Gericht ordnet Sicherungsmaßnahmen an – wie es für die Traditionsmarke weitergeht, ist offen

Höfner unter vorläufiger Insolvenzverwaltung

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(Bild: Dieter Stork)

Für viele ist Höfner „der“ Name hinter dem Violin Bass – für Gitarristinnen und Gitarristen steckt dahinter aber auch eine lange E-Gitarren- und Archtop-Historie. Jetzt steht der Hersteller unter vorläufiger Insolvenzverwaltung. Was bekannt ist – und warum das mehr ist als eine Randnotiz:

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Für die Karl Höfner GmbH & Co. KG wurde laut veröffentlichter Gerichtsmitteilung am 10. Dezember 2025 eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet.

Ein wichtiger Punkt für die Einordnung: In dieser Phase geht es zunächst darum, Vermögen zu sichern und die wirtschaftliche Lage zu ordnen – erst danach entscheidet sich, ob ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet wird und wie es weitergeht.

Was jetzt wichtig ist: Service, Verfügbarkeit, Markt

Für die Kundschaft der Marke wirft die Meldung einige Fragen auf:

  • Lieferketten & Ersatzteile: Wenn man auf Teile, Reparaturen oder Garantieabwicklung angewiesen ist, sollte man jetzt vorsichtshalber Rechnungen, Belege, Mails und Bestellnummern sichern.

  • Neugeräte & Serien: Gerade bei Marken mit mehreren Fertigungslinien können sich Verfügbarkeiten kurzfristig verschieben.

  • Gebrauchtmarkt: Erfahrungsgemäß reagiert der Markt auf solche News schnell – nicht immer rational. Wer kaufen/verkaufen will, sollte Preise und Zustände sauber vergleichen, statt aus Reflex zu handeln.

Wie es weitergeht

Das ist noch völlig offen. Ob aus der vorläufigen Verwaltung eine Verfahrenseröffnung wird und welche Lösung (Fortführung, Investor, Reorganisation) am Ende steht, ist aktuell offen. Klar ist nur: Das Thema betrifft eine Marke, die Gitarren- und Bassgeschichte nicht nur begleitet, sondern mitgeprägt hat.


History

Höfner ist kein „Ein-Produkt“-Hersteller, sondern historisch ein klassischer Instrumentenbauer, der sich über Jahrzehnte immer wieder auf neue Musiktrends einstellen musste. Ein kurzer Rückblick zeigt, warum diese Marke so tief in der Gitarrenwelt verwurzelt ist:

1887: Ursprung im Geigenbau
Die Gründung geht auf Karl Höfner (1864–1955) zurück: Nach seiner Ausbildung im Geigenbau hat er 1887 erste Instrumente verkauft und den Aufbau eines Unternehmens in Schönbach (heute Luby, Tschechien) begonnen. Damals war Schönbach ein Zentrum des Streichinstrumentenbaus.

Frühes 20. Jahrhundert: Wachstum, Export und Familienbetrieb
Höfner etwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem der prägenden Hersteller von Streich- und Zupfinstrumenten im deutschsprachigen Raum. Ab 1919/1921 stiegen die Söhne Josef und Walter ein; das Portfolio wurde erweitert, u. a. Richtung Gitarren. Für 1937 wird eine Größenordnung von rund 337 Beschäftigten genannt – für einen Instrumentenbauer dieser Zeit beachtlich.

1930er bis 50er: von „Schlaggitarren“ zu Archtops – und Neubeginn in Bayern
In den 1930er Jahren entstanden Gitarrenmodelle mit Stahlsaiten sowie gewölbten Decken und Böden – ein Schritt in Richtung der späteren Archtop-Tradition. Der Zweite Weltkrieg bremste den Export stark aus. Nach 1945 kam es zu einem Einschnitt, da Schönbach nun in der Tschechoslowakei lag und sich die Eigentums- und Produktionsbedingungen grundlegend änderten. Der Neustart wird für das Jahr 1948 in Möhrendorf verortet, 1950 ging in Bubenreuth eine neue Fabrik in Betrieb.

