Guitar Tuning

Pimp That Strat: Wie baue ich meine Stratocaster um?

Fender 2009
2009 Fender Road Worn Statocaster

Diesen Monat widmen wir uns wieder der Modifikation von Gitarren. Und dieses Mal ist das Thema sehr komplex. Es geht um den Umbau einer Stratocaster mit möglichst geringem Bauteil-Aufwand, wobei ich das Augenmerk einmal auf scheinbar nebensächliche Bausteine legen möchte.

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Vor einigen Wochen habe ich eine Fender Road Worn Stratocaster bekommen. Die Gitarre war extrem preiswert, also musste ich zugreifen. Dahinter steckte auch ein bestimmter Grund. Ich wollte herausfinden, wie weit man so eine Gitarre klanglich in die Nähe einer heiß geliebten 1961er Stratocaster bringen kann. Sind solche Sounds wirklich unerreichbar oder kann man mit etwas Know-how und Geschick eine Stratocaster für weit unter € 1.000 „auf alt“ pimpen?

Dabei geht es weniger um die Optik, sondern einzig um den Sound. In den frühen Achtzigern besaß ich eine Squier Stratocaster in Fiesta Red, die mit ein paar Seymour Duncan Pickups klanglich sehr nahe an so manche alte Stratocaster heranreichte, obwohl diese Gitarre, wenn ich mich recht erinnere, nur 890 D-Mark gekostet hat.

Die Road Worn hat im Prinzip die gleichen Zutaten wie die Squier damals: Einen Body aus Linde (Basswood), einen schön geformten D-Hals mit Rosewood-Griffbrett und 7,5 Zoll-Radius, drei CTS „Dimple“-Pots mit 250K und einen billigen Polyester-Tone-Kondensator. Das Tremolo stammt zwar von Fender, hat aber einen Guss-Block mit tief gebohrten Saiten-Löchern, sodass die Ballends im Inneren verschwinden. Außerdem ist der Block etwas kleiner und leichter als bei meiner 2003er Custom Shop Relic Stratocaster.

Die Gitarre, die schon von Vorbesitzern mehrfach umgebaut wurde (der Body gehört wohl nicht zur Gitarre, sondern wurde später ergänzt), ließ sich sehr gut spielen, klang aber furchtbar dünn, fizzelig und viel zu weich. Sie vereinte sämtliche Untugenden, die es bei einer Stratocaster zu beklagen gibt. Außer dem griffigen Hals gab es wenig Inspirierendes, um es mal vorsichtig auszudrücken. Das konnte man besonders merken, wenn man die Road Worn mit der originalen Strat von 1961 oder der Custom Shop Relic von 2003 verglich.

Die 1961 ist völlig original, die Custom Shop Relic wurde im Laufe der Jahre etwas umgerüstet. In dieser Gitarre befindet sich ein Fender „PureVintage“-Vibrato, das den Ton etwas knackiger und voller macht. Dazu wurde der billige Ton-Kondensator gegen einen original alten „SK“ 0.1uF Scheibenkondensator getauscht. Die Maßnahme nimmt der Strat den manchmal etwas harschen Obertonbereich und macht sie weicher, aber auch klarer. Das war bis dahin schon alles.

Mein Ziel war es natürlich auch, den anstehenden Umbau nicht unnötig zu verteuern. Die Gitarre sollte insgesamt preiswert bleiben. Einer der Vorbesitzer hatte schon ein günstiges Leo-Sound-Pickup-Set eingebaut, sodass hier zunächst kein Bedarf für eine Erneuerung bestand. Daher konzentrierte ich mich zunächst ausschließlich auf die Elektronik und die Hardware. Dabei gewann ich ein paar sehr interessante Erkenntnisse, die ich mit anderen Strat-Liebhabern teilen möchte. Wirklich kreativ wurde ich erst später.

