Till & Tone: Ralf Reichen – ein persönlicher Nachruf!

Anzeige

Krebs ist ein Arschloch. Der Januar auch. Der erstgenannte, weil er meinen Freund Ralf „Tonehunter“ Reichen umgebracht hat. Natürlich im Januar, wenn die Tage dunkel, die Feiertage längst vorbei sind und es jeden Tag nur regnet. Darum muss sich der Januar beschimpfen lassen, auch wenn ich ihm in meiner Trauer um Ralf wohl Unrecht tue. Was kann der Januar dafür, dass der Schnitter kommt, wenn es ihm passt und wenig Rücksicht auf unsere Befindlichkeiten nimmt? Nix, aber am Schreibtisch zu sitzen, einen Nachruf auf einen toten Freund zu schreiben und währenddessen durch das Fenster in die triste Januar-Welt zu schauen – das ist einfach nur sehr traurig.

Ich habe Ralf kennengelernt, wie es sich für einen Gitarren-Maniac gehört: Auf der Suche nach dem guten Ton und „one step beyond“, dem Tone-Nirvana! Wer als Gitarrist danach suchte, musste einfach irgendwann mal auf den Namen „Tonehunter“ stoßen – und den Mann, der so genannt wurde: Ralf Reichen!

Anzeige

(Bild: Rolle Ruhland)

DER TONEHUNTER

Ralf „Tonehunter“ Reichen war nicht nur ein ausgezeichneter Musiker & Gitarrist: Er baute, konzipierte und modifizierte auch Amps, Cabinets sowie Pedale. Ließ Pickups nach seinen Vorstellungen wickeln, fertigte Instrumentenkabel, erstellte für seine Kunden Pedalboards und optimierte Gitarren. Alles, was ein Jäger des guten Tone draufhaben musste, konnte Ralf genial bedienen. Oder er kannte jemanden, der bestens aushelfen konnte.

(Bild: Rolf Ruhland)

Ich habe Ralf im Jahr 2007 kennengelernt. Ich ließ mir von ihm meinen Ibanez TS9 mit einem alten NOS JRC4558-Chip tunen. Ralf kannte und schätzte mich noch aus alten Till&Obel-Zeiten, er mochte mich auf Anhieb, und ich mochte ihn. Der Tonehunter war ein gebildeter und vielseitiger Mensch, er liebte Kunst: Comedy, Musik, Malerei, Antiquitäten, alte Uhren, Schallplatten und Instrumente – Herr Reichen kannte sich bestens aus. Deswegen konnte ich stundenlang mit ihm reden, wir haben immer ein Thema gefunden und konnten uns in Details verlieren, bei denen andere schon längst abgewunken hatten. Das verband uns. Er war meinungsstark, aber er konnte zuhören und war auf keinen Fall jemand, der sich einem guten Gegenargument verwehrte.

(Bild: Rolf Ruhland)

YIN & YANG

Hatte er Schwächen? Ich kann das nur schwer beantworten. Er war – auch da waren wir ziemlich ähnlich gestrickt – sehr sensibel. Nach außen natürlich nicht – da vertrat er klar und selbstbewusst seine Meinung. Auch wenn es für das Geschäft vielleicht nicht förderlich war, ging Ralf einem Dissens nicht aus dem Weg. Mit Leuten, von denen er sich ausgenutzt oder hintergangen fühlte, wollte er nichts zu tun haben. Und das teilte er diesen Personen auch unmissverständlich mit. Aber Menschen wie Ralf und ich können Verletzungen schwer wegwischen oder gar vergessen. Nicht gerade optimal, wenn man seinen meinungsstarken Hintern aus dem öffentlichen Fenster hängt – denn es finden sich nicht nur Menschen, die dir begeistert einen anerkennenden Klaps mitgeben. Es finden sich immer auch genug Leute, die dich – warum auch immer – samt deinem Werk bescheuert finden und dir mit Herzenslust in den Arsch treten. Weil er eben so schön öffentlich da hängt. Das ist eine Seite dieser „Schwäche“ – die andere Seite ist: Gerade weil Ralf sensibel und leidenschaftlich war, konnte er so hingebungsvoll an seinen Produkten tüfteln. Deswegen komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass unsere sogenannten Schwächen gleichzeitig oft auch unsere Stärken sind. Yin & Yang. Alles zusammen ergibt einen Sinn und ist miteinander verwoben.

