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Fender American Elite Stratocaster & Telecaster im Test

Brandneu … Quantensprung … Sensation! Bei Fender hat man wieder einmal die Modelle Telecaster und Stratocaster neu erfunden. Echt – alles neu! Also Quantensprung, quasi neue Dimension. Ich stell einen Container auf, da könnt ihr eure alten, bis jetzt ja offenbar nur prototypisch provisorischen Fenders entsorgen. Ich schaff die weg – versprochen!

Fender American Elite Strat_02
(Bild: Dieter Stork)

Mit seinen Deluxe- und Elite-Serien wollte Fender sich aber noch stets die Tür zur Moderne offen halten. Im zeitlosen Fender Strat- und Tele-Gewand soll sich bei den aktuellen Gitarren der American Elite Series ein ultramodernes Innenleben versteckt halten, mit mehr als einem Dutzend Innovationen. Hört hört! Neben den zwei vorgestellten American-EliteModellen gibt es noch eine Thinline Tele, eine Strat mit SSH-Pickup-Bestückung und eine Left-Hand Strat.

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Konstruktion

Wo wir sowieso schon auf dem Wege sind, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, können wir uns auch mit der allseits bekannten grundsätzlichen Form, Konstruktion und Ausstattung einer Tele und einer Strat kurzfassen. Wir haben es also immer noch mit den klassischen Schraubhalskonstruktionen zu tun und als Tonholz kam jeweils Erle für den Korpus und Ahorn für den Hals zum Einsatz. Die Korpuskonturen bei der Strat wurden allerdings überarbeitet, erscheinen nun tiefer geschnitten; die Tele ziert ein weißes Body Binding nach Custom-Art. Der Hals ist jeweils mit dem neuen, seitlich angeschnittenen American-Elite-Halsfuß und entsprechender „4-Bolt Asymmetrical“- Halsbefestigung in den Korpus eingeschraubt.

Bemerkenswert ist vor allem aber das „Compound Back-Shape Modern C to D“, eine Formgebung, welche von einem modernen C-Profil in den ersten Lagen ausgehend, kontinuierlich in eine komfortable D-Form in den oberen Lagen ausläuft. 22 Medium Jumbo-Bünde im Griffbrett aus Palisander (Strat), bzw. Greiffläche aus Ahorn (einteiliger Telehals) mit Compound Radius 9.5″-14″ zeigen saubere Verarbeitung; große Perloid-Dots kennzeichnen die Lagen. Der mit einem Satin Finish versiegelte Hals, nur die Kopfplattenfront ist glänzend lackiert, wurde mit dem „Heel-Mounted Spoke Wheel Adjustment“ ausgestattet. Dieses am Ende des Griffbretts positionierte Einstellrad macht es ungewohnt leicht, den Neigungswinkel des Halses zu verändern.

Die Kopfplatten folgen den klassischen Pattern, verfügen ansonsten aber über identische Deluxe Cast/Sealed Locking Tuners mit kurzen Schäften und schmale Sättel aus synthetischem Knochen. Die American Elite Strat verfügt über ein 2-Point Deluxe Synchronized Tremolo mit massiven „full-sustain saddles, copper-infused bridge plate and pop-in arm“; die Tele über die 6-Saddle American Tele Bridge mit verchromten Messingsätteln auf rahmenloser Grundplatte. Die drei neuen 4th-Generation-NoiselessPickups der American Elite Stratocaster werden mit einem 5-Positionen Blade Switch geschaltet: Pos.1 Bridge Pickup, Pos.2 Bridge and Middle Pickup, Pos.3 Middle Pickup, Pos.4 Middle and Neck Pickup, Pos.5 Neck Pickup.

