Fender Jeff Beck Stratocaster im Test

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RESÜMEE

Eine Strat ist eine Strat? Kann man so sehen, aber so manch ein Detail geht dann doch über die ursprüngliche Konzeption hinaus. Das in der Wurzel so stimmige Stratocaster-Design ist ja längst in allen denkbaren Ausführungen zu haben. Da hat man nicht nur im Fender Custom Shop längst alle Grenzen aufgehoben, solange nur das Modell als solches noch erkennbar bleibt. In der Jeff Beck Stratocaster manifestiert sich fraglos das Klangkonzept des großen Virtuosen. Auch wenn niemand ihm in seiner immensen tonformenden und musikalischen Phantasie gleichzukommen vermag, so ist diese Gitarre doch Inspirationsquelle und offen auslegbares Handwerkszeug zugleich – in bestem Beckschen Sinne also ein Anlass, Grenzen auszudehnen.

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Ansonsten haben wir aber auch einfach eine gute, modern ausgerichtete Stratocaster in der Hand, die mit brummfreier Elektrik und stimmstabilem Vibrato ihren virtuos ambitionierten Spieler in jeder Hinsicht unterstützt. Schön dennoch, damit dem großen Vorbild, Meister aller Klassen, Jeff Beck instrumental und damit ebenfalls mental nah zu bleiben. In diesem Sinne: Let there be Sound!

PLUS

● klassisches Design – nach des Meisters Vorstellungen optimiert
● Schwingeigenschaften
● Hot Noiseless Strat Pickups
● kraftvolle Signature-Sounds
● frei von Nebengeräuschen
● geschmeidiger C-Shape-Neck
● Locking-Mechaniken, LSR-Rollensattel
● stimmstabiles Vibratosystem
● saubere Verarbeitung

(erschienen in Gitarre & Bass 03/2023)

Produkt: Fender Stratocaster
Fender Stratocaster
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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Aha, ausverkauft? Vermutlich gab es kaum welche auf Lager. Und wenn es jetzt nach Jeff’s Ableben einen Run auf das Modell gab, dann Fender offenbar den Preis für das Modell ungefähr verdoppelt (gegenüber den 2000er Jahren). Mein Modell aus 2006 jedenfalls kostete damals beim bekannten Großhändler 1448,00 €.
    Nebenbei: mir klangen diese noiseless Pickups zu steril, zu wenig nach Strat und also habe ich sie (durch Bare Knuckles) ersetzen lassen.

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    1. Perfekt kommentiert, was den Hype um das Instrument angeht. Zum Musiker: auch wenn ich dafür Prügel beziehen werde, ich kann den Rummel um Jeff Beck nicht nachvollziehen. Für mich ist der Mann völlig überbewertet als Gitarrist. Charisma hat er auch kaum. Technisch sicher oberes Level, aber mir zu steril, zu jazzig, zu abgehoben und gleichzeitig zu introvertiert. Tut mit leid, ich kann mit Jeff Beck aber auch gar nichts anfangen. Bloß weil er mit dem Daumen zupft, den Lautstärkeregler gerne mit einsetzt und sich am Vibrato-Hebel einen abgeigt? Hm, da sind mir mindestens ein Dutzend Gitarristen von Weltklasse näher, bei allem Respekt. 🙄

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      1. Diese Gitarre ist natürlich nur eine Serienproduktion, die Jeffs Strat nur nachempfunden ist. Auf Bildern wirkt es manchmal so, als ob Jeff gelegentlich Strats mit dünnerem Korpus spielt. Vielleicht aus Gewichtsgründen. Wenn das stimmt wäre die Frage, ob es überhaupt ein Fender Korpus war. Warum sollte sich hier jemand wegen musikalischer Vorlieben prügeln? Wir sind doch nicht auf der Fußballplatz. Ich muß gestehen, daß Jeff Beck auch lange Zeit komplett an mir vorbeigegangen ist. Überzeugt hat mich dann das Konzert bei Ronnie Scott‘s. Von mir bekommt Jeff seither Bestnoten in musikalischer Bandbreite, Feinfühligkeit und musikalischem Ausdruck. Clapton, den ich auch sehr schätze, sieht dagegen ziemlich schmalbandig und altbacken aus, Jeff spielt in einer anderen Liga. Es gibt auch einen älteren Livemitschnitt von Blue Wind zusammen mit Steve Lukather. Verglichen mit Jeff macht Steve mMn. einfach nur Gymnastikübungen. Schneller zwar, aber musikalisch klar unterlegen. Natürlich gibt es viele andere gute Gitarristen. Viele moderne Jüngere mit hoher Virtuosität. Mediterranean Sundance ist genial, keine Frage. Mark Knopfler wird immer einen speziellen Platz in meinem Herzen haben. Aber Jeff ist für mich die Nr.1, wenn es um Musikalität und Ausdruck geht.

