Realität oder Illusion?

Der Jazz Amp

Wenn man über das Thema Jazz-Gitarre redet, stellt man sich prototypisch meist einen kurzhaarigen Herrn mittleren Alters vor, der mit ernstem Blick eine direkt unter dem Kinn hängende Archtop-E-Gitarre in Schwingung versetzt. Natürlich mit unverzerrtem, höhenfreien Hals-Pickup-Ton, mindestens 251 Noten pro Minute intonierend.

JAZZ AMP 1

Und in den Passagen, in denen andere Mitspieler ihre stundenlangen Soli absondern, spielt unser Jazzer jede Menge Akkorde ohne Grundton, aber mit Namen die länger sind als der von D-82475 Garmisch-Partenkirchen. Hinter ihm: der Jazz-Amp!

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„Nimm dir einfach irgendwas, was laut macht und wirf ne dicke Wolldecke drüber: Dann klingt es nach Jazz!“ habe ich in einem Expertenforum gelesen. Ähnliche Tipps wie Wollhandschuhe und/oder Watte in die Ohren sind wohl ebenfalls bekannt. Und wer mal nach 200 Kilometer Motorradfahrt Gitarre gespielt hat, weiß, dass man auch auf die Art einen feinen Jazz-Knödelton produzieren kann – wenn auch nur im eigenen Kopf. Oder man wartet einfach aufs Alter und den damit eingehenden Verlust des Hörvermögens im höheren Spektrum – dann klingt auch eine Western-Gitarre wie Jim Halls Archtop.

jc-40
Roland JC-40

Kommen wir aber trotz dieser diversen Low-Budget-Möglichkeiten zu den amtlichen Hilfsmitteln! Es ist schon erstaunlich, was gutes Marketing alles auslösen kann: Rolands berühmter JC-120, der „Jazz-Chorus“-Combo, ist ein Twin-Reverb-großer Reisekoffer mit ultracleanem Transistorklang, nettem Hall, einem sehr lebendigen Chorus-Effekt, plus einer Distortion-Einheit die Haarausfall verursacht – alles keine idealen Features für den sich selbst mit Archtop-Koffer und Amp zum Gig schleppenden Jazzer mit überkämmten Geheimratsecken. Und rein klanglich ist diese Kiste doch schon recht klinisch, das auch in den bekannten Varianten JC-160, JC-55 etc. mit verschiedensten Speaker-Kombinationen. Aber anscheinend reicht manchem der Jazz-Anteil in der Produktbezeichnung. Nomen est Omen.

Jazz Amp 3

Momentan versucht es der Hersteller DV Mark mit den Combos Little Jazz und Jazz 12 auf diesem Terrain. Auch Ibanez The Wholetone WT80 (mit Hall, Chorus und einem 15″-Speaker), der ZT The Club CLG1S im Handtaschenformat, oder einer der vielen Roland Cubes, bei denen für meinen Geschmack die verzerrten Sounds besser klingen als die cleanen, sind potenzielle Mitbewerber. Fender bietet seinen Hot Rod Deluxe mit und ohne den Beinamen „George Benson“ an, weniger bekannt sind der Fender Jazz King und der Jazzmaster-Amp. Einige Jazzer spielen dafür Roots-bewusst auch mal gerne den Fender Blues Junior. Interessanterweise aber auch Vox-Amps, mit denen man John Scofield regelmäßig sieht, auch Kenny Burrell oder den in dieser Ausgabe vorgestellten deutschen Jazz-Musiker Axel Fischbacher.

Michael Sagmeister spielte jahrelang die Lab-Series-Amps, Transistorverstärker mit eingebautem Kompressor – und er hatte damit immer einen sehr eigenen, charakteristischen Sound. B.B. King klang mit Lab-Amps dagegen wie immer. Der große Volker Kriegel spielte als einziger mir bekannte Jazz-Musiker einen englischen HH-Amp – einen gut klingenden und ultraschweren 2×12“-Combo mit grünlich schimmernder Frontbeleuchtung.

Der legendäre, meist kleine schwarze Polytone war Jahrzehnte lang immer das Synonym des Jazz-Amp für Gitarre und Kontrabass – auch ohne den Verwendungszweck im Namen vorzugeben. Mini-Brute, Teenie-Brute etc. hießen die Brüllwürfel, die in den 70ern noch mit Samt überzogen waren und eine dicke Lage Schaumstoff vor dem Speaker hatten. Polytones klangen immer warm und voll, setzten sich im Trio mit Bass und Drums sauber durch, hatten dafür einen Hall der wenig spektakulär klang, und auch noch brummte, wenn man ihn aufdrehte. Und auch einen Verzerrer findet man in einigen Polytones, gegen der die Säge vom Jazz-Chorus geradezu dezent nach Boutique klang.