Drei Aged White Soft Touch Knobs (neu) geben elektrische Kontrolle: Master-Volumen mit S1-Switch; Tone 1 (Neck Pickup), Tone 2 (Mittel- und Bridge-Pickups; No-Load Tone Control). Die Elite Tele erhielt ebenfalls die aktuellen Noiseless Pickups in modelltypischer Ausrichtung. Der am Hals wurde wie üblich mit Neusilberkappe vorn auf das Schlagbrett platziert, am Steg finden wir ihn auf der Grundplatte der modernen American Tele Bridge ohne hinderliche Seitenkanten. Geschaltet wird die Tele wie gewohnt mit Dreiwege-Klingenschalter, gesteuert über Knurled Flat-Top Knobs mit Master Volume (+ S-1) und Master No-Load Tone Control. Die blitzsauber gefertigten elitären Strats und Teles sind in vielen Farben zu haben, darunter auch neue wie Autumn Blaze Metallic oder Sky Burst Metallic. Geliefert werden sie in neuen Hartschalenkoffern, die auch professionellen Ansprüchen genügen.

Fender American Elite Strat_01
Angeschnittener American Elite Halsfuß (Bild: Dieter Stork)

 

Praxis

Auf den ersten Griff hin gibt es in Sachen Handhabung eigentlich nichts vordergründig Überraschendes zu berichten, wäre da nicht der angeschnittene Halsfuß mit entsprechend angepasster Backplate, welcher den hohen Tonbereich besser erreichbar macht. Auch, dass die Hälse mit komfortabler Formgebung aufwarten ist im modernen Fender-Kontext nicht wirklich neu. Dieses eher subtile Compound-Back-Shaping mit eleganter Ausflachung im Rücken nach oben hin fühlt sich aber wirklich gut an, was von den angenehm gerundeten Griffbrettkanten und der prima gemachten Jumbo-Bundierung noch kräftig unterstützt wird. Das alles ist gut gewichtet und abgeglichen, sollte also jede Hand erfreuen können.

Die mit 3,6 kg nicht gerade leichtgewichtige Elite Stratocaster klingt trocken angespielt ungemein klar und stellt die Stimmen im Akkord präzise heraus. Vom Timbre her regieren tendenziell kühle Klangfarben. Die Telecaster-Schwester ist nicht nur vom Gewicht her leichter (knapp 3,3 kg), sondern zeigt auch das etwas luftigere Tonverhalten. Die vierte Generation der hauseigenen Noiseless-Pickups, welche Fender nur in dieser Elite-Serie einsetzt, sollen laut Hersteller einen Quantensprung in Sachen brummfreier, authentischer Vintage-Sound machen. Das ist wohl etwas breitbeinig formuliert, aber natürlich haben wir es mit leistungsstarken Tonwandlern zu tun.

In der American Elite Stratocaster decken sie das Spektrum der bekannten modelltypischen Klangcharakteristika in den einzelnen PU-Positionen und deren Kombinationen hochklassig ab. Das Repertoire reicht vom kehlig vollen Ton des HalsTonabnehmers bis hin zum nicht zu bissig artikulierenden Noiseless-Pickup am Steg – rundum klassische Stratocaster-Sounds also. Im Vergleich zu Texas Specials etwa sind die weniger rau und eher kultiviert, aber sie gelangen tatsächlich ohne den lästigen Brumm ans Ohr. Der im Volume-Regler dezent integrierte S-1 Switch gibt uns gedrückt nun noch eine zweite Klangebene an die Hand, die auf alle Schaltpositionen wirkt und aus dem 5- Wege einen 10-Wege-Schalter macht.

