Klein, kleiner, SNIPAR

Test: SDARR SNIPAR

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(Bild: Dieter Stork)

Was wünscht man sich von einer Reisegitarre? Richtig, sie soll klein und leicht sein und trotzdem möglichst viel Gitarre bieten. Diesem Thema hat sich nun auch SDARR aus Österreich gewidmet. Und wie!

Ich war ja schon von der Idee der Strandberg Meloria oder der Donner-Hush-Gitarre begeistert, bei denen man die „Flügel“ einfahren kann, um eine sehr schmale Gitarre zu transportieren. Sdarr toppt das jetzt noch einmal deutlich und liefert eine Gitarre, die zusammengepackt gerade einmal 40 x 10 x 10 cm misst und 2 kg wiegt. Das ist wirklich wenig.

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(Bild: Dieter Stork)

MINIMALISMUS IN REINFORM

Der Postbote klingelt und drückt mir ein kleines, längliches Paket in die Hand. „Aha, jemand aus der Familie hat was bestellt“, denke ich. Doch erst, als ich den Absender sehe, wird mir klar: Das ist wirklich die Snipar. Ich kannte die Bilder aus dem Internet, aber die vermitteln nicht, wie klein sich diese Gitarre transportieren lässt. Schau dir mal deinen Unterarm inklusive Hand an. So lang ist das Paket vielleicht. Und es ist tatsächlich eine konstruktive Glanzleistung: Das „Case“, welches es dazu gibt, wird später der „Korpus“ der Gitarre. In ihm sind weitere Teile und der Hals verstaut. Zusammengepackt wirkt es sehr robust. Ich hätte keinerlei Bedenken, dieses Paket so auf ein beliebiges Gepäckband zu werfen. Tatsächlich passt es sogar in einen Handgepäck-Koffer.

(Bild: Dieter Stork)

Der Zusammenbau ist dann natürlich etwas komplexer, als einfach die Flügel auszufahren. Hier muss man die verschiedenen Teile des 3D-gedruckten Korpus zusammenstecken und fixieren. Dafür gibt es ein anschauliches Anleitungsvideo, sodass dies kein großes Hindernis darstellt. Bei dem aufgerufenen Preis und Österreich als (Hochlohn-)Herkunftsland darf man keine Perfektion in allen Details erwarten. Insgesamt passt aber alles gut zusammen und funktioniert. Der Hals wird aus zwei Aluminiumteilen zusammengesteckt und verschraubt. Das hat erstaunlich gut funktioniert und zu keinerlei Problemen geführt – schon cool.

Der gesamte Aufbau hat beim ersten Mal etwas über fünf Minuten gedauert. Dabei musste ich aber immer wieder ins Video schauen. Mit der Zeit wird man sicher schneller, aber für „ich spiele mal eben 10 Minuten im Hotelzimmer“ lohnt es sich dann vielleicht doch nicht.

Die Snipar verfügt über einen einzelnen Tonabnehmer am Hals und eine Klinkenbuchse. Das war’s. Es gibt kein Umschalten und keinen Lautstärkeregler. Reduced to the max.

Praxis, Sounds und Resümee auf Seite 2

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