Aus dem neuen Heft

Interview-Teaser: Randy Hansen – Hendrix Experience

In diesem Jahr feiern ,Are You Experienced‘ und ,Axis: Bold As Love‘, die ersten beiden Alben von Jimi Hendrix, ihren 50. Geburtstag. Randy Hansen, der weltweit wohl einzige uneingeschränkt anerkannte Hendrix-Imitator, wird die Scheiben auf einer ausgedehnten Deutschlandtournee würdevoll nachempfinden, präsentiert von GITARRE & BASS. Wir haben den 62-Jährigen bereits Ende April bei seinem Konzert im Oldenburger „Cadillac“ besucht und uns angeschaut, mit welcher Haltung und welchen Instrumenten er und sein Bassist Uwe Friedrich Otto, genannt Ufo Walter, die Herbsttour bestreiten werden.

Anzeige

>>>Das komplette Interview gibt es in unserem aktuellen Heft<<<

Randy, kannst du dich eigentlich noch an den Tag erinnern, an dem du zum ersten Mal Jimi Hendrix gehört hast?

Oh ja, natürlich. Ein Typ von der Washington University erzählte mir von ihm. Er sagte: „Den Mann musst du gehört haben. Kauf dir ein Hendrix-Album, dann verstehst du, was ich meine.“ Ich holte mir ,Get That Feeling‘, auf dem Hendrix Gitarre spielt und Curtis Knight singt. Ich hörte mir die Scheibe an, fand sie aber nur mittelmäßig. Also besorgte ich mir ,Are You Experienced‘ und war total geplättet. Es war eine schwarze Scheibe voller Magie, ich hörte sie wieder und wieder und fragte mich jedes Mal: Das alles kommt aus einer Gitarre? Wie zum Teufel macht der Mann das? Ich verstand vieles nicht, obwohl ich schon einige Zeit selbst Gitarre spielte.

Was sind für dich die größten Unterschiede zwischen ,Are You Experienced‘ und ,Axis: Bold As Love‘?

Auf seinem Debütalbum wollte Jimi so viele unterschiedliche Sounds wie möglich präsentieren und konzentrierte sich deswegen nicht so sehr auf das eigentliche Songwriting. Bei ,Axis: Bold As Love‘ veränderten sich dann die Schwerpunkte. Ich war damals davon überrascht, denn die zweite Scheibe klang völlig anders als die erste. Songs wie ,Hey Joe‘ oder ,The Wind Cries Mary‘ gab es nun nicht mehr. Alles war neu und anders, und es war genau das, was die Leute von Jimi hören wollten. Wäre es nicht großartig gewesen, wenn er tatsächlich mit Miles Davis eine Supergroup gegründet hätte? Das Beste aus unterschiedlichen Genres wäre dann zusammengekommen, eine unglaubliche Vorstellung!

Welche dieser beiden Scheiben bevorzugst du?

Für mich gibt es keinen Unterschied. Alles, was Jimi gemacht hat, ist ein einziges großes und wunderbares Stück Musik. Die Songs von welchem Album sind leichter zu spielen? Die von ,Are You Experienced‘. Aber versuch mal ,3rd Stone From The Sun‘ zu spielen. Den Anfang schafft man vielleicht noch, aber danach wird es unglaublich kompliziert. Für mich ist Jimi sowieso ein riesiges Puzzle, an dem ich schon mein Leben lang arbeite und immer wieder neue Teile finde, die passen. Seine Musik besteht aus zahllosen Einzelteilen, und ich finde auch heute noch immer wieder einzelne Versatzstücke, die ich vorher nicht kannte. Manchmal höre ich gerade wieder einmal einen seiner Songs, entdecke etwas mir völlig Unbekanntes und ziehe zum wiederholten Mal den Hut: Jimi ist der Buddha, ich bin nur einer seiner Gefolgsleute. Ich höre mir die Stelle immer und immer wieder an, versuche sie zu spielen, um erneut festzustellen: Nein, so etwas konnte nur Jimi spielen. Aber jeder hat eine spezielle Fähigkeit, die ihn von anderen unterscheidet.

Hat sich deine Sichtweise auf die beiden ersten Hendrix-Alben im Laufe deiner Karriere verändert?

Ja sicherlich, aber was sich nicht verändert hat, ist mein Anspruch, die Songs so original wie möglich zu spielen. Okay, es gibt die eine oder andere Stelle, bei der ich ein klein wenig mogle. Aber ansonsten habe ich wirklich alle Stücke Note für Note gelernt. Jimi selbst hat ja mit allen seinen Stücken wild herumexperimentiert und sie permanent verändert. Das mache ich auch. Wenn ich sie spiele, kann es durchaus passieren, dass plötzlich etwas von Jeff Beck darin auftaucht, oder von Ritchie Blackmore, oder von mir selbst. Ich baue die Spielweisen von ganz unterschiedlichen Gitarristen ein, weil es zu den Songs passt. Jimi tat damals dasselbe. Er zitierte Albert King, ohne dass man es sofort merkte, weil er es mit ungeheurer Lautstärke spielte. Jeder Gitarrist zitiert andere Musiker, niemand nimmt die Gitarre in die Hand und spielt sofort Melodien, die man nirgends zuvor gehört hat. Es gab schon so viele Gitarrenhelden, dass man meinen könnte, wir brauchen keine weiteren, auch mich nicht. Aber die jungen Leute suchen danach, wir brauchen mehr junge Gitarristen.

Du hast im Laufe der Jahre mehrmals dein Equipment gewechselt, vor allem deine Fußpedale.

Das stimmt, jetzt bin ich wieder dort gelandet, wo ich vor vielen Jahren angefangen habe. Ich habe im Laufe der Jahre unglaublich viele Pedale in die Hand bekommen …

>>Das komplette Interview gibt es in unserem aktuellen Heft<<<

[2434]

Ein Kommentar zu “Interview-Teaser: Randy Hansen – Hendrix Experience”
Hinterlassen Sie einen Kommentar

Das könnte Dich auch interessieren: