Produkt: Gitarre & Bass 11/2019
Gitarre & Bass 11/2019
INTERVIEWS: ZZ Top, Tito & Tarantula, Brittany Howard, Kris Barras Band, Alter Bridge +++ Das war der GUITAR SUMMIT 2019! +++ TEST: Revv D20 Head, Eventide Rose Delay, Ibanez Polyphia Signature-Gitarren, Seth Baccus Nautilus Standard, Rabenberger Hornbass, Warwick RockBass Alien Deluxe Hybrid Thinline, Marshall Studio Vintage SV20C & Classic SC20C
Fettes Update!

BS Bass-Master 500 II im Test

Es muss nicht immer das teure Markenprodukt aus Übersee sein, der heimische Markt bietet schließlich auf fast jedem Gebiet spannende Alternativen. Im Amp- und Boxen-Bereich kann sich besonders die deutsche Bassisten-Welt glücklich schätzen – fair kalkuliertes Bass-Equipment hat hierzulande eine regelrechte Tradition.

(Bild: Marlon Stork)

So auch bei bs Bass Systeme aus Werben bei Cottbus. Die Firma hat ein beachtliches Portfolio an verschiedensten Boxen- Typen vorzuweisen und stellt seit einigen Jahren auch Bass-Amps her. 2012 hatten wir die erste Version des Bass-Master-Topteils im Test, nun fühlen wir dem Nachfolger auf den Zahn. Der 500 Watt (an 4 Ohm) starke Class-D-Zwerg kommt schon äußerlich deutlich edler als sein Vorgänger daher, mit einer gebürsteten goldenen Frontplatte aus Metall und dezenten weißen Beschriftungen. Das Bedienfeld ist einfach gehalten und verfügt neben einem 3-Band- EQ sowie einem Master-Regler über zwei gleichberechtigte Inputs mit eigenen Gain-Reglern. So lassen sich beispielsweise gleichzeitig E- und Kontrabässe einstöpseln und -pegeln, sodass man beim Instrumentenwechsel nur den Kanal am Amp umschalten muss.

Anzeige

Und tatsächlich bietet der Bass-Master 500 II auch den glasklaren, unverfälschten Ton, den man für den Spagat zwischen Kontra- und E-Bass braucht: Hier kommt das Instrument mit all seinen Stärken und Schwächen voll zur Geltung, ohne dass etwas hinzugedichtet wird. Der EQ arbeitet außerdem sehr musikalisch und packt an den richtigen Stellen zu: Schubstark aber nicht dröhnig in den Bässen, kernig fokussiert im Mittenspektrum und unaufdringlich aber detailreich in den Höhen. Der gute Ton wird in ungeschmälerter Qualität auch vom XLR-Line-Out wiedergegeben und profitiert von dem überarbeiteten Inneren des Bass- Masters: Die Platinen und Bauteile wurden generalüberholt, die Verarbeitung und Kabelführung ist blitzsauber. Beeindruckend ist auch der nahezu lautlose Lüfter, der diesem Amp auch ein Leben im Aufnahmeraum ermöglicht. Alles in allem präsentiert sich der neue Bass-Master absolut ausgereift und Klangstark. Rotzige Drive-Sounds mögen vielleicht nicht seine Baustelle sein, geht es jedoch um puristische Klangtreue, spielt er weit vorne mit.

Internet: www.basssysteme.de

Preis: ca. € 980

Plus

  • Klangtreue
  • zwei Inputs
  • Verarbeitung
  • extrem leiser Lüfter

Aus Gitarre & Bass 02/2017

Produkt: Gitarre & Bass 3/2019
Gitarre & Bass 3/2019
Interview: Gary Clark Jr. +++ im Test: Mooer Preamp Live +++ Röhren-Sound kompakt: Neue Studio-Amps von Marshall & Blackstar +++ Pickup Guru: Zu Besuch bei Harry Häussel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich auch interessieren