(Bild: Mario Bok)

CHARITY & HERZENSWÜNSCHE

Der Ralf Reichen, den ich in den letzten 17 Jahren meinen Freund nennen durfte, war ein stets hilfsbereiter und empathischer Mensch. Als der Kölner Gitarrist Alex Parche (Zeltinger Band, Dick & Alex) 2007 einen Schlaganfall erlitt, sprach mich Ralf an, ob ich mit vielen anderen Musikern wie Stephan Neumeier, Adriano Batolba, Michael Dommers, Pomez di Lorenzo u.a. ein Charity-Projekt zugunsten von Alex unterstützen könnte. Ich konnte und wollte. Das brachte Ralf und mich auf die Idee, zusätzlich noch zwei Benefizkonzerte zu organiseren: Eins im Hammer Hoppegarden Live Club, eins im Kölner Yard Club. Als Basis-Band nahmen wir kurzerhand meine damalige Combo Till & Die Altobellis, dazu gesellten sich noch ein paar illustre Freunde von mir wie z.B. der renommierte Gitarrenbauer Frank Deimel (Deimel Guitarworks) und Karsten Nierhaus.

Diese zwei Konzerte haben mich inspiriert, daraufhin jedes Jahr ein Charity-Project mit meinen Musikerfreunden aus Ex-Profi- und Amateurzeiten zu veranstalten. So entstanden meine jährlichen, mittlerweile legendären Herzenswünsche Benefizkonzerte. Dieses Jahr leider ohne meinen Freund, den Tonehunter, der unzählige Male die Besucher und uns Musiker mit seinem virtuosen Gitarrenspiel begeistert hat. Mit seinen großzügigen Spenden konnte ich oft genug die Tombola bereichern. Backstage war Ralf immer ein Garant für lustige Gespräche und Gear-Fachsimpeleien. Und wenn er persönlich nicht anwesend sein konnte, dann war er trotzdem da – weil irgendein Musiker oder ich über einen Tonehunter-Amp, wie z.B. J.B. Special & The Keef, oder ein Overdrive/Boostpedal (z.B. Blue Line, Open Range, The Pusher) von ihm gespielt hat. Du fehlst mir jetzt schon, lieber Ralf! Dieses Jahr, mein Freund, werden wir für dich spielen, im Backstage einen Champagner auf dich trinken, Geschichten von dir erzählen. Wir werden an dich denken. Ohne deinen Anstoß wäre der Stein nicht ins Rollen gekommen. Auch dafür habe ich dir zu danken, mein Freund.

TONEHUNTER – MENTOR & AGENT DER GUTEN TONES!

Doch nicht nur dafür. Ich habe es immer geliebt, in den Tonehunter-Laden zu kommen. Es war immer aufregend, es roch nach Verstärkern, Löt-Blei und es gab immer irgendetwas interessantes zu entdecken: Vintage Amps und neue Amps, von Ralf gewartet, repariert oder modifiziert. Egal, was ich „Herrn Hunter“ gefragt habe zu den Kisten – er wusste, wie die Teile klingen, was ihre Schwachstellen waren oder wie man sie mit einfachen Mitteln veredeln konnte.

(Bild: Karsten Nierhaus)

Ich durfte immer alles in Ruhe und ohne Zeitstress ausprobieren, egal ob es ein Dumble Overdrive Special, seine alte Gibson Les Paul oder ein von ihm neu entworfener Verstärkerprototyp war. Während ich diese Zeilen geschrieben habe, habe ich mir noch ein altes Video von Ralf und mir angeschaut: Er mit einer seiner Lieblingsstrats über einen Tonehunter Grand-Cru-52-Amp und ich mit ‘ner Les Paul Junior über einen von ihm getunten Fender Pro Junior über eine Tonehunter-2×12“-Large-Box (natürlich mit seinen Tonehunter-modifizierten Celestion-G12H30-Speakern)… ein tierischer Sound, sowohl von Ralf als auch von mir.

