Schurkenstücke können selbst im Fachhandel auftauchen!

Achtung: Falsche Martin Gitarren im Umlauf

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(Bild: Olivier Le Moal (Shutterstock) / Carlo May)

Alte Gitarren von Martin aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg gelten als besonders hochwertig, sind bei Sammlern sehr begehrt und auf dem Gebrauchtmarkt extrem teuer. Seit einigen Jahren kursieren in Europa Fälschungen von Martins, die aus der Zeit zwischen 1920 und 1940 stammen sollen. Es gibt viele unterschiedliche Modelle, mehr oder weniger gut gefälscht. Sie werden in Kleinanzeigen, Instrumentenportalen und manchmal sogar im Fachhandel angeboten. Die Preise sind in der Regel fünfstellig …

An der Spitze der MartinGuitars-Modellpalette rangierten Anfang der 1930er-Jahre die Orchestra-Modelle OM und die Dreadnoughts. Und alles aus diesen grob 15 Jahren, von 1925 bis 1940/41 gehört zum Gesuchtesten, was es auf dem Vintage-Markt gibt. Es ist Martins goldene Ära. Auf dem Sammlermarkt werden die Gitarren praktisch mit Gold aufgewogen. Der Kreis an betuchten Liebhabern alter Martins ist erheblich kleiner als etwa der von Teles, Strats oder Les Pauls, aber es gibt sie. Sicherlich in erster Linie in den USA. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass Fälschungen von Martin-Gitarren aus Europa kommen und hier vermarktet wurden. Die Spur führt nach Frankreich …

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Aufklärung

In Gitarre & Bass 03/2022 haben wir darüber berichtet.

Hier geht’s zum Artikel!

Es empfiehlt sich, diesen Artikel noch einmal zu lesen, denn hier gibt es Hinweise, woran Fälschungen relativ leicht zu erkennen sind.

Produkt: Gitarre & Bass 5/2022 Digital
Gitarre & Bass 5/2022 Digital
IM TEST: Zoom B6 +++ Framus Wolf Hoffmann WH-1+++ Valco FX KGB Fuzz, Bloodbuzz und Five-O +++ Sandberg California Central +++ Origin Effects Bassrig +++ Lava ME 2 Freeboost & ME 3 +++ One Control Strawberry Red +++ Fender Player Plus Meteora HH & Active Meteora Bass +++ Marshall 2525H & JVMC212 Black Snakeskin LTD

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Der Hype um alte Klampfen für Musiker die nicht wissen wohin mit ihrer Knete, geht mir langsam auf den Geist. Manchmal hat man das Gefühl, das für Gitarre&Bass GAS wichtiger als die Musik selbst ist.

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    1. Du scheinst leider keine Erfahrung mit alten Instrumenten zu haben. Daher dein Unverständnis. Es gibt viele Gründe, alte Instrumente neueren vorzuziehen. Der wichtigste ist sicherlich, dass die meisten dieser echten Vintage-Gitarren erheblich besser klingen. Daran gibt es keinen Zweifel. Dass eine 50,60 Jahre oder noch ältere Gitarre einen besonderen Vibe für viele Spieler transportiert, ist zu einem kleinen Teil individuell. Das heißt nicht, dass dieser Vibe nicht real ist. Ich würde (ohne Rücksicht auf den höheren Wert) jede alte Tele, Strat, Les Paul oder ES jeder beliebigen neuen aus dem CS oder Murphy Lab vorziehen.

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      1. Angenommen, alte Instrumente klingen besser als neue, dann muss es dafür objektive Gründe geben.

        Ist es wie beim Wein, dass ein Alterungsprozess die Materialien verbessert?

        Haben sich die Fertigungsmethoden verschlechtert?
        Kann der moderne Instrumentenbauer weniger, als sein Vorläufer?
        Ist hier Wissen verloren gegangen?
        Ist die Ausbildung schlechter geworden?
        Sind die Kosten für Materialien oder Arbeit so gestiegen, dass es die Fertigung nicht wirtschaftlich ist?

        Vom Trend her würde ich eher erwarten, dass sich z.B. die Fertigungsmethoden verbessert haben, weil man über die Zeit mehr gelernt hat.

        Ich persönlich würde erwarten, dass ein guter Instrumentenbauer auch heute in der Lage sein sollte, ein hervorragendes Instrument abzuliefern, wenn er es will.

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        1. Hi,
          klar kann ein guter Gitarrenbauer ein excellentes Instrument herstellen. Das würde ich nie anzweifeln. Wenn ich aber meine Erfahrung der letzten Jahre heranziehe, kann ich nur folgendes berichten:
          Im direkten Vergleich Alt-Neu waren die Unterschiede stets zugunsten der alten Gitarre eklatant. Egal ob Pre-CBS Fender vs. Fender CS oder 50sLes Paul vs. Gibson CS/Collectors Choice etc.