Mit aktiviertem S-1 sind alle kombinierten Spulen in Serie geschaltet und die einzelnen Schaltpositionen weisen allesamt Pickup-Kombinationen aus. In der Schaltstellung des Neck-Pickups sind mit gedrücktem S-1 Switch sogar alle drei Tonabnehmer aktiviert, in der nächsten die übliche Kombination Hals- und Mittel-PU, nur eben seriell verschaltet, die Mittelposition des Schalters kombiniert Mittel- und Steg-Pickup seriell und die übrigen zwei Schaltoptionen halten Mischformen seriell/parallel mit zum Teil vermindertem Volume der kombinierten Pickups bereit. Mit gedrücktem S-1 wird der Ton also deutlich fetter und bassiger – kein Wunder, addieren wir doch die Widerstände, ähnlich der seriell geschalteten Spulen bei einem Humbucker. Die Höhen verlieren etwas an Glanz, aber das mittige Tonverhalten ist zumindest für Operationen im Zerrbereich eher von Vorteil. Der Amp wird grundsätzlich stärker angefahren, aber auch mit Effektgeräten funktioniert das gut. Nun, das ist wirklich die zweite Klangetage, in der vor allem rockwärts eine Menge geht. Powerchords, Heavy Riffs, Soloeskapaden – alles kein Problem und mit einem etwas heißer eingestellten Amp mühelos zu erzielen. Das bezieht sich in erster Linie auf die Schaltpositionen 1 – 3; in den Schaltstellungen 4 und 5 erhalten wir speziellere Ergebnisse mit mehr Crisp, die aber das Sound-Repertoire als bissigere Klangvarianten durchaus sinnvoll ergänzen.

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4th Generation Noiseless Pickups und Schaltung mit S-1 Switch (Bild: Dieter Stork)

 

Der American Elite Telecaster lässt sich mit den neuen Noiseless Pickups zunächst ebenfalls klassische Telecaster-Sounds abgewinnen. Süßer voller Ton von schöner Kehligkeit bei geschaltetem Hals-Pickup, wechselt mit gutem Biss und Twang des Steg-Singlecoil. Sehr schön auch die Glocke der kombinierten Pickups. Bei der Elite Telecaster wirkt der S-1 Switch nur in der Mittelposition. Dort lassen sich die Pickups von parallel auf seriell umschalten, was uns wiederum einen angehoben dichteren Sound an die Hand gibt. Wir können nun zwischen den einzelnen Pickups wechseln und haben in der Mittelposition den dickeren mittigeren Strahl zur Hand, um etwa beim Solo noch ein paar Kohlen nachzulegen.

Ein Fingerdruck und schon sind wir wieder beim gewohnten klingeligen Kombi-Klang einer Telecaster. Mit dieser sinnvollen Erweiterung lässt sich wirklich bestens arbeiten. Zumindest die vorgelegte Version der American Elite Tele geht für mich über die Strat-Schwester, da sie mit geringerem Gewicht, etwas schnellerer Ansprache und sonoren Grund-Sounds das Rennen macht. Marginale Differenzen, die im gesetzten Rahmen je nach Holzpartie aber sicher auch andersherum ausfallen können. Die No-Load Tone Control ermöglicht bei Vollanschlag die Umgehung der Schaltung, führt das Signal in dem Fall also direkt heraus. Nun sitzt sie bei der Strat im letzten Tone-Poti, das für Mittel- und Steg-Pickup zuständig ist. Hm, man kann sich natürlich trefflich darüber streiten, ob der Steg-Pickup einer Strat wirklich mehr Präsenz und Höhen braucht?

Es handelt sich aber lediglich um eine optionale Erweiterung, denn Pos1 – Pos9 des Regelwegs funktionieren ja wie gewohnt, nur Pos10 aktiviert den No-Load-Effekt. Das 2-Punkt-Tremsystem bietet in Verbindung mit den Locking-Mechaniken mitsamt kurzer Schäfte klaglos geschmeidige Tonhöhenmodulation und eine hohe Stimmstabilität auch bei heftigem Gebrauch.

Fender American Elite Strat_03
Halseinstellung leicht gemacht – Einstellrad für direkten Zugriff (Bild: Dieter Stork)

 

Resümee

Wunder wurden zwar keine vollbracht, aber Fender bemüht sich mit den American-Elite-Modellen auf der Höhe der Zeit zu bleiben – und das durchaus erfolgreich. Die neuen Hals-Shapings sind fraglos gelungen und sorgen zusammen mit optimaler Bundierung und dem American-Elite-Halsfuß für ein rundes Spielgefühl mit verbessertem Zugang zu den hohen Lagenpositionen. Quantensprung? Nun, ein Quantensprung würde doch etwas gänzlich Neues ins Leben rufen, dabei geht es eher um die Reproduktion von Altbewährtem und dessen Verfeinerung, allerdings zu besseren, will meinen brummfreien Bedingungen.