Polytone-Amps sind heute für viele Musiker „Gear für die Gestrigen“, man spielt in Jazz-Nerd-Kreisen lieber die hässlichblauen Henriksen-Combos bzw. Amp/Box-Setups, die mehr Höhen, aber für manchen Geschmack trotzdem weniger Präsenz haben; aber Larry Coryell, Joe Diorio, Howard Alden, Ronny Jordan u.a. denken anders darüber. Oder gleich einen Acoustic-Amp nehmen? Aber AER, Acoustic Image oder ein alter kackbrauner Framus Acoustifier (tolle Kisten, vom Sound her) sind eben keine so richtigen Jazz-Amps. Mmh.

Was gibt’s noch: John Abercrombie spielt Evans-Amps, Größen wie Jack Wilkins, Joe Beck und Ulf Wakenius verwenden Jazzkat-Amps, vom Frankfurter Designer Thomas Reußenzehn gibt’s ein Röhrentop mit Archtop-Optimierung und auch der Kölner Tonehunter hat sich mit dem Clear Water was für Jazzer ausgedacht … da kommt schon einiges zusammen, wenn man mal über den Markt schlendert.

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Einen interessanten Hinweis zum Thema fand ich auf der informativen wie unterhaltsamen Website www.jazzguitar.be: Man hatte 5000 Jazz-Musiker nach ihren Verstärkungsgewohnheiten gefragt, und kam zu folgendem Ergebnis: 30 % spielten Fender-Amps, 13 % Roland, es folgen Vox-User mit 5%, Peavey mit 4,5%, Polytone mit nur 3%, Mesa/Boogie, Marshall und Henriksen erreichten je 2,5%, AER, Line6 2%, Yamaha, Hughes & Kettner 1%, und dann wird’s für Fishman, Ibanez, Ampeg, Jazzcat, ZT, Gibson und Co. homöopathisch. 25 % der Befragten spielen angeblich andere Amps – eine Angabe, die mich an der Repräsentativität der Umfrage bzw. dem Bewusstseinszustand der Befragten zweifeln lässt. Welche Amps sollen das denn dann bitte sein, die man nie auf den Club-Bühnen sieht? Diezel? Fame? Luxor? Oder die Geheimtipp-Abteilung der Jazz-Polizei ist doch größer, als wir alle dachten …

Sympathisch ist da doch das Fender-Phänomen mit 30 % der Jazz-Gitarristen: Klar, kleine und mittlere Fender-Combos wie der Princeton oder der Deluxe sind, auch dank ihres meist gut klingenden Halls und tragbaren Gewichts relativ neutral klingende Lautmacher, die manche Archtop ganz sicher individueller klingen lassen und auch spielerische Feinheiten besser rüberbringen, als der Mittenterminator Polytone, der auch mit einer Telecaster nach Jazz klingt. OK, etwas übertrieben, und es gibt ja auch Gegenbeispiele: John Scofield, Attila Zoller und Jim Hall klangen mit Polytones nach sich selbst – was sie aber bestimmt auch mit Fender-Amps getan hätten. Und Mike Sterns legendärer Sound der 80er hat ganz sicher (abgesehen vom Handwerk) mehr mit seiner Spielweise und seinen Effekten zu tun als mit dem von ihm lange präferierten Yamaha-Transistor-Amps der Prä-G-Serie (angeblich hatte auch Allan Holdsworth zeitweise Yamahas im Einsatz).

Da man diese momentan für 100 bis 200 Euro fast geschenkt bekommt, habe ich einmal den Fifty112 und den Twentyfive112 getestet, und bin begeistert: Warm klingende Transistor-Amps, guter Hall, brauchbare Klangregelung und ein eingebauter Verzerrer, der als Booster in den ersten 10% Regelweg sehr ordentlich klingt. Der Yamaha-Twentyfive112 der ersten Serie klingt vor allem mit der abgebildeten alten Aria-L5-Kopie PE-180 richtig gut – für meinen Geschmack. Und wenn ich dann die Aria-Archtop an einen 70s Princeton Reverb Silverface anschließe – wirklich der bessere Amp – dann klingt die ganze Geschichte bei Mietwohnungslautstärke extrem dünn und piddelig. Drehe ich den Princeton aber auf 3 bis 5 auf und die Archtop zurück, habe ich ganz schnell den fettesten, schmatzigen Wes-Montgomery-Sound der Welt.

Wo hingegen der fette warme Fender-Bruder Music Man (z.B. der 112RD oder 115RP) zwar auch leise mehr Druck macht, aber sehr viel wählerischer ist, ob ihm eine Archtop gefällt oder nicht, da er zum Dröhnen neigt. Da ist mancher Mesa/Boogie (Mark I und II oder der S.O.B.) bei Einstellungen ohne oder mit ganz wenig Verzerrung versöhnlicher; und letztendlich ist der alte Boogie genetisch betrachtet ja ein eindeutiger Fender-Princeton-Nachfahre, nur mit Übergewicht. Scofield, Holdsworth, Carlton u.a. spielen bekanntlich auch schon mal Mesa/Boogie …Jazz Amp 4

Was ist denn jetzt bitte ein Jazz-Amp? Oder ein Jazz-Ton? Ich habe schon fünf- oder sechsmal in meinem Leben einen Polytone-Amp besessen, Modelle mit 12“-, 10“- und 15“-Speaker, alte, neue, mit Hall und ohne. Gekauft hatte ich mir die Kisten, weil ich irgendwo mal wieder einen Jazzer mit diesem Amp gehört hatte, und beide klangen einfach großartig zusammen. Das bildete ich mir dann auch immer ein paar Wochen lang von mir ein, aber dann fand ich meinen Poly-Ton regelmäßig langweilig.

