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Made in Japan: Das große G&B MIJ Vintage Special for Free

Mitte der 70er-Jahre: Es war die Zeit nach der ersten Invasionswelle der japanischen Gitarrenhersteller. Einige westliche Firmen hatten die Segel streichen müssen, andere leckten noch ihre Wunden und sannen nach Möglichkeiten, dem Preiskampf der Asiaten etwas entgegensetzen zu können.

3 Made in Japan Gitarren
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Die Größten der Zunft bedienten sich schon bald dabei der Mittel des Gegners und beauftragten ihrerseits asiatische Firmen mit der Herstellung von Instrumenten, meist Kopien der eigenen Klassiker, die nun auf dem Weltmarkt im Preisniveau der japanischen Fabriken unterwegs waren, vernünftige Qualität und natürlich die richtige Optik boten. Marken wie Squier und Epiphone sind die besten Beispiele dieses wirtschaftlichen Schachzuges, ohne den es den Mutterfirmen Fender und Gibson wahrscheinlich richtig schlecht ergangen wäre.

MIJ – ein Markt wird erschaffen

Japanische Nachbildungen bescherten den damals unter Qualitäts- und demzufolge Image-Verlust kränkelnden renommierten Companies immense Umsatzeinbußen, schließlich konnten die Instrumente auf dem Weltmarkt trotz Importkosten günstig angeboten werden. Zudem waren speziell die Kopien mit verleimten Hälsen meist qualitativ mindestens ebenbürtig.

Japanische Gitarren waren preiswert und handwerklich sehr gut gemacht. Vor allem die konstante Qualität der japanischen Produkte trug mit dazu bei, dass u.a. Ibanez-Gitarren dieser Zeit, wie die inzwischen ebenfalls gesuchten Instrumente von Aria, Burny, Tokai, Greco, Orville, Navigator, Yamaha und Fender Japan, immer populärer wurden – und das weltweit.

Greco Guitars war Teil des 1948 gegründeten japanischen Unternehmens Kanda Shokai, und ab ca. 1960 wurden Instrumente unter diesem Markennamen vertrieben. Die ersten eigenen Modelle hatten, wie auch ganz alte Ibanez- oder Yamaha-Gitarren, ein sehr schräges Flair, die Designs waren teils hochgradig bizarr bis gewöhnungsbedürftig. Bereits 1966/67 war Greco aber auch mit Telecaster-Kopien auf dem Markt, und man kopierte sogar Modelle von Hagström (Schweden) und EKO (Italien), die teilweise auch unter dem Label Goya angeboten wurden. Hergestellt wurden sie u.a. in den Fabriken von Fuji-Gen Gakki, Dyna Gakki und Matsumoku, und so waren Parallelen zu anderen Marken, die zeitweise aus diesen Factories kamen (Ibanez, Aria, Yamaha, Washburn) nicht weiter verwunderlich. Anfang der 70er-Jahre sprang das Unternehmen dann endgültig auf den Zug der Kopierer auf und konzentrierte sich mehr und mehr auf Replika angesagter Gibson-Modelle.

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