Produkt: Testbericht: Yamaha SG1801PX Phil X Signature
Testbericht: Yamaha SG1801PX Phil X Signature
Die Yamaha SG1801PX Phil X Signature im Test von Gitarre & Bass!
Ahorn, Palisander, Ebenholz...

Griffbrett-Hölzer und ihre Auswirkung auf den Klang

Die Hölzer, die für das Griffbrett verwendet werden, verleihen dem Grund-Sound der E-Gitarre eine ganz spezielle Charakteristik. Die am häufigsten verwendeten Materialien – Ahorn und Palisander – spalten die Geschmäcker der Gitarristen. Die meisten sind der Meinung, dass ein Ahorngriffbrett mehr Höhen produziert als ein Ahornhals mit einem Palisandergriffbrett.

Verrundete Griffbrettkante

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Doch diese Aussage ist so nicht richtig. Zum einen produziert ein Ahornhals mit Ahorngriffbrett keinesfalls weniger Bässe, aber das untere Frequenzspektrum wirkt kontrollierter und definierter als bei der Ahorn/Palisander-Kombination. Diese hat dafür einen „lockeren“, „luftigeren“ Bassbereich. In den oberen Frequenzen verhält es sich ähnlich: Ahorn/Ahorn-Kombinationen klingen hier kontrollierter, gebündelter, aber nicht so „glänzend“ wie das offener klingende Palisandergriffbrett.

>>>Erfahrt hier mehr über die Palisander-Problematik in Verbindung mit den CITES-Bestimmungen<<<

Im wichtigen mittleren Frequenzbereich kommt die Ahorn/Ahorn-Kombination klar und präsent, aber nicht hart rüber, während Ahorn/Palisander durchsichtiger erscheint und den mittleren bis oberen Mittenbereich mehr betont – also gerade richtig für druckvolle Musik wie Blues, Rock und die zahlreichen Mischformen zwischen diesen Polen. Ein Ebenholzgriffbrett klingt ähnlich wie die Ahorn-Variante, begünstigt aber ein noch spontaneres Anschlagverhalten.

Rio-Palisander-Griffbretter betonen die Höhen, allerdings in weitaus höher liegenden Frequenzbereichen als Ostindisches Palisander. Pau Ferro besitzt ein Höhenklangbild, das in etwa zwischen Ebenholz und Rio-Palisander liegt, was sich klanglich besonders gut bei Bässen macht.

Einen direkten Vergleich zwischen diesen beiden Materialien ermöglicht die Fender Stevie Ray Vaughan Stratocaster, deren erste Jahrgänge noch mit Rio-Palisander-, und die später dann mit Pau-Ferro-Griffbrett ausgeliefert wurden. Im direkten A/B-Vergleich klingt die alte SRV-Stratocaster merklich spritziger und höhenreicher als die neue Version.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Was für ein entsetzlicher Unsinn! Da wird das Signal der Klampfe über zig Bodentreter geschickt und am Amp mehr oder weniger verzerrt. Kein Mensch hört da noch einen Unterschied zwischen GRIFFBRETTHÖLZERN heraus! Doch diesen Quatsch werdet ihr auch in fünfzig Jahren noch behaupten, selbst wenn euch die Ohren mit denen ihr das Gras wachsen hört schon längst abgefault sind…

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    1. Hallo,

      sorry, aber der einzige entsetzliche Unsinn, der hier veröffentlicht wurde, ist dein Kommentar, Machtnix. Ich baue selber Gitarren, insbesondere Les Pauls. Und du glaubst gar nicht, wie unterschiedlich Hölzer selbst gleicher Sorte klingen können, und wie sehr sie den Grundsound einer Gitarre formen! Klar weißt du das nicht, denn du baust ja auch keine Gitarren, bist aber trotzdem mit einer Meinung schnell bei der Hand. Natürlich lässt eine endlose Effektkette die Holzeigenschaften zunehmend aus dem Klangbild entfernen, aber wer sagt denn, dass alle Leute ihre Gitarren durch zig Effekte schicken? Ich zum Beispiel tue das nicht. Mir kommt es auf den Klangcharakter der Gitarre an und allein schon um des lieben Drucks willen, werde ich mich hüten zu viele Tretkisten vorzuschalten.

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    2. Machtnix, da stimme ich dir gerne zu. Das wird überbewertet. Eher ist dies eine Sache der Elektrophysik.

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    3. Also ich baue Gitarren, und auch ich stimme Dir zu. Diese ganze Holzdiskussion wird völlig überbewertet. Und da meine ich nicht nur das Griffbrett. Und selbst wenn sich die Toneigenschaften tatsächlich hörbar ändern, wieso soll das schlecht sein? Nur weil wir seit 50 Jahren auf bestimmte Klangeigenschaften konditioniert sind?