Beim Mini-Brute mit seinem einen, charakteristischen Sound fällt es natürlich besonders deutlich auf, wenn man nur beschränkt individuelle Tonbildung im Angebot hat oder bei den Feinheiten im Anschlag schlampt. Dann klingt man eben auch mit diesem „Jazz-Amp“nicht – sehr wahrscheinlich aber auch mit keinem anderen Verstärker. Ich bin also diesem Jazz-Image-Hype genau so auf den Leim gegangen wie viele andere, und immer wieder. „Wenn das ein Jazz-Amp ist, dann muss da doch was dran sein …?“ Aber ich bin relativ sicher, dass ich mir irgendwann wieder einen Polytone zulege. Die Teile sind einfach Kult! Und außerdem hat sich meine Katze immer gerne auf das Samtgehäuse gelegt.

Worauf will ich hinaus? Nun, dass mir von allen Amp-Individualisten die 2,5% Marshall-Jazzer aus der Umfrage schrecklich sympathisch sind, denn ihnen geht es offensichtlich komplett am Am7/9/b13 vorbei, was für ein falsches Zeichen sie sich da an die Jacke heften. Auch wenn die II-V-I-Fundamentalisten da anderer Meinung sind – nichts ist verboten! Selbst im Iran hat man das Recht auf die freie Verstärkerwahl. OK, man darf nur keinen Jazz spielen.

Wer den Polytone mit seinen drei Presets Low, Normal, High mag, soll ihn spielen – viele große Musiker (Joe Pass, Jim Hall, Herb Ellis, Scofield im Trio mit Steve Swallow & Adam Nussbaum) klangen großartig damit. Aber auch ohne. Und wer aus einem Roland-Jazz-Chorus seinen Wunschton rausholt, wird auch als Jazzer damit glücklich werden; Blues-Gitarrist Lucky Peterson war übrigens mal ein echter Fan des in den JC-120 eingebauten Verzerrer-Problems. Und ich bin sicher, dass es Menschen gibt, die auch mit dem Polytone-Zerrer einen coolen Blues-Sound hinkriegen.

John Scofield spielt für seine eigenwilligen, angezerrten Sounds den Rat-Distortion, und wenn ich Gregor Hilden mit seinen Okko-Bodentretern höre, mit denen er wirklich großartig klingt, möchte ich die am liebsten sofort auf Scos Board tackern.

Aber wie gesagt: Alles Geschmackssache! Und wenn sich der individuelle Geschmack wirklich durchsetzt, unterstützt von den eigenen Ohren und den musikalischen Anforderungen der individuellen Spielpraxis, dann ist das der Idealfall. Wir müssen auch im Clean-Sound-dominierten Jazz-Bereich nicht swingend pro & contra Röhren diskutieren, ebenso wenig Transistor-Analog- oder Modeling- bzw. COSM-Emulation-Eigenarten auspendeln oder 10“-, 12“- oder 15“-Lautsprecherbestückungen verteidigen. Hören, fühlen, ausprobieren, in der Band testen … fertig! Mein Fazit: Es gibt keinen Jazz-Amp, außer du machst ihn zu einem.

Und seien wir doch mal ehrlich: Ob man Polytone-Samt, Cube-Kunstleder oder Fender-Tweed favorisiert, und ob bzw. dass man die Kiste tragen und bezahlen kann, hat ganz sicher schon manches Ohr milde gestimmt und so zu Kaufentscheidungen geführt. Am besten dann beim öffentlichen Gig einfach eine Wolldecke über den Amp werfen, dann gibt’s auch keinen Ärger mit den Kollegen von der Jazz-Sicherheit. Und es klingt!

 

JAZZ AMP 2

Ein Artikel aus Gitarre & Bass, erschienen in Ausgabe 04/2015.

STORY: LOTHAR TRAMPERT  //  FOTOS: JOSEF URBANEK, ARCHIV

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Eine echte Offenbarung, dieser Artikel! Absolut kompetente Aussagen, die wirklich nicht Jedem gefallen werden aber dennoch zutreffen. Ich spiele seit 35 Jahren 2 Fender Transitoren Amps, die so schlecht waren, dass sie nur 3 Jahre produziert wurden (studio+stage lead ,81-83) Die klingen nicht mit jeder meiner Klampfen wirklich gut, Aber so Unterschiedliches wie Sco´s Telefonhörer-Sound der Ray–Charles-Hommage oder Wes´ Sound sind trotzdem imitierbar – mit erträglichen Einschränkungen. Vielleicht schwingt beim Thema “Jazzamp” doch noch etwas zuviel “voodoo” den Köpfen mit?

