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Test: Synergy System

„Die Interaktion oder Kooperation zweier oder mehr Organisationen, Substanzen usw. zum dem Zweck einen kombinierten Effekt zu erzielen, der größer ist als die Summe der einzelnen Effekte.“ Mit dieser Definition beschreibt Synergy den Begriff und sich selbst. Hintergrund ist, dass hier mehrere renommierte Boutique-Hersteller der Amp-Branche unter einem Dach zusammenfinden.

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Von Synergien hört man häufig im Zusammenhang mit kooperierenden Wirtschaftsunternehmen. In gewisser Weise haben wir es hier mit so einem Szenario zu tun. Das möglich wird, weil Synergy Preamp-Module für die Sound-Formung einsetzt. Wodurch in analoger Röhrentechnik ein ungeahnt weites Spektrum an Sounds in Aussicht kommt, und durch neue Module sogar immer weiter wachsen kann. Ein wichtiger Punkt ist dabei: die Module stammen zum Teil von Friedman, Diezel, Morgan und Soldano. Präziser, die berühmten Amp-Designer haben tatsächlich selbst Hand angelegt, ihre Module selbst entworfen. Die Idee des Projekts ist diesen Kreis weiter auszuweiten, also weitere Marken/Hersteller ins Boot zu holen – Tone King, Bogner und Engl stehen schon in den Startlöchern.

Über die Fähigkeiten des Synergy-Systems gibt mein ausführlicher Testbericht in der aktuellen Ausgabe unseres Gitarre&Bass-Magazins detailliert Auskunft. Ich habe außerdem –wie immer bei solchen Tests- einige Soundclips eingespielt, die einen Eindruck von den tonalen Fähigkeiten des Preamp-Module und Amps vermitteln.

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Hinweise zu den Soundfiles.

Die Module wurden im D.I.-Verfahren über den Rec-Ausgang des Syn 1 (Preamp für einen Moduleinschub) aufgenommen. Transparenz, Dynamik, Ausgewogenheit, die Signalqualität setzt Zeichen. Die Einstellung der Klangregelungen war in etwa gleich. Das holt nicht unbedingt das Beste aus jedem Modul, sorgt aber für eine realistische Vergleichsebene.

Die Vollröhren-Amps Syn 30 und Syn 50 stellen ihren gutturalen Ton über eine mit Celestion-Vintage30 bestückten 4×12-Box unter Beweis. Es kam in Nahmikrofonie ein C414 von AKG zum Einsatz.

Die Clips wurden pur, ohne Kompressor o. jegliche EQ-Bearbeitung über das Audio-Interface Pro-24DSP von Focusrite in Logic Pro eingespielt. Es sind auch keine Effekte beigemischt.

Ich wünsche viel Vergnügen, und…, wenn möglich, bitte laut anhören, über Boxen, nicht Kopfhörer! ;-).

Fragen, Anregungen und ja, auch Kritik sind wie stets willkommen. Nachrichten bitte an frag.ebo@gitarrebass.de. Es klappt nicht immer, aber ich werde mich bemühen möglichst kurzfristig zu antworten.

Text + Musik: Ebo Wagner (GEMA)

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