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    4. Es ist nicht schwierig zu verstehen, das der Test bodentreter-frei zu lesen ist. Darum geht es doch nicht. Es geht um den Test verschiedener Hölzer ohne Effekte einzubeziehen. Da muss man nicht kräftig überheblich reintreten, man muss es einfach richtig verstehen. Und wenn sie mir jetzt sagen wollen das dann alle Gitarren gleich klingen, naja, dann frage ich mich wo ihre Ohren sind.

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    5. Ich denke, daß jeder, der in irgendeiner Weise beruflich mit Gitarrenvermarktung zu tun hat, schon aus Eigeninteresse die objektiv nicht bewiesene Behauptung von den verschiedenen klanglichen Eigenschaften von “Klang”-Hölzern aufrecht erhält. Das Angebot muss abwechslungsreich erscheinen, und dem Kunden ein Wahl vorgegaukelt werden um die unterschiedlichen Preissegmente plausibel erscheinen zu lassen. Zudem muss es regelmäßig etwas “neues” zu verkaufen geben um den Markt am Laufen zu halten bzw journalistisch verwerten zu können.

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  2. Im Blindtest wird kaum jemand den Unterschied zwischen den beiden Hölzern erkennen können (vermutlich sogar gar niemand!). Vor allem, wenn man andere Unterschiede in der Bauweise (einmal massiver Hals und einmal aufgeleimtes Griffbrett) herausnimmt. Von anderen Hölzern mal ganz zu schweigen.

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    1. Für Gitarristen und Musiker geht es doch auch nicht darum, irgendetwas im Blindtest zu erkennen. Vielmehr geht es um ein Gefühl. Wie fühlt sich ein Sound an, wenn ich ihn spiele bzw erzeuge? Bin ich als Musiker zufrieden mit dem Ergebnis? Nach vielen Jahren professioneller Studioarbeiten man ich sagen, dass ich die unterschiedlichen Sounds, die ich erzeugen wollte, immer mit den jeweils hierfür notwendigen Gitarren und Amps erzielt habe und dabei die jeweiligen Hölzer und Holzkombinationen erheblichen Anteil hatten. Pickups spielen selbstverständlich auch eine Rolle, aber meiner Ansicht nach bei weiten nicht so eine große, wie irgendwelche Physiker ??? denken. Warum klingen sonst alte Gitarren in den meisten Fällen so verdammt gut und in den meisten Fällen besser als die meisten neuen Gitarren? Viele meiner Freunde die professionell Gitarren bauen führen das vor allem auf die unglaubliche Verfügbarkeit sehr guter Tonhölzer zurück…

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  3. Kollege “Machtnix” hat definitiv noch NIE eine Strat mit Ahongriffbrett und danach eine mit Rosewoodgriffbrett über einen Plexi gespielt.
    Klar, wenn du “Irgendeklampfe” durch einen Metal-Zone in einen voll aufgerissenen Mesa Recifier schickst, dann hörst du keinen Unterschied mehr …

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  4. Je tiefgehender man sich mit Gitarren(klang) und Musik beschäftigt, desto deutlicher wahrnehmbar werden die Unterschiede zwischen Ahorn und Palisander. Der Artikel fasst die klanglichen Unterschiede super zusammen!
    Alle, die schreiben, dass es keinen wirklichen Klangunterschied gibt, outen sich automatisch als Anfänger oder als Leute, die nie clean spielen, weil sie sich unter großer Verzerrung verstecken müssen. Ist nicht böse gemeint, ist einfach Fakt.
    Fragt mal bei Jeff Beck, Knopfler & Co nach… Die wissen schon, warum sie welche Hölzer spielen.

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    1. Je mehr man sich mit Hokuspokus beschäftigt, desto mehr will man davon glauben. Fakt ist: Es werden immer Äpfel mit Birnen verglichen. Der Vergleich Les Paul zu Strat oder Telecaster hinkt dabei schon immer an der Mensur.

      Geht man dann noch an das Griffbrettholz wird’s richtig kurios. Strats und Teles haben austauschbare Hälse, folglich könnte man sogar den Beweis antreten: Man nimmt die gleiche Gitarre und testet sie einfach mit zwei verschiedenen Ahornhälsen, einen ohne und einen mit Palisander. Wichtig dabei: Es muss der gleiche Bunddraht sein, die gleichen frischen Saiten in gleicher Höhe bei ansonsten unverstellter Gitarre. Das Ergebnis wird sein, dass man im Blindtest nichts heraushören kann und das, sofern der Anschlag gleich ist, dürfte das Finden von Unterschieden auch vor dem Oszilloskop schwierig werden.

