Kurz vor knapp

Walter Trout über Battle Scars

Manchmal kommt ihm das alles heute noch vor wie ein einziger Albtraum. Als Walter Trout vor zwei Jahren wegen eines irreparablen Leberschadens ins Krankenhaus kam, rechnete er nicht damit, je wieder sein altes Leben führen zu können. Doch er hatte Glück und ist dem Tod im letzten Moment von der Schippe gesprungen. Walter Trout lebt, er spielt wieder, er tourt wieder und er hat mit ,Battle Scars‘ ein beeindruckendes Album aufgenommen, das sich unverstellt und emotional seinem Leidensweg widmet.

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FOTO: Menge, Provogue / Greg Watermann

„Als ich als kleiner Junge die Gitarre und den Blues für mich entdeckte, merkte ich schnell, dass sie eine therapeutische Wirkung auf mich hatten. Sie halfen mir durch schwierige Zeiten und das hat sich bis heute nicht geändert.“ Das erzählt einer, der weiß wovon er spricht und der die therapeutischen Fähigkeiten seiner Musik gerade in den vergangenen beiden Jahren bitter nötig hatte. Sieben Monate musste Walter Trout auf eine Spenderleber warten.

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Wäre es nach ihm gegangen, hätte es diese Episode sicher nicht gebraucht, erlebt hatte er vorher schon genug. Seit den späten 60er-Jahren aktiv, wurde er in den 70ern vornehmlich als Sideman gebucht und spielte dadurch u.a. mit Percy Mayfield und John Lee Hooker zusammen, um dann 1981 zur Blues/Rock-Band Canned Heat zu stoßen. Diese war für ihn Sprungbrett ins große internationale Geschäft. John Mayall hatte die Formation gesehen und berief neben zwei weiteren Mitgliedern der Band Trout als Lead-Gitarrist zu seinen Bluesbreakers. Fünf Jahre, die ihn nachhaltig prägten und ihm als Sprungbrett für eine erfolgreiche Solokarriere mit nunmehr 18 Alben in 26 Jahren dienten. In diesen Alben setzte Trout bis dato größtenteils auf geradlinigen, wenn auch modernen Blues-Rock, bei dem zumeist die Gitarre Priorität hatte. Ähnlich wie bei seinem Kollegen Robben Ford waren Trouts Texte und sein Gesang oft mehr ein Vehikel, um die Gitarrensoli in SongStrukturen zu packen.

Das ist jetzt anders. Das im Oktober letzten Jahres erschienene ,Battle Scars‘ ist zu allererst ein Text- und Konzeptalbum mit Songs, die eine ergreifende Geschichte erzählen und bei denen Intensität und Atmosphäre im Vordergrund stehen. Schon der Vorgänger ,The Blues Came Calling‘ von 2014 hatte aufgrund der beginnenden Erkrankung bei Entstehung des Albums – neben aller Power, Spielfreude und Virtuosität – eine Dringlichkeit und mitunter fast unangenehme Nähe im Songwriting, die man von reinen BluesKünstlern so nicht gewohnt ist.

Zum Interview trafen wir Walter Trout vor einem Konzert in Bochum, wo er während seiner Europa-Tour Halt machte.

Interview

Walter, kannst du kurz zusammenfassen, unter welchen Umständen deine letzten beiden Alben zustande gekommen sind?

Gern. Vor ein paar Jahren bin ich, wie viele wissen, sehr, sehr krank geworden. Meine Leber machte nicht mehr mit. Um weiterleben zu können, war eine Transplantation unumgänglich. Innerhalb von vier Monaten habe ich 57 Kilo verloren. Außerdem hatte ich einen Hirnschaden. Ich konnte nicht mehr sprechen, nicht mehr laufen und war mehr als sechs Monate im Krankenhaus, wo ich auf meine Transplantation wartete. In letzter Minute, als ich nur noch ein paar Tage zu leben hatte, bekam ich eine neue Leber, was mir das Leben gerettet hat. Das vorletzte Album ,The Blues Came Calling‘ schrieb ich und nahm ich auf, als ich schon sehr krank war. Ich dachte, dass es mein letztes sein würde. Das aktuelle Album heißt ,Battle Scars‘ und entstand aus dem Willen heraus, eine Platte darüber zu machen, was mir passiert ist, wo ich durch musste und wie das für mich war. Beide Alben zusammen erzählen die Geschichte meiner Krankheit.