Zuerst wollte ich die Zutaten der Lieblings-Strat von 1961 einfach nur kopieren. Warum ist diese Gitarre so gut? Und vor allem – was macht sie klanglich so außergewöhnlich? Ich versuche das in ein paar kurzen Sätzen zu beschreiben. Diese Gitarre gehört zu den besten Strats, die ich je gehört habe, denn sie besitzt einige Eigenschaften, die ich vor allem bei Slabboard-Strats der frühen Sechziger gehört habe. Zunächst ist da dieser sogenannte „Bell-Tone“. Dies ist ein extrem glockiger Ton, der sehr schön schmatzt und im wahrsten Sinne glasklar daherkommt. Zuerst habe ich diesen Ton auf Jeff Becks Album ‚Wired‘ wahrgenommen. Seine Strat schneidet da wie ein heißes Messer in Butter.

Zum zweiten Mal hörte ich diesen Sound natürlich beim Intro und Solo von Lynyrd Skynyrds ‚Sweet Home Alabama‘, dann bei Thomas Blug auf irgendeiner Musikmesse-Vorführung (er hat auch eine 61er Stratocaster) und schließlich bei der Band U2, die diesen „Bell-Tone“ quasi kultiviert haben.

Die 1961er Stratocaster hat aber nicht nur diesen Glockenklang, sondern gleichzeitig eine unfassbar direkte Ansprache und sehr, sehr trockene Bässe. Ich denke, Jeff Beck würde mir diese Gitarre aus den Händen reißen. Oder John Mayer, denn diese Gitarre hat sehr wenig Mitten und daher eine sehr geringe Überlagerung von Tönen. Man könnte auch von einer stark ausgeprägten Saitentrennung sprechen. Akkorde bleiben immer messerscharf und durchsichtig. Und vor allem: Man findet keinen einzigen Zerrer, der nervt! Alles scheint zu funktionieren. Sie klingt immer! An jedem Amp!

So, nun genug der Lobhudelei. Ich wollte damit nur sagen: Die Messlatte liegt verdammt hoch! Die Road Worn verkörperte anfangs noch das genaue Gegenteil der AusnahmeStrat von 1961. Sie klang verwaschen, unscharf, müde, zu harsch und auf den hohen Saiten viel zu dünn. Was würde hier helfen? Neue Pickups, Cryo-Tuning oder vielleicht gar nichts mehr? Frei nach dem Motto „man sollte keine Gitarre aufgeben“ habe ich die Gitarre zunächst so gut wie möglich eingestellt.

Zuerst wurde der Hals so gerade wie möglich gestellt. Das bringt in der Regel etwas zusätzliche Spannung in den Halsstab und erhöht die Ansprache. Die Gitarre wurde etwas knackiger und konturierter. Dann habe ich die Pickups eingestellt. Die LeoSounds klingen wirklich überzeugend, nur sind die Magnete noch etwas stark. Die Folge ist ein typisches „Wimmern“ in jedem Ton, da die Saiten unregelmäßig vor den zu starken Magneten schwingen. Der Ton wird durch größeren Abstand zum Magneten schärfer und sauberer, auch wenn es ein wenig Output kostet.

Callahams Stahlblock und Fender Guessblock
Callaham Stahlblock neben Fender Guessblock

Im zweiten Schritt habe ich auch hier einen alten „SK“-Tone-Kondensator mit 0.1uF eingebaut. Der höhere Wert erzeugt insgesamt einen weicheren und weniger in den Mitten betonten Klang. Schon das nahm der Gitarre diese kühle Härte. Der Ton wurde jetzt runder und voller.

Die dritte Maßnahme war der Einbau eines neuen Vibratos, das ich noch von einer American-Vintage-Strat aus den späten 80ern übrig hatte. Diesem Vibrato spendierte ich den einzigen Luxus, und zwar einen hochwertigen Callaham Stahlblock. Die Gitarre hatte jetzt für meinen Geschmack zu viele Höhen, ließ aber schon eine Art „Bell-Tone“ erkennen. Außerdem nahmen Saitentrennung und Sustain deutlich zu.