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  5. Ich finde den Artikel schon gut, obgleich sämtliche Beschreibungen in sämtichen Artikeln insofern schwammig sind, als das niemand wirklich definiert, was denn jetzt “Mitten” , “obere Mitten” oder “Höhen” sind. Da fänd ich mal Frequenzangaben besser, um das nachvollziehen zu können. Nichts desto trotz: Der Grundsound ist und bleibt die entscheidene Größe! Das habe ich nach jahrelangen Experimenten mit Aufnahmen verschiedenster Bässe mit unterschiedlichen Hölzern und Pickups erfahren.
    Vorallem: Nicht nur das Ergebnis auf z.B. einer CD-Produktion ist entscheidend – da hört der Hörer nicht unbedingt sofort die Hölzer heraus – aber der Musiker, der sich mit einem Instrument wohl fühlen muss, hört und fühlt beim Spielen sämtliche Unterschiede, sofern er sich damit beschäftigt hat. Das fängt bei der “Ansprache” an und hört bei “Durchsetzungskraft” auf – oder so ähnlich. Und – desto besser das Instrument, desto weniger muß z.B. im Mix einer CD rumgefrickelt werden.
    Habe z.B. auch mal einen Ahorn/Palisander gegen Ahorn/Ahorn getauscht und verglichen:
    Palisander klang frische oder höhenreicher!! Vielleicht beschreibt der Autor diesen Eindruck mit “glänzender”, oder es ist halt mal so, mal so…
    Für mich sind übrigens “Mitten” von 200Hz bis 1000Hz, danach fangen die “Höhen” an…

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    1. Glaube du hast recht. Es geht beim Musikmachen nicht um Blindtests, sondern um Gefühle. VG

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  6. Ich habe gemerkt, dass Gitarren mit schwarzen Tonpotis einfach mehr mittig-erdiger klingen als jene mit Gelben. Funktioniert aber nur wenn die Tonpotis aus Metall sind, sonst sind die mittigen Bässe ziemlich schwabelig, was den ungeraden Frequenzen nicht gut bekommt. Ansonsten mein Generaltipp: immer gepunktete Gitarrengurten, dann bleibt das Soundspektrum extrem kompakt spektraldifferenziert… 😉

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    1. Genau! Aber man darf dabei keinesfalls vergessen, dass in Zusammenspiel mit der Knopffarbe auch die Positionierung und Bauweise der Klinkenbuchse einen wesentlichen Faktor darstellt – und zwar nicht nur in Bezug auf die Fülligkeit, Offenheit, Transparenz und den Druck, sondern auch auf die Klangentfaltung, das Sustain, die Ansprache, die Färbung, und das Ausklingverhalten – was mit entsprechender fraktaler Spektrumsdominanzanalyse wissenschaftlich ohne weiteres nachweisbar ist und damit alle Zweifler sofort argumentelos im Regen stehen lässt. Eine seitlich in der Zarge angebrachte Buchse (Paula-Style) klingt viel fülliger als eine schräg in der Decke angebrachte Buchse (Strat-Style). Der starke Einfluss der Buchse wird so richtig offensichtlich wenn man die wohl selbst einem Neuling deutlich erkennbaren Klangunterschiede einer ES335 (Buchse in der Decke im 90°-Winkel) mit der mit einer klanglich extrem anders wirkenden “klemmbefestigten” Original Telecaster-Buchse vergleicht.

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    2. Den wichtigsten Punkt hast du komplett außer Acht gelassen.
      Sind die Knöpfe geschraubt oder nur gesteckt? Und sind die Potiachsen glatt oder geriffelt? Nur mit geschraubten Metalknöpfen auf Riffelachse erhälst du einen richtig fetten Sound 😉

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  7. Danke Harald!
    So isses.
    So lange es keine elektrischen solidbody Gitarren gibt, die einen weiteren Tonabnehmer im Body und im Hals haben, nützt mir die Holzdiskussion rein gar nichts.
    Der Ton ensteht durch Veränderung der magnetischen Feldstärke.
    Das Argument, man wäre Gitarrenbauer zieht bei mir schon lange nicht mehr, auch das Namedropping diverser Gitarrenstars.

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    1. Ganz genau!
      Nach sinnlosen Diskussionen über “Tonhölzer” der Bodies sind jetzt Hals und Griffbrett dran. Der Effekt geht bei Solidbodies gegen Null. Entscheidend ist die Elektronik. Da kann mir jeder Gitarrenbauer der Welt erzählen, was er will. Gescheite PU´s und gute Hardware plus ordentliche Einstellung plus vernünftige Saiten – und gut is´.
      Wir reden ja hier nicht über Acoustics oder Geigen- da trifft das zu, denn hier muss man vom Einfluss der Tonhölzer reden. Ganz klar. Aber bei E-Gitarren? Leute, lasst mal die Kirche im Dorf – den Ton produzieren wir mit unseren Händen, unserem Ausdruck etc.

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  8. Männer, gebt die Kanonen beim Sheriff ab!

    Liebe Physiker!

    Eure Überzeugung, bei E-Gitarrensounds ging es nur um Feldstärke, Induktion, RC-Resonanzen, usw. ist völlig in Ordnung.

    Aber einige von Euch sollten lernen, zu akzeptieren, das es Menschen gibt, die Euch an differenziertem Hörvermögen und (professioneller) Erfahrung einiges voraus haben und die die Holzfrage anders beurteilen als Ihr. Ist doch gar nicht so schlimm, oder?