Du hast gesagt, dass es dir heute schwerfällt ,The Blues Came Calling‘ zu hören, weil du bei den Aufnahmen sehr zu leiden hattest.

Oh ja. Das war ein harter Kampf, vor allem was meine Stimme betraf. Als ich krank wurde, ist mein Bauch sehr stark angeschwollen, weil er sich mit Flüssigkeit gefüllt hat. Alle zwei Wochen bekam ich in ein Loch in der Bauchdecke eine Drainage gelegt, durch die sie die Flüssigkeit abpumpen konnten. Sie entnahmen immer nur die Hälfte, da mein Körper es nicht verkraftet hätte, wenn sie alles abgepumpt hätten. Die Hälfte bedeutete in meinem Fall 12 Liter. Ich hatte also 24 Liter Flüssigkeit in meinem Bauch und meinen Lungen, die auf mein Zwerchfell drückten. Ich konnte weder richtig sprechen noch richtig atmen. Dadurch klingen die Vocals für meine Begriffe auf diesem Album sehr schwach. Außerdem hatte ich schlimme Krämpfe in den Händen, weshalb einige der Gitarrenspuren auf diesem Album unter großen Schmerzen entstanden sind. Dadurch fällt es mir schwer, mir das heute anzuhören. Es ist OK, dass es das Album gibt, aber ich weiß, was ich durchgemacht habe während der Aufnahmen. Ich war sehr krank, aber wild entschlossen, das Album fertigzustellen.

War ,Battle Scars‘ noch eine ähnliche Tortur?

Nein. Zu der Zeit war ich schon wieder stark und gesund. Auch wenn die Texte eher düster und vielleicht ein bisschen traurig sind, transportiert die Musik trotzdem meine Freude darüber, dass ich zurück und wohlauf bin. Ich spiele und singe gut, weil ich wieder Luft bekomme und keine Krämpfe und keine Schmerzen mehr habe. Das genieße ich und das hört man auch.

Du sagst, du musstest nach deiner Krankheit das Sprechen und Laufen erst wieder lernen. Galt das auch fürs Gitarrespielen?

Ja. Ich musste ganz von vorne anfangen. Monatelang habe ich jeden Tag vier bis fünf Stunden einfach gespielt. Die Transplantation war im Mai und ich stand erst im Juni des darauf folgenden Jahres wieder auf der Bühne.

Inwiefern wirken sich die Erfahrungen der letzten Jahre auf deine Spielweise aus?

Alles was mich ausmacht und was ich tue, hat sich in gewisser Weise verändert, weil ich gesehen habe, wie es mir genommen wurde. Ich hatte nicht damit gerechnet, noch am Leben zu sein und dachte nicht, dass ich, falls ich überleben sollte, je wieder Gitarre würde spielen können. Wenn dir etwas auf diese Weise genommen wird und du es dann doch zurückbekommst, dann hat alles eine ganz neue Qualität und Tiefe. Du siehst die Dinge mit anderen Augen aus einer neuen Perspektive. In vielerlei Hinsicht fühle ich mich wie wiedergeboren. Das Spielen macht wieder Spaß in einer Weise, wie es lange nicht der Fall war. In den letzten Jahren, bevor ich richtig krank wurde und bevor ich wusste, was mit mir los ist, hatte ich Schwächeanfälle auf der Bühne, musste mich hinsetzen und hatte unglaubliche Schmerzen und Krämpfe in meinen Händen und Armen, sodass ich aufhören musste zu spielen. Dadurch entstand eine schreckliche Angst davor, überhaupt auf die Bühne zu gehen, weil ich nicht wusste, ob ich den Gig durchhalten würde. Ich wusste ja lange nicht, was es war und dachte, ich würde einfach langsam alt. Irgendwann habe ich herausgefunden, dass meine Leber an alledem schuld war. Jetzt sind die Symptome weg: Keine Krämpfe und kein Schwindel mehr. Ich fühle mich wieder stark und darum fühlt sich das Spielen wieder so an wie damals, als ich 18 war.