Späte 50er/60er: E-Gitarren, Semiakustik – und ein Bass schreibt Popgeschichte
Mit dem musikalischen Umbruch der 1950er-/1960er-Jahre wuchs die Gitarrenproduktion stark an. In diesem Zeitraum führte Höfner prägende Modellreihen ein. So wurden in den frühen 1960ern neben Archtops auch halbakustische Gitarren und später Solidbody-E-Gitarren sowie zahlreiche Bassmodelle gebaut.

Der Höfner 500/1 wurde zur weltweiten Referenz. Das Modell wurde Mitte der 1950er umgesetzt und wird bis heute produziert. Der internationale Beiname „Beatle Bass“ hängt eng mit Paul McCartney zusammen.

90er bis 2000er: Eigentümerwechsel, Modernisierung, wieder eigenständig
In den 1990er Jahren erfolgte die Eingliederung in die Boosey & Hawkes Group, verbunden mit Investitionen in die Produktion. Später folgten weitere Eigentümerwechsel und 2004 ein Management-Buy-out, durch den Höfner wieder eine unabhängige Struktur erhielt.

Heute: Deutschland plus internationale Fertigung
Neben in Deutschland gebauten Instrumenten existieren auch international gefertigte Linien (u. a. HCT/China und Ignition/Indonesien).


www.hofner.com

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wen wundert es? Outsourcing,Produktionsverlagerung in das Ausland (China),wenn doch noch regional produziert wurde,dann extrem hohe Fertigungskosten-und Gehälter in Germany,unnötige Bürokratie in Deutschland u.s.w. Ich habe es schon längst aufgegeben,Gitarren und Zubehör (Hardware etc.) aus einheimischen Gefilden zu kaufen,weil sie viel teurer und mittlerweile sogar bedeutend schlechter gefertigt wurden,als beispielsweise Hardware und Gitarren aus Indonesien oder Japan. Die gravierenden Unterschiede zeigen sich bereits deutlich zwischen deutschen Herstellern (Schaller) und Gotoh (made in Japan). Mich nervten gestrig besonders die merklich schlechtere Materialqualität und spürbaren Toleranzen bei E.-Guitar Mechaniken von Fa. Schaller. Konnte diesen Vergleich bei meinem langjährigen Gitarrenbauer in Brandenburg erfahren. Daß die Wirtschaft in Germany seit längerer Zeit extrem stagniert,ist schon lange kein Geheimnis mehr. Egal,ob regionale Gitarrenfabrikanten,Autoindustrie und Zulieferer für Ersatzteile,alles geht hier in Deutschland den Bach herunter. Die Zukunft ist düster,die Politiker völlig unfähig konkrete Entscheidungun zu treffen,und die Leute halten ihre Kauflust zurück. Für die Fa. Höfner tut es mir leid. Andere deutsche Gitarrenhersteller werden folgen,wie schon damals Hopf,Hohner und viele weitere Firmen auf dem globalen Markt abgeschrieben sind. Zukunft für Deutschland?-Fehlanzeige! Falls nun auf meine faktischen Kritiken vielleicht ein Shit-Storm folgt,tangiert mich dies absolut nicht!

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    1. Hai Heizfisch, auch wenn es Dich ‘absolut nicht tangiert’ 3 Fragen zum Nachgoogeln und -denken:
      1. Wieviele Produkte aus deutscher Fertigung benutzt Du selbst von wievielen Instrumenten und Zubehör insgesamt? (Recherchetip: Wo fertigt Schaller sein Zeug, wo Allparts, und wer kauft wo was und wieviel dazu?)
      2. Sagen Dir die Namen Epiphone, Supro, Kay, D’Angelico, Silvertone, Danelectro, Kay, Harmony, Gretsch, Vestax, Teisco, Matsumoko, Fernandes, Sound City, Binson, Italia… zufällig irgendetwas? Irgendein deutsches Unternehmen dazwischen? Also auch: arme Amerkaner, Italiener und Japaner – einfach keine Zukunft… Ja, echt jetzt??
      3. Wie hängen Produktionsbetriebe/Manufakturen/Werkstätten und Vertreibsfirmen zusammen? Wem gehört z.B. Mesa Boogie? Warum gab’s die Sachen von denen jahrelang kaum/garnicht? Weil sie keiner wollte, am Bedarf vorbei entwickelt wurde??? Oder: hältst Du Ibanez etwa für eine spanische Firma?
      Denk einfach mal über Deine Kategorien nach und schau Dir die Produktionsverflechtungen in dem Bereich genauer an. Naja, und ansonsten bleibts dabei: Wer spielt ist wichtig für die Musik, die am Ende rauskommt. Ich höre jedenfalls kein ‘deutsches Instrument’ (was immer das sein soll) raus, auch wenn ich mir Mühe gebe, und egal wer’s spielt. Aber gute und schlechte Instrumente, und gute und schlechte Musiker – die hört man.