    Es zählt das Ergebnis. Und da stelle ich fest, dass die Kollegen mit den Hammersounds zuweilen ziemliche Physiknieten sind, die aber im Laufe der Jahre eine sehr feine (Hör-)Wahrnehmung entwickelt haben. Und die ihre Erkenntnisse mit lustigen, höchst subjektiven Adjektiven beschreiben, über die man dann als ‘Physiker’ lachen kann.

    Ob man diese Thematik dann allerdings in einem kurzen Artikel darstellen kann/sollte, halte ich für ebenso fragwürdig wie das sprichwörtliche ‘tanzen von Architektur’.

    Dass sehr viele Gitarristen das Thema Tonholz bei E-Gitarren bereitwillig abhaken, sehe ich keineswegs als Nachteil. Wenn es nicht so wäre, läge – aufgrund der wesentlich höheren Nachfrage – der schwarze Peter beim Raubbau geschützter Tropenhölzer womöglich nicht bei der Möbelindustrie, sondern beim Instumentenbau.

    Andererseits – die (prozentual gesehen) relativ reine Weste hat uns bei ‘CITES’ auch nix genützt.

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  9. Der Artikel geht schon in die richtige Richtung. Denn:
    Wieso spielt Clapton dann lieber auf nem Ahorngriffbrett, wenns eh keiner merkt?
    Such mal: Fender Custom Eric Clapton “Brownie” Tribute Stratocaster bei U-tube. KLick auf 4:40 und hör dir an, was E.C. zum Thema sagt.
    Sicher werden jetzt die Machtnixe dieser Ära wieder laut und meinen den Unterschied zwischen E.C. und Slash hört eh keine Sau…?

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    1. Nun, er erzählt, dass sich die Griffbretter unterschiedlich anfühlen. Da kann ich zustimmen. Ahorn ist in der Regel lackiert, Rosewood nicht.
      Vielleicht liegt der Tonunterschied, den man wahrzunehmen glaubt, auch daran, dass die 50er Ahornhälse eine andere Stärke haben also die 60er Rosewood Modelle?

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  10. Genau, lasst mal alle die Knarren, Gewehre, Degen und was es sonst noch so gibt, beiseite, nützt doch nichts!
    Ich versuch’s hier auch nochmal.
    Im Grunde genommen ist es bei E-Gitarren garnicht so schwer ‘Holz’ und ‘Physik’ zu vereinigen. Es gibt hierzu auch eine größere Anzahl wiss. Publikationen, die die hier zur Debatte stehenden Diskussionspunkte verdeutlichen.
    1. Klanghölzer im eigentlichen Sinne gibt es nicht, nur Baumaterialien. Diese haben eine bestimmte Dichte, Längs- und Quersteifigkeit, typische Ausbreitungsfrequenzen, usw. Das ist Physik.
    2. Im Gegensatz zu akustischen Instrumenten, geht es bei E-Gitarren nicht um Resonanzen im Sinne eines Absrahlverhaltens, sondern um das ‘perfekt’ freie Schwingen der Saiten.
    3. Nach 2.) wäre es jetzt sinnvoll Stimmechaniken, Steg, PUs, usw. auf einen Stahlträger zu montieren und schon hätten wir die perfekte Gitarre – die ‘klingt’ aber nicht (gut). Warum? Wenn ich dieses Instrument so baue, erhalte ich das perfekte Frequenzspektrum. Das will ich aber nicht, weil eine gute E-Gitarre eben nicht so ‘klingt’. Und jetzt kommt das Holz ins Spiel, und nicht nur das, sondern auch die Bauart und Justage. Damit kommen wir zu…
    4. Jedes Instrument wird durch den Aufbau und die verwendeten Hölzer das ideale Frequenzspektrum verändern und zwar durch zehrende Resonanzen (dead spots) oder durch Bewegungsdämpfung (des Arms). Will heißen, das ideale Frequenzspektrum wird durch Auslöschung von Frequenzanteilen gefiltert. Und DAS macht dann den typischen ‘Klang’ eines Instrumentes aus. Deshalb wird ein Gitarrenbauer immer entsprechende Holzkombinationen wählen (aus Erfahrung und Abklopfen), die zu einem Instrument passen.
    Und aus dießem Grund klingen zwei identische Stratocaster, einmal mit Rosewood-, einmal mit Ahorngriffbrett eben anders. Deshalb klingt eine gute Les Paul eben so wie sie klingt.

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    1. Endlich mal jemand ders versteht und auf den Punkt bringt!! Danke für deinen Kommentar!!

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    2. Ja dein Kommentar war bisher mit Abstand der beste, thx!