Du sprichst in deinen Songs und in Interviews sehr offen über deine Krankheit und deine Gefühle währenddessen. War dir das nie unangenehm oder zu intim?

Nein. Das ist mir egal. Ich rede mit jedem über alles Mögliche. Ich habe so viele Interviews gegeben, in denen ich gefragt wurde, wie es war, als Mitt-Zwanziger heroinabhängig zu sein. Und mir macht es nichts aus, darüber zu sprechen. Ich habe nichts zu verbergen. Vielleicht gibt es ja Leute, die aus meinen Erfahrungen etwas lernen können. Deswegen erzähle ich, dass ich heroinsüchtig war, dass das nicht gut ist, ich es aber überstanden und überlebt habe. Ich gebe auch offen zu, dass dadurch meine Leber ruiniert worden ist. Wenn ich damit auch nur einen Menschen von diesem Weg abhalten kann, dann ist das schon ein Erfolg. Und was die Songs betrifft: Ich habe mich einfach hingesetzt und Songs darüber geschrieben, was mir passiert ist und wie ich das erlebt habe. Mir war es wichtig, das zu teilen.

Stimmt es, dass Carlos Santana dich damals von den Drogen weggebracht hat?

Ja, das stimmt. Das war 1987 – übrigens in Deutschland. Ich war mit John Mayall in Ost-Berlin, als es noch kommunistisch war und Santana spielte auch dort. Wir waren fünf Tage lang im selben Hotel untergebracht. An einem Morgen kam er zu mir und sagte: „Hey Mann, ich hab dich gestern mit Mayall gesehen. Kannst du mir mal sagen, was das soll? Du hast diese großartige Gabe, Gitarre spielen zu können, bist mit einer weltbekannten Band unterwegs und dann bist du so betrunken auf der Bühne!? Damit zeigst du dem da oben, der dir dieses Geschenk gegeben hat, deinen ausgestreckten Mittelfinger.“ Danach gab er mir ein Buch, und nachdem ich es gelesen hatte, haben wir uns zwei Tage lang über das Leben unterhalten. Danach bin ich zu John Mayall gegangen und habe ihm gesagt, dass er mich nie wieder betrunken erleben würde. Seit dem Tag habe ich nicht mehr getrunken oder sonstige Drogen genommen.

Was für ein Buch war das?

Es hieß „Discover Your Possibilities“ von Robert Schuller, einem religiösen Prediger. Carlos sagte zu mir: „In dem Buch geht es zwar um Religion, aber auch um Psychologie. Wenn du willst, lass die Religion außen vor, aber bitte lies dir die Kapitel über Psychologie durch.“ Die Kernaussage war, dass jeder irgendeine Gabe hat, irgendetwas, in dem er gut ist. Ich kann vielleicht gut Gitarre spielen, andere können gut Autos reparieren. Jeder Mensch ist es der Welt schuldig, das Beste aus seinen Gaben zu machen und sein Potenzial voll auszuschöpfen. Dadurch leistet jeder seinen Beitrag, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Darüber haben Carlos und ich uns unterhalten. Er erzählte mir davon, dass Musik die Kraft hätte, Leute zu heilen, Freude zu bringen, wenn jemand unglücklich ist und die Dunkelheit mit Licht zu füllen. Damit hat er mich gekriegt und etwas in mir bewegt.

Du warst fünf Jahre lang Gitarrist bei John Mayall und bezeichnest ihn als Mentor. Wo wärst du heute ohne ihn?

Das weiß ich nicht. Ich verdanke diesem Mann so viel. Er ließ mich singen und Gitarre spielen und hat am Ende eines jeden Songs meinen Namen gerufen. Er hat mich ausgebildet. Als ich in seine Band kam, war ich noch ziemlich grün hinter den Ohren, doch er hat mich unterrichtet und trainiert. Er behandelte mich wie einen Sohn. Ich bin ihm unendlich dankbar und bezweifle, dass ich ohne ihn eine vergleichbare Karriere gehabt hätte. Wahrscheinlich würde ich immer noch in irgendwelchen Bars spielen, wer weiß.