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  2. mein Jass Amp ist ein Bass Amp – und ich mag den Sound – meistens : )

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    1. Hey Captain Beerfart. Du hast Dir ja einen tollen Namen zugelegt. Echt originell!
      Ich glaube Don Glen Van Vliet und Zappa würden sich krumm lachen.
      Meine Jazz Amps sind ein Princeton limited edition und ein Mesa Boogie 50+.
      Aber auch der kleine Übungsverstärker Vox Mini 5 Rhythm hat es mir schwer angetan.
      Die kleine Kiste klingt so sehr nach Blues und Jazz, besonders wenn ich den eingebauten Kompressor aufdrehe. Einfach ein toller Sound.

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  3. Ich spiele einen alten Carlsbro Transiator Combo aus England mit der Strat . Dieser Amp hat enormen Druck
    und Reserven .Sehr Guter Hall . 2 unterschiedliche
    Eingänge . Variierten Saitenanschlag gibt er mit leichter aber angenehmer Kompression wieder . Für klare und angezerrte Sounds hervorragend . Natürlich hohes Eigengewicht .toller Sound ist was zählt

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  4. Mein allererster Gitarren Verstärker war ein Roland Spirit 50 der mich noch zu Ostzeiten ein Vermögen kostete .
    Von einem listigen Tanzmukker damals lobgepreist
    ( hätt ich mir besser einen Plexi Marshall geleistet . Die gabs sogar im Osten auf Schwarzmarkt . ) jedenfalls war der Roland eher als Keyboardamp / Monitor geeignet . Clean war er er mit 50 Transistor Watt zu schwach für die Gitarre
    Der Distortion sound dagegen war nicht so übel für einen Beginner . Als Übungsamp war er aber sehr gut für Zuhause

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  5. Ich spiele kaum Jazz… Aber meine Casino mit Flatwounds in meinen PCL Vintage Amp SM 60 Transistor Amp kann auch ein

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  6. Merkwürdig- ich denke bei Jazz Amps immer an Transistor Verstärker (JC-120) obwohl es den E- Jazzgitarristen doch nicht erst mit Erfindung des Röhrenlosen Verstärkers gibt. Was hat also viele Jazzgitarristen dazu bewegt den Heiligen Gral (warmer Röhrensound) gegen eine Transe einzutauschen bzw. was macht die Transe für manchen Jazzer zum besseren Amp?

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    1. Ich denke der gerade Ton nach dem Saitenanschlag ohne An und Abschwellung beim Ausklang wie bei Röhre macht denReiz

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    2. Herb Ellis hat in einem Interview (soweit ich mich richtig erinnere) einmal geantwortet, dass er sehr gerne Röhrenamps spielt, sich aber als Jazzer nie einen Roadie leisten konnte, der ihm das Ding schleppt. Da ist ein kleiner Polytone viel einfach zur Hand. Wie im Artikel ohnehin steht, spielen viele klassische Jazzer ohnehin auch Röhre. Scofield, Stern etc. nehme ich hier bewußt aus, diese Musiker sind in der Jazzrock Ära groß geworden und haben ein Equipment, das eben diesen Ton zu leisten vermag.

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    3. Nun ein Transitor Amp klingt ja nicht wirklich kalt und hat eine effektive Klangregelung ein einziger Transitor kann locker auf 25 Watt kommen bedenke jedes Autoradio wird damit betrieben. JC steht für Jazz Chorus und das klingt schon einzigartig deswegen gibts da auch keine wirkliche Ampsimulation.

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    4. Zitat ” Was hat also viele Jazzgitarristen dazu bewegt den Heiligen Gral (warmer Röhrensound) gegen eine Transe einzutauschen bzw. was macht die Transe für manchen Jazzer zum besseren Amp? ”
      Der Transistor Klingt sehr Sauber was die Röhre so nicht kann. Zuverlässiger,die Röhre klingt morgen schon wieder anders als gestern Abend. Die Röhre klingt meist in den Höhen mir zu “schrill”. Alle diese angaben sind auf CLEAN bezogen. Für verzerrte Sound ist die Röhre der König!

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  7. Sehr schöner Artikel! Ich habe mich sehr amüsiert – und mich in vielerlei Hinsicht wieder erkannt 🙂

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  8. Was für ein Schmarren ER manchmal so lesen tun muß ! Wie sagte doch der gute Herr Zappa so treffend: ” Shut up & play U´r Guitar ” – sucht´ s halt nicht nach DEM Ton, der so klingt WIE – sondern spielt einfach mit irgendeinem Amp, der gut aussieht & euch einfach auf Anhieb tonal überzeugt & wenn ihr viel übt, dann klingt´s auch irgendwann,irgendwie & ich hoffe, ihr fallt nicht auf diese Stereotypien von Jazzern & Jazz herein,die der Herr Trampert da so “gähnenderweise” vermitteln möchte.
    Euer Kaiser

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  9. Der Artikel passt einfach!