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  11. Es wird auf dem Gebiet ja immer gerne der angebliche “Voodoo” angeprangert, also quasi ein “Aberglaube”. Nach dem Tonfall in diesen Diskussionen scheinen mir die Rationalisten allerdings doch viel mehr von brennendem Glaubenseifer verzehrt zu werden…

    Ich selbst kann mich jedenfalls nicht als williges Opfer von Industrie und Medien sehen, sondern richte mich nach 30 Jahren Erfahrung als Gitarrist und Bassist. Und da kann ich nur sagen, dass ich es mehrfach mit Ahorngriffbrettern versucht habe, mir der Sound aber letztlich immer zu “knochig” (die Fans nennen es “glockig”…) war. Übrigens war das Holz damals in der Fachpresse usw. eigentlich kein großes Thema, das war rein meine eigene Wahrnehmung. Dabei WOLLTE ich die Dinger sogar mögen, wegen der Optik. Ging aber soundmäßig einfach nicht.

    Jedenfalls habe ich auch mehrfach an Gitarren und Bässen den direkten Vergleich gehabt, als ich dann nur den Hals getauscht habe (sogar von der gleichen Marke). Der Unterschied ist übrigens nicht ganz so deutlich bei “Maple Caps” – Ahornhälsen mit aufgeleimtem Ahorn-Griffbrett – die klingen etwas ausgeglichener. Es liegt also wohl nicht nur an der Holzsorte, sondern auch an der Sperrung der zwei Holzteile.

    Dennoch bleibt es eine Tatsache, dass unterschiedliche Holzsorten verschiedene physikalische Eigenschaften haben, wenn auch mit natürlicher Streuung und Überschneidungen. Und die spiegeln sich im Sound wieder, weil die Saite nicht an einem physikalischen Idealmodell aufgehängt ist, sondern auf Hölzern, die von ihr zum Schwingen angeregt werden und umgekehrt eine Rückwirkung auf die Saite entfalten. Physikalische Systeme sind eben viel komplexer als die großen Vereinfacher es sich zusammenreimen wollen. Das erwähnte Oszilloskop ist übrigens zu primitiv, um diese Unterschiede wirklich sichtbar zu machen, da müsste man schon sehr viel tiefer gehen.

    Wer meint, dass der Klang ausschließlich durch Saitenmetall und Elektrik bestimmt wird, möge einfach mal eine Strat aus Spanplatte bauen und dort Boutique-Hardware und -Pickups draufschrauben. Oder SRV “Double Trouble Live” anhören und den Gitarrensound auf “Lenny” mit dem Rest vergleichen. Ja klar, immer noch ne Strat, und der Sound kommt aus den Fingern – aber wer da nicht den Ahornhals raushört, dessen Ohren erscheinen sind solche feinen Unterschiede wohl als zu unbedeutend. Ist ja auch gut so, aber bitte akzeptiert doch einfach mal, dass sie anderen eben doch was ausmachen.

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    1. Ich darf die Aussagen hier nochmal bestätigen. Die Zusammenhänge sind auch hinlänglich untersucht. Verweise hier gerne nochmals auf die Arbeiten von Helmut Fleischer et al., u.a. hier nachzulesen: https://www.researchgate.net/project/Musical-Acoustics.
      Auch gehe ich konform damit, dass natürlich jede/jeder seine persönliche Meinung und Erfahrung hat, die natürlich auch vom Musiktypus abhängt (z.B. Blueser vs. Metal-High-Gainer), aber die physikalischen und auch psycho-akustischen Gegebenheiten sind nicht weg zu diskutieren. Im Übrigen sind die Zusammenhänge ja auch gut erklärbar. Einige schöne Stellungnahmen zum Thema hat auch Walter Kraushaar, http://www.kraushaar-gitarren.de/cms/tipps.html, aufgeschrieben. Die Inhalte sind auch für Nicht-Wissenschaftler gut zu verstehen und z.Tl. sehr amüsant geschrieben.

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  12. Hi, ich bin in der glücklichen Lage zwei identische Ibanez RG 550 aus den 80ern zu besitzen. Einziger Unterschied: Die eine hat ein Ahorn Griffbrett, die andere Rosewood. Bei gleichen Pickups kommen die Unterschiede exakt wie beschrieben zum Tragen.

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  13. Ich würde den Kauf einer Gitarre nicht vom Holz des Griffbretts anhängig machen:
    aus meiner Sicht haben die Wahl des Plektrums, der Saiten, der individuelle Anschlag
    des Gitarristen, dazu noch die unzählichen Einstellmöglichkeiten an der Elektronik
    (Potis an der Gitarre, das Kabel, Effektgeräte und der Verstärker) eine wesentlich
    deutlich wahrnehmbare Auswirkung auf den Sound. Der Sound wird stest durch eine
    (Un-)Menge an Faktoren bestimmt, so dass die Wahl des Griffbretts fast unbedeutend
    ist.
    Im Übrigen: “anders klingen” heisst gar nichts; ob ein kleiner Unterschied besteht oder
    nicht, ist nicht die Frage. Ob es dem Gitarristen gefällt, ob es zur Stilistik der
    Musik passt und sich in den Gesamtsound deiner Band gut einfügt, ist die entscheidende
    Frage.

