Yamaha legt nach: Pacifica SC im T-Style und Chris Buck Signature Revstar RS02CB
von Redaktion,
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(Bild: Yamaha Corporation)
Mit der Pacifica SC bringt Yamaha erstmals Singlecut-Modelle in die aktuelle Pacifica-Familie. Parallel erscheint mit der RS02CB eine neue Signature-Version der Revstar, entwickelt mit Chris Buck. Zwei unterschiedliche Ansätze, die dennoch eine gemeinsame Idee teilen: Vielseitigkeit, Spielkomfort und ein klar definiertes technisches Konzept.
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Auch wenn die Pacifica SC auf den ersten Blick wie ein komplett neuer Schritt wirkt, hat Yamaha bereits in den 1990er-Jahren Singlecut-Gitarren im T-Style gebaut – unter anderem innerhalb der frühen Pacifica-Serien (z.B. 311S, 402S etc.). Zudem sind die Mike-Stern-Signature-Modelle PAC 1511MS und 1611MS seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Programms.
Der entscheidende Unterschied zur neuen Pacifica SC liegt jedoch im Body-Shaping, der Linienführung und der Pickguard-Form: Die SC-Modelle orientieren sich klar an der modernen Pacifica-Designsprache und sind keine Retro-Interpretation früherer T-Style-Yamahas.
Yamaha Pacifica SC: die Pacifica-Idee im Singlecut-Format
Mit der Pacifica SC überträgt Yamaha das bekannte Pacifica-Konzept – ergonomische Konturen, moderne Spielbarkeit und hohe Klangflexibilität – auf eine Singlecut-Korpusform. Alle Modelle setzen auf einen gekammerten Erle-Korpus, der mithilfe von Yamahas „Acoustic Design“-Ansatz konstruiert wurde, um Schwingungsverhalten und Resonanz gezielt zu beeinflussen.
Zentrales Element der Serie sind die neuen Reflectone-Tonabnehmer, die Yamaha gemeinsam mit Rupert Neve Designs entwickelt hat. Die S-H-Bestückung (Singlecoil an der Bridge, Humbucker am Hals) wird durch eine erweiterte Schaltung ergänzt, die Yamaha „Focus Switch“ nennt.
Der Focus Switch sitzt als Push/Pull-Funktion im Tone-Regler. Aktiviert, verändert er die elektrische Last der Schaltung und verschiebt den Frequenzgang hörbar in Richtung mehr Mitten und Substanz, ohne den Grundcharakter der Pickups zu verändern. Yamaha beschreibt den Effekt als eine Art „überwickelte“ Variante – praxisnah gedacht als Option, um von klassischem, offenem Singlecoil- bzw. Humbucker-Sound zu einem dichteren, durchsetzungsfähigeren Klang zu wechseln, ohne das Pickup-Layout zu ändern.
Pacifica SC Professional
Die Pacifica SC Professional wird in Japan gefertigt und richtet sich an alle, die maximale Flexibilität und exzellente Bespielbarkeit suchen.
(Bild: Yamaha Corporation)
Sie kombiniert einen gekammerten Erle-Korpus mit einem verschraubten Ahornhals im Rounded-C-Profil, der ein getöntes Satin-Finish besitzt.
(Bild: Yamaha Corporation)
Das Griffbrett mit Compound-Radius von 9,5″ bis 12″ ist mit 22 Medium-Jumbo-Edelstahlbünden ausgestattet und soll sowohl komfortables Akkordspiel in den unteren Lagen als auch kontrollierte Bendings weiter oben ermöglichen.
(Bild: Yamaha Corporation)
Klanglich setzt Yamaha auf die Reflectone HT7b Singlecoil an der Bridge und den Reflectone EH7n Humbucker am Hals. Geschaltet wird über einen 3-Wege-Schalter, ergänzt durch Master Volume mit Hochpass-Schaltung und Master Tone mit Focus Switch.
(Bild: Yamaha Corporation)
Zur Ausstattung gehören außerdem Gotoh-Locking-Mechaniken sowie eine Gotoh BC-TS1S Bridge mit kompensierten Messingreitern, die klassische T-Style-Ansprache mit moderner Intonationssicherheit verbinden soll. Abgerundet wird das Paket durch Yamahas I.R.A.-Behandlung (Initial Response Acceleration) und ein Hardshell Case.
Preis (Street): Yamaha Pacifica SC Professional € 2.199
Pacifica SC Standard Plus
Die Pacifica SC Standard Plus folgt demselben Grundkonzept, diese Mittelklasse-Variante setzt aber bewusst andere Schwerpunkte.
(Bild: Yamaha Corporation)
Auch hier kommen ein gekammerter Erle-Korpus, ein Ahornhals im Rounded-C-Profil und Edelstahlbünde zum Einsatz. Das Griffbrett besitzt jedoch einen durchgängigen Radius von 12″, der leichter zu fertigen ist und ein gleichmäßiges, modernes Spielgefühl über alle Lagen hinweg begünstigt.
(Bild: Yamaha Corporation)
Elektronik und Hardware entsprechen weitgehend der Professional-Version: Reflectone S-H-Pickup-Set, 3-Wege-Schalter, Master Volume mit Hochpass, Master Tone mit Focus Switch, Gotoh Locking-Tuner und eine kompensierte 3-Saddle-Messingbrücke.
Verzichtet wird hingegen auf das I.R.A.-Treatment; ausgeliefert wird die Gitarre mit einem Gigbag. Damit bleibt die Standard Plus erstaunlich nah an der Professional, bietet aber ein reduzierteres, praxisnahes Gesamtpaket.
Preis (Street): Yamaha Pacifica SC Standard Plus € 969
Mehr Infos und Soundbeispiele zur Pacifica SC unter:
Chris Buck Signature Revstar RS02CB: direkter Ansatz mit P90-Charakter
Parallel zur Pacifica SC erscheint mit der RS02CB Chris Buck Signature Revstar ein Modell, das konzeptionell in eine andere Richtung zielt. Grundlage ist Chris Bucks eigenes Custom-Instrument, das Yamaha möglichst originalgetreu in Serie übertragen wollte.
Die RS02CB besitzt einen gekammerten Korpus aus Mahagoni und Ahorn, der Gewicht reduzieren und die akustische Ansprache verbessern soll.
(Bild: Yamaha Corporation)
Der dreiteilige Mahagoni-Hals ist mit Carbonstäben verstärkt, um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten – ein klarer Fokus auf Zuverlässigkeit im Live-Alltag.
Im Zentrum stehen die P90-Style Pickups, die in enger Abstimmung mit Buck entwickelt wurden.
Sie sind auf moderaten Output ausgelegt und sollen ein dynamisches Spielgefühl mit klarer Ansprache bei niedrigen Lautstärken und offenem Charakter unter Gain liefern.
(Bild: Yamaha Corporation)
Ergänzt wird das Setup durch eine TonePros AVT2 Wraparound-Bridge, die u.a. für mehr Resonanz und damit für ein sehr unmittelbares Spielgefühl sorgen soll.
Optisch orientiert sich das Modell an Bucks bekanntem Instrument: Honey-Gold-Finish, bernsteinfarbene „Hat“-Knöpfe, dezente Inlays und Chris’ Signatur auf der Rückseite der Kopfplatte. Ein Deluxe Gigbag gehört zum Lieferumfang.
(Bild: Yamaha Corporation)
Preis (Street): Yamaha Chris Buck Signature Revstar RS02CB € 1.199