Dieses „Zuviel“ im Hochtonbereich zähmte ich auf ganz ungewöhnliche Weise. Ich testete unterschiedliche Vibrato-Federn aus meiner langjährig gefüllten Wühlkiste und fand heraus, dass allein die Federn das Frequenzspektrum einer Stratocaster enorm beeinflussen können. Ich fand ein Feder-Set, das die Gitarre in exakt das gleiche Frequenzspektrum rückte wie die geliebte 1961er.

Nun hatte ich buchstäblich Blut geleckt. Ich fand im Keller noch eine Schachtel mit einer alten Feder-Kralle aus den Sechzigern. Dazu sechs Tremolo-Befestigungsschrauben aus der gleichen Zeit. Dieser Fund schien mir so wertvoll, dass ich die Kralle nicht in die Road Worn einbaute, sondern in die 2003er Custom Shop Relic Strat. Das Ergebnis hat mich geradezu umgehauen.

Auch diese Strat wurde noch etwas gezähmt und ausbalanciert. Diese Gitarre klingt der 61er ebenfalls ähnlicher in Puncto Ansprache und Ton. Offenbar sind die alten Materialien auch klangentscheidend. Die Road Worn ist nun mit ein paar ganz einfachen Maßnahmen zu neuem Leben erweckt worden. Zugegeben: Sie klingt immer noch nicht wie die alte 61er, aber sie bietet nun einen wirklich mitreißenden Sound, der meiner ebenfalls sehr guten Custom Shop Relic durchaus die Stirn bietet.

Fender Tremolo-Krallen
Unterschiedliche Tremolo-Krallen

 Fassen wir die Maßnahmen und Kosten noch einmal zusammen:

LeoSound Pickups ca. € 120

Callaham Steel Block ca. € 86

60s SK Kondensator ca. € 15

Vibrato-Federn ca. € 6

Vibrato-Kralle ab € 1

Der 60s Scheiben-Kondensator
“SK” Scheiben-Kondensator 0.1uF

Insgesamt wurden also um die € 200 investiert. Ich selbst habe davon allerdings nur etwa € 100 draufgelegt, denn die LeoSound-Pickups waren ja schon eingebaut. In der Folge habe ich auch bei der Custom Shop Relic eifrig mit unterschiedlichen Federn experimentiert und den Sound in Feinheiten noch deutlich verbessern können.

Mittlerweile habe ich sogar mit den Befestigungsschrauben des Tremolo-Systems experimentiert. Auch hier hört man feine Klangunterschiede. Zwar sind all diese Maßnahmen vielleicht zunächst nur kleine Schritte zum besseren Sound, in der Summe sind diese Umbauten jedoch wirklich sehr weitreichend.

Die Road Worn gehört nun jedenfalls zum Kreis der Lieblings-Gitarren, auch wenn sie die Klänge der alten Strat nicht komplett nachstellen kann. Der Linde-Body liefert einen fetten und rockigen Sound, die Bespielbarkeit ist hervorragend und Ansprache, Abbildungsschärfe und Dynamik lassen keine Wünsche mehr offen. Sie hat im Laufe der letzten Wochen einen ganz eigenen Charakter entwickelt. In diesem Sinne …

[3690]

(aus Gitarre & Bass 01/2016)

25 Kommentare zu “Pimp That Strat: Wie baue ich meine Stratocaster um?”
  1. Victor Gub

    Ich fasse zusammen.

    Vorher: Klang furchtbar dünn, auf den hohen Saiten viel zu dünn, fizzelig und viel zu weich, mit kühle Härte, verwaschen, unscharf, müde, zu harsch.

    Nachher: runder und voller, gezähmt und ausbalanciert.

    Cryo-Tuning hilft ja immer. Es sollen ja möglichst keine Spannungen im Material sein. Darum wird hier ja auch der Halsstab noch nachgezogen, um die Spannung zu erhöhen.

