Der Sommer kann kommen!

Ein gutes Motiv: Baton Rouge UR11-S Paper Boat & UR11-C Pineapple im Test

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(Bild: Dieter Stork)

Ja, auch Baton Rouge surft natürlich die Uke-Welle, die ungebrochen weiterrollt, und beeindruckt mit einem riesigen Portfolio kleiner Hawaii-Viersaiter in allen erdenklichen Ausführungen. Stellvertretend für eine ganze Reihe neuer Ukulelen, begrüßen wir herzlich die Ananas und das Papierschiffchen – was es damit auf sich hat, klären wir im Test …

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WELCHES MOTIV DARF’S DENN SEIN?

Zwei neue Modelle der UR-Serie schauen wir uns an – zum einen haben wir eine Sopran-Ukulele mit „Paper Boat“-Motiv auf der Decke, zum anderen ist da noch das Concert-Modell mit „Pineapple“-Laser-Gravur.

Beide Instrumente haben die gleiche Holz- und Hardware-Rezeptur. Die Bodies sind gänzlich aus Mahagoni gefertigt – Boden, Zargen und Decke wurden, wenn auch ohne Binding, sehr sauber zusammengefügt und mit einem schönen, offenporigen Matt-Finish versehen. Die Beleistung aus Fichte sorgt für Stabilität, obgleich ja die Zugkräfte der vier Nylonsaiten, die übrigens von Aquila zugeliefert wurden, nicht allzu hoch sind. Hingucker auf der Decke ist natürlich das jeweilige gelaserte Motiv.

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Die stabil wirkenden Stege sind aus Walnuss-Holz. Die Saiten sind hier wie bei einer Konzertgitarre verknotet und gehen dann über die Stegeinlage zur Kopfplatte. Bei der Sopran-Uke haben wir es dabei mit einer Mensur von 340 mm zu tun, beim Concert-Modell sind es 375 mm.

Die Okoume-Hälse sind mit Walnuss-Griffbrettern belegt, die mit 12 bzw. 18 gut verrundeten Bünden und Dot-Inlays, auch auf der Kante, bestückt sind. Die Kopfplatten sind großflächig zwischen 1. und 4. Bund angesetzt – die Saiten kommen hier über den akkurat gefeilten Sattel und finden Halt und Stimmung bei den offenen, güldenen Mechaniken mit schwarzen Stimmwirbeln.

Die beiden Baton-Rouge-Ukulelen sind tadellos gefertigt und kommen mit guter Saitenlage und perfekter Intonation einsatzbereit aus dem Karton.

DAS SPIELGEFÜHL ENTSCHEIDET

Aufgrund des gerade Gesagten, stellt sich bei beiden Modellen sofortiger Spielspaß ein. Der Klang der Mahagoni-Instrumente ist warm und süßlich, mit angenehmen, aber dennoch frischen Höhen. Der große Unterschied zwischen den beiden Probanden liegt dann auch weniger im klanglichen Bereich, sondern eher im Handling. Die Griffbretter haben zwar die identische Breite, aber die längere Mensur des Concert-Modells sorgt für etwas mehr Saitenzug und ein strammeres Spielgefühl, als es die kleine Sopran-Uke vermitteln kann.

Aber wie gesagt: Spaß machen sie beide, und das ist ja das Wichtigste!

(Bild: Dieter Stork)

RESÜMEE

Angesichts der äußerst moderaten Preise im mittleren zweistelligen Bereich, hat Baton Rouge hier zwei sehr respektable Ukulelen auf die Beine gestellt, die optisch und funktional überzeugen und der Spielfreude viel Raum geben. Man muss sich nur noch entscheiden, welche Größe und welches Deckenmotiv es denn sein sollen. Der Sommer kann kommen!

PLUS

  • Hölzer, Hardware
  • stabile saubere Konstruktion
  • Haptik, Saitenlage, Intonation
  • warmes volles Klangbild


(erschienen in Gitarre & Bass 05/2022)

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