Ach, Ralf wo wäre ich – und so unendlich viele Gitarristen mehr – heute Gear-technisch ohne dich? Geduldig hast du alle meine Fragen beantwortet, mir Soundunterschiede erklärt und später meine Soundwünsche in fantastischen Amps wie den „Main Offender“, den „Keef“ oder den J.B. Special umgesetzt.

(Bild: Karsten Nierhaus)

Du hast mich immer ernst genommen und mich ermuntert, meine Art, Gitarre zu spielen, durchzuziehen. Am Anfang – ich habe es schon einmal in einer anderen Kolumne erwähnt – hast du mir augenzwinkernd erklärt, dass du – wenn ich spiele – lieber genauer zuschaust als hinhörst. Ich habe erst später begriffen, dass das ein Lob im Nichtlob war und erzähle die Geschichte noch heute gerne. Aber viele Jahre später als du z.B. für den verhinderten Michael Dommers mal bei meinen Slowhand All Stars eingesprungen bist, hast du es nicht versäumt, mir deinen Respekt für mein Spiel und meinen guten Sound zu zollen. Den du mit unserem gemeinsamen Freund Andreas Kloppmann geprägt hast wie sonst nur Keith Richards. Dass es bei Kloppmann Signature-Pickups von mir gibt – auch das wäre ohne dich nicht passiert. Aber warum? Wieder eine typische Anekdote. Anfang des Jahres 2008 habe ich dir frustriert von einem ziemlich unergiebigen Telefonat mit Kloppi erzählt, das folgendermaßen ablief:

Kloppi: „Kloppmann Electrics.“

Till (leutselig): „Hallo, hier ist Till Hoheneder. Ich hab’ mal vor zwei Jahren einen HB59 Humbucker bei dir gekauft!“

Kloppi (nach 10 Sekunden, leicht nordisch unterkühlt): „Joa. Kann sein.“

Till (verunsichert angesichts dieser jovialen Bremer-Charme-Offensive): „Ich bräuchte einen etwas heißeren Strat-Bridge-Pickup … Ralf Reichen meinte, du könntest mir da helfen!“

Kloppi (nicht enthusiastisch): „… Joaaah, kann sein. (längere Pause, dann „Gespräch-ist-zu-Ende-Tonfall“) Aber sowas hab’ ich regulär nicht. Musste vielleicht mal vorbeikommen.“

Till (angesichts der offensichtlichen Begeisterung des Firmeninhabers): „Äh … gut … na dann, okay … danke, Tschüss!“

Ich war natürlich total angeschifft. Sowas Unfreundliches! Ralf war erstaunt, er konnte sich das gar nicht erklären. Er erklärte mir, was Kloppi für ein feiner Kerl sei, doch ich meinte nur: Den uninteressierten Gefühlskühlschrank ruf ich nicht noch mal an! Also nahm Herr Tonehunter die Sache selbst in die Hand und telefonierte ausführlicher mit Herrn Kloppmann. Auch ein bis heute gerne zitierter Satz dieses Telefonats ist:

„Sach mal, Andreas … was hast du denn mit dem armen Till Hoheneder gemacht?“

Kloppi war sich keiner Schuld bewusst. Völlig zurecht. Er ist halt, wie er ist: ein zurückhaltender, warmherziger, äußerst liebenswerter Mensch, aber eben auch ein typischer, leicht spröder Norddeutscher – doch das wusste ich damals noch nicht. Das zauberhafte Happy End dieser Story ist jedoch allgemein bekannt: 1) Herr Kloppmann und ich wurden Blutsbrüder. 2) Der damals von mir gewünschte „etwas heißere Strat-Bridge-Pickup“ wurde der erste Kloppmann Tillcaster-Pickup und ist bis heute einer der beliebtesten Strat-Pickups im Kloppmann-Portfolio. Dank der Vermittlung des einzigartigen, wunderbaren Ralf Reichen.