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    2. Extrem hohe Gehälter? Wohl eher extrem hohe Mieten und Lebenshaltungskosten, die das nötig machen – bei kaum versteuerten Gewinne der Reichsten. Denn “wir” (als Land) sind ja eigentlich immer noch verdammt wohlhabend, bloß landet immer mehr bei immer weniger Leuten… Letztlich liegt es in der Natur der Sache, dass sich eine Produktion mit viel Handarbeitsanteil ihier immer weniger lohnt, wenn der Maßstab für die Wertschöpfung pro Person der HiTech- und der nichtindustrielle Bereich ist. Die Deindustrialisierung lässt sich letztlich nur beschränkt aufhalten, und das nur durch Produktivitätssteigerung pro Arbeitsplatz. Bei Gitarren stößt das aber (schon wegen geringer Margen) an Grenzen, weil weitere Automatisierungskosten sich nicht amortisieren. In D wird nur noch der exclusive Custom-Bereich bleiben.

      Mich nervt es ehrlich gesagt tierisch, wie wir in Deutschland immer nur meckern und uns gegenseitig bestärken, wie mies alles ist. Tatsächlich ist diese Miesepeterei der Wirtschaft auch nicht gerade zuträglich, das nimmt man auch im Ausland wahr. Was ist denn so “unfähig” an den Poltikern? Dass sie nicht von jetzt auf nachher all die Probleme lösen können, die in den tollen fetten Zeiten vorprogrammiert wurden, als man es sich auf den noch älteren Lorbeeren bequem gemacht hat (“Gas bleibt sicher ewig billig, BW brauchen wir nicht mehr, die Umwelt verkraftet das schon, irgendwer wird die Renten schon zahlen, auch wenn die Kinder immmer weniger werden”) ? Wenn Du so viel bessere Lösungen hast, kannst Du Dich gerne zur Wahl stellen. Im Gegensatz zu Russland oder Ungarn kann man das hier auch noch ungehindert tun.

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    3. da gibt es nichts zu shitten und nichts zu stormen.
      Recht hast Du.
      Leider…

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    4. Kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe seit ein paar Jahren einen neuen 500/1 aus der in Deutschland gefertigten Artist-Serie, und die Bauqualität dieses Instrumentes ist hervorragend. Klar ist der teurer als in Asien gefertigte Lizenzmodelle, aber die verfügen auch nicht über den schwebenden Hals oder haben einen fetten Balken im Innern des Korpus, was klanglich sehr wohl einen großen Unterschied macht. Auch nicht schlecht für den, der‘s mag, aber anders.
      Insofern läuft auch der von Ihnen an „die Politik“ gerichtete Vorwurf hier ins Leere, so dass ich auch interessiert nachfragen muss, wie denn Politik und der Bau von Musikinstrumenten wohl wohl zusammenhängen könnten.

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      1. Ich habe eine HM-65F Akustikgitarre von Höfner bewusst als in Deutschland gefertigtes Instrument gekauft. Ist ein fantastisches Instrument. Massive Fichtendecke, toller Klang. Mein Instrument wurde von Jen Schultz signiert. Das alles kostete um die 750 Euro. Nicht billig, aber durchaus erschwinglich. Für den Preis absolut traumhaft. Und die höfner premium strings auf der Gitarre klingen auch fantastisch. Also made in germany funktioniert für mich super. Aber vielleicht ist die Gitarre noch zu billig. ich hätte auch 100 euro mehr für das tolle Instrument gezahlt.