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    1. Selbstverständlich spielt die gesamte Signalverarbeitungskette für das Klangbild eine dominante Rolle. Dennoch verhalten sich andere Holzkombinationen auch anders. Es gibt noch eine weitere Facette, die wir hier noch nicht i. e. S. diskutiert haben und die ich hier, von Ihrem letzten Satz inspiriert, adressiere.
      Das Holz spielt eine bedeutende Rolle in Bezug auf das ‘Spielgefühl’. Dieses wirkt natürlich direkt auf das Spielverhalten und den Umgang mit dem Instrument. Aber auch hier gilt, ob sich Rosewood ‘besser’ anfühlt als Marple muss jede/jeder für sich entscheiden. My two cents.

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  14. Es ist immer wieder amüsant, welch geniale „Experten“ in diesen Foren Weisheiten verkünden, die lächerlich sind. Es ist meistens von Vorteil, zunächst ein bisschen relevante Erfahrung zu sammeln, live und vor allem im Studio. Dann macht es Sinn sich mit Leuten auszutauschen, u.a auch mit Gitarrenbauern, die relevante Erfahrung haben. Da habe ich bisher immer nur gehört, wie wichtig die jeweiligen Hölzer sind. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen aus 30 Jahren Musik, ein Großteil davon als Profi. Fragt mal Leute wie Eric Johnson, Eric Clapton oder Joe Bonamassa, ob die auch der Meinung sind, dass Hölzer bei Gitarren vollkommen egal sind und den Unterschied keiner hört. Ihr solltet nicht verallgemeinern nur weil ihr es nicht hört. Aber wie ich bereits sagte, diese Foren sind voller „Profis“, die wirklich alles wissen. Meist sind deren Ansichten ziemlich destruktiv, alles ist scheisse und quatsch. Mein Tipp: Kauft euch ein Keyboard. Da ist es echt egal ob es aus Plastik oder aus einem anderen Plastik ist…gruss

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  15. Weil ich selber nur so ein bißchen auf einer Westerngitarre klimpere, aber vielleicht mal eine E-Gitarre kaufen will, habe ich mich nun sagen wir mal insgesamt in meinem Leben so etwa 2 Wochen in die E-Gitarrenthematik eingelesen. Nebenbei bemerkt halte ich mich auch für einen technisch verständigen Menschen.
    Mittlerweile stehe ich auf dem Standpunkt, wonach beide Parteien in diesem „Glaubenskrieg der Hölzer“ Recht haben, nämlich weil: denen, die es mehr physikalisch betrachten (z.B. oben Volker Lohweg), stimme ich 100%.ig zu: Ja, bei einer E-Gitarre kann es nur das (Maximal)Ziel sein, die gesamte Gitarre, bestehend aus Korpus und Hals, so steif und damit (mit)schwingarm wir nur irgend möglich zu konstruieren. Denn wenn etwas anfängt mitzuschwingen, ist das ein Zeichen dafür, dass eine Resonanzfrequenz erwischt wurde und dass dann Schwingungsenergie, in diesem Falle von der Saite auf das Gitarrenmaterial (und zurück) übertragen wird. Was aber will man – auch wegen Sustain: man will die gesamte Saitenschwingungsenergie auf die und nur auf die Tonabnehmer übertragen, denn nur deren Signal hört man hinterher (verstärkt) im Lautsprecher. Es darf somit nur den Tonabnehmern selber „erlaubt sein“, die Saitenschwingung abzudämpfen, indem die Schwingungsenergie von der mechanisch schwingenden Saite auf einen (dann) schwingenden Stromkreis übertragen wird.
    Was mich aber nun brennend interessiert: die genannte Klangfärbung, die tatsächlich vom verwendeten Holz abhängig ist, weil das Holz bestimmte Frequenzen aus der Saitenschwingung herausfiltert/wegdämpft, oder anders gesagt: es ergibt sich aus dem Genannten für jede Holzsorte und für jede Gitarrengeometrie ein bestimmter, characteristischer Frequenzgang dieses Instrumentes, der sich aus Übertragen von Schwingungsenergie von der Saite auf den Body und Hals und auch wieder zurück von Body auf Saite ergibt. Ein vermutlich fast unendlich oder beliebig komplizierter Vorgang?!
    Nun meine eigentliche Frage: gibt es (Effekt)Geräte, an welchen ich quasi einstellen könnte: „E-Gitarre mit Ahorn-Body und Ahornhals“ oder „E-Gitarre mit Mahagoni-Body und Ahorn-Ebenholz-Composithals“ usw. usf.? Ich vermute, sowas gibt es im Profibereich, aber gibt es das auch in „erschwinglich“? Macht man das mit diesem „Samplen von Klängen“? Dennoch „ängstliche Frage“: kann man wirklich (durch Samplen?) so ein Instrument halbwegs perfekt „nachbilden“? Wäre das dann dieses MIDI-Verfahren?
    Oder ist hier der Liebe Gott insofern immer einen Schritt voraus mit seinen handgearbeiteten Hölzern, weil die einen derart komplexen Frequenzgang haben – erst recht beim gleichzeitigen Anschlagen mehrerer Töne, was ja bei Gitarren mehr als üblich ist -, dass die Effektgeräte-Techniker beim Nachbildungsversuch chancenlos sind und auch in Zukunft bleiben werden? Dann würde es mehr als Eins zu Null für die Natur (echtes Holz) stehen und dann hätten auch die ganzen Enthusiasten spezieller Klanghölzer vollkommen Recht. Denn dann müßte man sich darauf einigen, dass sich die Natur eben nicht mal eben in elektrischen Effektgeräte-„Klangkästen“ so gut nachbilden lässt, dass man das gewisse Feeling dabei verspürt. Denn wenn ich wirklich versuche, die Gitarre selber möglichst gar nicht mehr mitschwingen zu lassen (Doppel-T-Träger), dann bin ich ja dazu „verflucht“, den Ton auf vollelektronischem Wege „anzumischen“. Wenn aber die Elektronik es nicht mal halb so bringt wie ein natürlich gewachsenes Holz mit seinem wie auch immer herrlichen Klangspektrum, also Frequenzgang, würde ich mich gezwungen sehen, auch ins Lager der (Natur)Holzanbeter überzuwechseln! Denn was soll ich mit einem elektrisch erzeugten Plagiat eines vom lieben Gott bereitgestellten Holzes, wenn das Plagiat immer „irgendwie leblos klingt“?!