    Doch nun wird es interessant! Zitat:
    “Wirklich kreativ wurde ich (Pipper) erst später…
    … dass allein die Federn das Frequenzspektrum einer Stratocaster enorm beeinflussen können…
    … alten Feder-Kralle aus den Sechzigern und sechs TremoloBefestigungsschrauben aus der gleichen Zeit …
    … eifrig mit unterschiedlichen Federn experimentiert und den Sound in Feinheiten noch deutlich verbessern können …
    Mittlerweile habe ich sogar mit den Befestigungsschrauben des Tremolo-Systems experimentiert. Auch hier hört man feine Klangunterschiede… …Offenbar sind die alten Materialien auch klangentscheidend”

    Nur was hat das mit Know-how zu tun? Das ist wildes herum experimentieren. Kein Wort zu den verwendeten Legierungen, Maßen, zur Härte oder Federrate.

    Nur gut, dass Leo Fender in der guten alten Zeit gearbeitet hat. Nicht auszudenken, was die Strat für ein Fehlschlag geworden wäre, hätte er die minderwertigen Materialien von heute verwenden müssen!

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    • Sgt.Pepper

      Volle Zustimmung. Geht für mich inRichtung Altes-Wissen-Musik-Techno-Esoterik. Der nächste Schritt sind dann Aluminium Hüte.

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  2. floda Pe

    gut zusammen gefasst, dem kann ich mich nur voll anschließen. Hab die Beiträge in G&B des Autors immer gerne gelesen und manches auch umgesetzt, habe aber zu keiner Zeit ein “Wow” verspürt.

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  3. Pippers Kolumne hat immer etwas vom Leser und seinen Interessen Entrücktes an sich. Ich respektiere seinen Idealismus. Aber es geht oft eher um seine etwas isolierten, manchmal lebensweltfremden, abstrakten und sehr angestaubtem Klangziele und seine Kolumne liest sich oft wie eine Aufsatzreihe zum Thema “Was ich letztes Wochenende gemacht habe.”

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  4. Holly Rieber

    Udo Pipper hat ja teilweise recht ansprechende Informationen und
    Erfahrungen zu diversem Equipment.
    Allein der Road Worn Bericht erscheint mir in einigen Ergebnissen doch
    etwas dünn! Welche Leosounds, was denn genau mit den Cyroparts,
    wieviele und welche Federn könnte optimieren???
    Ich habe vieles gemacht und meine klang erst “optimiert” nachdem ich mich
    den Pickups gewidmet habe, vorher war alles nur Geldausgabe und kein Resultat!

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  5. old schooler

    Oh Mann, wenn ich sowas höre bzw. lese. 90% des Tons kommt immer noch aus den Fingern. Aber wie wäre es, wenn man mit dem Tremolo in der Hand um Mitternacht bei Vollmond mit einer Federboa um den Hals gegen den Uhrzeigersinn ums Lagerfeuer tanzt? Das optimiert den Sound total. Aber Vorsicht, nicht mit dem Uhrzeugersinn, sonst verschlechtert sich der Sound!
    Sorry, aber der Artikel ist nur Gitarren-Voodoo und sonst nix!

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      • Kann Old Schooler nur zustimmen.Ich bin auch ein Oldschuler.Mit meinen mittlerweil 65 Jahren hatte ich viele Strats in den Händen.Jetzt ratet mal was jetzt meine Liebllingstrat ist.Es ist eine Rocktone welche ich für 80€ gekauft habe und darauf einen Harley Bentonkorpus von einer 77€ Strat montiert habe.
        Das Ding klingt göttlich.

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  6. Siggi Drazek

    Ich bewundere Udo Pipper und habe viel von ihm gelernt
    auf diese weise habe ich meine Cheri Stratocaster zum
    wahrer Stratovarius gepimpt.

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  7. k.tischer

    Das wirklich üble bei Udos “Verbesserungen” – man wird sie nie nachprüfen, geschweige denn selbst nachbauen können – warum? – er verwendet immer irgendwelche steinalte und für den Normalo nicht beschaffbare Bauteile, gibt keine Soundbeispiele vorher/nachher und
    und bleibt so absolut in seinem persönlichen Universum. Einmal war er wirklich glaubhaft, da schrieb er von einem Test von alten und neuen Gitarren mit dem Ergebnis, dass beim anonymen Hören der
    Alt-Neu Unterschied nicht hörbar war. Und das zählt, nämlich was beim entfernten Hörer ankommt.