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    5. Da kann ich dir zu 100% zustimmen, ist leider so und wer die Fakten verkennt lebt in der Rosa Wolke.

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  2. Qualität ist nicht das Problem. Da hat eine Firma einfach zu wenig in Marketing investiert und sich auf den Beatles-Bass verlassen. Aber wer interessiert sich noch für die Beatles?

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    1. ….da ist wohl vieles zutreffend erkannt und beschrieben. Generation YZ bringen Arbeitgeber zur Verzweiflung doppelter Lohn bei halber Arbeit…… Schon vor 30 Jahren galt: Während der deutsche Michel fernoestlich zu meditieren beginnt, erlernt derweil der Ferne Osten “Made in Germany”.

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      1. Antwort zu Roland: exakt auf den Punkt gebracht! Vielen Dank! Da stimme ich voll und ganz zu! Fernost hat enorm schnell vom deutschen „Michel“ gelernt,und es sogar noch viel besser umgesetzt. Das Rad wurde ja in Asien nicht neu erfunden,“lediglich nur“ alles zukünftig besonders innovativ und mit bestem Geschäftssinn gestaltet,-sowie top Qualität zu fairen Preisen angeboten. Firma Höfner hat alles versäumt und packt nun ein. Damals wurden die Asiaten nur müde belächelt,heute sind sie (auch in der Gitarrenfertigung) global an der Spitze angelangt.
        Arbeitsmoral,Pflichtbewußtsein,Anstand,Empathie und Fleiß passen bei der „modern“ jungen Generation Z nicht ins Bild. Leider kein Klischee,sondern bittere Wahrheit! Und etliche heranwachsende „coole“ Kids können noch nicht einmal richtig lesen,rechnen,schreiben und sprechen,sind dafür total zappelig und zu kränklich. Adieu,deutsche Wirtschaft,das war es dann wohl offensichtlich endgültig. Obendrein wirbt man,-man glaubt es kaum,- mit dem Restangebot der „Meistergitarren“ made in Germany,zu richtig utopischen Preisen! „Armes Deutschland.“

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        1. Der GenerationZ generell alles bis hin zum Anstand abzusprechen, ist abstoßend.
          Bin selbst Boomer und kenne vom Job einige GenZler, die tolle Menschen sind. Genauso wie es einige Deppen >60 gibt, wie auch tolle Leute.
          Zu den Kosten in Deutschland: Wer selbst über 2.000€ netto im Monat will (was man hier braucht, ohne große Sprünge machen zu können), kann nicht die Instrumentenhersteller dafür verteufeln, dass eine Gitarre handmade in Germany >3.000% kostet.

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        2. Du schreibst mir aus der Seele, danke!

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        3. Fair ist an den Preisen nichts, da sie nur so günstig sein können, weil die Arbeiter:innen ausgebeutet werden. Und die Kids dort können vermutlich auch nicht richtig lesen und schreiben, weil sie statt in die Schule zu gehen, arbeiten gehen müssen.
          Das hat nichts mit Fleiß zu tun, sondern mit Zwang.
          “Realist”… dass ich nicht lache.

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      2. Sorry, aber das Gegenteil ist der Fall. Deutschland betreibt seit mehr als 30 Jahren den Sonderweg der Lohn-Moderation. Dadurch fehlte der Industrie die “Lohn-Peitsche”, die Notwendigkeit mit Innovation auf hohe Kosten zu reagieren. Das Ergebnis sehen wir jetzt: Aus vom Verbrenner-Aus? In 20 Jahren staunen die Chinesen über unsere Billig-VWs, wie wir vor 20 Jahren über schräge Bikes und Mopeds in Bejing 😉

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    2. Hallo Dominik, ich stimme dir leider und traurig zu. Morgen schließt hier in Kassel Farmsound, seit 16j der umfassendeste Musikinstrumentenladen in Nordhessen. Im Lager jede Menge Höfner Gitarren, e-Gitarren und Bässe. Hauptgründe die eklatanten Mieten und relativ zu wenig Kundschaft. – Höfner (mein Lieblingsgitarrenbauer) und Einzelhandel wie Farmsound stützten das Kulturgut, ermöglichten es, dass Generationen sich musikalisch entfalten und entwickeln können. Wem ist das wichtig genug?