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    1. Hallo Scrolli,

      ich versuch’s mal. Da haben Sie aber ‘nen langen Text geschrieben. Ja, das Thema ‘Holz’ ist komplex, aber beherrschbar. Deshalb gibt es den Beruf des / der Zupfinstrumentenbauermeister_in (offizielle Bezeichnung). Die können das und bauen jedem ein Instrument, welches den gewünschten Klangeigenschaften entspricht. So, und dann kommt es natürlich auf die Holzarten an (Mahagoni ist nicht Mahagoni, usw.). Durch Erfahrung lässt sich dann ein Instrument in die passende Richtung drehen. Elektronisch bzw. durch Modeling läßt sich so etwas nur bedingt (gut) nachstellen. Und hier dazu meine persönliche Meinung: Warum sollte auch das ‘Holz’ bzw. ein spezifisches Instrument gemodelt werden? Dann benutzte ich doch gleich das passende Instrument, welches ich benötige. Das gilt besonders für alte Gitarren oder für alte Amps. Wenn ich die nutzen will, muss ich sie mir besorgen. So etwas in all ihrer Komplexität zu modeln ist de facto nicht möglich, zumindest nicht für den Studiobetrieb.
      Ich bin, was das angeht, obwohl beruflich aus der digitalen Welt kommend, seeehr konservativ. Echte Gitarre, echter Röhrenverstärker, echte Box, echter Klang….. 😉

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  16. James Hetfield von Metallica hat eine neue Explore wo irgendwelche Nägel stecken. https://www.metallica.com/photos/1032182/bologna-italy-february-12-2018
    Ich weiß nicht ob live irgendein Unterschied zu seiner 73er Les Paul mit Identitätischen EMGs zu hören ist….
    Wahrscheinlich nur im Studio mit cleaned Sound…

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  17. Wie immer bei einem A/B Vergleich werden mir die Tonabnehmer zu wenig in den Focus gesetzt. Sind es die gleichen Tonabnehmer und haben sie auch absolut identische Abstände zur Saite? Klar, dass dann die eine Gitarre mehr Höhen oder Bässe hat als die andere, wenn die PUs unterschiedliche Abstände besitzen… Just my 2 Cent.

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  18. So ich habe jetzt meine Ibanez AR von 1986 ausgebackt und angespielt.Danach die Tonabnehmer der Ibanez in meine Epi eingebaut.Beide mit Elixir Seiten.Clean und direkt am Verstärker angestöpselt.Und sie klingen nicht gleich.

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  19. Da ist er wieder der Tanz um das goldene Kalb.Ich beschäftige mich auch seit einiger Zeit mit diesem Thema.
    Auslöser für mich dafür war der Kauf der Thomas Blug Strat von Vintage, die ich für eine Hammergitarre halte und einen fantastischen Attack (Ansprache) hat.Der Attack ist gefühlt mindestens doppelt so
    stark wie bei meiner 30 Jahre alten Fender Strat.
    Klar, kann man das so nicht vergleichen, auch wenns Strats sind.
    Um Gitarren oder Griffbretter oder Gitarrenhälse zu vergleichen muss man eine absolut identische Testumgebung schaffen. Dies ist bei einer Strat am einfachsten zu bewerkstelligen indem ich den voll bestückten Pickguard tauscht.Sicher ist dann ein A/ B Vergleich schwierig, falls es nicht zu dem erhofften AHA Effekt kommt.
    Selbst bei zwei identischen E Gitarren muss sichergestellt sein dass
    die Potis die gleichen Werte haben , die PU die identischen Induktivitäten, Resonanzfrequenzen usw. Erst dann könnte man hierzu hörphysiologisch eine Aussage treffen.
    Selbst neue Saiten und die Oberflächenbeschaffung oder auch Höhe des Bundstäbchen kann eine Kleine Rolle spielen.
    Dies wird in den ganzen stattfindenden Diskussionen immer wieder komplett ignoriert.
    Die größten Soundänderungen bei einer E Gitarre sind durch sogenannte C Switches möglich. Durch die unterschiedliche Kapazitäten die man dort im Zusammenspiel mit den Pu ´s schalten kann,erhält man ganz unterschiedliche Sounds.
    Entweder selber bauen, oder bei Helmut Lemme bestellen.

