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Hotel California: Playback-Version des Mega-Hits von Eagles!
Workshop

Instant Shredding: Sound like Vinnie Moore

Hallo und willkommen zu Instant Shredding!

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In dieser Folge werde ich den Gitarrenstil von Vinnie Moore vorstellen. Vinnie Moore wurde von Mike Varney in seiner berühmten „Spotlight“-Kolumne im Guitar Player Magazine in den 80er-Jahren das erste Mal einem größeren Publikum vorgestellt.

Dies führte zu einem Werbespot für Pepsi, in dem er ein furioses Gitarrensolo spielte, und kurz danach veröffentlichte er sein Debutalbum, ‚Mind’s Eye‘ auf Shrapnel Records, das einen großen kommerziellen Erfolg feierte. Moore hat in seiner Karriere etliche Alben veröffentlicht, dabei ist anzumerken, dass sich sein Stil über die Jahre verändert hat. Anfangs war sein Spiel sehr von neo-klassischer Musik beeinflusst, später sind mehr und mehr Rockund Blues-Elemente dazugekommen. Er war auch als Sideman für Bands wie Vicious Rumors und Alice Cooper tätig, und 2003 ist er dann bei der britischen Rock-Band UFO eingestiegen.

Vinnie beherrscht unzählige Gitarren-Techniken, wie zum Beispiel super schnelles Alternate Picking, Sweeping, Legato und Tapping, die er alle extrem flüssig und in absoluter Perfektion in sein Spiel einbaut. Dabei benutzt er alle herkömmlichen diatonischen Dur- und Moll-Skalen, die Harmonisch-Moll-Skala und auch die Pentatonik-Blues-Skala mit verschiedenen Modi.

Für diese Kolumne habe ich natürlich auch wieder ein Solo im Stil von Vinnie Moore geschrieben, das die verschiedenen Techniken und Ideen einbringt. Der Backing-Track ist recht einfach und basiert auf einem Riff in Drop D und geht dann in die Akkorde C und G über. Ich verwende hier die C-Dur-Tonleiter sowie die A-Moll- und D-Moll-Pentatonik (inkl. Blue Note) für das gesamte Solo. In Takt 1-2 spiele ich ein typisches Blues-Lick, das Vinnie Moore sehr häufig benutzt. Es beginnt mit einem String-Bend auf der kleinen Terz und geht dann in ein D-Moll-Blues-Pentatonik-Lick über. Weiter geht es in Takt 3 und 4 mit einem schnellen Sextolen-Skalenlauf, in Takt 5 und 6 spiele ich eine Sweep-Arpeggio-Idee mit den Arpeggien F und D-Moll. Dabei spiele ich auch eine für Moore sehr typische klassische Verzierung.

In Takt 7 folgt ein Rock-Lick-Cliché mit Saitenziehen, das dann in einen schnellen A-Moll-Pentatonik-Lauf übergeht. In den Takten 9 und 10 spiele ich verschiedene Arpeggios mit Sweep-Picking, die ebenfalls sehr typisch für Vinnie sind: Zuerst eine Sequenz von Dm7/11 (ohne Quinte), Am7/9 (ohne Terz), danach ein Dsus4. Es geht dann über in ein C-Dur-, F-Dur- und D-Moll-Arpeggio. Die folgenden Takte beinhalten eine schnelle Sextolen-Skalen-Sequenz, die dann in Unisono String-Bendings überleitet. Takt 14 zeigt dir ein paar Quinten-Intervall-Ideen, denen ein C-Dur- Sweep-Arpeggio mit Tapping folgt.

Und kein Vinnie-Moore-Solo wäre komplett ohne einen Legato-Skalenlauf. Hier verwende ich dann auch noch die Tapping-Technik, um dem Lick einen interessanten Klang zu verleihen. Das Solo endet mit einem langsamen String-Bend von C zu D am 20. Bund auf der e-Saite. Das Beispiel- Solo ist vollgepackt mit Licks und Ideen. Versuche, dieses Solo in die verschieden Elemente zu zerlegen und langsam zu üben. Es gibt hier sehr viele technische Herausforderungen.

Solo – Vinnie Moore Style

Natürlich habe ich auch noch ein paar Licks in Stil von Vinnie Moore geschrieben. Lick 1 ist eine sehr typische Pedal-Ton-Idee, die er sehr häufig auf seinen ersten zwei Alben benutzt. Es ist ein Lick in A-Moll, das dann in eine Skalen-Sequenz mit absteigenden Sekunden überleitet. Hier wird alles mit schnellem Wechselschlag gespielt – das braucht etwas Übung. Das 2. Lick zeigt dir einen typischen G-Vollverminderten Arpeggio-Lauf, der sich dann in einem einfachen A-Moll-Arpeggio auflöst.

Lick 1 & 2

Übe alle Elemente des Solos und der Beispiele langsam und versuche, dein eigenes Vokabular basierend auf diesen Ideen zu entwickeln. Benutze am besten wie immer den Backing-Track, um deine Ideen umzusetzen und zu üben.

Du kannst das komplette Video mit Solo, allen Beispielen, und Backing Track auf www.gitarreundbass.de oder auf meinem YouTube-Kanal (TheLightspeeder1) finden. Ich bin immer für Fragen und Anregungen dankbar, mehr Infos gibt’s auf www.germanschauss.com! Bis zum nächsten Mal und viel Spaß beim Shredden!

(erschienen in Gitarre & Bass 09/2019)

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