Produkt: Gitarre & Bass 10/2019 Digital
Gitarre & Bass 10/2019 Digital
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Teil 1

Guitar Maker Skills mit Nikola Petrek

(Bild: S.A.)

„Ich arbeite in Liebe zu alten Handwerkskünsten!“ Der Frankfurter Gitarrenbauer Nikola Petrek fertigt im Jahr nur ein paar wenige unikale Gitarren in höchst sorgfältiger Vorgehensweise nahezu ohne Maschineneinsatz und aus besonders ausgesuchten Tonhölzern, für die er schon einmal höchstselbst den richtigen Baum fällt. Er liebt es aber auch, Gitarren zu reparieren oder in ihren bestmöglichen Zustand zu versetzen. Gitarre & Bass will ihm bei Letzterem in einer Videoreihe über die Schulter schauen, um Einblick in verschiedene Arbeiten und Verfahrensweisen zu geben.

Der Mann: Die Ausbildung zum Gitarrenbauer ist natürlich hilfreich, baut das verlangte Vertrauen auf, wenn es um heikle Arbeiten an einem geliebten Instrument geht, das dringend einer Restauration, einer Modifikation oder einer Reparatur bedarf! Nikola Petrek hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt, die Ausbildung zum Zupfinstrumentenmacher absolvierte er an der renommierten Geigenbauschule in Mittenwald. Danach arbeitete er einige Zeit für einen bekannten Bassbauer, war aber vor allem langjährig als Servicemann in Musikfachgeschäften im Rhein/Main-Gebiet tätig, bevor er sich schließlich mit eigener Werkstatt selbständig machte.

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Routine und Perfektion

Das Anliegen: Im Lauf seiner langen Zeit im Servicebereich wurde Nikola mit so gut wie allen Problemen konfrontiert, die an einem überschaubar konstruierten Instrument wie der Gitarre auftreten können. Er kennt die Antwort auf vielfältige Fragestellungen: Wie ist eine gebrochene Kopfplatte solide zu reparieren? Was ist zu tun, wenn die Bolzen der Bridge sich neigen und die Decke dabei in Mitleidenschaft ziehen? Was kann für die Ausrichtung eines deutlich verzogenen Gitarrenhalses unternommen werden? Wie lässt sich ein feststeckender Halsstab wieder gängig machen? Wie sind Risse in der Decke einer Akustikgitarre zu reparieren? Was tun bei Lackschäden?

Oder etwas profaner: lässt sich die Oktavreinheit und harmonische Abstimmung der Gitarre verbessern? Kann man das bisher hingenommene, etwas eckige Greifgefühl nicht doch noch optimieren? Solche Fragen stellen sich uns Musikern natürlich immer erst dann, wenn ein Instrument Probleme macht oder nicht so funktioniert, wie wir das gerne hätten. Da kann es doch recht hilfreich sein, wenn ein Fachmann uns Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten bei der Lösung der Probleme gewährt, ja uns die Optionen bildlich vor Augen führt.

Die Videos: In loser Folge werden wir in Zukunft auf unserer Website und unserem YouTube-Kanal (www.gitarrebass.de/youtube) Videos veröffentlichen, die den Kunsthandwerker Nikola Petrek bei der Arbeit zeigen. Die behandelten Themen ergeben sich aus dem Servicealltag und sollen die ganze Palette der üblicherweise anfallenden Problemfälle illustrieren.

Nikola kommentiert dabei seine Eingriffe und Instandsetzungsmaßnahmen, lässt uns teilhaben an seinen handwerklichen Finessen, aber auch an den gedanklichen Abwägungen, die der eine oder andere Fall erfordert, um beste Ergebnisse zu erzielen. Nebenbei erfährt man auch einiges über die Eigenschaften der verschiedenen Materialien, was miteinander harmoniert oder eben auch nicht. Alle Klang generierenden oder beeinträchtigenden Elemente werden zur Sprache kommen.

Gitarre & Bass bietet diese Video-Reihe als kostenloses und frei zugängliches Special für alle Leser und Interessenten.

Nikolas Website: www.petrekguitars.com

Produkt: Gitarre & Bass 11/2019 Digital
Gitarre & Bass 11/2019 Digital
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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hochwertige Gitarren anfertigen und auch gut reparieren,ist sowieso prima.Es ist schon erstaunlich,was sich in Berlin selbst als „Gitarrenreparaturwerkstatt“ bezeichnet.Kaum zu glauben,daß es solche besagten „Laienbastler“ in der selbst ernannten Hauptstadt an der Spree gibt,die noch nicht einmal in der Lage sind,korrekte Lötarbeiten zu erledigen.Stattdessen trifft man auf so genannte „kalte“ Lötverbindungen,unfachmännisch eingesetzte Knochensättel,und richtig gesalzene „Reparaturpreise“,die mich keinesfalls mehr dazu veranlassen,meine wertvollen Gitarren bei diesen „Unkundigen“ warten zu lassen.Mich zieht es daher seit Jahren nach Hennigsdorf/Landkreis Oberhavel,zu einem sehr versierten Gitarrenbauer,der wirklich noch weiß,was er baut und instandsetzt! Sorry,dies mußte ich hier an dieser Stelle einfach mal los werden,denn mich nervt es gewaltig,daß es heutzutage leider noch immer Leute gibt,die tatsächlich doch vorgeben,beste Reparaturen an sämtlichen Gitarren erledigen zu können,jedoch in Wahrheit absolut keine große Ahnung von Gitarren haben! Habe hier bewußt keine Firmennamen genannt,damit die Betroffenen sich nicht noch „diffamiert“ fühlen,aber Berlin ist nun derzeit wirklich nicht das „Eldorado“ der angesagten Gitarrenfachleute bezüglich ordentlich ausgeführter Reparaturen! Fakt: bis auf lediglich 2 etablierten Berliner Gitarrenfachgeschäften in den Bezirken Schöneberg/Charlottenburg und Charlottenburg/Wilmersdorf,die absolut korrekte Arbeiten zu sehr fairen Preisen ablieferten,und bei denen ein top „Set-Up“ an der Gitarre erfolgte,bin ich,und etliche meiner Musikerkollegen/innen enttäuscht über die schlampigen Arbeiten im Raum Berlin! Ja,richtig,dies ist berechtigte Kritik und zudem negative Erfahrungswerte,die garantiert auch andere G&B Leser/innen schon in ihrem Wohnort gemacht haben,dessen bin ich mir ganz sicher.Es sollte deshalb auch „gestattet“ sein,diese berechtigten Meinungen/Kritiken öffentlich äußern zu dürfen! Vielen Dank schon im voraus an die Redaktion.

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  2. ich würde das ganze ein wenig gnädiger sehen und möchte darauf hinweisen, dass alle mal klein angefangen haben, ansonsten brauchts halt empfehlungen von freunden und bekannten…
    schön hats der typ von texas toast guitars (ansässig in colorado/usa )gesagt…starte dein repairbusiness nicht da wo du wohnst und/oder aufgewachsen bist, du wirst sonst einige alte freunde verlieren (-;
    die realistische selbsteinschätzung ist nicht jedem anbieter gegeben und auch im internet wird heftig vom kunsthanwerkerdasein geträumt….unter 10 adäquat gebauten instrumenten, 20 gut gefertigten sätteln und 50 sauberen lötstellen kann von professionalität keine rede sein, übung macht den meister !…die gute nachricht bleibt, : auch nach jahrzehnten kann sich der fachmann noch verbessern und tolles zeug präsentieren wie zuletzt michael “doc” schneider zum 30 jährigen jubiläum mit seinen 25 SERIES gitarren !

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