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Aus dem neuen Heft

Interview: Lee Rocker & Stray Cats

(Bild: Martin Schmidt)

Zum 40. Geburtstag sind die Stray Cats mit einem neuen Album am Start. ,40‘ lautet der schlichte Titel des Longplayers, der im klassischen Klanggewand daherkommt. Reminiszenzen an den Zeitgeist oder Mainstream sucht man vergebens. Auch 2019 basteln die Stray Cats ihren Sound aus Slapback-Gretsch, Kontrabass und Standschlagzeug. Elemente aus Blues, Surf, Country und Jazz sorgen für Abwechslung ohne sich weit von den Fifties-Roots zu entfernen.

Das scheint jung zu halten – die altersmäßig angebrachte Midlife-Crisis glänzt mit Abwesenheit, selbst nach 40 Jahren im Business sprühen die Herren Setzer, Rocker und Phantom vor Spielfreude und beamen den Rockabilly ins 21. Jahrhundert. Kurz vor der Europa-Tour gibt Bassist Lee Rocker am Telefon bereitwillig Auskunft über das neue Album und seinen musikalischen Werdegang.

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Im Gegensatz zu manch anderem Protagonisten der Rockabilly-Szene erweist sich der 58-jährige, als Leon Drucker geborene, Musiker als offener Zeitgenosse, der mit der weit verbreiteten, fast religiösen Stiltreue vieler Kollegen wenig am Hut hat.

40

Wie seid ihr auf die Idee zu einer Jubiläums-CD gekommen?

Letztes Jahr haben wir zum ersten Mal seit zehn Jahren vier Konzerte gespielt und es war einfach unglaublich! Die Band klang besser als je zuvor. Wir fingen mit einer Show in Las Vegas an und zwanzigtausend Leute haben jedes Wort mitgesungen und ich dachte, wir sollten was machen, es ist Zeit. Bei den Stray Cats passieren Dinge immer sehr organisch und ungeplant. Die Konzerte waren toll, wir hatten Riesenspaß und sagten: „Uns gibt es 40 Jahre, lasst uns eine Platte machen“. Die Cats sind zurück, es ist die richtige Zeit dafür.

Mr. Setzer in Action (Bild: Martin Schmidt)

Waren die Songs schon fertig geschrieben oder habt ihr mit einem Riff und ein paar Akkorden angefangen?

Die meisten waren geschrieben, aber sie klangen ganz anders, als wir mit ihnen fertig waren! (lacht) Du kommst mit einem Song an, dann ändert sich der Drumbeat, der Basspart, die Gitarrenriffs entwickeln sich. Die Songs waren schon da, aber das Arrangement und die Attitüde sind am Schluss nicht dieselben. Wenn wir einen Song spielen, klingt er jedes Mal ein bisschen anders. Es ist mehr wie ein Gespräch zwischen uns.

Habt ihr komplett live eingespielt?

Fast alles ist live, bis auf ein paar Vocals und Gitarren-Overdubs. Das Blackbird-Studio in Nashville ist ein digitales Studio, aber wir haben es wie eine Bandmaschine genutzt. Wir waren alle in einem großen Raum, mit ein paar Stellwänden und Vorhängen zwischen uns. Wir konnten uns ansehen, sehr altmodisch, das gibt’s heute nicht mehr oft.

Basstech Jason Burns (Bild: Martin Schmidt)

Der Bassist

Du hast auf dem Cello angefangen. Hattest du klassischen Unterricht?

Oh ja! Ich bin in einer Musikerfamilie aufgewachsen. Mein Vater war 61 Jahre lang der Solo-Klarinettist der New Yorker Philharmoniker und meine Mutter Musikprofessorin an der Universität. Ich habe Kammermusik gespielt. Es gab nur eine Regel in meiner Jugend: Du suchst dir ein Instrument aus und nimmst Unterricht! …

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