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  3. Gegen die subventionierte chinesische Wirtschaft kann man halt auch nichts ausrichten. Und ich wette keiner der Kommentoren hier möchte zu ähnlichen Bedingungen arbeiten wie dort. Aber das ist ja in Deutschland auch immer so. Immer die anderen aber lasst mich in Ruhe. Wenn’s ans persönliche Wohlbefinden geht, ist „Holland“ in Not.

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  4. Höfner ist ja nicht nur der Beatles Bass 500/1. Auch der Club-Bass hat viele Freunde, z.Bsp. Tina Weymouth von den Talking Heads und auch Tom Petersson von Cheap Trick. Ausserdem spielte auch Blackmore in der Anfangszeit eine Club 50. Schade dass ich meinen 500/1 damals verkauft hatte, übrigens gegen einen Fender.

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  5. Tja – was lernen wir daraus ?

    Danke an alle “kein Wunder / war zu erwarten”. Und was tun WIR dagegen ? Wir kommentieren, wie sehr Made in Germany den Bach runtergeht.

    “Und hiermit berichten wir live von dem Ast, auf dem wir sitzen und der bald abbricht”. Oder schon abgebrochen ist …?

    Lösung – Leute kauft Deutsch. Oder wenigstens Europäisch. Woher kommen die Sachen, die vor Euch liegen, um den Hals hängen, hinter einem stehen ? USA, China, vllt. noch Russland-Röhren etc. Wenn hier einer Made in Germany retten kann, dann wir. Früher aufstehen, härter schuften, der Gesellschaft den wichtigsten Beitrag leisten – liebe Generation YZ. Und wir “Großen” sollten uns besinnen, ich habe auch meinen Aguilar-Stack abgegeben und bin auf andere umgestiegen. Tut es gleich, was anderes hilft nix.

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  6. Ja, auch ich finde das unheimlich traurig. Aber ehrlich gesagt, bin auch ich nicht ganz unbeteiligt daran. Als ich angefangen habe zu spielen, habe ich meine Nase an den Musikgeschäften platt gedrückt und die Gitarren von Fender und Gibson, unerreichbar teuer, bewundert. Mein Geld reichte aber nur für eine günstige japanische Kopie, die deutschen Hersteller waren damals schon etwas teurer als die. Viel später dann konnte ich mir endlich eine Fender und eine Gibson leisten, auch zu diesem Zeitpunkt kam eine deutsche Gitarre für mich leider nicht in Betracht. Ich bin bestimmt kein Einzelfall…

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  7. Hilfe, kann bitte jemand die Welterklärer stoppen !

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  8. Ist die Frage, wer so schlau ist, für den Markennamen mehr Geld auszugeben. Mr. McCartney oder Hong Kong Pfui aus Shengzhen

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  9. Boomer jammert über GenZ, köstlich. Beklagt Unkenntnis und hat’s selbst deutlich sichtbar schwer mit deutscher Sprache (z.B. mit der Zeichensetzung). Und schuld ist natürlich das hohe Lohnniveau und die Bürokratie; Hungerlöhne sowie Arbeits- oder Umweltschutz sind ja auch gar nicht so wichtig, Hauptsache billig für den Deutschen, der sich einen Dreck um den Rest der Welt kümmert. Also feste druff und des Deutschen Liebstes nicht vergessen: Jammern – immer schön jammern.

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    1. Hey Lars, ich danke dir, dass du es ansprichst. Ja, das mit der Zeichensetzung… Der fehlende Freiraum nach dem Komma als Beispiel. Ist hier ganz oft bei den Kommentaren zu sehen.

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  10. Schade,schade Deutsche Land !

