Macht die auch Kaffee?
Yamaha TAG3 C im Test
von Guido Lehmann, Artikel aus dem Archiv
Die Yamaha bietet rein akustisch einen vollmundigen Dreadnought-Sound, übertreibt dabei aber nicht mit den Bässen und punktet mit kristallklaren Höhen. Der mattierte Hals liegt mit seinem satten C-Profil gut in der Hand, der Spielkomfort ist dank der perfekt polierten Bünde und der tadellosen Werkseinstellung von Saitenlage und Intonation auf Top-Niveau. Und das rundliche Cutaway gibt dann auch den Weg in die hohen Lagen frei.
Über Amp oder PA gespielt, können wir beruhigt feststellen, dass das Pickup-System die Sounds der Gitarre sehr natürlich überträgt und alle Saiten und Lagen ausgewogen wiedergibt. Ein kleines Rädchen im Schalllochrand gibt Kontrolle über die Lautstärke … und natürlich stehen hier auch sämtliche Features über Verstärker zur Verfügung. Und jetzt – über größere Speaker – kommen die Details und Variationen der Effekte noch viel deutlicher zur Geltung und zahlen sich jetzt erst richtig aus. Komplett-Mix von der Gitarre aus, inklusive Looper und Remote-App auf dem Smartphone – ganz schön cool.
(Bild: Dieter Stork)
Zwei Dinge sind mir hier wichtig:
- Die TAG3 C ist eine ausgezeichnete Acoustic, da hat Yamaha keinerlei Abstriche gemacht, oder sich nur auf Gimmicks verlassen.
- Zum anderen macht die Entdeckungsreise durch all die technischen Möglichkeiten und Features unheimlich Spaß. Wie dringend man das wirklich braucht, muss jeder für sich selbst beantworten, aber hey: Haben ist besser als Brauchen!
Das schlicht-edle Design überzeugt genau so wie die verwendeten Materialien und die perfekte Lackierung. Die Technik präsentiert sich aufgeräumt und gut verständlich, ein bisschen Manual ist aber unumgänglich. Der aufgerufene Ladenpreis geht vollkommen in Ordnung, persönliches Antesten kann ich nur empfehlen.
⊕ Plus
● Konzept, Design
● Hölzer, Hardware
● Verarbeitung, Werkseinstellung
● Bespielbarkeit
● wuchtiger Dreadnought-Klang
● technische Features

(erschienen in Gitarre & Bass 02/2026)
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