Player's Player Gitarren

Test: Ibanez Prestige AZ2204/AZ2402

Kaum ein anderer Gitarren-Hersteller betreibt eine solche Modellpflege wie Ibanez. Jedes Jahr wird modifiziert, angepasst, man geht auf neueste Trends ein und es werden aktuelle Lackierungen präsentiert. Auf der anderen Seite bietet Ibanez Serien, die seit mehreren Jahrzehnten im Programm sind wie die Serie RG, die AS und die JEM, sowie viele Endorser-Modelle. Für 2018 kommt die neue AZ-Serie ins Programm, die das Zeug zum Klassiker hat und uns sicher viele Jahre erfreuen wird.

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Das Ibanez-Entwicklungsteam hat sich den aktuellen Markt genau angeschaut und festgestellt, dass die Zahl der „Player’s Player“ zunimmt. Gitarristen, die nicht nur außergewöhnlich spielen, sondern auch extreme Anforderungen an ihr Instrument stellen, die eine Gitarre von der Stange nicht erfüllen kann. Musiker, die in vielen Stilrichtungen von Rock, Fusion bis Jazz zu Hause sind. Also wurde analysiert, befragt, getestet, entwickelt und konzipiert, und Prototypen entwickelt, die von vielen Gitarristen auf Herz und Nieren geprüft wurden. Herausgekommen ist die neue AZ-Serie: AZ steht für, alles wurde von A bis Z überarbeitet, kein Stein ist auf dem anderen geblieben. Es gibt zwei Grund-Modelle: eines mit 22 Bünden, eines mit 24 Bünden. Die AZ Prestige wird in Japan bei Fujigen gefertigt, die AZ-Premium in Indonesien. Im Dezember konnten wir uns beim Ibanez-Vertrieb Meinl schon die komplette Serie anschauen, zum Test haben wir kurz vor Weihnachten die Prestige-Modelle AZ2204 und AZ 2402 erhalten.

key facts

  • Die wichtigsten Features:
  • neuer Headstock
  • veränderte Bodyform
  • weiterentwickelte Hardware
  • exklusive Seymour-Duncan-Pickups mit einer erweiterten Schaltung

konstruktion

Hals: Die Prestige-Modelle haben einen einteiligen, Stahlstab-verstärkten Ahornhals mit aufgeleimtem Ahorngriffbrett mit 648-mm-Mensur. Das Ahorn ist wärmebehandelt, man kennt dies unter der Bezeichnung roasted. Ibanez nennt seine patentierte Technik, die für die Prestige-Modelle angewendet wird, S-Tech. Eine Vakuum-Kammer wird mit Stickstoff gefüllt und erhitzt. Das so behandelte Holz wird stabiler und unempfindlich gegen Klima-Änderungen, bietet einen ausgezeichneten Attack, mehr Sustain, einen Ton wie ein jahrelang gespieltes Instrument und eine außergewöhnliche dunkle Optik. (Anm. der Red.: Der Farbton entsteht übrigens durch das Karamellisieren des im Holz enthaltenen Zuckers.)

Die Ibanez-typische RG-Kopfplatte wurde verrundet, die Hälse sind am Sattel etwas schmaler als sonst bei Ibanez üblich, und der Griffbrettradius ist mit 12“ (305 mm) flacher als bei Vintage-Instrumenten (7,5“), aber nicht so flach wie bei vielen Shredder-Gitarren: ein guter Mittelweg für alle Stilarten. Der Hals selber hat eine ovale C-Form, ist dicker als man es bei Ibanez gewohnt ist und liegt perfekt in der Hand.

Eine Besonderheit sind die Dots im Griffbrettrand, sie sind leuchtend und helfen der Orientierung bei schlechtem Licht. Die Hälse sind matt lackiert und geben ein Feeling wie bei einer jahrelang gespielten Gitarre.

Die Prestige sind mit Gotoh HAP-M Locking Mechaniken bestückt, bei denen auch die Schafthöhe justierbar ist, so kann der optimale Winkel der Saiten eingestellt werden. Der Locking-Mechanismus funktioniert automatisch, man führt die Saite ein, und bei Drehen arretiert sich die Saite selbstständig. Die Saiten werden gerade über den Knochensattel geführt, und nur die e und h Saite werden per Saitenniederhalter etwas heruntergedrückt. Alles für eine optimale Stimmstabilität.

Der Abstand zwischen Sattel und Mechanik der E6th ist größer als normal: so kann man hinter dem Sattel einen Saitendämpfer befestigen, der wahlweise die Saiten hinter dem Sattel dämpft oder für Tapping direkt über den Bereich zwischen Sattel und 1. Bund geschoben wird.

Die AZ-Modelle sind mit Edelstahlbünden bestückt, die perfekt verarbeitet sind, eine Besonderheit bei Prestige-Modellen sind die besonders abgerundeten Bundenden, die ein ultra-angenehmes Spiel ermöglichen. Die Hälse sind mit vier Schrauben auf dem Korpus befestigt. Der Hals-Korpus-Übergang ist so geformt, dass mühelosen Greifen bis in die höchsten Lagen möglich ist: Der Ibanez Super All Access Neck Joint. Alle Korpus-Kanten sind abgerundet, und Decke und Boden sind ergonomisch geformt, so dass Ellenbogen und Bauch sich perfekt anpassen können.

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Gitarre & Bass Februar 2018 Ausgabe

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