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  11. Höfner geht pleite und 5 Tage später stirbt Chris Rea.
    https://www.vintagehofner.co.uk/gallery/solids/sol32.html
    Sehr, sehr trauriger Zufall. 😭
    R.I.P. Chris!

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  12. Zuerst einmal ist es schade, dass ein solches Traditionsunternehmen in dieser Situation steckt.
    Ja, eine Verlagerung des einen Teils der Produktion nach China kann man negativ sehen. Nur kann sich nicht jeder eine Gitarre
    Made in Germany für 3000€ leisten.
    Von daher war die Idee einer zweiten, günstigeren Produktionslinie sicher nachvollziehbar.
    Auch Fender und Co produzieren verschiedene Qualitäten und Preisklassen in verschiedenen
    Ländern. – da regt sich niemand auf.
    Ich jedenfalls drücke Höfner die Daumen für eine Lösung um den deutschen Standort aufrechterhalten zu können und freue mich auf mein neues Instrument, eben aus jener deutschen Produktion, im Februar.
    Wir alle sitzen nicht in der Geschäftsführung von Höfner und wissen nicht, wie es zu dieser traurigen Situation kommen konnte.
    Das der deutsche Standort über die Jahre für alle Industrien schwierig ist, auch das ist nichts Neues. Aber anstatt zu heulen ist es sinnvoller die Ärmel hoch zu krempeln und zu kämpfen.

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    1. Klartext: Fender & Co. sind wirtschaftlich zukunftsorientiert und innovativ aufgestellt,was „deutsche“ Firmen hingegen absolut nicht sind! Dieser Vergleich zwischen deutschen Produkten und ausländischen Gitarren ist daher völlig indiskutabel. Deutliche Versäumnisse deutscher Gitarrenhersteller sind: extrem träges Marketing und zu hohe Lohnkosten für die Custom made E.-Gitarren! Dies konnten die asiatischen und amerikanischen Gitarrenfabrikanten schon immer viel besser! Weshalb sollten wir Gitarristen für den maroden Standort Deutschland nun die „Ärmel hochkrempeln“,wo bereits alles zum Nachteil für Germany entschieden wurde. Alles wiederholt sich im Laufe der Jahre: teurer Deutscher Stahl wird nun,anstatt für Guitar Hardware für die boomende Rüstungsindustrie verwendet,um „verteidigungsfähig“ zu sein,aber niemand von der „Generation Z“ hat „Bock“ der Bundeswehr zu dienen. Eine fatale und scheinbar ausweglose Situation,zumal die ganze Welt täglich aus den Medien erfährt,daß Deutschland „momentan“ ohne Zustimmung der EU gar keine eigenen Entscheidungen treffen darf. Kaum verwunderlich,daß wir Einheimischen so unzufrieden sind,ganz im Gegensatz zu den nordischen Ländern. Düsenberg scheint aktuell noch der einzige Gitarrenbauer zu sein,der seine teuren Instrumente in Germany produziert.Fragt sich nur,wie lange das aufgrund der stagnierenden deutschen Wirtschaftslage noch geht?!?

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  13. Die Realität: Niemand kauft zukünftig mehr deutsche Produkte,die wegen Outsourcing im Ausland gefertigt werden!!! Anscheinend haben es die „schlauen“ Leute leider noch immer nicht verstanden,daß die deutsche Wirtschaft total am Boden liegt,und auch nicht mehr aufsteigen wird! Das ist hausgemacht! Deutsche Wertarbeit hat ja in Wahrheit nie existiert,dies war Jahrzehnte lang nur eine Verkaufsmasche der Firmen. Preisfrage: wer bezahlt völlig überzogene Kosten für „deutsche Artikel,“ die letztendlich in Billiglohnländern in Akkordarbeit und häufig von Kinderhänden hergestellt werden? Denkt ihr „Schlauberger“ endlich mal darüber nach,dann werdet ihr die wirtschaftlichen Interessen deutscher Firmen verstehen lernen,die mir persönlich völlig egal sind,denn ich habe das Vertrauen in die deutsche Wirtschaft schon lange verloren,und die „Prediger der Devise: es geht uns Deutschen doch ganz gut“ sollen doch weiterhin ihre naiven Gedanken hegen. Die Firma Höfner hat meines Wissens überhaupt keine einheimischen E.-Gitarren produziert,die dem Standard moderner Designs und dem globalen Interesse dienten. Dies ist nun einmal Fakt. Wen wundert es,wenn die besagte Firma nun pleite ging. Ich bevorzuge darum auch weiterhin hochwertige Custom E.-Gitarren aus den U.S.A. und Japan! Gut,daß ich vor einiger Zeit mit meiner Familie aus „Old Germany“ ausgewandert bin!