Die Pickups sind dennoch von fraglos hochklassiger Qualität und mit der S- 1-Schaltung ist ihnen auch tatsächlich noch eine weitere Dimension abzugewinnen. Das macht vor allem die Elite Stratocaster, aber in etwas engerem Rahmen auch die Elite Telecaster zu klanglich ungemein wendungsreichen Instrumenten, würdig des modernen Zeitalters, ohne dabei die grundlegende Tradition zu vergessen. Nein, vom Schlaf der Selbstgerechten kann bei Fender keine Rede sein. Das Bemühen, bewährte Designs zukunftsfähig zu machen ist unbedingt zu loben, denn die Ergebnisse sprechen für sich.

 

Plus

  • klassisches Design aufgestockt
  • Schwingverhalten
  • 4th Generation Noiseless PUs
  • variable Sounds
  • Schaltung mit S-1 Switch
  • Hals-Shapings
  • Spieleigenschaften
  • tadellose Verarbeitung

 

Fender American Elite Strat_profil

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wenn ich mir nur das Foto von der Tele anschaue, wo der Hals-PU und die Halseinstellschraube zu sehen ist, weiss ich mal wieder, warum ich für so ein liderlich “zusammengebautes” Instrument aus USA niemals Geld ausgeben würde!
    Die Griffbrett-Aussparung an der Einstellschraube sieht aus wie reingebissen!
    Unten am Hals und in der Aussparung sind Fräsreste (Späne) am Schlagbrett!
    An der PU Fräsung auch!
    Die Schraube vom Schlagbrett unten im Bild ist schief reingedreht.
    Und dafür ruft Fender 1879€ auf???
    Es gibt viele China Hersteller, die können das wesentlich besser.
    Aber Hauptsache, “ich hab ne Fender!”
    LoL

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    1. Die Schraube ist nicht schief eingedreht. Schau dir mal die Vergrößerung an. Das ist noch ein Rest von der Schutzfolievom pickguard.

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      1. Sorry, hast du was auf den Augen (Vielleicht ne “Fender-Brille?) Die rechts zu sehende Schraube (nicht PU-Verschraubung) ist ganz klar schief!4Und kein Fender-Jünger erwähnt die “reingebissene” Aussparung mit Sägespuren für die Halseinstellschraube am Griffbrett.
        Ich würde meine alte Fenix Tele nicht mal gegen drei dieser Fender “Elite” Teles tauschen!

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    2. Deswegen könnten das auch Folienreste sein und keine Späne 😉

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    3. das sehe ich genauso

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    4. Leider spricht der sprichwörtliche Komplex aus dir. Welcher chinesische Hersteller kann das denn besser? Kann man dessen Gitarren im Bedarfsfall auch so gut verkaufen wie ne Fender oder muss man die dann verramschen?

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      1. Da die meisten Musiker “markenblind” und “markenhörig” sind, haben andere Hersteller wohl kaum eine Chance, das 9hre Gitarren mal mindestens angetestet werden.
        Es sei denn, “Fender” steht auf der Kopfplatte.
        Möchte gar nicht wissen, was Manche für eine “echte” alte Fender ausgegeben haben.

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        1. Na ab 15.000€ aufwärts musste für ne 1964er Strat wie meine schon ausgeben…sonst is nix

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  2. Und Ihr vom “Fachmagazin” bewertet das mit “tadelloser Verarbeitung”??
    Wäre ja schade, wenn Fender die ganzseitigen Anzeigen im Euren Magazinen nicht mehr für viel Geld buchen würde, nicht wahr?

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  3. @marx: glaubst du nicht, dass es irgendwie auch ein bisschen darauf ankommt, wie sich das instrument spielt und klingt? scheiß auf ne schief reingedrehte schraube!

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    1. Die das Geld erwarte ich ALLES!
      Solche Verarbeitungsmängel würde keiner von Euch bei einem Autokauf akzeptieren; egal wie gut die Kiste fährt.