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      2. Leute.
        Jeff Beck war Jeff Beck.
        Er ist niemals vergleichbar mit einen anderen Gitarristen.
        Diese Jeff Beck Strat ist doch nur Vermarktung.
        Es sind die Erfahrungen im Gitarre spielen und Geschmackssache welchen Sound man mag.
        Über 50 Jahre Jeff Beck Sound. Unvergesslich.
        RIP Jeff Beck

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    2. Das ging mir auch so. Ich hatte eine Clapton Signature mit Lace Sensors. Die sollten angeblich die Saiten länger ausschwingen lassen. Die waren ja in der früheren Jeff Beck Strat auch verbaut. Vom Ton her waren sie ziemlich steril. Dann habe ich irgendwann einmal direkt an einer Bahnlinie gespielt. Die Einstreuungen waren so massiv, daß vom no noise nichts mehr übrig blieb. Seitdem spiele ich nur noch echte Humbucker, vorzugsweise Jeff Beck juniors, in der Strat. Aber den besten Strat Ton hat man sicher immer noch mit guten Einspulern, ganz klar.

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  2. Gleich vorweg: Fender Strats sind zweifellos top Gitarren,ergonomisch fabelhaft,klangtechnisch super,zeitlos,und sowieso wertbeständig!

    Doch leider konnte ich mich beim sehr speziellen Fender Jeff Beck Signature Stratocaster Modell bis heute nicht mit diesem „Prügel“ von Hals anfreunden,der einem halbierten Baseballschläger ähnelt.

    Es ist mir ehrlich gesagt heute noch ein echtes Rätsel,wie Jeff Beck (R.I.P.) mit einem solch überdimensionierten Ahornhals zurecht kam,mein Respekt! Aber,er war ja bestens dafür bekannt,überwiegend am Tremolohebel und den Potis seiner Strat zu hantieren,um seinen sehr außergewöhnlichen Sound zu produzieren.

    Unbestreitbar galt Jeff Beck als virtuoser und experimenteller Gitarrist,der mit seinem damaligen Album „Jeff Beck‘s Guitar Shop“ einen echten Meilenstein setzte!

    Wer ihn und seine Musik jedoch nicht mochte,der sollte dies doch tunlichst bitte für sich behalten,und besser still schweigen,denn dies wahrt gebührenden Anstand,Respekt,und Pietät!!! Ich mochte ihn und seine Musik,dessen bin ich mir ganz sicher!

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    1. Hallo Respekt,
      ich bin ich totaler Jeff Beck Fan.
      Aber warum sollen die Leute, die seine Musik nicht mögen, denn stillschweigen und Ihre Meinung für sich behalten. Das macht Gespräche doch erst interessant. Hierbei hast Du die Chance dem Gesprächspartner durch Hinweise, Hörbeispiele usw. Becks Musik näher zu bringen. Verbringe mal einen Abend mit jemand, der Deine Meinung kontinuierlich bestätigt und aus vermeintlichem Anstand nur ein Monolog mit einem Ja als Antwort entsteht. Das lerne ich ja nie hinzu, vorausgesetzt ich bin bereit dazu.
      Schön dass Musik so vielfältig ist und man frei entscheiden kann, was man hören möchte und ich wünsche allen, dass unsere Lauscher noch lange funktionieren. Das Glück hat ja auch nicht jeder.

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  3. Den fetten Hals und die Lace Sensor Pickups hatte nur die erste Serie. Die zweite Serie (ab 2002 soweit ich weis) hat ein Medium C neck sowie Hot Noiseless Pickups. Für mich die richtige moderne Ergänzung zu meiner original 58er Strat.

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