Aus dem neuen Heft

Brad Rice: Marius Müller-Westernhagen Unplugged

Brad Rice(Bild: Matthias Mineur)

Während Carl Carlton im Frühjahr 2016 kurzfristig von Marius Müller-Westernhagen für sein MTV-Unplugged-Projekt verpflichtet wurde, ist sein Gitarrenpartner Brad Rice bereits seit 2010 in der Band.

Der gebürtige Amerikaner spielte zuvor unter anderem für Superstar Keith Urban und für Singer/Songwriter Ryan Adams und scheint mit seinem Mix aus Rock, Blues, Country und Folk der perfekte Rhythmusgitarrist für diese Band zu sein. Auch ihn trafen wir bei einem Westernhagen-Konzert in der Bremer ÖVP-Arena, um mehr über seine außergewöhnlich guten Fähigkeiten zu erfahren.

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interview

Brad, kannst du kurz beschreiben, wie du vor knapp neun Jahren in die Band gekommen bist?

Gerne. Ich war gerade bei Keith Urban ausgestiegen, als mich Peter Stroud, der Produzent von Marius’ Album ‚Williamsburg‘, für die Band vorschlug. Zur gleichen Zeit fragte Marius bei Duesenberg-Gitarren an, mit denen ich schon seit 2003 arbeite und dort Ingo und Dieter kenne. Ingo empfahl mich ebenfalls, sodass Marius meinen Namen gleich von zwei Seiten hörte. Mir gefiel die Musik auf Anhieb, obwohl ich zugeben muss, dass ich noch nie diese Art Rock’n‘Roll in einer anderen Sprache als Englisch gehört hatte.

Klingen die Westernhagen-Stücke für dich merkwürdig?

Nein, sie klingen einfach nur anders, zumal die Songs wirklich sehr gut sind und die Musik aus der gleichen Ecke stammt, aus der ich beeinflusst bin, also Blues, Rock, R’n‘B, ein wenig Country. Und nun spiele ich mit Marius in den größten Hallen, eine für mich tolle Erfahrung. Marius ist ein super Typ mit großem Herz und fabelhafter Kommunikation, der einem seine Visionen genau erklären kann. Aus meinen langjährigen Erfahrungen als Musiker weiß ich, dass man auch Pausen und Lücken lassen, die Musik atmen lassen muss.

Keine leichte Lektion in einer damals neu zusammengestellten Band.

Stimmt. Ich kam für die Proben nach Berlin, und außer mir waren auch der Schlagzeuger und der Bassist neu. Aber dennoch klang es auf Anhieb fabelhaft. Marius und ich haben ein sehr enges Verhältnis, auch auf der Bühne. Seither haben wir ein Live- und ein Studio-Album gemacht und zahllose Konzerte zusammen bestritten, und es macht immer noch sehr viel Spaß.

Du spielst vornehmlich Gibson, oder?

Richtig. Meine erste Gitarre war eine 76er Firebird, die ich immer noch besitze. Darüber hinaus liebe ich vor allem Duesenbergs, von denen ich zu Hause mehrere habe. Ich besitze auch ein paar Teles von einem Typen namens Kurt Linhof, von dem auch Duane Allmans berühmte Sunburst Les Paul stammt. (Linhof verkaufte sie Allman im Juni 1971, sie blieb bis zu seinem Tod am 29. Oktober 1971 seine Hauptgitarre, Anm. d. Verf.)

Ich hörte, dass du eine Vielzahl verschiedener Amps einsetzt.

Das stimmt. Ich wechsle die Amps je nach Job. Auf der letzten Tour mit Marius waren es zum Beispiel Verstärker von 65Amps aus der London-Serie. Zu Hause und bei Rock-Gigs nehme ich zumeist einen sehr lauten Fender Super Reverb aus den frühen 70ern, aber auch einen Ampeg VT 40, den schon die Rolling Stones gespielt haben und der fantastisch klingt. Bei der Studioarbeit setze ich zumeist auf Fender Pro Juniors, die nicht ganz so laut sind.

Wie würdest du selbst deine Rolle beschreiben? Eher Rhythmus- oder eher Melodie-orientiert?

>>> Das vollständige Interview findet ihr in der aktuellen Ausgabe Gitarre & Bass <<<

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