EXILE ON DUTCH STREET

Irgendwann hatten Ralf und Kiki, seine wunderbare Frau, genug davon, sich im Auftrag des guten Tons aufzureiben. Die Firma Tonehunter wurde nach reiflichem Überlegen abgewickelt. Die Reichens brachen ihre Zelte in Deutschland ab und gingen ins Exil, zum Nachbarn in die Niederlande. Ralf wollte wieder mehr Zeit für die Familie und sich haben. Ich habe das immer bewundert und konnte die Entscheidung gut nachvollziehen. Selbstständig sein, das heißt eben nun mal „selbst“ und „ständig“. Das Business ist hardcore und Menschen können sehr schwierig sein. Wie oft ich allein mitbekommen habe, dass Ralf über Tage „Kunden“ beraten hat, die sein Wissen aus ihm herausgequetscht haben, aber am Ende dann doch nix gekauft haben. Auch ich wurde oft auf meine Tonehunter-Amps und Pedale angesprochen: „Super Sound, super Teile, aber viel zu teuer!“ Ich habe dann immer versucht zu erklären, dass ein handgemachtes Spitzenprodukt aus Deutschland, von einer kleinen Firma nun mal seinen Preis hat – bzw. haben muss, damit alle vernünftig davon leben können! Aber das hätte ich mir auch oft schenken können. Manche Leute vergleichen lieber Äpfel mit Birnen und einen gigantischen Global Player wie Fender mit einer kleinen Boutique-Firma wie Tonehunter. Anyway, ich war der Ansicht, dass Ralf eine gute Entscheidung getroffen hatte. Unser Kontakt riss nie ab, wir telefonierten regelmäßig und redeten über Gott & die Welt.

(Bild: Rolf Ruhland)

AUF WIEDERSEHEN!

Jetzt hast du die letzte Reise angetreten, lieber Ralf. Zuletzt wollte ich mit Dominik, deinem Freund und meinem Bandkollegen, noch auf ein Wochenende vorbeikommen. Jammen, reden, trinken, lachen. Dazu ist es nicht gekommen. Arschloch Krebs hat dir und deinen Liebsten über 15 Monate lang das Leben zu schwer gemacht. Tapfer hast du die Schmerzen ertragen, nicht aufgegeben. Manchmal wolltest du nicht ans Telefon gehen, weil du zu fertig warst, um zu reden. Ende November telefonierten wir ein letztes Mal. Deine Stimme klang müde. Die Metastasen wüteten in deinem Körper, du hattest starke Schmerzen. Aber wir hatten Redebedarf, und wieder mal ging es um die für uns „wichtigen“ Themen: Der neue Song von den Beatles und das frisch erschienene Rolling-Stones-Album ‚Hackney Diamonds‘, die Analyse der beiden größten Bands der Welt und ihren Sounds. Wie immer schlug unser Rock’n’Roll-Herz für die Stones, aber unser Verstand bescheinigte den Beatles, die wichtigste und beste Band des Universums zu sein. Herrlich! Während des Telefonats klarte deine Stimme auf, wurde fest und leidenschaftlich.

Am Ende hast du dich von mir mit den Worten verabschiedet: „Jetzt habe ich wenigstens mal für anderthalb Stunden meine Schmerzen vergessen. Grüß’ mir deine Holde, wir telefonieren die Tage. Mach’s gut.“ Danach haben wir nie mehr miteinander gesprochen. In der Nacht, in der du übergesetzt hast, hatte ich nochmal angerufen. Mit deiner lieben Kiki gesprochen, die mich auf dein Ende vorbereitet hat. Ich war im Auto unterwegs, auf dem Weg nach Münster. Natürlich in „Tone Mission“! Es war dunkel und schiffte in Strömen. Nach dem Auflegen habe ich gedacht: Hoffentlich kannst du das Leben endlich loslassen, Ralf. Möge der Tod gnädig und schnell kommen, damit dein Leid nicht noch größer wird. Am Morgen kam dann die Nachricht, dass du gestorben bist. Auferwacht vom Traum des Lebens. Wieder geht ein ganz Großer zu früh. Gott sei Dank habe ich deine Sounds safe auf meiner Guitar-Festplatte. Es wird anders sein ohne dich und niemand kann die Lücke füllen, die du hinterlässt. Du wirst mir zwar sehr fehlen, lieber Ralf, aber ich werde dich niemals vergessen, denn ich habe dich ja in meinem Herz.