    Auch kann ich Euch das Standardwerk von Manfred Zollner .Die Physik der E Gitarre empfehlen. Sind 1300 Seiten in 2 Büchern, und jeden Euro wert. Herr Zollner ist Musiker und Prof für Elektrotechnik, also kein reiner Physiker,sondern jemand der auch noch heute jamt.

    Auch Helmut Lemme ist hier zu empfehlen.
    Trotzdem werden diese Diskussionen noch 1000 Jahre weitergehen und
    es letztendlich für die meisten eine reine Glaubensfrage bleiben.

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  20. In den 1980ern gab es alle möglichen Experimente mit lustig geformten Gitarren und alternativen Materialien. “Schwingungsverhalten? Ist doch egal – der Klang wird doch eh total elektronisch verwurstet…”
    Und dann trat Paul Reed Smith in Erscheinung. Jemand der extrem viel Wert auf ausgesuchte Hölzer und ihre klanglichen Eigenschaften legt, und immer nahe bei einer bewährten Korpusform bleibt.
    Die komischen Gitarren, z.B. aus Plexiglas, oder mit Aluminiumhälsen baut heute keine nennenswerte Firma mehr.
    Die Gitarren von PRS gehören relativ unumstritten mit zu dem Besten was E-Gitarrenbaukunst je hervorgebracht hat, und sind in den Händen sehr vieler Profimusiker zu sehen.
    Komisch, oder?

    Hört euch auf Youtube mal die Neuauflage der Gitarre von Gittler an. 8000 EUR, sieht sehr geil aus, aber auch das beste Flugzeug-Titan klingt ganz ohne Holzkorpus leider ziemlich scheiße.

    Als einzige Ausnahme ist mir Ned Steinberger mit seinen GFK/CFK-Gitarren bekannt. Damit wollte sich bald kaum noch jemand auf einer Bühne blicken lassen, aber klanglich werden die immer nur gelobt.

    Wer noch mehr Zeit und Interesse übrig hat, sollte bei Youtube unbedingt mal nach “Johan Segeborn” suchen. Viele fantastische Experimente zu dem Themengebiet!

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  21. Das ist wie beim Klavier, da klingen die weißen Tasten heller als die schwarzen.

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  22. Ich denke, dass Beispielsweise Ahorn ein anderes Schwingverhalten (physikalisch; Aufgrund von Dichte, etc.) hat als beispielsweise Palisander, oder Ebenholz, oder was auch immer man sich sonst noch als Griffbrett aufleimen lassen kann. Auch schwingt natürlich Messing anders als Edelstahl oder Eisen.

    Dadurch wird sich natürlich auch die Schwingung auf die Saiten anders auswirken und somit auch von den Tonabnehmern auch anders aufgenommen werden.

    Wir sprechen hier aber von Werten, die im Promillebereich liegen.

    Ob das der Wald- und Wiesengitarrist von Nebenan überhaupt wahrnehmen kann, ist jedoch fraglich.

    Wenn wir uns aber mit einem studierten Musiker unterhalten, der sein Leben lang nichts anderes gemacht halt, als Geige zu spielen und Klaviere zu stimmen, wird er das vermutlich wie Tag und Nacht wahrnehmen.

    Ich persönlich höre den Unterschied nicht, obwohl mir manchmal ein klanglicher Unterschied BAUGLEICHER Gitarren aufgefallen ist, aber da spielen viele Faktoren mit ein (Einstellung / Höhe der Tonabnehmer, Material/Alter/Stärke der Saiten etc.). Ich würde aber nicht pauschalisieren, dass ein Palisandergriffbrett anders klingt, als eines aus Ahorn.

    Viele / die Meisten hier scheinen aber ein Absolutes Gehör zu haben und sind im gesamten eigentlich Wunderkinder. Man darf Dinge ja gerne glauben und wenn jemand fest davon überzeugt ist, dann soll er sich gerne ein Material seiner Wahl auf den Hals spaxen lassen, für das was aber am anderen Ende rauskommt und was der Hörer daran noch Unterscheiden kann, vor allem im Blindtest, spielt das meiner Meinung nach eine vernachlässigbare Rolle.

    Aber ein bisschen Esoterik darf natürlich sein. 😉

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