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      1. Hallo? Wir sprechen von einer in dem USA montierten Gitarre zu einem Ladenpreis von 1500€!!!!! Das ist doch kein Geld…und im Gegensatz zu Schrott wie zB Fenix kauft dir das auch mal wieder jemand ab wenn du was neues willst…Fenix kannste ja nur für die Jimi-Nummer mit feuerchen nutzen..und der Plastiklack brennt wahrscheinlich nicht richtig sondern vergiftet nur die erste Reihe vor der Bühne

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  4. ich denke das die brummfreien PU´s und die Schaltungen für diese Gitarren neu sind…gibt es aber seit Jahren bereits von anderen Herstellern….die angeblich neue Halsform ist ebenfalls schon seit Jahren zu bekommen….die Halsbefestigung gab es vor vielen Jahren schon bei Rockinger (Flutschfinger) zu bekommen….das Rädchen vom verstellbaren Halsstab hatten früher schon deutsche Gitarrenbauer in Betrieb…….der Markt (Kunde) verlangt halt immer wieder nach was neuem, und das bekommt er dann….für entsprechend mehr Geld…..ich möchte und kann die hier besschriebenen Gitarren nicht schlecht machen…hab sie ja noch nicht gespielt….kann mir aber ohne weiteres vorstellen, das eine alte Fenix nur mit den neuen PU`s bestückt, wohl kaum deutlich schlechter klingt…..

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    1. Na ja, aber viele Leute wollen halt eine Fender spielen und keine Fenix, auch wenn sie ggf gleichwertig klingt. Das wird halt bedient. Ich kenne diese Productions-Fender gar nicht, aber die Custom Shop Modelle sind fast durchweg auf hohem Niveau….

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      1. Na selbstverständlich klingt deine Fenix erheblich besser als alle Fenders dieser Erde. Hätte ich nicht anders erwartet. Hat sich im ambitionierten Musiker- bzw Profibereich daher auch überzeugend durchgesetzt. Praktisch jeder spielt ne Fenix, Weils einfach am besten klingt und auch alle Schrauben gerade eingedreht sind…auch Frustrationen sind eine Form von Komplexen…gibts Fenix überhaupt noch oder sind die schon lange weg? Ich weis es nicht und es ist mir sooo egal…

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  5. Ich besitze (neben anderen Gitarren) eine American Deluxe Thinline, also den Vorgänger der American Elite. Das Preis-/Leistungsverhältnis anzuzweifeln kann man sicherlich als gerechtfertigt oder angemessen bezeichnen, die Verarbeitungsqualität ist allerdings tatsächlich tadellos. Da sollte man keine Fehler suchen, wo keine sind.

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  6. Wenn interessiert es den ob die Gitarre 120-prozentig verarbeitet ist?!?!

    Ich erwarte ein hochwertige Gitarre. Fender hin oder her…

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  7. Ich finde es immer wieder bemerkenswert wie manche Leute ihren Frustrationen freien Lauf lassen. Schraube krumm, dies das…Leute, was soll das? Meine stratocaster aus 1964 ist alles andere als Top verarbeitet, klingt aber unfassbar. Diese neuen Modelle kosten am Ende im Geschäft ca 1500€, das ist doch voll ok…

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  8. Insgesamt betrachtet bin ich eher der Gibson Typ, finde Fender aber ziemlich cool…haben sie es doch geschafft, den Custom Shop unglaublich hochwertig und dominant auszubauen. Hier kannst du alles haben, mehr geht nicht…

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  9. Irgendwie scheinen ja die beiden klassischen Klischees – die großen Gitarrenhersteller bauen nur überteuerten marketinghörigen Murx vs alles was günstig bis billig ist kann nur Murx sein – immer noch Konjunktur zu haben. Lustig übrigens dass die Krummeschraubenfrage bzw. Daisteinefräsrestfrage nach wie vor in beiden Lagen eines der entscheidenden Attribute fürs Benchmarking ist.