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  14. Sicher bin ich hier “late for the party”; auch werde ich mich nicht an Generation-/D-Bashing o.ä. beteiligen. Jedoch finde ich ein Faktum bemerkenswert, und dieses zeigt evt. die Situation bzw. den Kardinalfehler der Firma (resp. ihrer Merketingpolitik). Passt ganz plakativ in einen Satz:

    “Höfner ist mehr als der Beatles-Bass.”

    Und dieses Statement stimmt zwar… aber: Keiner scheint das zu wissen.
    Selbst erinnere ich mich an sehr vereinzelte Printanzeigen in unser aller Lieblingspublikation (welche wohl?;o)). Ich meine auch, dass in diesen der 500/1 aka Beatles-Bass stets das Thema war…
    Gefreut habe ich mich immer über die -ebenfalls vereinzelten- Höfner-Testberichte in G&B. Jedoch ist aus denen bei mir (fwiw, is klar) hängengeblieben: Spezialistenmarke für gut Betuchte & Jazzer…
    Vielleicht hat die Marke Höfner zudem versäumt, sich per “Testimonals” (bekannte Bands & Musiker, Influencer) als relevanter Anbieter darzustellen…
    Und letztlich gab’s evt. nicht genügend Vertriebsorganisation: Zumindest als ich vor ein paar Jahren (angefixt durch G&B, natürlich!) eine “Club”-Gitarre (think: Les Paul, aber etwas kleiner & hohl) kaufen wollte – führte sie niemand in Reichweite, und ich lebe im Ruhrgebiet…

    Nun gibt es im E-Gitarrenbau eine Firma, der alle o.g. Punkte seit Jahrzehnten egal zu sein scheinen – und die trotzdem erfolgreich sind: Rickenbacker.
    Aber das sind natürlich Amis, und außerdem dürfte es der gute Sir Paul schwer haben, gegen Lennon, Townshend, Weller, Buck, Petty usw. anzuspielen. RIC sitzt in seiner Nische, aber viel diverser aufgestellt, und wer denkt bei “12-saitige E-Gitarre” nicht automatisch an die typischen RIC 330/360er Modelle?

    Den Weg nach Fernost finde ich richtig, denn nur mit mainstream-gepreisten Angeboten kommst du verbreitet in den Handel – und manchmal hat das auch ungeplante Auswirkungen: Die allererste “Verythin” (think: 335, aber -d’uh!- noch dünner) in meinen Händen war so eine China-Made. Die war ordentlich, und und führte dazu, dass ich mir das deutsche Programm anschaute (bei einer MP-Hausmesse; wie gesagt: der lokale Handel… s.oben). Das Resultat ist letztlich, dass hier eine deutsche Verythin “Ltd. Eucalyptus” (well done, Herr Stühlein!) steht… eine makellos gefertigte Gitarre übrigens, deren Preis sich auch im direkten Vergleich nicht vor Fender/Gibson “Custom Shop” verstecken braucht!
    Ich sehe bei Höfner kein grundlegendes Problem bzgl. des Produktionsprogramms – sondern eher viele kleinere Versäumnisse, was Bekanntheit & Verfügbarkeit angeht (von denen ich mir bildhaft vorstellen kann, dass sie sich langsam über Jahre “eingeschlichen” haben).

    Und zumindest die sollten lösbar sein: Höfner ist (neben evt. noch Framus) schliesslich das “Aushängeschild” des deutschen E-Gitarren & Bassbaus!

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  15. Habeck ist schuld. So! :DDD

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