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    • Victor Gub

      An diesen Artikel erinnere ich mich auch. Leider weiß ich nicht mehr in welcher Ausgabe er veröffentlicht wurde. Wer kann mir bitte Auskunft geben?

      Fragt man bei Pipper nach, worauf seine Erkenntnisse beruhen, bekommt man keine belastbaren Antworten. So erging es mir zum Thema Löten. Siehe hierzu Udo Pippers Beitrag: ” Tube Amp Doctor: Blackface Princeton Style Amp-Kit (2) ” (in die Suchzeile auf dieser Seite eingeben, und den ganzen Artikel aufrufen)

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      • Oliver Mangel

        Ich fand bei dem Blindtest insbesondere die Bewertung “bemerkenswert”: (Zitat sinngemäß…) “Wenn man keinen Unterschied zwischen heiligem Vintage Gral und neuem, eher durchschnittlichem Instrument hört, ist der Blindtest wohl nicht das geeignete Vorgehen, um den Sound eines Instruments zu beurteilen” – ah, ja! Der wahre Sound existiert also nur für den Spieler, der gerade das Instrument spielt. Das reduziert musikalisches Empfinden auf subjektive esotherische Frequenzgang- und Klirrfaktor-Betrachtungen, führt die Grund-Idee von Musik als ein mehr oder weniger universelles Kommunikationsmittel ad absurdum und macht E-Gitarren-Musik zum Selbstzweck des Equipment- und sebstverliebten Vintage-Sammlers. Glücklicherwiese sahen und sehen das die meisten sog. Gitarrenhelden anders!

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  8. Peter Dernbach

    Ich frage mich wie UP zu dem Schluß kommt, eine Roadworn hätte einen Basswood-(Linde-)Body?????? Nie und nimmer! Schon immer Erle! Etwas schwacher und wie von meinen Vor-Kommentatoren bereits erwähnt, ein etwas wenig aussagefähiger Artikel…..

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    • Steffen Seitter

      Er schrieb ja, dass der Body nicht original sondern schonmal getauscht wurde

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        • Sven Laurien

          Für mich ist das eine Ironie- oder Verarschungsartikel. Hat nur noch gefehlt das die Schrauben von der indonesischen Schleich-Katze gefressen und dann wieder ausgeschieden wurden. Beim Verfahren mit bestimmten Kaffeebohnen kostet dann das Kilo Kaffee 10.000 $. Sollte er ernst gemeint sein, lese ich seine Artikel nun nicht mehr.

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  9. Wow, ich will auch mal das Gras wachsen hören.
    Oder oute ich mich jetzt als jemand, der nur Piepers Ironie nicht versteht?

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  10. Volker Lohweg

    Oha, Udo Pipper at his best…. Klar lassen sich durch Adaptionen die Klangeigenschaften eines Instruments verändern. Geschenkt. Aber bitte mit technischen Fakten, Doppelblindtests und Hörbeispielen. Alles andere ist methodisch inkorrekt. Und, mit Verlaub, Herr Pipper, die Schrauben des Federhalteblechs für Klangänderungen verantwortlich zu machen, gehört in die Esoterik-Schublade. Im Doppelblindversuch hört den Unterschied vermutlich niemand. Zum Schluss: And then the drummer comes in ….

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    • Sgt.Pepper

      Danke! Und ich dachte immer ich wär alleine mit der Meinung dass man den Unterschied zwischen neuen und bei Vollmond in WOlfspisse gekochten Elkos nicht hören kann. Doppelblind. Ja, Bitte, Danke!

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  11. bebe rabozo

    Ihr habt doc keine Ahnung wovon ihr redet. Ich habe einen amp bekomen den udo restauriert hat. eine alten 1963 bandmaster … der amp wurde von ihm optimiert… (ich habe einige bandmaster gehört) aber ich sags euch das ist der tonal bliss sondergleichen. ein ton ton mit dem besten clean sound überhaupt mit bell canto eigenschaften eines stradivari instruments… ich habe den eindruck dass leute hier einfach nur daher reden ohne jemals etwas von udo oder wirklich mal einen guten sound eines vintage verstärkers oder einer gitarre gehört zu haben…

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    • Claudio

      Kann mir jemand sagen wie beim Tremolo die Maßen sind…bräuchte da mal die technische daten?

