und der Lautsprecher. Da gibt so einige Kult-Amps wie den Sunn PA, den doch niemand mit der Znage angefasst hätte, wenn es nicht ein Gitarrist getan hätte und damit Megaerfolgreich wurde. Wäre es nicht so gekommen, würde sich kein Schwein für den Amp interessieren. Die “normalen” Amps von Sunn interessieren übrigens niemanden aber den PA kann man nicht mehr bezahlen. Aber wir reden hier nur über das Holz. Also bitte, das ist nur ein sehr kleiner Anteil von einem großen Ganzen, das sich Kreativität und Können nennt. Alles ist erlaubt, wenn es einem so gefällt. Geht jemand von euch vielleicht in kein Konzert mehr, nur weil der Gitarrist eine Gitarre aus Pappelholz spielt bzw. geschweige denn es überhaupt heraushört. Wer hört aus welchem Holz die Gitarren von Jimi Hendrix waren. Das hört niemand und damit wäre auch alles gesagt: Alles nur Vodoo und Pseudoexpertentum und am Ende nur eine Frage der optimalen Abstimmung aller Komponenten zueinander und persönlicher Vorlieben! Mitunter bringt grade das verlassen unbegreiflich eingetretener Pfade das Neue und Interessante und am Ende den Standart, der Jahre Später wieder böse verteidigt wird!

    Auf diesen Kommentar antworten
  22. Ein herzliches Hallo an alle,
    viel wurde geschrieben und vieles ist richtig und so manches für mich nicht nachvollziehbar.
    Ich spiele und „veredle“ seit 35 Jahren unterschiedlichste Gitarren und bin zum Schluss gekommen, dass es Grundzutaten gibt, welche einen entscheidenden Einfluss auf den Klang haben.
    1. Holz: Der Unterschied von Ahorn zur Mahagonifamilie ist nicht nur theoretisch vorhanden, der ist so gut wie immer hörbar. Holz beeinflusst sehr wohl den Klang.
    2. Die Handwerkliche Ausführungsqualität. Hier habe ich enormen Erfolg bei der Veredlung der Gitarren durch die Überarbeitung der Korpus-Hals-Verbindung. Das Schwingungsverhalten und die Ansprache können sich hier entscheidend ändern und aus einer “toten” Gitarre wird ein vernünftig schwindendes Instrument.
    3. Die Hardware. Eines der besten Vibratos/Tremolos (Brücke) ist für mich das Wilkinson Gotoh VS100 und klingt deutlich besser als das VS 50. Auch der Sattel hat einen enormen Einfluss auf den Klang, Billig Plastik gegen gut abgerichteten Knochen oder Graph Tech Tusq Sattel ist ein wichtiger Punkt bei der Veredlung. Hardware hat Einfluss auf den Ton.
    4. Die Pick-Ups. Den Unterschied, zumindest unverzerrt, zwischen Humbucker und Single-Coil hört auch jeder, nicht nur in der Laustärke. Pick-Ups haben einen Einfluss auf den Klang.
    5. Die Konstruktion. Durchgehender Hals/Eingeleimter Hals/Angeschraubter Hals hat einen Einfluss auf den Ton. Sehr stark auf die Entfaltung des Tons.
    6. Und ja, auch die Kombination verschiedener Hölzer/Materialien hat einen Einfluss auf den Klang.
    7. Die Legende Bryen Mai hat seinen Klang unter anderem mit einer six Pence Münze kreiert. Das Plektrum hat also auch einen Einfluss auf den Klang.
    8. Und ein Marcus Deml wird auch aus einer mittelmäßigen modernen Klampfe mehr Ton rausbekommen als ich es jäh aus einer Meistergitarre könnte. Klar hat der Spieler Einfluss auf den Klang.
    9. …
    Wer kennt nicht die Situation ein Instrument verkaufen zu müssen und es später zu bereuen. Also das Teil halt wieder erwerben und siehe da, gleicher Hersteller, Gleiches Instrument, haptisch/spielerisch irgendwie nee du. Rein Psychisch oder doch das Instrument? Irgendwas dazwischen?
    Es gibt eine interessante Untersuchung alter Telecaster aus der Gründerzeit:
    Zwanzig kamen zusammen und klangen alle richtig gut, aber keine wie die andere. Jede, wirklich jede hatte ihren Charakter. Manche mehr, manche weniger Unterschiedliche Klangcharakteristik.
    Frag die Profis und höre Ihnen zu/lese Ihre Eindrücke. Alle haben irgendwas von Fender und von Gibson da und schwören auf diese Instrumente. Nicht weil es sein muss, denk ich. Z.B. Mike Oldfield, Seine 60-er Strat und seine Junior-SG klingen, obwohl Mike-Oldfield unverwechselbar tonal stark verfremdet/verzerrt/sehr experimentierfreudig in vielen Klangfarben spielt doch unterschiedlich. Und später gesellte sich noch PRS dazu, weil? Na weil‘s klingt. Und wieso spielt er drei unterschiedliche Gitarren auf der Bühne? Na weil sie alle gleich klingen oder…
    Jeder kennt die Kombination aus einer 60-er LP und einem Soldano. Das ist der süchtig machende Klang von Gary Moore, Duane Allman, Warren Haynes, Joe Bonamassa… und 100 weiteren.
    Es gibt auch alte Instrumente aus den 50-ern und 60-ern die 50.000 € kosten und einfach nur “tot” klingen. Also was für an die Wand hängen.
    Ja, es gibt, wie bei komplexen Systemen üblich, eine enorm hohe Anzahl an Einflüssen, welche aus einem Instrument ein Klnagerlebnis oder eine “Totgeburt” (das Synonym der toten Instrumente kommt übrigens nicht von mir) machen.
    PS Dem Klang von Mike Oldfield, außer Fingerspiel mit einem mächtigen Vibrato, bin ich übrigens mit einer 1983 Fender Japan Stratocaster JV ST62-65 am nächsten gekommen. Und einem 10 Bani-Geldstück.
    Ein guter “süchtig machender” Klang kommt erst dann zustande wenn möglichst viele Komponenten gut aufeinander abgestimmt und handwerklich solide umgesetzt wurden. Dabei ist es egal, ob das Material Holz oder Kunststoff ist, solange das Ergebnis stimmt. Und Kunststoff kann auch die Klangeigenschaften von Holz sehr gut “imitieren”.
    Wenn ich morgens meinen Espresso aus meinem Siebträger extrahiere, so muss ich meistens mit dem Brühdruck nachregulieren. Warum? Weil ich erst nach dem ersten Bezug den Einfluss des Wetters auf den Espressobezug sehe und dann die Mühle nachregulieren kann. Espresso, auch so ein komplexes System bei dem viel Voodoo dabei sein soll. Nö, Technik, Physik, beste Zutaten Erfahrung und wer Glück hat genügend Geschmacksknospen zum Genießen. Und auch hier komme ich an das komplexe Geschmackerlebnis meiner Tochter nicht ran, die Schmeckt Sachen, da kann ich nur von träumen. Dafür höre ich Tonfärbungen…
    Musikinstrumente wie eine Stradivari sind sehr komplexe Systeme die von verdammt vielen Faktoren abhängen. Unter anderem auch vom Holz und dem Umgang damit.

    Auf diesen Kommentar antworten

Pingbacks

  1. RockBass Adam Clayton Artist Line im Test › GITARRE & BASS
  2. Gitarrenhölzer hier bei uns um die Ecke! › GITARRE & BASS

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich auch interessieren