    Ich habe in den über 40 Jahren, in denen ich überwiegend Jazz spiele, auch schon alle Phasen durchgemacht. Von der Tele bis zur L5, vom Polytone bis zum Mesa Nomad. Der Klang kommt (hofffentlich) von den Fingern, schwache Pickups und eventuell ein wenig den Höhenregler an der Gitarre zurücknehmen schadet auch nicht.

    Im Grunde bin ich immer wieder bei Fender Amps gelandet, derzeit beim Deluxe Reverb, wenn ich schleppen muss beim Roland Cube 40, eingestellt auf Blackface,

    Wenn’s nicht klingt, liegt es am Gitarristen. Der Amp ist Sekundär. Einen Marshall mit 15″ hatte ich auch irgendwann. Ging auch, war nur zu schwer.

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  10. Egal ob Röhre oder Trans … wenn der Amp genug Bassanteile und feine Höhen hat geht Jazz immer
    Für viele ist schlimmer wenn die Kiste wie Blei wiegt ,

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    1. Ein JC 120 ist ein toller Amp . Mit einer Strat / low Input/ und feinfühlig gespielt ist der Ton glasig klar . Und das ohne ihn mit einem Tube Amp zu vergleichen

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    2. Genau! Ich habe meinen besten Jazz-Amp, einen Evans E200, verkauft, weil er mir zu schwer war mit seinen 200W. Allein der Lautsprecher wog 8 Kg!. Ich hatte den mal ausgetauscht, konnte 6 Kg einsparen.
      Danach habe ich viele kleine Röhren- und Transistoramps ausprobiert, von denen z.B. der Reußenzehn EL34 nicht der Schlechteste war. Z.Zt habe ich meinen alten Willie 15W/2×8″ wieder zurück, den ich aus reiner Nostalgie nach sieben Jahren von dem damaligen Käufer wieder zurückgeholt habe und den kleinen roten Koch 6W/12″. Ich werde bei Röhrenamps bleiben, da ich keine hohen Leistungen benötige und die Kompression, gerade im Triodenbetrieb, mag. Sie sind heute mit Lineein- und Ausgängen, Leistungsreduktion etc. sehr flexibel und können auch absolut puristisch gebaut (Willie) sehr gut klingen.
      Ich würde gern einmal den Brunetti Singleman ausprobieren, der soll auch sehr gut sein. Darüberhinaus gibt es natürlich inzwischen auch von vielen Edelschmieden sehr gute Clean-Amps, wie z.B. von Two Rock. Der Groove Tubes Soul-o-45 war auch ein sehr Guter! Damals war ich allerdings zu geizig, heute bekommt man keine mehr.
      Dennoch bin ich der Meinung, dass ein guter Ton in erster Linie aus der Gitarre und dann natürlich aus den Fingern kommt.
      Aber die (Röhren-) Verstärker sind immer noch ein schönes Spielzeug für Techniknostalgiker und Puristen.
      Achso – zum nächtlichen Üben unter Kopfhörern nehme ich dann aber wieder den kleinen Yamaha THR 10. Und Line 6 ist auch nicht schlecht. Alles klar?

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  11. Mein Favorit für jazzigen Sound ist der KOCH Studiotone 20 – ein kompakter Vollröhrenamp. Er überzeugt sowohl bei traditionellem Sound mit Flatwound Saiten als auch leicht angezerrt auf dem Overdrive Kanal.

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  12. ist doch egal welchen Amp oder Gitarre du spieltst…spiele mit dem was du hast…fühlst du dich dabei wohl, ist es das richtige Set…nur das was man wirklich hören, sehen und vorallem fühlen kann ist ok..ein festes Set von verschieden Gitarristen gespielt, klingt immer wieder anders..spiel mit dem was dir gefällt, und sei u.U. noch so billig….es zählt nur was rauskommt…

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  13. Der Artikel bringt´s auf den Punkt. Es ist der Musiker der den Sound macht, der Geschmack und die Philosophie die er verfolgt. Sobold Leute das dann hören wollen hat es seineBerechtigung. Bei mir haben sich im Laufe der JAhre Geräte und Gitarren angesammelt die sicher viele Leute gut finden würden und einiges auch sehr spezielles, aber ich mags und fertig. Welcher Markenname irgendwo draufsteht ist mir wurscht.

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  14. Der alte orangene Würfel von Roland geht auch… Cube 60. Der ist auch tragbar ?

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  15. Sehr kurzweiliger, interessanter Artikel, vielen Dank! Und Dank auch an Captain Beerfart, den Namen musst ich drei mal lesen und jetzt immer noch lachen

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    1. das freut mich : )

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  16. Besitze und spiele – zu meinem Leid – SOB, Fender Princton, JTM 45, Trace Elliot, Dynacord Echocord super und noname transistoramp. Am Montag klingt der Eine besser als der Andere und am Mittwoch ist es umgekehrt.
    Ich glaube , dass ich am Dienstag besonders gut spiele und am Sonntag besonders schlecht.
    Das liegt wohl an meinen Ohren – will sagen Gehöhrempfinden.
    Aber grundsätzlich ist der Bericht OK.
    Ich glaube das es daran liegt, dass wir Menschen unstabil sind.