      Antworten
  12. Rafael

    Danke Udo, hab mich von deinem Artikel inspirieren lassen und meine 60s Classic Player mit steelblock Tremolo und vintage wax caps aufgewertet. Die Gitarre hat einen Sprung in eine andere Liga gemacht. Besonders Bässe und Sustain haben deutlich zugelegt. Bin begeistert!

    Antworten
  13. Uwe Gieseke

    Hallo liebe Leser und Kommentatoren, (Plural ist geschlechtlich neutral)
    ich finde den teilweise ungehobelten Ton gegenüber dem Autor etwas gewöhnungsbedürftig. Ich habe selber schon viele Gitarren gebaut und gepimpt. Mein letztes Werk war eine Strat, die ein 1960er Modell inkl. der Gebrauchsspuren meiner Hände und dem Nutzungsgrad von fast 58 Jahren entsprechen sollte. Hier der Link zum Bau:

    https://www.guitarmaniacs.de/cgi-bin/gallery.pl?action=gallery&id=5939

    Da ich die Möglichkeit hatte, verschiedene Ausstattungsvarianten gegeneinander zu testen, kann ich Udo Pipper weitestgehend beipflichten. Sogar die Verwendung eines Celluloid-Pickguards scheint den Klang zu beeinflussen. In der damiligen Zeit gab es aufgrund der baulichen Unzulänglichkeiten sicher eine größere tonale Streuung als heute. Allerdings gibt es für jeden Gitarristen diesen einzigartigen Ton. Und wenn man ihn hört, erkennt man ihn immer wieder. Jedenfalls bei gleichen Testbedingungen.
    Auch ich bin diesem Klang erlegen und habe deswegen dieses Experiment gewagt.
    Ich empfehle jedem, der hier auf der Meckerspur unterwegs ist, mal die eine oder andere scheinbar unwesentliche Änderung an seine Gitarre vorzunehmen und dann vorher/ nachher aufzunehmen und kritisch anzuhören. Vielleicht ändert sich dann die Einstellung zu Voodoo oder Esotherik beim Gitarren(um)bau und verursacht bei dem Einen oder Anderen glänzende Augen und einen wohligen Schauer…
    P.S. Es lässt sich nicht immer alles physikalisch erklären oder messen.

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  14. Benedikt

    Moin,
    dass der Sound durch n anderen Tremoloblock und Tonabnehmer verbessert werden kann ist ja nichts neues, aber wenn du beim Wechsel der Befestigungsschrauben des Tremolo-Systems n Unterschied hörst, dann Respekt. Als Handwerker der sich mit Schrauben auskennt, und auch als Typ von Verstand, denke ich dass das in keinster Weise irgendeinen merkbaren Einfluss auf den Sound haben kann. Das ist als würde man am Aufprallgeräusch zweier fast identischer Schrauben bestimmen können welche eine höhere Dichte hat. Und dabei würden die beiden Schrauben auch noch in einem Stück Holz stecken.
    Die größte Soundveränderung geschieht immernoch im Hirn, welches eine erhebliche Soundverbesserung nach jedem noch so kleinen Eingriff erwartet.
    Habe ehrlich gesagt noch darauf gehofft dass Udo Pipper sagt er habe die beschichteten Schrauben der Buchse gegen die “originalen” unbeschichteten Schrauben die er zufällig noch im Keller hatte getauscht und sich der Sound derart verbessert hätte dass Mark Knopfler davon ein Ei geschrumpft wäre.
    Ich beneide Menschen die die Arschhaare ihrer Bassisten wachsen hören können. Oder? Nein wohl eher doch nicht. Aber da Soundempfinden eh subjektiv ist, könnt ihr auch auf meinen Kommentar scheißen. Ich lese trotzdem gerne solche Artikel, also danke.

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