Produkt: Gitarre & Bass 4/2019 Digital
Gitarre & Bass 4/2019 Digital
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TopGearCheck! mit Victor Smolski

(Bild: Mineur)

Den Ausnahmegitarristen Victor Smolski müssen wir in Gitarre & Bass nicht mehr explizit vorstellen, denn bereits mehrfach stand er uns für Interviews zur Verfügung. Anlässlich der Veröffentlichung des neuen Albums ‚Rush Of Death‘ seiner Band Almanac haben wir ihn diesmal um Empfehlungen für unsere Reihe ‚Top Gear Check‘ gebeten. Und bekommen nun, typisch Smolski, zusätzlich eine kleine Lehrstunde für die richtige Instrumentenwahl.

Ich habe in meinem Leben schon viele Gitarren gespielt, bin aber immer noch von meiner Yamaha RGX begeistert, auch vom alten Modell, das für verhältnismäßig kleines Geld alles liefert, was man braucht: Humbucker-Pickups, ein absolut stimmungssicheres Vibrato-System, tadellose Verarbeitungsqualität. Neben Yamaha gibt es heutzutage auch von Ibanez und Schecter wirklich einwandfreie Modelle zum günstigen Preis. Wichtig ist immer: Wenn man kein Vibrato braucht, sollte man auch nur Gitarren ohne Vibrato kaufen, denn das spart richtig Geld.

Immer noch empfehlenswert: seine Yamaha RGX (Bild: Mineur)

Gleiches gilt für die Pickup-Konstellation: Wenn man nicht in den extremen Crunch-Bereich möchte, braucht man keine Humbucker, dann reichen auch Singlecoils. Aber auch umgekehrt: Wer in den Metal-Bereich will, sollte sich keine Gitarre mit Singlecoils und den damit verbundenen Brummgeräuschen kaufen, denn das kann nicht funktionieren.

Apropos: Bei der Wahl der Pickups sollte man stets das verbaute Holz einer Gitarre berücksichtigen. Ich besitze eine Menge Custom-Modelle, und in fast jedem ist ein anderer Pickup zu finden. Aktive Pickups nehmen zu viel Farbe vom Klang weg, und – wenn man die Lautstärke am Poti zurücknimmt – bricht der Sound schnell komplett zusammen. Deswegen empfehle ich passive Tonabnehmer, zum Beispiel das Jeff-Beck-Modell von Seymour Duncan. Der Pickup klingt ausgewogen, erzeugt kaum Nebengeräusche, ist aber trotzdem sehr aggressiv und lässt das Holz einer Gitarre wunderbar durchklingen.

>>> Hier findest du das Jeff-Beck-Modell von Seymour Duncan bei Thomann <<<

Aber ich mag auch den ‚Evolution‘ von DiMarzio, bei dem allerdings das Holz perfekt passen muss, damit er zur vollen Entfaltung kommt.

>>> Hier findest du den DiMarzio Evolution bei Thomann <<<

Bei den Amps gilt ähnliche Sorgfalt. Wer langsamen Heavy Metal spielen möchte, ist mit einem MESA/Boogie Rectifier sicherlich perfekt bedient. Das Teil ist robust und hat einen unglaublich fetten Ton, der einem das Spielen wirklich leicht macht.

Wer schneller spielen, temporeiche Solos einbauen und einen tighten Sound möchte, ist mit dem ENGL Powerball oder auch dem ENGL Fireball 100 sehr gut beraten. Die Verstärker klingen unglaublich präzise und der Sound ist sofort da. Gleichzeitig sind sie auch sehr ehrlich, was bedeutet: Spielt man etwas nicht ganz korrekt, dann hört man es mit diesen Amps sofort.

>>> Hier findest du den ENGL Powerball bei Thomann <<<

>>> Hier findest du den ENGL Fireball 100 bei Thomann <<<

Übrigens: Wichtig für einen guten Sound ist natürlich auch eine zum Topteil passende Box, also 1×12, 2×12 oder 4×12. Natürlich bieten 4x12er-Boxen den fettesten Sound, aber man muss bedenken: Passt die Box auch ins eigene Auto? Und wie schwer ist sie? Insofern sind für Anfänger 2x12er- Boxen sicherlich eine überlegenswerte Alternative. Denn auch die sind laut und druckvoll, dabei aber leichter transportabel.

Bei den Effektgeräten sollte man sich vor dem Kauf genau überlegen, was man möchte und nicht an der Qualität sparen. Denn jedes schlechte Effektgerät schadet auch dem Gesamt-Sound eines guten Amps. Bei den Multieffekt-Pedalen stehe ich zurzeit auf das Line 6 Helix LT, das für seinen vergleichsweise geringen Preis eine Vielzahl sehr guter Sound-Möglichkeiten anbietet. Wer weniger möchte, findet bei Line 6 ja auch das Helix Stomp, bei dem dann zwar ein Volume- bzw. WahWah-Pedal fehlt, das ansonsten aber zahllose Sounds zu bieten hat.

>>> Hier findest du das Line 6 Helix LT bei Thomann <<<

Aber natürlich gilt für jedes Effektpedal und egal welche Soundoption, dass man es mit dem Effekt nicht übertreiben sollte. Zuviel Gain zerstört den Ton einer Gitarre, zu viel Hall oder Delay mindert die Klarheit und Genauigkeit. Deshalb mein Rat: Bei allem immer auf die richtige Dosierung achten.

Bei Einzelpedalen ist für mich ein gutes WahWah sehr wichtig. Ich empfehle schon seit Jahren das Real McCoy RMC 10, das aufgrund seines breiten Frequenzangebots sowohl auf der Bühne als auch im Studio einsetzbar ist.

>>> Hier findest du das Real McCoy RMC 10 bei Thomann <<<

Auch sehr gut ist das Dunlop Crybaby, wenn auch nicht ganz so flexibel nutzbar.

>>> Hier findest du das Dunlop Crybaby bei Thomann <<<

Natürlich spielen beim Gesamt-Sound auch die richtigen Saiten eine große Rolle. Ich habe wirklich sehr viele ausprobiert, denn bei mir waren Saiten immer ein schwieriges Thema, da sie im Studio und auf der Bühne gleichermaßen funktionieren müssen. Nach langer Recherche und vielen Tests spiele ich seit zehn Jahren Saiten von Thomastik Infeld, einer Firma aus Wien, in den Stärken .009 auf .046, die auch nach vielen Stunden im Studio immer ihren Ton halten und bei mir auf der Bühne noch nie gerissen sind. Das Besondere bei meinen Thomastik Infeld: Ich benutze eine Art Hybridsatz, bei der die .016er G-Saite eine .017er und die .036er A-Saite eine .037er ist, was dem Sound ausgesprochen hilft und den Saitensatz sehr ausgeglichen klingen lässt.

>>> Hier findest du die Thomastik-Infeld-Saiten bei Thomann <<<

(Story: Matthias Mineur)

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