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    1. Ich denke gut so …. dass wir tagesabhängig hören . Das macht es erst spannend . Was mich betrifft so spiele ich zur Zeit nur zuhause da ich grad keine Band habe . Und zuhause geht wenn überhaupt grad Zimmerlautstärke

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      1. … und Zimmerlautstärke hat rein garnichts mit Bůhnenlautstårke zu tun .. Echte Jazzer spielen aber auch draussen recht leise

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  17. Es is immer die Kombinazion guitar-amp. Mein LOAR mit Kent Amstrong klingt am bestem am LANEY-VC 30, Ibanez Pat Metheny am LANEY IronHeart clean sound, sehr jazzige tone kan man mit einem Superstrat mit passiven EMG pickups am Hughes Kettner mit clean sound. Sehr viel macht die Spiel technik /plectrum kontra fingers /

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  18. Danke für diesen schönen Artikel, dessen tiefe Wahrheit im Fazit steckt: Es gibt keinen Jazz-Amp, außer du machst ihn zu einem. Der JC-120 kann mit einer Höfner 470 E2 und Flats wunderbar nach Barney Kessel klingen (den Chorus könnte man allerdings wohl ausbauen und bei ebay anbieten ;-)), der Blues Junior II klingt mit vielen Archtops clean und crunch sehr jazzig und -wenn man will- bluesig und die Kombination Egnater Rebel 20 (ja, wirklich!) mit einem Jensen C12Q-16 Ceramic Vintage in einer Palmer-Box ist nicht nur im Rock’n’Roll-Lager klasse. Man kann das beliebig fortsetzen. Die Gitarre und die Saiten dazu müssen passen und so einiges an Sound dürfte aus den Fingern des stolzen Amp-Besitzers kommen. Da geht vieles. Und wenn man dann noch die Pickup-Frage mitrechnet, wird’s individuell. Hey und Barney Kessel hat in seiner Gibson angeblich ein Poti aus einem Radio verbaut und den alten Charlie-Christian-Pickup … !

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  19. Irgendwie am Thema vorbei. Leuten, die im Jazz richtig zu Hause sind, ist es eben nicht so ultimativ wichtig, welche Kiste da hinter ihnen auf der Bühne steht. Man hat vielleicht irgendeine Vorliebe, aber wenn die nicht verfügbar ist, nimmt man halt etwas anderes. Jazz ist viel weniger Show-Musik als alles, was in irgendeiner Form vom Rock’n Roll abstammt. Daher wird er auch vielen schnell langweilig. Wie auch immer: Clean-softe Gitarrensounds sind wesentlich leichter technisch in den Griff zu bekommen als Brachial-Sounds, bei denen ein Fitzelchen zuviel an Presence schon die Grenze zum nervenden Ton überschreiten kann. Bei jazzigen Sachen kommt es mehr auf den Inhalt an, ähnlich wie bei einem klassischen Instrument: Es soll gut klingen – aber das ist es dann auch. Eine klassische Meistergitarre für 10.000 Euronen kann bei entsprechender Behandlung wundervoll klingen – hat aber keinen Regler für Hall oder Distortion. Braucht sie auch nicht. Diese Reduktion auf das Wesentliche ist nicht modern, genau so wenig wie Jazzgitarre spielen. Manchen gefällt es trotzdem – aber diese Musiker werden nie für größeren Umsatz in der Musikindustrie sorgen.

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    1. Nun ja, dass Jazzgitarre spielen, nicht modern ist, wage ich zu bezweifeln. Ich denke, fast jeder Hersteller hat mindestens eine im Programm, sie waren nie ganz weg. Und überall, wo man Gitarren kaufen kann, gibt es auch Archtops. Waren Sie schon einmal auf der Holy Grail Guitarshow in Berlin? Dort waren sicherlich 20% Archtops zu sehen. Und um Jazz zu spielen, benötigt ma ja nicht zwingend eine Archtop!
      Aber ich stimme Ihnen zu in der Aussage, dass den (Jazz-) Musikern der Live-Ton oft nicht so wichtig ist (bestes Beispiel Joe Sachse). Die Zuhörer wollen aber einen guten Ton! Ich habe schon viele Jazzkonzerte gesehen, bei denen die Musiker mit guten Gitarren über einen Schrottamp gespielt haben und absolut grottig klangen. Das hat mich immer sehr geärgert, zumal ich die ja auch bezahle. Ich denke, viele Jazzfans, Musiker oder die Konzertbesucher sind zu einem guten Teil auch Musikästheten, sonst würden sie sich kein Jazzgitarrenkonzert anhören, und die haben auch live Anspruch auf einen guten Ton.
      Leider ist dies selbst in bekannten Jazzclubs (z.B. Schlot in Berlin) eher ein Glücksfall, wenn die Gitarre (der Amp) gut klingt oder allgemein die Haustechnik funktioniert oder einfach nur professionell bedient wird. Habe es gerade wieder gestern bei Giorgio Crobu erlebt, der seine L5 über einen guten Transistor-Amp spielt, der dann aber dilettantisch abgenommen und abgemischt wird und somit alles schlecht klingt. Schade.

