Produkt: Jimi Hendrix Story
Jimi Hendrix Story
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Lieblingsplatten: Kirk Fletcher

(Bild: Rick Gould)

Musiker spielen nicht nur Musik, sie hören auch gerne welche. Manchmal ist es nur ein Song, der jemanden zur Gitarre oder zum Bass greifen lässt. Und dann gibt es noch Alben, die richtungsweisend sein können. Eine eigene TOP-5-LISTE kommt auf Zuruf jedem in den Sinn. Und manchmal sind es auch mehr …

Meist ist es ein einziger Song sein, der hängenbleibt. Und hört man sich dann durch das dazugehörige Musikalbum mit seiner Dramaturgie, können die Folgen gravierend sein. Ein gutes Album kann das ganze Leben begleiten und dazu führen, sich ausführlicher mit einem Künstler oder einem Stil zu beschäftigen – als Bassist oder Gitarrist dann auch ganz aktiv.

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Hier verrät uns der US-Bluesman Kirk Fletcher seine Favoriten. Der Sänger und Gitarrist ist in Kalifornien aufgewachsen und griff bereits im Alter von acht Jahren zum ersten Mal zur Gitarre. Später spielte er unter anderem mit Harp-Ikone Charlie Musselwhite und den Fabulous Thunderbirds, 1999 erschien dann das erste Soloalbum ,I‘m Here & I‘m Gone‘. Fletcher lebt heute in der Schweiz, sein aktuelles Album ,My Blues Pathway‘ wurde jedoch in Los Angeles aufgenommen. Und das präsentiert schöne Songs, die sich zwischen Blues, Funk und Soul bewegen. Eine Entdeckung ist das perlende und dynamische Spiel von Mr. Fletcher, das geprägt ist von einer dynamischen Phrasierung, einem runden Fingervibrato und auch mal knackigem Anschlag. Also Kirk, welches sind deine fünf Lieblingsalben?

Bobby Bland: ‚Dreamer‘, 1974

„Das Album ,Dreamer‘ von Bobby „Blue“ Bland ist eine wunderbare Platte. Ich liebe sie und habe sie mein ganzes Leben lang gehört. Albert Kings ,Born Under A Bad Sign‘ gehört auch zu meinen Favoriten.

Albert King: ‚Born Under A Bad Sign‘, 1967

Dieses Album hat mich sehr inspiriert, denn hier kamen Blues und Soul zusammen. Albert war einer der besten darin. Ein Song wie ,I’ll Play The Blues For You‘ (seines gleichnamigen Albums von 1972, d. Verf.) ist genauso Blues wie Soul. Weiterhin würde ich sagen, dass B.B. Kings ,Blues Is King‘ ein Tipp ist.

Da erübrigt sich jeder Kommentar. ,Truckin’ With Collins‘ von Albert Collins ist ebenfalls wunderbar. Er war ein Texas-Blueser und mein erstes Konzert, das war 1988.

Ich habe ihn also noch erlebt, bevor er gestorben ist. Sein Gig änderte mein Leben und inspirierte mich dazu Blues zu spielen und selber aufzutreten. Kommen wir zu Nummer Fünf, ,Live: Jimmy Witherspoon & Robben Ford‘. Alles auf dieser Platte swingt, Robben spielt fantastisch.

,Live: Jimmy Witherspoon & Robben Ford‘, 1976

Er benutzte einige Gitarrenakkorde, die ich noch nicht gehört hatte, zu der Zeit als ich mir das Album gekauft habe. Ich war vielleicht 18 und die Platte änderte so viel an meinem Spiel. Sie brachte mich dazu über Akkorde nachzudenken und ich beschäftigte mich mit Swing Music. Das half mir später, als ich begann Jump Blues zu spielen. Diese Platte ist immer noch toll.

Earl Hooker: ‚Play Your Guitar Mr. Hooker!‘, 1985, Compilation der Jahre 1964-1967

Darüber hinaus ist ,Play Your Guitar Mr. Hooker!‘ von Earl Hooker, einem Slide-Gitarristen aus Chicago, wirklich fantastisch! Diese Musik ist so gefühlvoll, und für mich ist das eines der besten Chicago-Blues-Alben. Wenn ich an Blues-Gitarre denke, dann kommen mir Größen wie B.B. King und Albert King in den Sinn, aber auch Earl Hooker. Denn er verheiratete den Urban Blues mit dem Delta Blues, du hörst es in seinen Phrasierungen und seinem Bottleneck-Spiel. Das ist ein großartiger Mix, den ich sehr mag.

‚Larry Carlton‘, 1978
Larry Carlton: On Solid Ground, 1989

Von Larry Carlton kann ich die Alben ,Larry Carlton‘ und ,On Solid Ground‘ empfehlen. Diese beiden Platten habe ich sehr viel gehört, und da geht es für mich vor allem um Phrasierung. Larry hat die Phrasierung eines Bebop-Spielers, spielt dabei aber sehr melodisch. Außerdem ist sein Spiel bluesig. Er hat mich dazu gebracht, die Gitarre aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Mein letzter Favorit ist ,Somewhere Along The Way‘ (1995) von Chris Cain. Als ich ihn das erste mal live hörte, war das fantastisch.“

(erschienen in Gitarre & Bass 03/2021)

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. …und wieder mal sehr gute Empfehlungen diesmal von Kirk Fletcher.
    Entweder höre ich die Musiker aus meinem reichhaltigen Fundus an oder
    teste sie auf einem Streamportal an. Die letzte Chris Cain werde ich mir
    auf jeden Fall in bestmöglicher Qualität kaufen.

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  2. Kirk Fletcher hat einige sehr schöne Künstler Playlisten auf Spotify erstellt.
    https://open.spotify.com/artist/77wBCkU4gTMCceSWHtWjxq

    Zudem lohnt es, seinen Insta Kanal zu folgen. In seiner Story bringt er fast täglich neue Musiktipps. @kirkfletchermusic

    Dass er ebenfalls auf YouTube tolle Gitarrenvideos veröffentlicht, darf nicht unerwähnt bleiben
    https://youtube.com/channel/UCmZ2iiega7fb7vriOS-jjfA

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