Ein anderer, der großen Einfluss auf dich hatte, war Mike Bloomfield …

Oh ja. Mike Bloomfield war der Grund, warum ich überhaupt anfing Blues auf einer elektrischen Gitarre zu spielen. Aber im Grunde genommen gab es drei Ereignisse, die prägend für mich waren: Das erste war, dass mein älterer Bruder eines Tages mit einer Akustikgitarre nach Hause kam, die er jedoch nie selbst spielte. Also schnappte ich sie mir und brachte mir aus einem Buch die ersten Akkorde bei. Ein paar Monate später spielte er mir das allererste Bob-Dylan-Album vor. Das hörte ich und wusste sofort, dass ich diese Songs spielen können wollte. Also übte ich sie. Das zweite Ereignis war am 9. Februar 1964: Die Beatles spielten in der Ed-Sullivan-Show. Ich kann gar nicht in Worte fassen, was für einen immensen Eindruck das bei den Leuten meiner Generation hinterlassen hat. Man muss sich das mal vorstellen: Zu der Zeit hatten die USA 180 Millionen Einwohner und 78 Millionen davon haben diese Show gesehen. Unglaublich! Nach diesem Abend, an dem die Beatles bei Sullivan waren, wusste ich, dass ich eine elektrische Gitarre haben musste. Also besorgte ich mir eine billige E-Gitarre und einen Amp und gründete meine erste Band. Ungefähr ein Jahr später kam es dann zum dritten wichtigen Ereignis, als nämlich wiederum mein Bruder mit einer Platte zu mir kam und meinte, ich müsse mir unbedingt den Gitarristen darauf anhören. Es war das erste Album der Paul Butterfield Blues Band mit Mike Bloomfield an der Gitarre. Als ich das hörte, war mir klar, dass das genau der Sound war, den ich auch machen wollte. Ich war vierzehn und hatte ein ganz klares Lebensziel vor Augen.

Und – hast du das Ziel erreicht? Bist du heute musikalisch an dem Punkt, den du dir damals erträumt hast?

Das kann ich nicht beantworten. Musik ist grenzenlos und es gibt immer noch etwas zu lernen. Und je mehr du lernst, desto mehr wird dir klar, dass du in Wahrheit gar nichts weißt, weil Musik ein so unendliches Feld ist. Das Schöne daran: Du wirst nie so gut sein, wie du sein könntest.

Man lernt nie aus…

Genau. Du kannst dein Leben lang als Musiker wachsen. Sobald du denkst, dass du nicht mehr besser werden kannst, als du es bist, solltest du aufhören. Ob ich an dem Punkt bin, den ich mir damals vorgestellt habe, kann ich nicht sagen, aber ich weiß, dass ich es nach wie vor versuche.

Einen frühen Aha-Moment hattest du, als du einen Gitarristen namens Michael Duke gehört hast …

Woher kennst du diesen Namen?

Aus einem Interview, das du uns vor zehn Jahren gegeben hast.

Aller Achtung. Ich wusste gar nicht, dass ich jemals zuvor von ihm erzählt habe. Michael Duke war zwei Jahre älter als ich und lebte bei mir in der Nachbarschaft. Er war damals der angesagteste Gitarrist bei uns in der Gegend und zeigte mir, wie man ein Bending mit einem Vibrato versehen kann. Das war ein sehr wichtiger Moment für mich, weil das genau der Trick war, den Mike Bloomfield und Eric Clapton für ihren Sound verwendeten. Ich weiß leider nicht, was aus ihm geworden ist …

Gab es noch andere solcher Aha-Erlebnisse in deiner Karriere?

Sicher! In meiner ersten Band spielte ich zusammen mit einem Gitarristen namens Craig Farley. Ich Rhythm, er Lead. Er war zu jener Zeit, so um 1968, meiner Meinung nach der beste Gitarrist der Welt. Er war unfassbar gut, eine Mischung aus Mike Bloomfield, Eric Clapton, John McLaughlin und Neil Young. Er konnte sehr filigran und technisch wie McLaughlin spielen, aber auch so einfach und rau wie Young. Er konnte einfach alles und ich war davon überzeugt, dass wir mit diesem Typen an der Lead-Gitarre richtig groß werden könnten. Doch gerade als wir anfingen, uns einen Namen zu machen, hat er Scientology entdeckt, hörte mit der Gitarre auf und verschrieb sein Leben ganz dieser Sekte. Ich habe nie wieder etwas von ihm gehört.