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  20. Ich habe ein ganz anderes Verständnis von Jazz, bzw. Jazzgitarre. Neben den Handschuhsounds gibt’s auch noch experimenteller Ansätze, man denke an den Schweizer Christy Doran, oder an Mc Laughlin, Eivind Aarset, Ralph Towner, etc. Sofort öffnet sich ein anderes Klangspektrum. Für mich kommen neben Fender Deluxe und Boogie (der ungeliebete MKIII), auch ein Fender Twinolux (EC), Peavy Classic 30, Carr Viceroy, eine ZT Lunchbox (wenn’s ganz leicht und klein sein soll), wie auch ein Suhr Hedgehog absolut zum Zuge. Wer es noch experimenteller mag, dem sei auch ein Axe FX für “Jazz” nicht verwehrt. Schlussendlich klingen alle Amps je nach Gemütslage, Tag und Gitarre immer wieder anders. Aus meiner Sicht liegt aber 85% des Sounds in den Fingern, da spielt der Amp nur die zweite Geige.

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  21. Was der Kommentator Uwe Crossmann da schreibt, ist quasi eine Offenbarung angesichts der ausufernden Lobhudeleien von uns Gitarristen über bestimmte Verstärker. Ich habe schon erlebt, daß “Musiker” allen Ernstes, sich zu der Aussage hinreißen ließen: “Hauptsache es steht(…..) drauf!”. Von Was reden wir hier? Marken oder Persönlichkeitshilfen oder was? Musik einmal befreit vom Kommerz ist doch m.M. nach eine Tätigkeit, die in erster Linie mit Freude und Befriedigung zu tun hat und weniger mit Standesbewußtsein durch den Besitz eines bestimmten Amps oder Instrumentes! Ich habe hier schon russische Musikanten in der Stadt auf Instrumenten spielen gehört und gesehen, da habe ich mich gefragt, wie bekommt man so einen Sound auf so einem Katastropheninstrument hin? Ganz einfach: Können, Leidenschaft und Hingabe!!!!!!!! Man braucht kein Fullstack und vor sich eine Steppbühne, um Musik zu machen und zwar mit einem Sound, nein Klang, der Zuhörer erreicht!
    Ich gebe zwar zu, daß es Spaß macht, vor einem Fullstack auf der Bühne zu stehen und den Zuhörern den Ohrenschmal mit chirurgischer Präzision zu entfernen; aber es ist doch nur ein äußerst kleiner Anteil in der gewaltigen Breite und Vielfalt der musikalischen Möglichkeiten. Ich denke mal, irgendwann sind wir doch aus der musikalischen Pubertät herausgewachsen. Spielt über was ihr wollt, aber spielt!!!!!!!!!!

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  22. was will “Er” eigentlich mitteilen? Schade um die Lesezeit, hätte man für Scalentraining nutzen können…

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  23. Hallo Lothar,
    als Ergänzung zu all den genannten Amps hätte ich den Schertler Unico und den kleineren Lydia. Ich baue ja zum grossen Teil Archtops und Flattops und habe bis jetzt keinen anderen Amp gefunden der die Gitarren so wenig im Sound verfälscht.
    Schertler macht ja jetzt auch einen speziellen Jazz Amp, da kann ich aber noch nix dazu sagen. Ich persönlich habe ja so ziemlich alle Klassiker an Amps und alles klingt gut wenn man drauf spielt..solange ichs nicht selber bin…;-)
    Am dreckigsten, sprich so Benson in den Siebziger, klingt der Fender Tremverb 2×10.
    Am Ehrlichsten der Schertler Lydia deluxe.
    Jetzt käme eigentlich noch die ganze Pick up Diskussion dazu..;-)
    Vom Bau der Gitarre fangen wir schon gar nicht an….
    Lieben Gruss Claudio

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  24. Moin zusammen! Nun ist der Artikel schon ein paar Tage alt, habe ihn aber erst jetzt entdeckt. Also gibt es jetzt etwas Senf zu dem Thema:

    Ich vermute, dass bei den 25% der 5000 befragten Jazzgitarristen einige sind, die das Thema garnicht so sehr auf dem Zettel haben, die vielleicht viel zu Hause spielen bzw. über D.I. , ob billig oder teuer, in die PA oder ins Pult gehen. Ich hatte mal einen Gitarristen, der spielte eine Les Paul Standard über ein JCM2000, es klang furchtbar für Bebop-artige Sachen, hat ihn aber nicht interessiert. Er hatte das Ding nur, weil ihm der örtliche Musikalienhändler das aufgeschnackt hat.

    Ein anderer Gitarrist spielte seinen Classic 30 total runter bis fast garnix mehr ging. Es rauschte, klapperte und brummte was das Zeug hielt – war ihm egal, er klang immer superklasse. Alle beide spielen seit über 20 Jahren auf professionellem Niveau wohlgemerkt.