(erschienen in Gitarre & Bass 03/2024)

Produkt: Jimi Hendrix Story
Jimi Hendrix Story
Jimi Hendrix in Gitarre & Bass - das große Story-Special auf über 50 Seiten!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Lieber Till,
    ein Nachruf eines so herausragenden Menschen (R.I.P. lieber Ralf), und es geht gefühlt im halben Artikel wieder nur darum, wie geil DEIN Sound ist und wie toll DU dabei aussiehst. Das mag ja alles zutreffen, aber weniger ist vielleicht doch mehr? Würde mein Leseinteresse deutlich erhöhen, Du hast doch Interessantes aus Deiner Erfahrungswelt zu schreiben. Ich kann mich immer noch schlapp lachen über die Till&Obel We are the world – Parodie!

    Ralf war ein toller Mann… mein Beileid, besonders an seine liebe Famile!

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. Hallo Baerti,

      ich glaube, Du hast den Artikel nicht verstanden. Da hat jemand einen Freund verloren und erinnert sich an gemeinsame Zeiten.
      Dein “Leseinteresse” in Ehren, aber den Satz hättest Du Dir (schon aus Gründen der Rücksicht) sparen können …
      Ein bisschen Mitgefühl könnte unserer Welt echt nicht schaden.
      Gruß R.

      Auf diesen Kommentar antworten
  2. Lieber Till,
    da wir uns nicht persönlich kennen, steht es mir nicht zu, mich zum Tod Deines Freundes zu äußern.
    was mich in Deinem Text aber bewegt hat, war das (wichtige und in unserer Zeit leider oft vergessene) Thema Freundschaft.
    Dafür möchte ich Dir danken
    Gruß Ronny

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Hallo Till,
    Du schreibst mir aus dem Herzen! Deine Worte sind sehr, sehr einfühlsam, zeugen von tiefer Sensibilität und Freundschaft für einen wertvollen Menschen, wie ich ihn auch vor Jahren mehrfach kennengelernt habe. Es ist so, wie du schreibst: Ralf hat aufmerksam zugehört, verstanden, worum es ging, gab wertvolle Tipps voller Sachverstand, interessierte sich für vieles.
    Ich bin öfters aus dem Main-Taunus-Kreis nach Köln gereist, um nicht unkomplizierte Reparaturen bzw. Modifikationen an Amps vornehmen zu lassen, die mich dann allesamt sehr zufrieden stellten. Er hat trotz mancher Zeitengpässe sich immer mehr als nur ausreichend Zeit genommen, mit mir über Musikstile, -technik usw. zu diskutieren, seine Projekte vorzustellen, mir manche technische Details begrifflich gut zu erläutern. Dabei lernte ich auch seine äußerst kompetenten Mitarbeiter gut kennen, aber last but not least auch seine Frau Kiki sehr, sehr schätzen, ohne die er wohl manches nicht so gut durchgestanden hätte.
    Ja, ich vermisse Ralf auch sehr, seine freundliche und gut beratende Kompetenz, seine überragende Kenntnisse und seinen Sachverstand, den man nun nicht mehr zu Rate zeihen kann! Solche Menschen wie Ralf gibt es leider nur noch sehr selten, leider, leider!!! Ich vemisse ihn auch oft; ob man sich daran gewöhnen kann – ich zweifle daran!

    Auf diesen Kommentar antworten
  4. Lieber Till,
    Dein Nachruf bringt es wirklich auf den Punkt. Ralf hatte immer ein offenes Ohr und war immer sehr sym- und empathisch, selbst für die Wünsche von nichtprofessionellen Hobbymusikern, zu denen ich mich eher zähle. Ich glaube, er machte dahin gehend nie einen Unterschied. Für ihn stand die Musik und der Sound im Mittelpunkt und wenn er merkte, dass da eine gemeinsame Grundschwingung bestand, dann konnte ein Besuch in seiner Werkstatt auch mal ein, oder zwei Stunden dauern (“…ich habe das was, das musst Du unbedingt antesten…”).
    Wie dicke Ihr beiden wart, kann ich mir gut vorstellen. Nicht zuletzt durch Deinen damaligen Anruf, den er eine zeitlang als AB-Ansage verwendete (“Herbert Grönemeyer hier, wollte mal wissen, ob du ggf. meine Stimme tunen könntest…”).
    Mensch Ralf, alter Nachbar, mach’s gut! Wahrscheinlich stehen nun die Engelchen bei Dir Schlange, um sich ihr Harfen pimpen zu lassen.

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich auch interessieren