Du hast aufgehört Slide-Gitarre zu spielen, nachdem du Ry Cooder zum ersten Mal gehört hattest. Hast du dich da inzwischen mal wieder herangewagt?

Nein, nicht wirklich. Als ich anfing mir in New Jersey als Gitarrist einen Namen zu machen, war ich ein recht guter Slide-Spieler. Das war es, wofür ich gebucht wurde. Dann habe ich eines Tages Ry Cooder gesehen und mir war sofort klar, dass ich es nie so gut können würde wie er und ich mich besser auf mein Spiel mit den Fingern konzentrieren sollte. Vor ein paar Jahren habe ich Ry Cooder einmal in Los Angeles getroffen und ihm die Geschichte erzählt. Er hat mich angestarrt, als wäre ich der letzte Idiot.

Auf dem Album sind zwei Songs, die dennoch klingen, als wären sie mit Slide gespielt. Wie machst du das?

Ich habe eine Technik, mit der ich eine Slide-Gitarre imitieren kann. Das mache ich allein mit meinem Ringfinger der linken Hand. Aber ich kann das ganz schlecht nur erklären. Es gibt eine Aufnahme von mir mit John Mayall, der Song heißt ,Playing With A Losing Hand’, von dem alle Kritiker schrieben, dass ich in diesem Song richtig gut Slide spielen würde, dabei tue ich das gar nicht.

Natürlich kann ich nicht den exakten Sound eines Glas- oder Metall-Röhrchens imitieren, aber mein Sound kommt da recht nahe heran.

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FOTO: Menge, Provogue / Greg Watermann

Equipment

Du hast auf der Bühne eine kleine Leslie-Box stehen. Was hat es damit auf sich?

Ich bin ja Mesa/Boogie-Endorser seit ich bei John Mayall gespielt habe. Meiner Meinung nach bauen sie die besten Amps der Welt. Ich bin ihnen schon so lange treu, weil ich nie einen Verstärker gefunden habe, der mit Mesa/Boogies vergleichbar wäre. Alle meine Alben sind damit aufgenommen, mehr brauchte ich nie. Ich bringe einfach meinen Bühnen-Amp mit ins Studio und das war’s. Dieses Leslie ist ein Mesa/Boogie-Leslie speziell für Gitarre. Davon wurden nur 100 Stück produziert. Ich selbst besitze zwei und ich weiß, dass Carlos Santana zwei davon hat. Wo der Rest steckt, weiß ich nicht. Innendrin ist ein sich drehender 12“-Lautsprecher, den man ein- und ausstellen und sich schneller oder langsamer drehen lassen kann.

Ich verwende ihn normalerweise nur im langsamen Modus an wenigen ausgewählten Stellen. Dadurch entsteht ein dezenter natürlicher Chorus-Effekt.

Du bist nicht mehr mit deiner 73er Stratocaster unterwegs. Kannst du mir etwas über deine aktuelle Gitarre erzählen?

Ja, diese neue Strat ließ ich mir zusammenbauen, um meine alte zu ersetzen, mit der ich 36 Jahre lang auf Tour gewesen bin. Sie ist jetzt in Rente, weil ich Angst hatte, dass sie mir gestohlen wird oder ihr sonst irgendetwas zustößt. Ein Freund von mir hat mir dann einen sehr leichten Korpus gebaut und einen Hals von einer meiner anderen Stratocasters drauf geschraubt.

Die Pickups hat Seymour Duncan für mich gebaut und sie mir geschenkt. Sie sind so konzipiert, dass sie nach meiner alten Strat klingen.

Wenn man beide Gitarren miteinander vergleicht, hört man tatsächlich kaum einen Unterschied.

Links:

www.waltertrout.com

 

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