          Thesen gibt es da viele. Ich glaube es liegt am Holz. Ggf auch an Alterungsprozessen. Aber der Unterschied ist definitiv da

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  2. Kann ich Herr Leydecker zustimmen,
    Und wer schon mal ne orginal 59er Les Paul in der Hand hatte der legt,wenn er ganz ehrlich ist sie wieder hin und nimmt ne neue 50 er Standard,da hat er mehr davon. Und die Leute die den Unterschiede der damaligen Potis und Kondensatordn zu den heutigen CTS hört, die kannst du an zwei Händen abzählen und auch nur unter Studiobedingungen und im Reinraum….aber wem das Geld zu locker liegt un den Hype vorantreibt der soll auch mal für 100000 Euro ne Fälschung bekommen, meist sind das eh so Profis das die es gar nicht merken aber halt dben haben wollen…..und dann sollen sie.

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    1. Ich bemerke, du hast noch nie eine originale Les Paul aus den 50er Jahren aus der Nähe gesehen. Sonst würdest du nicht so einen Quatsch reden. Ich besitze eine orig. 50s LesPaul, ebenso wie eine Reihe Top of the Line Custom Shop Gibsons. Die CS sind jede für sich sehr gut. Gegenüber der LP aus den 50ern ist das nur Mist. Leider. Ich denke, niemand gibt gern 100.000€ sinnlos für ne Gitarre aus. Es gibt (zum Glück) viel mehr Leute als du denkst, die den Unterschied merken, weil er brutal ist. Darfst nicht immer von dir selber ausgehen.

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  3. Wenn man selbst keine Ahnung hat, ziehe einen Experten hinzu. Schützt zwar nicht immer, siehe u. a. die Kunstnachbildungen von Wolfgang Beltracci, gilt aber eigentlich für alle Anschaffungen mit beträchtlicher Geldausgabe.
    Wer weiß wie viele Musiker oder Kunstliebhaber einen teuren Fake zu Hause haben und es gar nicht wissen. Die Nachfrage nach alten Instrumenten scheint groß zu sein, sonst würde es wohl diesen Fakemarkt nicht geben.

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  4. Kauf was altes und finds geil oder lass es halt😎

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  5. Hallo verehrte Diskussionsrunde,
    mittlerweile ist unstrittig, das ( in der Regel ) alte Instrumente tatsächlich besser klingen, weil die Hölzer, die verbaut wurden eine ungleich höhere Qualität hatten. ( Gibson hat bei den Instrumenten bis 1970 , teilweise damals 100 Jahre abgelagertes Mahagoni, Ahorn, Fichte verwendet, das verwendete Mahagoni stammte aus Honduras und dieses Holz steht nicht mehr zur Verfügung.) ……etc…pp. Die Fertigung zu der Zeit war (auch bei Leo Fender!) teilweise noch manuell, der Kleber sog. Haut oder Knochenleim, der auch von Geigenbauern bevorzugt wird und wesentlich bessere Klangeigenschften hat. Und jetzt Kommts : diese wunderbaren Instrumente sind dann noch (bis heute) 50-60 Jahre lang gespielt worden, was sich unweigerlich positivst auf den Klang auswirkt.
    Und verzeiht mir den Seitenhieb: Man sollte schon einigermaßen bzw. sehr gut spielen können um den Klang aus solchen Instrumenten herausholen zu können. Das können in der Regel Profis besser als Laien !
    Natürlich können viele der heutigen Gitarrenbauer auch traumhaft gute Instrumente fertigen, die bewegen sich aber preislich fast in der selben Liga wie die begehrte Vintage-Ware und müssen erst noch mindestens 10 Jahre gespielt werden um sich klanglich zu entwickeln.
    Ich hätte da einen Hörtipp für die interssierte Gitarristengemeinde :
    Youtube, Udo Pipper “The Burst Honeymoon is over”
    Und für die, die immer noch (ver-) zweifeln probiert doch mal so ein altes Instrument in Ruhe aus, vielleicht hat einer eurer Bekannten so eine Preziose und läßt sie euch mal einen Nachmittag lang spielen !
    Probieren geht über Studieren wies so schön heißt.
    In diesem Sinne…ran an die Instrumente !

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    1. Du hast absolut Recht. Auch die Argumentation mit dem Holz deckt sich mit meiner These. Die damals verbauten Hölzer existieren so heute nicht mehr. Vorbei.

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