    Ferner eine Anmerkung zum Iran: Man kann dort durchaus Jazz spielen, nur muss man dabei unbedingt sitzen. Gerne auf dem Teppich. Es geht dabei um den Eindruck der Anständigkeit. So erzählte es mir eine iranische Schlagzeugerin – sie spielte Punkrock und die Band saß auf dem Teppich – skuril, aber möglich.

    Lieben Gruß,

    Nigel

    Eine andere

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  25. It’s all about EQ. Für einen jazzigen Sound braucht man lediglich einen Amp mit relativ linearem Klangspektrum, also nix mid-scooped oä. Mit Humbucker-Gitarre darf’s auch ein Transistoramp sein, mit Single Coils ist man mit einem Röhrenamp sicher besser bedient, Fender Tweed (5E3) mit Keramik-Speaker (Jensen, Celestion 65) für leisere Gigs, Ampeg oder Fender Twin für größere.
    Jazzmama mit Gibson 57er PU, Flatwounds, das Tone-Poti bleibt ganz offen. Für einen guten Jazzsound macht man das Tone-Poti nicht zu, außer man möchte mehr nach Flügelhorn als nach Gitarre klingen. Montgomery hat das V-Poti auch nicht zu gedreht. Ein leicht zurückgeregeltes Volume-Poti hingegen nimmt auch ein wenig höhen weg und dabei für einen Jazzsound genau die richtigen Frequenzen.
    Mit der Tele und 11er Roundwounds drehe ich das Tone-Poti auf 7 zurück, Volume fürs Solo auf 9. Ein Booster ist für SC-Gitarren auch im Jazz eine nette Sache. Mit z.B. einem Xotic RC mit leicht abgesenktem Treble-Regler wird’s auch noch etwas mittiger.
    Und angeschlagen gehört möglichst nahe am Hals….

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  26. interessanter Artikel! Ich hatte vor über 20 Jahren immer mal wieder die Gelegenheit, einen Polytone gegen diverse andere Amps zu testen, gefallen hat er mir nie. Viele gut Amps wurden bereits angesprochen, ich füge denen noch meinen Geheimtipp zu, die Peavey Transistor-Röhren-Hybrid Amps aus den 70ern wie Deuce und Mace) oder besser noch die späteren aus den frühen 80ern, zb den Classic VTX. Toller warmer cleansound, der drive channel lässt sich auch gut clean nutzen, toller hall. Dazu sind die Teile sehr billig zu bekommen, nur leider nicht leicht zu transportieren. Heute spiele ich nur noch selten Jazz und benutze dann das GT100 wie für alles andere auch .-)

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  27. Ich spiele nur relativ selten Jazz, aber meine beiden VOX – Amps – VT30 od. VX2 Amp (Höhen dezent abgesenkt + Hall) reichen völlig. Die Gitarre dazu ist eine 335 (Steiner) mit 013 -053 Flatwound. Alles (Effekte . etc.) mit einem VFS5.schaltbar. Ab und an ein Wahwah.

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  28. Interessanter Artikel, dem ich gleich im ersten Anlauf widersprechen mag.

    Joe Pass war ein begnadigter 😉 Jazz Gitarrist, hatte aber einen furchtbaren Ton, wirklich grottig! Im Grunde ist es ein Wunder, dass er damit überhaupt geklungen hat.

    Bruno Müller, Bill Frisell und Anthony Wilson hingegen habe einen grandiosen Ton, allen gemeinsam ist die Nutzung eines Röhrenamps.

    Ich selbst hatte die Möglichkeit einen JC 120, einen Polytone, jeweils einen mir namentlich nicht mehr bekannten Ibanez und Yamaha Transistor Amp spielen zu können. Positiv in Erinnerung blieb mir als Fehlfarben Fan lediglich der Roland.

    Ich beseitze heute drei Gitarren die sich für Jazz eignen. Allen ist gemeinsam, dass sie bei Bedarf über inflationär präsente Höhen verfügen. Meine drei Fender Röhrenamps teilen diese Fähigkeit. Damit gehöre ich in die statistsich größte Jazz-Amp User Gruppe.

    Ich glaube, dass es einen fundamentalen Unterschied macht, ob bei einer Komponente die Höhen herabgeregelt werden, oder ob sie erst gar nicht vorhanden sind. Ich glaube dass die Frische, Dynamik und Lebendigkeit sehr wohl davon abhängig ist, dass dieses Spektrum vorhanden ist, auch wenn es hernach bewusst abgeregelt wird.

    Ein Fender Blackface Amp kann in der Summer seiner Eigenschaften, Eigenheiten und Fähigkeiten für einige Genres und eben auch für den Jazz die Eierlegende Wollmilchsau sein, ich würde die sofort unterschreiben. Ein fetter, gut modellierbarer und dynamischer Clean Tone, im “richtigen” Spektrum zuhause und mit einer gut angesetzten Klangregelung ausgestattet benötigt dann wirklich nur noch ein wenig Reverb als Sahnehäubchen.

    Mancher “Mainstream” ist nicht negativ besetzt, sondern hat sich einfach zu Recht etabliert.

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