    Also ich für meinen Teil hab ne Fender (eine American Special Tele mit ner Delle am Hintern weshalb sie recht günstig zu haben war) und die geb ich nimmer her blos weil da jetzt Fender drauf steht. Ich habe aber auch eine koreanische SWING P3 Strat Made in Indochina die damals im direkten Vergleich das Rennen gegen eine G&L Legacy macht hat.

    Deswegen habe ich mich beim Lesen des Artikels vor allem zwei Dinge gefragt:
    1. Was hat die American Elite Tele jenseits des Marketinggetöses zu bieten?
    2. brauch ist das?

    Der Compountradius ist sicherlich eine schicke Sache und wer des Halseinstellens mächtig ist, dürfte auch ziemlich froh sein dass er direkt auf das Einstellrad zugreifen kann – zur Not auch mit dem Notnagel, wenn gerade kein Imbusschlüssel vorhanden ist. Die Noisless PU’s würde ich auf jeden Fall gerne mal gegen meine Texas Specials anspielen, weil mich da die Entwicklung interessiert. Aber letztendlich – wers Tonpoti bedienen kann und nicht vor dem Amp festgewachsen ist, kann in der Regel auch mit dem traditionellen Brummen umgehen.
    Völlig uninteressant sind für mich aber die zusätzlichen Schaltmöglichkeiten. Drei Einstellungen, Volume und Tonepoti, dazu ne Ahnung was der Anschlag mit dem Ton anrichtet – find ich mehr als ausreichend. Was die Bridge betrifft – da bleib ich auch lieber beim Alten wobei das vor allem mal ästhetischen Gründe hat – und natürlich auch eine kleine Glaubensfrage ist.
    Deswegen mein Fazit: Begrabbeln gerne – aber nicht wirklich meins.

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  10. Eines ist jedenfalls glasklar: The Show must go on!
    Koste es was es wolle, die nächste Messe hängt wie ein Damoklesschwert über den Herstellern, ob es nun ein nordeuropäisches Einheitsmöbelhaus oder ein CO2-Erzeuger ist, oder ein glücklicher Gitarrenhersteller ,-es muss dem künstlich erzeugtem Bedürfnis nach neuem Futter entsprochen werden.
    Es ist schon ein wenig absurd zu beobachten wie die
    kapitalistischen Marktmechanismen sich selbst ans Bein pinkeln: Da wird das Anspruchsniveau des Konsumenten in schwindelnde Höhen getrieben und sogenannte Innovationen(oder auch “wirkliche” Innovationen) als Verkaufsargument in Stellung gebracht, und hat, daraus hervorgehend, Schwierigkeiten der selbst höher gelegten Latte gerecht zu werden.
    Es wird voll darauf gesetzt das das, was an dem Produkt nicht wirklich so toll ist wie beschrieben, vom Mythos der eigenen Geschichte aufgefangen wird,- was soll man auch sonst tun (sonst wird es gar zu teuer in der Herstellung?!
    Wenn sich erst einmal herumgesprochen hat das quasi jede hergelaufene Mond oder Mars-Strat für kaum ein Geld es auch tut, um mehr oder weniger drei Accorde und ein paar single-Notes zu klimpern,- na dann gute Nacht Weltwirtschaftsordnung!
    Mit nichts läßt sich mehr Geld verdienen als mit Träumen……..

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    1. Das schöne an Leuten, die wirklich Musik machen bzw Songs schreiben ist genau das, sie haben noch die Fähigkeit zu träumen. Wenn man die Kohle hat, ist es doch super. Dieses ganze Marktmechanismengequstsche ist doch Blabla für stereotypen, die sich ständig um andere und deren abnormes Verhalten kümmern wollen…langweilig. Ich geb ohne mit der Wimper zunicken für ne Fender 3-6000€ aus, wenn mir das gefällt. Wen muss ich da im Erlaubnis fragen?

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  11. Ist klar das diese optischen Mängel unschön sind, wirkt sich aber nicht auf den Klang aus!! Die Mängel würde ich im Geschäft nicht akzeptieren!!

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  1. Die Misserfolge in der Gitarren-Geschichte › GITARRE & BASS

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