John Petrucci

John Petrucci Images And Words

John Petrucci ist kein egomanischer Showman, der seine extravagante Technik immer und ständig im grellen Scheinwerferlicht präsentiert sehen will. Vergleichbar mit Alex Lifeson von Rush, vermutlich seinem wohl größten Idol, sieht sich John Petrucci eher als Teamplayer, dessen Songs für sich sprechen sollen.

Dass diese natürlich von höchster Präzision und grandiosen Fingerfertigkeiten geprägt sind, wissen Kenner seit Jahren. Dream Theater verbinden die Einflüsse des Prog-Rock der Siebziger mit modernen Metal-Attitüden.

Geboren wurde John Petrucci am 12. Juli 1967, aufgewachsen ist er in Kings Park, Long Island, New York. Der Gitarrist lebt heute mit seiner Frau Rena und seinen drei Kindern SamiJo, Reny and Kiara in New York.

Seine prä-professionelle musikalische Ausbildung begann John Petrucci bereits an der High School, wo er einen Leistungskurs in Musik belegte. 1985 immatrikulierte er sich gemeinsam mit seinem Schulfreund John Myung, Bassist bei Dream Theater, am Berklee College Of Music in Boston und konzentrierte sich dort auf Jazz-Komposition und Harmonielehre.

Ein Jahr später formierten Petrucci, Myung, Schlagzeuger Mike Portnoy, Keyboarder Kevin Moore und Sänger Chris Collins die Band Majesty. Das Quintett nahm ,The Majesty Demos‘ auf und konnte innerhalb eines halben Jahres nahezu 1000 Exemplare davon verkaufen. Im November 1986 verließ Chris Collins die Band wieder. Portnoy, Petrucci, Myung und Moore testeten daraufhin mehrere Kandidaten an und entschieden sich im November 1987 für Charlie Dominici.

Wenige Monate später ging das Debüt-Album ,When Dream And Day Unite‘ an den Start. Noch bevor es zur Veröffentlichung kam, wurden Majesty von einer gleich lautenden Band aus Las Vegas per Rechtsanwalt dazu aufgefordert, ihren Namen zu ändern. Man entschied sich für „Dream Theater“ und für die Trennung von Charlie Dominici.

Erst 1991 konnte die vakante Position mit dem Kanadier James LaBrie, bis dahin Sänger der Band Winter Rose, neu besetzt werden. Mit ihm produzierten John Petrucci  und Dream Theater das fabelhafte ,Images And Words‘, ein Killer-Album, das sich inmitten der Blütezeit des Grunge über 600.000 Mal verkaufte und mit ,Pull Me Under‘ einen veritablen Single-Hit besaß.

Bis 2003 veröffentlichte die Band weitere Prog-Metal-Klassiker, darunter ,Awake‘, die EP ,A Change Of Seasons‘, ,Falling Into Infinity‘.  ,Scenes From A Memory‘, das überraschend harte Doppelalbum ,Six Degrees Of Inner Turbulence‘ und vor wenigen Wochen ,Train Of Thought‘. Die Besetzung John Petrucci, Portnoy, Myung und LaBrie blieb dabei unverändert.

Lediglich Keyboarder Kevin Moore verließ Mitte der Neunziger die Band und wurde zunächst von Derek Sherinian, ab 1999 dann von Jordan Rudess ersetzt.

Anzeige